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Einsatzhang

Bergwaldprojekt Grabs 2004

Ostschweiz, St. Galler Rheintal
2. Woche 16.-22.5.2004

Dokumentation von Ulrich S.
Arbeit: Wegebau, Pflanzung

Voralpsee
unsere Unterkunft Berggasthaus Voralp Am Sonntag gegen 17:45 Uhr trafen mit mir ein weiterer Deutscher und 8 Schweizer per Postbus am Berggasthaus Voralp auf 1240 Meter Höhe ein.
Nach dem guten Abendessen hielt Projektleiter Martin zur Einstimmung auf die Woche den Diavortrag. Die Ankündigung, Frühstück um 6:30 schockierte meinen Landsmann zuerst etwas.
Barbara beim Pflanzen
Annamarie, Franz pflanzen Alle schafften das frühe Aufstehen, so wanderten wir wie geplant ab 7:30 in ca. 20 Minuten zur Einsatzstelle, einem Hang hinter dem Voralpsee. Unten angekommen, wurden Säcke mit jungen Bäumen und Schnee zur Kühlung darin an uns verteilt, die wir einen schmalen Weg hoch tragen durften. Dieses morgendliche Schleppen entwickelte sich zur schwersten und unbeliebtesten Arbeit der Woche.
Nach kurzer Einführung begannen wir bei sonnigem Wetter an dem durch Sturmschaden kahlen Hang in Zweierteams junge Buchen, Weisstannen und Ahornbäumchen zu pflanzen.
Christoph, Hans
Pause Zur Mittagspause gabs über dem Feuer gekochte Suppe. Einzelne Pflanzen wurden vor Wildverbiss geschützt, dazu wurde ein Einzelschutz aus 2 in den Boden gerammten Pfählen und daran festgenageltem Zaun gebaut. Um 17 Uhr wanderten wir wieder zu unserem Berggasthaus. Frisch geduscht nahmen wir das leckere Abendessen ein. Daniel, Barbara bauen Einzelschutz Daniel, Barbara bauen Einzelschutz
Wegbau, Ulrich Der Dienstag war sonnig und noch wärmer. In 2 Gruppen aufgeteilt machten wir uns wieder an die Arbeit. Die anderen pflanzten weiter, meine Gruppe baute schmale Forstwege und besserte bestehende Wege aus. Wegbau, Karin Wegbau, Martin, Daniel, Hans
Wegbau, Hans, Martin Diese Forstwege erleichtern das Vorwärtskommen am steilen Hang erheblich, wenn man Pflanzen, Werkzeug und anderes Material zu transportieren hat. An steilen Stellen wird der Weg mit verbautem Holz am abrutschen gehindert.
Am Abend wurden zusammen Kreuzworträtsel gelöst und gejasst.
Wegbau, Hans
Elda beim Pflanzen Karin beim Pflanzen Bei weiterhin viel Sonne besserte ein Teil von uns am Mittwoch weiter Wege aus, meine Gruppe pflanzte Fichten und Sträucher, dabei arbeiteten wir uns langsam den Hang hinauf und kamen an Schneeresten vorbei. An einer Stelle fanden wir besondere rote Pilze.
Die ganze Woche begleiteten uns grüne und blaue Käfer, die am ganzen Hang stark verbreitet sind.
Pilze, Käfer
Exkursion Durch den Feiertag (Himmelfahrt) durften wir eine Stunde länger schlafen und starteten bei weiterhin sonnigem Wetter zur Exkursion durch Wald aufwärts bis zu einer Wiese mit toller Ausicht auf Werdenberg, Buchs, die umliegenden Berge und bis nach Lichtenstein. Nach ausgedehnter Mittagspause an dieser Stelle ging es über den Schutz-Wald-Mensch-Waldlehrpfad zurück zu unserer Unterkunft. Pause bei Wanderung mit toller Aussicht
Exkursion Mit viel neuem Wissen über Wald und Borkenkäfer erholte sich ein Teil der Gruppe im Biergarten. Diejenigen, die nicht schon vorher dort waren, machten nach dem Abendessen einen kurzen Ausflug zum Voralpsee hinunter. Dort beobachteten wir kleine Fische und Frösche. Am späteren Abend begann es zu regnen. Voralpsee
Annamarie, Markus bauen Einzelschutz Bei starker Bewölkung wurde am Freitag begonnen, die restlichen Bäume (u.a. Erlen an feuchten Stellen, Vogelbeeren, Fichten) zu pflanzen. Ein Journalist der Werdenberger Zeitung besuchte uns vormittags kurz beim Pflanzen. Der Baucontainer an unserer Pausenstelle bot uns in der Mittagspause Schutz, als es kurz stark regnete. Danach wurde weiter gepflanzt, begleitet von einzelnem Donnergrollen in der Ferne, die letzte Pflanzstunde leistete dann unsere Regenkleidung bei Starkregen gute Dienste. Die Arbeit endete mit dem Runtertragen des ganzen Werkzeugs bis zum Auto und der Regenwanderung zurück zum Berggasthof. Karin pflanzt
Der Regen am Samstag störte uns nicht mehr, um 9:40 starteten wir mit dem Postbus, der direkt vor der Haustür hielt, die Heimreise. Am Bahnhof Buchs entdeckten wir in der Zeitung den Artikel über unsere Projektwoche, nach kurzem Aufenthalt im Bahnhofsbistro gings gegen 11 mit dem Zug in verschiedene Richtungen heim.
Diese Woche hatten wir über 1500 Bäume gepflanzt und einige Meter Weg gebaut. Die deutschen Teilnehmer konnten dabei ihre Kenntnisse im Verstehen von schweizerdeutsch erweitern. Wir waren eine gute Gruppe, danke an alle!
Berge, aufgenommen vor Unterkunft
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