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Moor, Projektstelle vor 3 Jahren

Bergwaldprojekt Oberwiesenthal 2003

Deutschland, Sachsen, Erzgebirge, Forstamt Neudorf
1 Spendenwoche 18.-24.5.2003

Dokumentation von Ulrich S.
Arbeit: Wiedervernässung Hochmoor

Moor, Projektstelle vor 3 Jahren
Uli, Holger beginnen Staudammbau im Moor Unsere 19 Personen starke Gruppe kam am Sonntag ca. 18:45 Uhr bei trübem Wetter in der Luxus-Unterkunft Naturbaude Eschenhof in Oberwiesenthal an. Nach der Vorstellungsrunde und dem Abendessen hielt Projektleiter Peter zur Einstimmung auf die Woche im Moor einen Diavortrag. Frank, Antje tragen Bauholz rauf
Ulrich beim Gras-Soden herstellen Nach Aufstehen um 6 und Frühstück wanderten wir am Montag bei Regenschauern ca. 45Minuten den Fichtelberg rauf bis in ca. 1100m Höhe. Dort wollten wir diese Woche ein früher trockengelegtes Hochmoor wiedervernässen. Das Baumaterial (Holzlatten und Stämme) musste die letzen paar hundert Meter von uns nach oben getragen werden. Ein Teil der Gruppe trug weiteres Holz ran, andere begannen Gras-Soden als Dichtmaterial zu stechen, der Rest baute die erste Grube für ein Stauwerk. Mittags kam ab und zu die Sonne raus. Die Arbeit endete um 16:30 Uhr, danach hatte die Küche Probleme, unsere hungrigen Mägen satt zu bekommen. Abends spielten wir Karten, bis wir erschöpft ins Bett fielen. Christine,Holger,Peter beginnen Grube auszuheben
Pfahl in Boden rammen Nachdem es nachts nochmal geregnet hatte, beruhigte sich das Wetter am Dienstag und es wurde öfters sonnig. Wir bauten weiter Stauwehre im trockengelegten Moor. Trotz der Arbeit wurde viel gelacht. 2 Pfähle, die das Bauwerk halten, rammten wir zu dritt in den Boden, dann wurden davor quer Latten aufeinander genagelt. Abgedichtet mit Gras-Sodenstücken wurde der Graben vor dem Stauwerk dann wieder zugeschaufelt. Karsta beim Nageln
Exkursion ins Moor Nach der Arbeit wanderten wir zur Unterkunft, dann gings per Auto zu anderem Moor bei der tschechischen Grenze. Hier wurde im Jahr 2000 vom Bergwaldprojekt eine Wiedervernässung durchgeführt. Wir bestaunten begeistert den deutlich sichtbaren Erfolg der damaligen Arbeit (Fotos auch oben neben Titel). Von der kurzen Exkursion für die weitere Arbeit motiviert fuhren wir zum Abendessen. Exkursion ins Moor
Aufstieg zur Einsatzstelle Der Mittwoch wurde meist sonnig. Wir bauten weitere Staudämme, dabei arbeiteten wir uns den Hang runter und kamen in feuchteres Gebiet. In die Baugruben lief Wasser nach, das wir mit Eimern wegschöpften. Dabei wurde es wieder lustig, als ein Teilnehmer plötzlich im Weg stand und einen Eimer Moorwasser abbekam. Bei der Arbeit besuchte uns kurz Rita, die uns im Eschenhof das Essen serviert. Uli im Moor Ulrich baut im Moor
Pausenhütte Die Mittagssuppe wurde in einer etwas unterhalb gelegenen Forsthütte gekocht. Ich nutzte einen Teil der Pause zum Besuch des Fichtelberggipfels, der nicht weit unserer Arbeitsstelle war.
Abends kam der Leiter des Forstamts Neudorf zu uns und hielt einen langen Vortrag u.a. über die Jagd, den Wald und Probleme für junge Bäume durch Skifahrer.
Barbara, Jac tragen Holz heran
Moorverbauung, vorne Jac,Peter,Frank,Barbara Auch am Donnerstag hatten wir mit dem Wetter Glück. Lustig wurde es durch das gelungene 3-Uli-Foto. Bis zum Ende des Tages waren von uns in dieser Woche insgesamt 14 Stauwehre fertig gestellt und alles Material verbaut.
Am Abend nahm ein Teil der Gruppe am Vortrag einer Kräuterfrau teil.
Barbara,Wolfgang,Peter,Jac sind fast fertig
Peter kürzt zu lange Pfosten Über Nacht hatten unsere Bauwerke schon viel Wasser gestaut. Freitagvormittag räumten wir die Arbeitsstelle auf, Peter sägte an den Bauwerken die überstehenden Pfosten ab. Wir bekamen Besuch von der Annaberger Presse. Rita und Chefin brachten uns Kaffee und Kuchen vorbei, danke! Gruppenfoto
Exkursion im Moor Dann wurde das Werkzeug geputzt, geschärft und ins Auto geladen. Nach kurzer Pause in der Unterkunft startete mittags die vom Revierförster geleitete Exkursion. Mit dem Auto ging es auf die andere Seite des Fichtelbergs, dann wanderten wir in den Wald. Unsere Schuhe waren bald gelb vom Fichtensamen. Moor
Moor im Wald Buchenwald Etwas später kamen wir an ein intaktes Moor, danach in einen Buchenwald. Die Exkursion endete auf einer Waldlichtung, dort wurden wir vom Leiter des Forstamts Neudorf an einer Hütte mit einem tollen kalten Buffet erwartet. Die Überraschung war geglückt, erfreut stärkten wir uns. Danke!!
Rechtzeitig zum Abendessen waren wir wieder in der Naturbaude Eschenhof.
Buffet vom Forstamtsleiter
Die supertolle Bergwaldprojektwoche endete am Samstag, um 8:50Uhr nahm ein Teil der Gruppe den Bus nach Chemnitz, um von dort mit dem Zug in die Heimat zu fahren.
Danke an Peter, an Rita und den Rest der Naturbaude Eschenhof, an den Revierförster von Oberwiesenthal und an den Leiter des Forstamts Neudorf und allen Teilnehmern, durch die diese Woche trotz der schweren Arbeit zu einer richtig guten Urlaubswoche wurde, bei der es viel zu lachen gab.
Vielen Dank auch an alle Geldspender, durch die diese Projektwoche in Oberwiesenthal erst möglich wurde.
Fichtelbergbahn in Oberwiesenthal

    Wer etwas für den Erhalt von Mooren tun möchte, hat diese Möglichkeiten:
  • nur Blumenerde ohne Torf kaufen
  • für das Bergwaldprojekt spenden (diese Woche war 100% aus Spenden finanziert)
  • Bergwaldprojekt-Fördermitglied werden
  • beim Bergwaldprojekt aktiv im Moor mitarbeiten (begrenzte Teilnehmerzahl)

von uns gebautes Stauwerk
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