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beim Pflanzen

Bergwaldprojekt Sedrun 1996

Schweiz, Graubünden
21.7.-27.7.1996

Dokumentation von Ulrich S.

Arbeiten: Pflanzung, Waldpflege (Rottenpflege), Wegebau

FO-Bahn vor Einsatzhang Pflanzhang
Aufstieg ins Pflanzgebiet Sonntag, 21.7.1996. Ich sitze nervös in der Furka-Oberalpbahn. Das erste Mal habe ich mich angemeldet, an einer Woche Bergwaldprojekt teilzunehmen. Was wird auf mich zukommen? Werde ich der Aufgabe körperlich gewachsen sein? Mit was für Leuten werde ich die nächste Woche verbringen? Am Bahnhof Sedrun trifft sich die von jung bis alt gemischte Gruppe. Aha, scheinen alles ganz nette Leute zu sein. Gruppenleiter Michael führt uns zur Unterkunft, am Abend kommt Urs, der zuständige Förster zum Diavortrag vorbei.
Rottenpflege
Pause Am nächsten Morgen ist es endlich soweit, der erste Arbeitseinsatz. Auf dem Programm steht Rottenpflege, also Bäume fällen. Moment, Bäume fällen?? Ich wollte doch was für den Wald tun und ihn nicht vernichten! Urs erklärt uns, dass die Bäume in Kleingruppen (Rotten) wiederstandsfähiger gegen Wind und Schnee sind, und so auch wieder Licht auf den Boden kommt. In einer nahen Waldfläche mit altem Bestand wird der Unterschied klar: grosse, dicht stehende Bäume, auf dem dunklen Boden wächst nichts. Die Bäume bestehen überwiegend aus kahlen Stämmen, erst ganz oben Nadeln. Ein grosser Sturm, und der ganze Wald wird am Boden liegen. Da sehen unsere Bäume nach der Rotttenpflege wirklich besser aus! Die zu fällenden Bäume werden einen Meter über dem Boden abgeschnitten, der stehenbleibende Stock wird entrindet. So hat der Borkenkäfer keine Chance und der Schnee wird besser am Hang gehalten.
Transport der Pflanzen

Wegbau, vorne Leiter Michael Am Dienstag pflanzen wir an einem sonnigen Hang unter Lawinenverbauungen kleine Fichten. Der Hang ist seit den starken Stürmen Vivian und Wiebke kahl, muss aber wegen der darunterliegenden Strasse und Bahnlinie schnell wieder aufgeforstet werden. Mittags überrascht uns ein kurzes heftiges Gewitter, der Heimweg muss uns erst mit der Motorsäge von umgestürzten Bäumen freigesägt werden.
Um mit den Pflanzen in den Hang zu kommen, muss ein Pfad her. Also bauen wir einen schmalen Weg.
Wanderung

Lagerfeuer Zur Abschlusswanderung am Freitagmittag geht es auf ca. 2150m, Rast in einem Berglokal. Dort gibt es Getränke auf Kosten der Gemeinde, ins Tal geht es auch kostenlos mit dem Sessellift. Zum Ausklang der tollen Woche wird am Abend am Rheinufer gegrillt.
Bei der Rückfahrt mit der Bahn wird mir klar: das war nicht mein letztes Bergwaldprojekt!
unsere Unterkunft, Abreisetag
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http://www.Bergwaldprojekt.ch :
Die offizielle Internetseite des Bergwaldprojekts
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