KBS 100 (HAMBURG-)REINBEK-BÜCHEN (-SCHWERIN)
KBS 102 REINBEK-BÜCHEN
1. Geographie
Die Strecke erreicht kurz hinter HH Bergedorf Schleswig Holstein und führt durch den Sachsenwald über Schwarzenbek nach Büchen und weiter nach Mecklenburg Vorpommern.

2. Geschichte
Die Strecke Hamburg-Schwerin/-Berlin geht auf Friedrich List zurück, welcher nach Erfolgen in Amerika versucht er das Interesse der Hamburger 1832 für eine Eisenbahn nach Berlin zu Wecken. Jedoch scheitern diese Bemühungen. Nachdem deutlich wurde, daß eine Hamburg-Lübecker Bahn kurzfristig nicht zu realisieren ist, bemüht man sich in Hamburg verstärkt um eine Bahn in Richtung Berlin. Wegen der politischen Hindernisse wurde zunächst eine Bahn auf eigenem Territorium von Hamburg nach Bergedorf gebaut, welche im Mai 1842 eröffnet wird. Noch während der Bauphase kam es zum Staatsvertrag zum Bau einer Bahn von Hamburg nach Berlin zwischen Hamburg, Dänemark, Mecklenburg, Preußen und Lübeck. Im März 1845 erhielt die zwei Jahre zuvor gegründete Berlin-Hamburg-Eisenbahn-Gesellschaft ihre Konzessionsurkunde. Der erste Zug befuhr die Gesamtstrecke am 15. Dezember 1946. Im April 1885 wurde die Bahn verstaatlicht und der Schleswig-Holsteinische Abschnitt in die ein Jahr zuvor gegründete Königliche Eisenbahn Direktion Altona eingegliedert. Auf dieser Strecke fuhr am 21. Juni 1931 der Schienenzeppelin von Kruckenberg und zwei Jahre später begann der Planbetrieb des Fliegenden Hamburgers, welcher damals der schnellste Personenzug der Welt war. Überhaupt fanden auf dieser Strecke immer wieder Hochgeschwindigkeitsfahrten statt, wie die 200 km/h Rekortfahrt der 05 002 1936. Mit der Grenzziehung nach dem zweiten Weltkrieg verlohr die Strecke an Bedeutung. 1947 wurde der Zonengrenzübergang Büchen-Schwanheide eröffnet, seit 1965 ist er Transitübergang nach Berlin.
Nach der Grenzöffnung stieg der Verkehr sprunghaft an und die jahrelang vernachlässigte Strecke modernisiert und elektrifiziert.

3. Streckenführung
Der erste Bahnhof in Schleswig Holstein ist Reinbek. Bis hier führen zur Zeit die Schienen der Hamburg S-Bahnlinie S 21. Nach einem kurzen Halt in Wohltorf wird Aumühle erreicht. Bis hier fuhr vor dem Streckenausbau die S-Bahn und bis hier soll sie mal wieder fahren. Im Lokschuppen welcher früher die 78 der bekannten Hamburger Dampf-S-Bahn beherbergte hat der VVM ein kleines Eisenbahnmuseum eingerichtet. Der nächste Halt ist Friedrichsruh idyllisch im Sachsenwald gelegen. Hier erinnert auch heute noch alles an Bismark welcher hier lebte. Der nächste Bahnhof Schwarzenbek ist im Zuge der Modernisierung stark zurückgebaut worden. An die hier abzweigende Strecke nach Bad Oldesloe erinnert nichts mehr.Nachdem in Müssen kurz gehalten wurde ist Büchen erreicht. Hier kreuzt die Strecke 145 von Lübeck nach Lüneburg. Die Gleisanlagen wurden ebenfalls stark zurückgebaut. Kurz nach der Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal war bis 1989 das Ende der Welt, heute fahren hier wie selbstverständlich Züge nach Berlin und Schwerin im dichten Takt als ob es den Stacheldraht nie gegeben hätte.

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