KBS 136 NIEBÜLL-DAGEBÜLL MOLE

DL 2 in Dagebüll Mole

Unser Zug übernimmt in Niebüll Kurswagen von der DB. Über eine Spitzkehre, die über den Bahnhofsvorplatz führt erreicht der Zug Niebüll NVAG, direkt gegenüber des DB-Bahnhofs gelegen. Am Kleinbahnhof liegt die kombinierte Bahn- und Buswerkstatt der NVAG. Seit der Umspurung verläuft die Strecke am östlichen Ortsrand Niebülls entlang. Nach einem Kilometer Fahrt durchfährt der Zug den ehemaligen Haltepunkt Niebüll Süd. Die vom ehemaligen Schmalspurhaltepunkt übernommene Wartehalle wurde 1940 abgerissen. Im Kilometer 1,8  erreicht der Zug Deezbüll, wo wir wieder auf die alte Schmalspurtrasse treffen. Die Strecke führt nun entlang des Kornkooges nach Süden und passiert den aufgelassenen Haltepunkt Deezbüll Burg. Der Haltepunkt Moorhäuser im Kilometer 3,25 ist heute ebenfalls aufgelassen. Hier beginnt eine 1:400 Steigung bis zum Haltepunkt Maasbüll. Die Station verfügt über ein einseitig angeschlossenes Ladegleis mit einer Nutzlänge von 116 Metern. Nach überqueren der Landstraße hält der Zug am Bahnsteig im Kilometer 4,25 direkt am Gasthof, welcher früher die Agentur aufnahm. Zu Schmalspurzeiten führte die Strecke auf der anderen Seite des Gebäudes entlang. Die Strecke führt nun genau westlich in den Kleiserkoog.


T 4 mit zwei Kurswagen zwischen Blocksberg und Maasbüll am 10.05.02
Foto und Copyright: Jan G. Luckner
 
Im Kilometer 6,2 lag der mittlerweile aufgelassene Haltepunkt Kleiserkoog. Hinter dem Haltepunkt schwenkt die Strecke in zwei scharfen Kurven nach Süd-Westen. Im Kilometer 9,0 erreicht der Zug den Bahnhof Blocksberg, welcher über ein 180 Meter langes Kreuzungsgleis verfügt. Seit einigen Jahren halten hier planmäßig keine Züge mehr. Die Strecke verläuft nun auf der Seite des Juliane-Marien-Kooges entlang des Osterdeichs, welcher kurz vor dem Haltepunkt Dagebüll Kirche im Kilometer 11,2  mit einer Steigung von 1:75 gekreuzt wird. Im Jahr 1984 wurde das Kreuzungsgleis entfernt. Von hier verläuft die Strecke durch den Dagebüller Koog zum Bahnhof Dagebüll Hafen, der benutzt wird, wenn der Anleger infolge von Hochwasser nicht erreicht werden kann. Kurz vor dem Bahnhof zweigte bis 1950 ein Anschlußgleis zum Bauhofs des ALW-Husum ab, wo die Feldbahnstrecke zu den Halligen Oland und Langeneß beginnt. Nachdem das Deichtor mit langsamer Fahrt passiert ist, hält der Zug in der Endstation Dagebüll Mole direkt auf dem Anleger der Fähren zu den Inseln Föhr und Amrum sowie zu den Halligen.

Alte Streckenführung zu Schmalspurzeiten:
Etwa an der Stelle der heutigen Spitzkehre lagen die Umladegleise zur Staatsbahn. Die Strecke führte vom Kleinbahnhof entlang des Straßendorfes Niebüll. Unterwegs waren hielt der Zug in der unbesetzten Bedarfshaltestelle Mittel Niebüll (km 0,5) , im besetzten Haltepunkt Niebüll Süd (km 1,0), in der Bedarfshaltestelle Deezbüll Trichter (km 1,85) und im unbesetzten Haltepunkt Deezbüll (km 1,85), wo die heutige Trasse erreicht wird, die bis auf einige Verbesserungen der Streckenführung mit der alten Trasse identisch ist. In Dagebüll endete die Strecke im Hafenbahnhof, von wo eine von Pferden gezogene 900mm spurige Feldbahn über den Deich auf den Anleger begann. Im Jahr 1911 wurde das Deichgatt und die Verlängerung der Strecke auf den Anleger in Betrieb genommen. Jedoch mußten die Passagiere weiterhin zu Fuß gehen, Verlängerung diente nur zur Güterbeförderung.