Unser Zug übernimmt in Niebüll Kurswagen von der DB. Über eine Spitzkehre, die über den Bahnhofsvorplatz führt erreicht der Zug Niebüll NVAG, direkt gegenüber des DB-Bahnhofs gelegen. Am Kleinbahnhof liegt die kombinierte Bahn- und Buswerkstatt der NVAG. Seit der Umspurung verläuft die Strecke am östlichen Ortsrand Niebülls entlang. Nach einem Kilometer Fahrt durchfährt der Zug den ehemaligen Haltepunkt Niebüll Süd. Die vom ehemaligen Schmalspurhaltepunkt übernommene Wartehalle wurde 1940 abgerissen. Im Kilometer 1,8 erreicht der Zug Deezbüll, wo wir wieder auf die alte Schmalspurtrasse treffen. Die Strecke führt nun entlang des Kornkooges nach Süden und passiert den aufgelassenen Haltepunkt Deezbüll Burg. Der Haltepunkt Moorhäuser im Kilometer 3,25 ist heute ebenfalls aufgelassen. Hier beginnt eine 1:400 Steigung bis zum Haltepunkt Maasbüll. Die Station verfügt über ein einseitig angeschlossenes Ladegleis mit einer Nutzlänge von 116 Metern. Nach überqueren der Landstraße hält der Zug am Bahnsteig im Kilometer 4,25 direkt am Gasthof, welcher früher die Agentur aufnahm. Zu Schmalspurzeiten führte die Strecke auf der anderen Seite des Gebäudes entlang. Die Strecke führt nun genau westlich in den Kleiserkoog.
Alte Streckenführung zu Schmalspurzeiten:
Etwa an der Stelle der heutigen Spitzkehre lagen die Umladegleise zur
Staatsbahn. Die Strecke führte vom Kleinbahnhof entlang des Straßendorfes
Niebüll. Unterwegs waren hielt der Zug in der unbesetzten Bedarfshaltestelle
Mittel Niebüll (km 0,5) , im besetzten Haltepunkt Niebüll Süd
(km 1,0), in der Bedarfshaltestelle Deezbüll Trichter (km 1,85) und
im unbesetzten Haltepunkt Deezbüll (km 1,85), wo die heutige Trasse
erreicht wird, die bis auf einige Verbesserungen der Streckenführung
mit der alten Trasse identisch ist. In Dagebüll endete die Strecke
im Hafenbahnhof, von wo eine von Pferden gezogene 900mm spurige Feldbahn
über den Deich auf den Anleger begann. Im Jahr 1911 wurde das Deichgatt
und die Verlängerung der Strecke auf den Anleger in Betrieb genommen.
Jedoch mußten die Passagiere weiterhin zu Fuß gehen, Verlängerung
diente nur zur Güterbeförderung.