DIE STRECKE BAD OLDESLOE-SCHWARZENBEK
1. Geschichte
Die Strecke Bad Oldesloe-Schwarzenbek wurde am 1. August 1887 eröffnet. Sie diente zusammen mit der Strecke Bad Oldesloe-Neumünster als Umfahrung Hamburgs hauptsächlich aus strategischen Gründen. Anfang der 70er Jahre wurde der Personenverkehr auf der Gesamtstrecke eingestellt und der Abschnitt Mollhagen-Trittau darauf abgebaut. Anfang der 80er Jahre endete auf beiden Teilstücken der spärliche Güterverkehr was zu dem Abbau der Gesamtstrecke führte.

2. Streckenführung
Nachdem die Trasse Bad Oldesloe verlassen hat führt sie in einem weiten Bogen über die Vogelfluglinie Hamburg-Lübeck hinweg. Der Haltepunkt Rümpel ist nicht mehr zu erkennen. Vom Haltepunkt Rolfshagen ist das Empfangsgebäude übrig geblieben welches rechts auf einem Damm steht und heute als Wohnhaus genutzt wird. Nach der Unterführung unter der A1 folgt der Haltepunkt Barkhorst. Einige Kilometer später wird Molhagen erreicht, der erste größere Zwischenhalt. Bis hier verläuft heute ein Radwanderweg auf der Trasse. In Sprenge ist die Trasse teilweise bebaut und kaum noch zu erkennen. Ab dem Ortsausgang über die ehemaligen Bahnhöfe Dwerkaten und Grönwohld bis Trittau ist die Trasse heute noch gut in der Landschaft zu erkennen.


260 358 in Trittau (September 1974)  Foto: Schwertfeger
Trittau war der bedeutenste Bahnhof der Strecke. Von Dezember 1907 bis März 1952 konnte hier in einen Zug der Südstormanschen Kreisbahn nach Hamburg umgestiegen werden. Das Bahnhofsgelände ist in ein Wohngebiet verwaldelt worden, das Empfangsgebäude steht noch. Über die Haltepunkte Trittau Vorburg, Hamfelde, Dahmker, Möhnsen und Havekost wurde Schwarzenbek an der Strecke Hamburg-Berlin erreicht.

zurück