STRECKE BAD OLDESLOE-BLUMENDORF-ULZBURG

1. Geographie
Die Strecke verlässt Bad Oldesloe in westlicher Richtung. In Blumendorf, am südlichen Stadtrand Oldesloes gelegen endet die Strecke. Von hier führte sie weiter über Nahe nach Ulzburg.

2. Geschichte
Am 15. Juli 1896 wurde die Strecke Elmshorn-Barmstedt der Elmshorn-Barmstedter Eisenbahn eröffnet. Am 9. Juni 1907 folgte die Strecke Barmstedt-Ulzburg-Bad Oldesloe. Gleichzeitig wurde der Name der Bahn in Elmshorn-Barmstedter-Oldesloer Eisenbahn geändert. Im Jahr 1957 bildet die EBOE eine Verwaltungsgemeinschaft mit der AKN. Am 29. September 1973 wurde die Strecke Barmstedt-Bad Oldesloe stillgelegt und der Abschnitt Ulzburg-Blumendorf abgebaut. Im Jahr 1981 übernimmt die AKN die EBOE, der verbliebene Abschnitt Bad Oldesloe-Blumendorf ging als Industriestammgleis an die Stadt Bad Oldesloe. Seit Mai 1999 fährt die AKN die Güterzüge von Hamburg nach Bad Oldesloe und Bad Segeberg und bedient somit auch die Strecke nach Blumendorf. Zum Jahreswechsel 2001/02 endeten diese Fahrten im Rahmen von Mora C. Der Güterverkehr wird von Hanserail fortgeführt. Bis Ende März 2002 fuhr Hoyer im Auftrag von Hanserail, ab April fährt PBSV.

3. Streckenführung
Das Gelände der EBOE in Bad Oldesloe dient heute der Bahnmeisterei. Die Strecke verlässt den Güterbahnhof Richtung Westen. Der erste Halt war der Haltepunkt Rümpeler Weg. Kurz vor dem Bahnübergang in Blumendorf zweigt heute ein Anschlußgleis in ein neu erschlossenes Gewerbegebiet ab. Allerdings haben sich hier noch keine Firmen angesiedelt. Nach überqueren der B 75 erreicht der Zug den Bahnhof Blumendorf. In Blumendorf wurden bis Anfang der 90er Jahre im Herbst Zuckerrüben von einer noch vorhandenen Rampe verladen. Ein an einem abzweigenden Industriestammgleis sitzender Stahlhändler ist der einzige regelmäßige Kunde der Bahn. Des weiteren wird äußerst sporadisch ein Landmaschinenhändler bedient. Ab hier ist die Strecke als Wanderweg hergerichtet. Im Bereich ehemaliger Bahnübergänge finden sich teilweise noch Gleisreste. Begeben wir uns ins zurück ins Jahr 1973 und steigen ein in den Uerdinger Triebwagen nach Ulzburg. Der erste Bahnhof hinter Blumendorf war Grabau, im Ortsteil Hoherdamm gelegen. Das Emfangsgebäude ist als privates Wohnhaus hergerichtet. Nach überqueren der Kreisgrenze von Stormarn nach Segeberg erreichen wir Sülfeld. Das Bahnhofsgelände ist heute eine freie Wiese im Ort, das Emfangsgebäude ist nur noch eine Ruine, das Dach mittlerweile eingestürzt. Hinter Sülfeld umfährt die Bahn das Niedwohlder Moor in einem weiten Bogen, an sonsten ist die Strecke ziemlich gerade trassiert. Bald darauf ereichen wir Nahe. Der Bahnhof liegt am nördlichen Ortsrand an der B 432. Das Emfangsgebäude wird privat genutzt, das Bahnhofsgelände dient als Marktplatz. Der nähste Bahnhof, Wakendorf-Götzberg ist einer der bedeutensten Bahnhöfe der EBOE. Hier befindet sich die Hauptwerkstatt der Bahn. Nach der Stillegung wollte der VVM einen Museumsverkehr zwischen hier und Ulzburg einrichten, jedoch war dafür die Zeit Anfang der 70er Jahre noch nicht reif und das Projekt zerschlug sich. Kurz nach der Abfahrt erreichen wir den erst nach dem Krieg eingerichteten Haltepunkt Götzberg Wohld. Er ist in einem Einschnitt gelegen auch heute noch gut zu erkennen. Die Straße überquerte die Bahn hier auf einer Brücke. Am ehemaligen Haltepunkt ist eine Informationstafel aufgestellt. Bald darauf erreicht die Bahn das Stadtgebiet von Henstedt-Ulzburg, der erste Halt war Henstedt-Kisdorf. Kurz nach diesem Haltepunkt erreicht die Strecke den Bahnhof Ulzburg, heute Henstedt-Ulzburg. Der Bahnhof wurde im Jahr 2000 umgebaut und in Tieflage verlegt. Hier besteht heute Anschluß an die Züge der Linie A 1 von HH Eidelstedt nach Neumünster.
In Henstedt-Ulzburg kehren wir wieder in die Gegenwart zurück, ab hier kann man die EBOE in einem Zug der Linie A 3 wieder auf der Schiene bereisen.