STRECKE KIEL SÜD-SCHÖNBERGER STRAND


V 155 der VKP mit einem Kohlezug am Amzweig Ss (16.07.97)

1. Geographie
Die Strecke führt von Kiel in nord-östlicher Richtung durch die Probstei nach Schönberg (Holst) und weiter zum Schönberger Strand

2. Geschichte
Am 7. Juli 1897 wurde die Strecke Kiel-Schönberg (Holst) durch die Kleinbahn Aktiengesellschaft Kiel-Schönberg eröffnet. Die Züge fuhren vom Kieler Hauptbahnhof ab. Am 1. November 1911 wurde der Kieler Kleinbahnhof in Betrieb genommen, den sich die KSchE mit der Kiel-Segeberger Eisenbahn teilen mußte. Seitdem wurde der Hbf nicht mehr angefahren. Am 18. Juni 1914 ging die Verlängerung der Strecke von Schönberg (Holst) zum Schönberger Strand in Betrieb. Seit 1954 benutzen die Personenzüge wieder den Kieler Hauptbahnhof, der Südbahnhof dient nur noch dem Güterverkehr. Am 31. Mai 1975 wurde die Strecke zum Strandbahnhof stillgelegt. Ab Saisonbeginn 1976 führt hier der Verein Verkehrsamateure Museumsbahn VVM regelmäßigen Museumsverkehr durch. Der zuletzt spärliche Personenverkehr Kiel-Schönberg wurde am 16. Januar 1981 eingestellt. Am 1. Januar 1982 ging die KSchE in die Verkehrsbetriebe Kreis Plön (VKP) auf. Hauptstandbein des heutigen Güterverkehrs sind Kohlezüge zum Kraftwerk Oppendorf.

3. Streckenbeschreibung
Im Kieler Hauptbahnhof steht ein Sonderzug des VVM zum Schönberger Strand. Wir nutzen die Gelegenheit, die Strecke zu bereisen. Der Hbf wird auf der Lübecker Strecke verlassen. Ab Abzweig Ss, wo die Umgehungskurve aus Meimersdorf auf die Strecke trifft, verlassen wir diese. Hier treffen wir auch auf die Strecke vom Südbahnhof, wo die Nord-Ostsee-Bahn ihre Triebwagen durch die Firma Eurotrac warten läßt.


Lok 5 des VVM mit einem Sonderzug am Abzw Ss
Direkt am Abzweig liegt der ehemalige Haltepunkt Kiel Gaarden. Der Bahnsteig ist entfernt, das Wartehäuschen und das Stationsschild stehen noch. Es follgen die ehemaligen Haltepunkte Kiel-Ellerbek und Kiel-Wellingdorf bevor die Schwentine überquert wird. Direkt hinter der Brücke liegt der Bahnhof Oppendorf. Im hiesigen Bahnhofsgebäude hat der Betriebsleiter der VKP sein Büro. Hier zweigt die Strecke zum Kraftwerk Dietrichsdorf ab. Es folgen in dichter Folge die ehemaligen Stationen  Schönkirchen, Landgraben, Trensal,
Hagen (Holst), Probsteierhagen, Passade und Fiefbergen bevor Schönberg (Holst) erreicht wird. Kurz vor dem Bahnhof zweigt der Anschluß zum alten Bahnhof ab, der benutzt wurde, bevor die Strecke zum Strandbahnhof in Betrieb ging. Im Bahnhof Schönberg (Holst) hat die VKP ihren Sitz. Hier befinden sich Lokschuppen und das Busdepot. Nach kurzem Aufenthalt fährt der Museumszug weiter. Es folgt der Haltepunkt Stakendorf, der weitab vom Ort in seiner aktiven Zeit aus militärischen Gesichtspunkten angelegt wurde. Nach wedigen Minuten Fahrt erreicht der Zug den Endpunkt Schönberger Strand. Wer möchte kann mit der Museumsstraßenbahn ein Paar Runden drehen. Hier stehen viele Fahrzeuge des VVM. Da sich bisher leider hauptsächlich um die Straßenbahn gekümmert wurde, stehen die Fahrzeuge draußen und sind dementsprechend in erbärmlichem Zustand.

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