1. Geographie
Die Strecke führt von Wilster in westlicher
Richtung durch die Wilstermarsch nach Brunsbüttel.
2. Geschichte
Der Abschnitt Wilster-St Margareten wurde am
1. November 1878 als Teilstück der Strecke Itzehoe-Wedinghusen durch
die Glückstadt-Elmshorner Eisenbahn eröffnet. Am 1. Januar 1879
ging die GEE in die Holsteinische Marschbahngesellschaft auf, welche im
Jahr 1887 ihren Namen in Schleswig-Holsteinische Marschbahn Gesellschaft
änderte. Am 30. Juni 1890 wurde die Strecke verstaatlicht. Am 1. Mai
1893 wurde die Strecke St Margereten-Brunsbüttelkoog eröffnet.
Im Jahr 1895 wurde der Nord-Ostsee-Kanal eingeweiht. Mit der Eröffnung
der Hochdonner Kanalbrücke am 1. Juli 1920 wurde die Drehbrücke
und damit der Abschnitt St Margareten-Eddelak stillgelegt. Seitdem dient
die Strecke nur noch dem Regionalverkehr nach Brunsbüttel. Der Personenverkehr
wurde am 27. Mai 1988 eingestellt.
3. Streckenführung
Die Strecke zweigt im Keilbahnhof Wilster von
der Marschbahn ab. Von den Gleisen auf der Brunsbütteler
Seite ist nur noch das Streckengleis befahrbar. Die Strecke verläßt
Wilster auf der Trasse der alten Marschbahn Richtung Westen. Durch die
teilweise noch zu erkennenden ehemaligen Haltepunkt Rumfleth, Schotten,
Nortorf (Kr Steinburg) und Landscheide geht die Fahrt durch die Wilstermarsch
nach St Margareten. Alle Nebengleise sind abgebaut. Hier führte einst
die Marschbahn nach Sylt mit einer Drehbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal,
während die heutige Strecke nach Brunsbüttel hier abzweigt. Es
folgt die ehemalige Haltestelle Ostermoor direkt am Kanal. Es folgt die
Durchquerung des Werksgeländes der Firma elf. Nach kurzer Fahrt erreicht
der Zug den Endbahnhof Brunsbüttel. Der sehr intensive Güterverkehr
bedient viele Industriebetriebe, wovon einige über Werkloks
verfügen.