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"Ein jeder Leser aber ist zunächst ein Leser seiner selbst." Marcel Proust "...vielleicht gehört es zum Genuß des Lesens, daß der Leser vor allem den Reichtum seiner eigenen Gedanken entdeckt. Mindestens muß ihm das Gefühl erlaubt sein, das alles hätte er selbst sagen können. [...] Und auch das ist noch eine holde Täuschung." Max Frisch: Beim Lesen, in: Tagebuch 1946 - 49 |
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Peter Hoeg: Von der Liebe und ihren Bedingungen in der Nacht zum 19.
März 1929 "Hoegs Figuren sind Schauspieler, die ihre Rollen spielen und ihre Masken tragen, bis an der Grenzerfahrung der Liebe die Illusion der sozialen Ordnung zerbricht. So wie das Spiegelbild eines jungen Mannes im Gleichgewicht die Wünsche und Ängste des Betrachters zurückwirftsind auch die sechs Geschichten ein Spiegelkabinett, in dem jeder das entdecken wird, was er von der Liebe erhofft oder befürchtet." So stehts im Klappentext, und es stimmt - auch das kommt vor; eines meiner Lieblingsbücher ... Zitat gefällig? "Um ein Mitmensch werden, muß man seinen Liebesdrang eindämmen können. Um Staatsbürger zu werden, muß man ihn eindämmen und kanalisieren können. Wer seine ganzes Leben an diese erotische Ingenieursarbeit setzen kann, kann ein großer Beamter werden. Wer weder zu kanalisieren noch sein Leben einzusetzen vermag, kann eine Tragödie werden. Oder Künstler. Oder etwas Drittes, Unvorhersehbares." (Auch geil: "Die Frau und der Affe" - alles andere sollte man nicht lesen, Hoeg schwankt zwischen extrem gut (Smilla noch) und extrem schlecht, weiß der Geier, warum...) |
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Margriet de Moor: Erst grau dann weiß dann
blau Stichwort lakonisch: "Ich habe festgestellt, daß sich ganz in der Nähe des Lebens, in dem man zufällig gelandet ist, ein anderes befindet, das man genauso gut hätte führen können." |
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Michael Ondaatje: Der englische Patient Nur den Film zu kennen, wäre ein saublöder Fehler; "Ich kann mit Ihnen reden, Caravaggio, weil ich das Gefühl habe, wir beide sind sterblich." (Auch gut von Ondaatje: In der Haut eines Löwen) |
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Truman Capote: Die Grasharfe "Der einzige Mensch auf der Welt." Riley wiederholte diesen Satz des Richters in einem zögernden, prüfenden Ton. "Ich meine", erklärte der Richter, "den Menschen, dem man alles sagen kann. Ob ich wohl ein Narr bin, daß ich mir so etwas wünsche? Aber, ach, die Mühe, die wir darauf verwenden, uns voreinenander zu verbergen, die Bangigkeit, daß wir erkannt werden könnten! Aber hier sind wir erkannt als das, was wir sind: fünf Narren in einem Baum. Das ist ein großes Glück, vorausgesetzt, daß wir den richtigen Gebrauch davon machen, wenn wir unbesorgt darum sind, wie wir den anderen erscheinen, und frei herausfinden dürfen, wer wir in Wahrheit sind. Wenn wir wissen, daß niemend uns verjagen kann; aus Unsicherheit über sich selbst verschwören sich unsere Freunde, die Schwierigkeiten zu leugnen. In Bruchstücken und Häppchen habe ich mich früher bisweilen an Fremde ausgeliefert - Menschen, die an der nächsten Station ausstiegen oder auf dem Schiffsteg wieder entschwanden; sie alle zusammen, in einer Person, hätten vielleicht der einzige Mensch auf der Welt sein können. Aber so wie es war, war es eben einer mit einem Dutzend von verschiedenen Gesichtern, der sich auf hundert getrennten Straßen Bewegung machte. Jetzt habe ich die glückliche Möglichkeit, ihn zu finden - Sie sind es, Miß Dolly, Riley und ihr alle." |
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Margaret Atwood: Gute Knochen "Alle Menschen sind gleich geschaffen, wie irgend jemand sagte, der entweder sehr hoffnungsvoll war oder sehr viel Unfug im Kopf hatte. Wieviel Ängste hätten vermieden werden können, wenn er bloß den Mund gehalten hätte. Sigmund irrte in bezug auf die Urszene: Mama und Papa. Schlüssellochversion. Das kann einen zwar schon aus der Fassung bringen, aber es gibt noch eine andere: Fünf Typen stehen draußen im Freien und pissen in eine Schneewehe, einen Fluß, ein Gebüsch, tun so, als würden sie nicht nach unten gucken. Und vielleicht gucken sie tatsächlich nicht nach unten: Sie blicken hinauf, zu den Sternen, was uns den Beginn der Astronomie beschert. Alles, nur um keine Vergleiche anzustellen, die nicht so sehr abscheulich als vielmehr beängstigend sind." |
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Jürg Federspiel: Die Ballade von der Typhoid
Mary Sehr schwarzer Humor und locker geschrieben: man merkt angenehm, daß Federspiel als Journalist angefangen hat. (Auch ok: "Geographie der Lust") |
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Christoph Meckel: Ein roter Faden. Gesammelte Erzählungen
"Ich sitze stundenlang ohne Bewegung im Dunkeln, weil ich vermute, daß meine Zehen sich befreien wollen." Skurril, manchmal anrührend ("Schneetiere" unbedingt lesen!), meistens gut. Auch gut: "Im Land der Umbramauten" (Roman oder so was Ähnliches); interessant, aber nicht so ganz zu packen: "Nachricht für Baratynski" (Roman). Von seinen Gedichten sollte man die Finger lassen, die taugen schlicht und einfach nichts. Mich hat grade Element Of Crime an ihn erinnert - Zeilen wie "Vom Nachbar kommt Musik, nach der schon lang kein Hahn mehr kräht" könnten gut von ihm sein, z. B. aus: - Die Messingstadt |
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Jorge Semprun: Der zweite Tod des Ramon
Mercader
Was für fortgeschrittene Leser; faszinierendes Buch, in das man sich eigentlich mit dem Bleistift in der Hand einarbeiten müßte. |
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Manuel Puig: Der Kuß der Spinnenfrau Der ganze Roman besteht ausschließlich aus Dialogen, arbeitet viel mit erzählten Filmen (ausschließlich Schnulzen!), die die Erzählung fortsetzen und ins Unendliche verlängern. Für Puig gilt das gleiche, wie für Semprun: außer den genannten Titeln besser nichts anderes lesen. |
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Michel Tournier: Die Familie Adam (Erzählungen) Tiefschwarzer Humor, sehr geil. Auch gut: "Der Goldtropfen" (Roman). |
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Martin Walser: Ein fliehendes Pferd (Novelle) Man glaubt es kaum, aber Walser kann tatsächlich auch bündig und spannend schreiben. |
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Charles Bukowski: Das Liebesleben der Hyäne Muß man wohl nix zu sagen... |
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Henry Miller: Sexus Ein Buch mit einem unglaublichen drive. |
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Wolfgang Hohlbein: Das Druidentor / Azrael /
Die Rückkehr der Zauberer / Der Widersacher Hohlbeins Sachen beginnen in der "normalen Realität", in der etwas krimiartig untersucht wird. Je mehr Details bekannt werden, desto unbegreiflicher wird alles - bis sich das Realitätsparadigma ändert, die Welt untergeht ("normale Welt") und gleichzeitig - anders - neu aufgeht. Irrsinnig spannend; die Amis nennen diese Art von Büchern "pageturner". |
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apropos spannend: Bernhard Schlink: Selbs Betrug / Selbs Justiz / Die
gordische Schleife Die besten Krimis, die ich kenne und auch die Einzigen, bei denen man sich nicht über die verpfuschte Sprache ärgern muß, sondern über das Niveau nur erfreut staunen kann. |
| Kommentar zurück, mir fällt noch einer ein: David Guterson: Schnee, der auf Zedern fällt |
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und noch einer: Maarten t' Hart: Das Wüten der ganzen Welt Einfühlsamer Roman, in dem hinter dem Rücken des Protagonisten in dessen Kindheit ein Mord verübt wird. Dieser Mord wird zu seinem Lebensrätsel - um sich zu verstehen und (angstfrei) leben zu können, muß er den Täter finden; en passant wird auf hohem Niveau über Musik, Kindheit und Einsamkeit philosophiert. (mehr zu letzteren beiden: Ein Schwarm Regenbrachvögel - bitteres und (be-) treffendes Buch) |
| - Das Land vor uns, das Land hinter uns (Erzählungen) schlicht, lakonisch und wahr - sehr geil; das neueste ("Östlich der Berge" o. ä.) ist leidlich passabel: da hat er wohl zu viel Paul Auster gelesen... |
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Ray Bradbury: eigentlich alles; besonders: Fahrenheit 451 (Roman) /
Die Mars - Chroniken / Der illustrierte Mann (Erzählungen) Bradbury ist der Meister der Short Story und hat es geschafft, Science Fiction auf Literaturebene zu heben. |
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Stanislaw Lem: Eine Milliarden Jahre vor Weltuntergang Philosophisch angereicherte, temporeiche und originelle Science Fiction. Gleiches gilt für "Der futurologische Kongreß". In anderen Büchern neigt Lem allerdings zu sehr zur Langatmigkeit. |
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Robert Heinlein: Die Tür in den Sommer Heinlein ist zwar berühmt - berüchtigt für seine Trash - Science - Fiction - Machwerke (besonders gnadenlos: "Die Marionettenspieler"), dieses Buch hat aber einen guten Plot und ist rasant und sehr witzig geschrieben: ein versoffener Ingenieur wird von seiner Firma und Exfrau um seine Patente betrogen und rächt sich, indem er sich einfrieren läßt, einige Jahrzehnte später wieder auftaucht, und die mittlerweile verlebten, gealterten Widersacher mit seiner erhaltenen Jugend ärgert und dann... |
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Karel Capek: Der Krieg mit den Molchen Capek ist absolut nicht für Trash bekannt, ansonsten gilt aber Ähnliches wie oben: originell, witzig und bitterböse, treffsichere Geselllschaftssatire. Was passiert? Anfang des Jahrhunderts wird eine Rasse intelligenter, ausgesprochen menschenähnlicher Molche entdeckt. Einmal in die Zivilisation importiert, lassen sie sich zunächst willig ausbeuten und erreichen dabei ganz nebenbei ein ähnliches technisches Niveau wie die Menschen. Sobald das geschafft ist, mucken sie auf und erklären den Menschen den Krieg. Das Fatale dabei ist, daß die Molche im Wasser leben, die Menschen bekanntlich auf den Kontinenten - die nun halt mal von Wasser umgeben sind... Das Buch hat das hinterhältigste und originellste Ende, das ich kenne. |
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Barry Hughart: Die Meister - Li -Romane (Fantasy) Meister Li ist eine Art chinesischer Sherlock Holmes zur Zeit der Kaiser und hat "leidel ein kleines Alkoholploblem", ist dafür aber sehr geschickt im Umgang mit den etwas eigenwilligen Göttern. Sehl witzige und phantasievolle Büchel. Der beste Titel ist wohl "Die Brücke der Vögel". |
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T. C. Boyle: World's End Mit schwarzem Humor gesättigter Roman um das Heranwachsen eines Twenty - Something - Chaoten, der mit der Geschichte der holländischen Einwanderer in Amerika (in Rückblenden) und der Saga von Rip van Winkle spielt. (Der Roman, nicht der Chaot...) Boyles andere Bücher bleiben weit hinter diesem zurück und lohnen sich nicht wirklich. |
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John Irving: Die wilde Geschichte vom Wassertrinker Skurril, böse und unglaublich witzig. Auch hier geht's um einen Chaoten, dessen hervorstechendste Eigenschaften sein Talent, jede Situation im Chaos untergehen zu lassen und seine chronisch verklebte Harnröhre sind, wegen der er jede Menge Wasser trinken muß. Der beste Irving, in den anderen Büchern wiederholt er sich zu sehr. |
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Gottfried Benn: Gehirne (Novellen) Die beste Prosa entsteht, wenn sie von Lyrikern geschrieben wird. Wahnsinnig sprachgewaltig, wenn auch gelegentlich nicht einfach zu verstehen. Lexikon und Fremdwörterhandbuch bereitlegen! "Das Problem, das Rönne [der Protagonist dieser Novellen] diese Qualen bereitet, heißt also: wie entsteht, was bedeutet eigentlich das Ich? [...] Wo endet der Eindruck und wo beginnt das Unerkennbare, das Sein? Wir sehen, das Problem der anthropologischen Substanz liegt hier unmittelbar vor und ist identisch mit der Frage nach der Wirklichkeit. Manchmal eine Stunde, da bist du, der Rest ist das Geschehen, manchmal beide Welten schlagen hoch zu einem Traum, sagt Rönne. Welche beiden Welten also? Das Ich und die Natur. Was ergeben sie? Im Höchstfall einen Traum. Das ist natürlich ein Irrealitätsprinzip, dies Rönnesche Prinzip, und wann ist es in Wirkung, wann rauscht es? Wenn du zerbrochen bist. Ein andermal erkennt er: Was war der Weg der Menschheit gewesen, bis hierher? Sie hatte Ordnung herstellen wollen in etwas, das Spiel hätte bleiben sollen. Aber schließlich war es doch Spiel geblieben, denn nichts war wirklich. War er wirklich? Nein; nur alles möglich, das war er. Erkenntnis ist ein schönes Mittel zum Untergang, und in der Tat geht es von hier wieder zur Vermischung: Tiefer bettete er den Nacken in das Maikraut, das roch nach Thysos und Walpurgen. Schmelzend durch den Mittag kieselte bächern das Haupt. Er bot es hin: das Licht, die starke Sonne rann unaufhaltsam zwischen das Hirn. Da lag es: kaum ein Maulwurfshügel, mürbe, darin scharrend das Tier. [Zitat aus: G. Benn, "Doppelleben", Kap. 2a, an den kursiv gesetzten Stellen zitiert Benn sich selbst mit Passagen aus den "Gehirne" - Novellen.] Der letzte Teil des Zitats ist ein schönes Beispiel für das, was ich mit "sprachgewaltig" meine. |
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Michel Houellebeq: Ausweitung der Kampfzone
Sehr heftig - kaputt - zynische Geschiche um einen frustrierten und zum Schluß komplett durchgeknallten Typen, der seine Misere als Symptom der Krankheit des Neoliberalismus ("Kampfzone") analysiert: Sex wird da zur Metaphysik des Kapitalismus (ausgeweitete Kampfzone), unterliegt dennoch dessen Regeln: Differenzierung, Monopolisierung und auf der anderen Seite Pauperisierung; man kann sich wohl denken, zu welcher Seite der Protagonist gehört... - Elementarteilchen |
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Helmut Krausser: Thanatos
Und auch hier dreht wieder einer durch - ein typisches Thema moderner Autoren (guess why?). Aber wie! Krausser schreibt das beste, was momentan in Deutschland entsteht. Unglaublich morbide und sprachgewaltig; wo andere Autoren schreiben "Der Abend brach an.", schreibt Krausser: "Der schwarz verfärbte Tag stemmte sich über den Horizont und sprang." - Melodien - Der Große Bagarozy
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E. Annie Proulx: Schiffsmeldungen Der Protagonist heißt "Quoyle"; das ist eine Taurolle, die man auf Deck flach auf dem Boden aufrollt, damit man problemlos drauftreten kann. Der Name paßt - und wie! Anfangs bitter, mit der Zeit kann man herzlich drüber lachen, etwa wenn der "Journalist" Quoyle seine momentanen Mißerfolge in Form gedachter Schlagzeilen reflektiert ("DUMMER MANN MACHT ALLES FALSCH / MANN KLINGT WIE VOLLIDIOT / NEUER FEHLER DES DUMMEN MANNES"). Das schöne an Quoyle ist, daß er durch - nennen wirs mal Unaufmerksamkeit - ständig alles vermasselt, weil er permanent etwas neben sich steht, aber doch einiges an resignativen Humor aufbringt (s.o.). Im übrigen stilistisch / sprachlich auf gelungene Art eigen, insgesamt sehr gut und angenehm zu lesen. |
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Max Frisch: Tagebuch 1946 - 49 Unglaublich volles Buch auf sehr, sehr hohem Niveau. Nicht das, was man sich unter Tagebuch vorstellt, es ziehen sich einige Erzählungen durch die Fülle der Essais. Besonders geil: "Graf Öderland" - man glaubt es kaum, was die Jungs, die man in der Schule lesen mußte, manchmal für heftigen Stoff abliefern... |