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Georg Friedrich Händel

Bild von Georg F.Händel

Georg Friedrich Händel galt nach den Worten von Ludwig van Beethoven als der "unerreichte Meister aller Meister". Er rühmte Händel als "größten Komponisten, der je gelebt hat".

Georg F. Händel wurde am 23.Februar 1685 in Halle an der Saale geboren. Er war der Sohn eines Hofarztes und studierte auf Wunsch des Vaters zunächst Jura, nahm aber zwischenzeitlich Orgelunterricht und erhielt 1702 seine erste Organistenstelle in seiner Heimatstadt. Nach dem Tod des Vaters zog er 1703 nach Hamburg und wurde als Geiger und Cembalist am dortigen Opernhaus eingestellt.

MusikussTipp

Wer mehr über Händels Opern erfahren möchte, findet Inhaltsangaben im Opernführer unter dem Buchstaben H.

Seine erste Oper "Almira" (1705) brachte ihm einen beachtlichen Erfolg. 1707-09 bereiste Händel Italien und eroberte mit seinen Serenaden und Kantaten die italienische Musikwelt. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts war Händel der Superstar. Er war für sein virtuoses Cembalo- und Orgelspiel berühmt. Das Publikum bejubelte seine Opern und Oratorien.

Ab 1710 kurfürstlicher Kapellmeister in Hannover, brachte ihm die Aufführung seiner Oper "Rinaldo" (1711) in London solchen Erfolg, dass er sich 1712 endgültig in England niederließ und 1727 (Georg I. Ludwig war inzwischen König geworden) eingebürgert wurde. Die Londoner setzten Händel schon zu Lebzeiten ein Denkmal und er wird auf der Insel bis heute als eine Art Nationalkomponist verehrt. Für das von ihm gegründete königliche Opernhaus schrieb er zahlreiche Opern (u.a."Giulio Cesare"). Nach dem Zusammenbruch des Unternehmens 1737 widmete er sich ausschließlich dem Komponieren von Kantaten, Orgelkonzerten und Orchsterwerken wie der "Feuerwerksmusik" (1748), und Oratorien wie "Messias", 1742:

Video von YouTube "Der Messias"
Video: Messias - Halleluja - Karl Richter

Händel schrieb mit "Tochter Zion" ein bekanntes Weihnachtslied.

Eine schöne Version wird von Marshall & Alexander gesungen:

Ombra mai fu 2007

Sein Leben als weltläufiger Künstler und überaus geschäftstüchtiger Unternehmer im Musikbetrieb des 18. Jahrhunderts ist weitgehend dokumentiert - über den privaten Händel wissen wir dagegen nur wenig. Im Gegensatz zu Wolfgang Amadeus Mozart, der Berge aufschlussreicher Korrespondenz hinterließ, sind von Händel praktisch keinerlei Aufzeichnungen, private Briefe oder Tagebücher überliefert. Keine leichte Aufgabe für Biografen, die anhand der historischen Fakten und Äußerungen von Zeitgenossen nur spekulieren können: über Händels mutmaßliche Homosexualität, seine Genusssucht, seine schier unfassbare Schaffenskraft und über seinen Umgang mit Fürsten, Königen und Kastraten. Und über die nie zustande gekommene Begegnung mit Johann Sebastian Bach.

Händel verbindet übrigens mit Joseph Haydn das Schicksal, hinter einem anderen Komponisten heute allenfalls als Nummer zwei seiner Epoche zu gelten. Der fünf Wochen jüngere, im nahen Eisenach geborene Johann Sebastian Bach, der zu Händels Lebzeiten kaum mehr als ein Provinzkantor war, hat heute in der Hitliste der Barockmusik klar die Nase vorn. Es lässt sich nur vermuten, warum Händel, der Weitgereiste, der Weltmann, den Thomaskantor, dessen Welt sich zeitlebens auf den Raum zwischen Leipzig und Eisenach beschränkte, nie getroffen hat. Vielleicht hatte dies einen einfachen Grund: Händel hatte vom Leipziger Thomaskantor noch nie etwas gehört. (Buchjournal 03/09)

Händels Tod

Händel, im Alter fast völlig erblindet, starb am 14.April 1759 in London und wurde in der Westminster Abbey beigesetzt. Dies war nur möglich, weil er englischer Staatsbürger war.

Werkverzeichnis

Eine Auflistung der Werke Händels nach verschiedenen Kriterien findet man unter Werkverzeichnis.

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