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Woodstock

Woodstock im Schlamm

In der Kleinstadt namens Woodstock nahe Bethel im US-Bundessaat NewYork organisierten Joel Rosenman und John Roberts, zwei beatbegeisterte Twens, am Wochenende vom 15. bis 17. August 1969 die Woodstock Music and Art Fair das Popfestival. Die Veranstalter rechneten mit 60.000 Besuchern, tatsächlich pilgern eine Million Menschen nach Woodstock.

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Die Bilder halbnackter, blumenbekränzter Hippies beim Woodstock-Festival gingen um die Welt. Das Festival, das zeitweilig in Regen, Schlamm und Chaos zu versinken drohte, wurde zum Symbol für eine neue alternative Jugendkultur. Vor dem Hintergrund des Vietnamkriegs war Woodstock ein Schlüsselereignis der Friedensbewegung der 60er Jahre: Make love, no war

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Stars

32 Bands und Solisten traten auf, darunter spätere Rock-Legenden wie Carlos Santana, The Who, Janis Joplin, Joe Cocker oder Jimi Hendrix, welche die Menschen unter freiem Himmel bejubeln. Ein weiterer Star des Festivals war Ravi Shankar.

Viele Einwohner hatten damals gegen die "Invasion der Langhaarigen" protestiert. Heute profitieren Hotels, Gaststätten, Platten- und Souvenirläden in dem Städtchen vom Musik-Tourismus nostalgischer Fans.

Woodstock 99

Alle fünf Jahre feiern Rockfans aus aller Welt das Woodstock Revival, so dass der Mythos fortlebt. Im Jahr 1999, zum 30jährigen Jubiläum, spielen mehr als 40 Stars des Rock auf.

Woodstock 99Woodstock 99 fand nicht wie 1969 auf einem Acker, sondern auf einem ehemaligen Luftwaffenstützpunkt im US-Staat New York von Freitag, dem 23.Juli bis Montag, dem 26. Juli statt. Veranstalter Michael Lang hatte bereits das erste Woodstock-Festival mitorganisiert. Er und seine Partner wollen Woodstock zum Top-Rockfestival der USA ausbauen, das alle fünf Jahre stattfinden soll.

Bei dem Revival spielten diesmal 40 Stars, darunter beispielsweise Alanis Morisette oder Sheryl Crow

Die Konzerte fanden auf zwei Bühnen statt, die eineinhalb Kilometer voneinander entfernt lagen. Die riesigen, leerstehenden Hangare wurden für Raves und ein Filmfestival genutzt. Krachende Rock-Musik und hochsommerliche Temperaturen heizten über 200 000 Fans ein.

Allerdings musste der Schlamm wie beim echten Woodstock-Festival bei der Neuauflage mangels Regen künstlich hergestellt werden.

Das Festival ging allerdings mit Randale zu Ende. 10000 der Besucher beteiligten sich an den Ausschreitungen. Beim Auftritt der Red Hot Chilli Peppers wurden Brände gelegt, Verkaufsfahrzeuge geplündert, Lautsprecherboxen zerstört und Zelte zerfetzt. Es gab mehrere Verletzte. Die New Yorker Polizei griff erst nach einer Stunde ein. Eine Reporterin des Musiksenders MTV meinte: "Es war wie Vietnam." [dpa]

Musiktheater

Mehr als 30 Jahre nach dem Woodstock-Festival soll an dem legendären Veranstaltungsort ein modernes Musiktheater errichtet werden. Der Bau dieses Musiktheaters wird vom US-Bundesstaat New York mit etwa einem Drittel der Kosten gefördert. Das 15 Hektar große Geländes des Festivals hatte 1997 der Unternehmer Alan Gerry aufgekauft. Über den Baubeginn wurde noch nicht entschieden. Das Kulturzentrum knapp drei Autostunden nördlich von New York City für 40 Millionen Dollar werde 4 000 Sitzplätze haben, hieß es in US-Medienberichten.