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Die Entwicklung des Klavieres nach 1850

Die Entwicklung des Klavieres kann im wesentlichen mit dem Jahr 1850 als abgeschlossen betrachtet werden, denn trotz der vielen Patente, die im 19. und 20. Jahrhundert erteilt wurden, sind keine bedeutenden Neuerungen mehr vorgelegt worden. Die wichtigsten Erfindungen, z.B. Repetitionsmechanik, kreuzsaitiger Bezug und Pianoform waren zu diesem Zeitpunkt vollendet.

Auf die Entwicklung von Sondertypen in den letzen einhundert Jahren wird hier nicht besonders eingegangen. Mit derartigen Instrumenten sollten spezielle technische und akustische Wünsche befriedigt werden. An dieser Stelle seien nur kurz erwähnt :

  • Der Aliquotflügel: Bei diesem Instrument sollte eine größere Klangfülle durch zusätzlich mitschwingende Saiten erreicht werden.
  • Das Klavier mit oktavierendem Pedal: Bei dieser Sonderform wurde mit Hilfe eines besonderen Pedals zu jedem Ton eine vierte um eine Oktave tiefer gestimmte Saite angekoppelt.
  • Der Neo-Bechsteinflügel: Dieses Instrument besaß keinen Resonanzboden, da die Töne durch elektrische Abnahme sogar lautstärker als die des allgemein gebräuchlichen Klavieres sind. Die Saiten wurden durch leichte Mikrohämmer zum Schwingen gebracht. Die Schallabstrahlung erfolgte ebenfalls auf elektromagnetischem Wege über Verstärker und Lautsprecher.

Um eine übersichtliche Darstellung der geschichtlichen Entwicklung des Klavieres zu geben, habe ich versucht, nach Art eines Stammbaumes die einzelnen Entwicklungsstufen in folgender Grafik zusammenzufassen.

Stammbaum der Tasteninstrumente

Abb.: Stammbaum der Tasteninstrumente

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