Der Mathematiker Pythagoras entwickelte im 6. Jahrhundert. v. Chr. ein Musikinstrument, um die mathematisch akustischen Gesetzmäßigkeiten zu untersuchen . Mit diesem Instrument konnte er die Beziehungen von Musik und Zahlen für Auge und Ohr erlebbar machen. Dies geschah mit Hilfe eines Instrumentes, das nur aus einer einzigen Saite mit dem dazugehörigen Resonanzkörper bestand.
Die Urform des Monochords hat nur eine Saite. In der weiteren Entwicklung wurde das Instrument mit einer Vielzahl von Saiten bespannt, die alle auf den gleichen Ton gestimmt sind. Werden die Saiten durch Zupfen oder Anschlagen zum Klingen gebracht, wird eine Reihe von Obertönen hörbar.
Allmählich kamen Tasten hinzu, um auch Tonfolgen einfacher spielen zu können. In der folgenden Abbildung erkennt man vorne auf dem Monochord auf den "Tasten" Buchstaben, wie man sie z.B. zur Bezeichnung von Akkorden nutzt.
Das dargestellte Monochord stammt von Conrad v. Zabern (um 1465). Conrad v.Zabern war Universitätsprofessor an der Universität Ingolstadt , an der man sich mit Musiktheorie beschäftigte. Zu dessen bekannten Traktaten gehört "De monochordo" (1473) und "De modo bene cantandi choralem cantum" (1474).