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Trautonium

Trautonium

In den 30er Jahren kam es am Berliner Konservatorium zum erstenmal zu einer Zusammenarbeit zwischen den Komponisten

einerseits und Wissenschaftlern wie u.a. Friedrich Trautwein (1888-1956) andererseits. Das Instrument, um das er hierbei ging, wurde nach seinem Konstrukteur Trautonium genannt.

Ein Kippgenerator erzeugt eine obertonreiche Kippschwingung, deren Grundfrequenz und Stärke mit Hilfe eines als Potentiometer wirkenden Bandmanuals verändert werden kann. Oder einfacher gesagt: Das Trautonium erzeugt mit elektronischen Schaltelementen Töne beliebiger Höhe und Klangfarbe.

Die Firma Telefunken stellte es ab 1932 sogar in Serie her und versuchte damit eine Käuferschicht anzusprechen, die nach dem 2. Weltkrieg die Musik aus der Steckdose hoffähig machen sollte, die große Zahl der Hausmusiker.

In der Sowjetunion war Musik mit elektroakustischen Instrumenten zwischenzeitlich ganz verboten. Der 2. Weltkrieg unterbrach die Entwicklung der elektroakustischen Instrumente und ihrer Musik in Europa. Amerika rückte auf die führende Stelle nach. Dort wurde nicht Politik mit Musik gemacht, wie die Nationalsozialisten, die mit elektroakustischen Instrumenten bei Großveranstaltungen die Massen beeindrucken wollten ("Hellertion" von Bruno Helberger). In Amerika wurde mit Musik Geschäft gemacht (Hammond-Orgel)

Original Filmplakat

Wer erinnert sich mit einer Gänsehaut an den Film "Die Vögel" (USA 1963) von Alfred Hitchcock ? Hitchcock ließ unter Aufsicht seines bevorzugten Komponisten Bernard Herrmann, den Film von Oskar Sala auf dessen Trautonium mit Montagen elektronischer Vögelklänge und Geräuscheffekte unterlegen.

Trautonium, Hellertion und Theremin gehören zu den "Urvätern der heute gebräuchlichen Synthesizer.

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