Karin´s Kräutergarten
Eisenkraut
Volksnamen:
Eisenhart, Eisenherz, Isenkraut,Druidenkraut, Wunschkraut, Traumkraut, Junoträne E: vervain
Botanik:
Verbena officinalis - Familie der Eisenkrautgewächse - Verbenaceae
ausdauernde Pflanze, Stängel aufrecht, vierkantig, ästig, zäh, Blütenstand ährig, blüht von oben nach unten auf, blaßblaue kleine Blüten, unauffällige Pflanze, wächst gerne an Wegen, Hecken, Schuttplätzen, läßt sich problemlos im Garten halten, samt sich bereitwillig aus
verwendete Teile:
(blühendes) Kraut (Juni/September)
Inhaltsstoffe:
Verbenalin (Iridglycosid)äth. Öl, Gerb-, Btterstoffe,Kieselsäure, Schleim
Erkrankungen:
Nerventonikum: Angst, Reizbarkeit, nervöse Kopfschmerzen, Depression, Überempfindlichkeit Erschöpfung (durch Pankreasschwäche), nervöse Magen/Darmbeschwerden, Schilddrüsenüberfunktion, schweißtreibend -> Infektionskrankheiten, senkt Fieber, Katarrhe der oberen Luftwege, entkrampfend -> Menstruationskrämpfe, emmenagog, fördert Wehen->geburtsbegleitend, aber
nicht
in der Schwangerschaft, fördert Milchbildung in der Stillzeit
Volksmedizin:
Wundkraut, bei Nieren- und Blasensteinen, Mundfäule, Halsentzündung, Angina
Blütenessenz:
Bachblüte, bei Überbegeisterung, Fanatismus, missionarischer Eifer -> hilft, sich zu entspannen, die anderen zu begeistern, aber ihnen die eigene Meinung zu lassen, bei dem Erreichen seiner Ziele seine Kräfte richtig einzuteilen
Anwendungsform:
Tee, Tinktur, äth. Öl
Astrologische Zuordnung:
Venus, Mars, Jupiter ; Culpeper: Venus warm + trocken
Brauchtum:
uralte Kultpflanze, im alten Rom waren verbenae frische Zweige immergrüner Pflanzen wie Rosmarin oder Myrte, die für rituelle Zwecke geschnitten wurden, ferner war auch das Eisenkraut damit gemeint, sowohl als Heil- wie auch als Kultpflanze, diente zum Fegen des Jupiteraltares, Bestandteil von Reinigungsritualen, musste von den priesterlichen Diplomaten(fetiales) als schutzmagische Pflanze bei der Aushandlung von Verträgen getragen werden, war der Venus geweiht ->Liebeszauber,alte keltische Kultpflanze, eine der heiligen Pflanzen, kelt. ferfaen -einen Stein wegbringen -> Hinweis auf Einsatz bei Blasensteinen, Bestandteil des Lustralwassers, durfte nur bei Neumond, wenn der Hundsstern aufgeht, gepflückt werden, als Räucherpflanze benutzt, um Wahrträume zu fördern, fördert den Mut und die innere Stärke,die kelt. Barden bekränzten sich zur Inspiration mit ihm, die Germanen glaubten, damit Eisen zu Stahl zu härten (Name), im MA als Exorzismuskraut von Geistlichen verwendet, Schutz vor Behexung, Bestandteil vieler Amulette, Schutz vor Alpträumen, als Kranz getragen als Schutz vor Kopfweh, fördert die Sehfähigkeit, hilft Kindern schneller lernen, Schutz vor Schlangenbissen, hilft als Amulett getragen, gestohlene Sachen wieder zu bekommen, gehört traditionell in jedes Liebeszauberrezept, da es die eigene Ausstrahlung verbessert und sympathisch macht (Charming-Mittel), fördert diplomatisches Verhalten
Magie:
Reinigung, Liebe, Schutz, Heilung, Schlaf
Sonstiges:
seine "sympathischen" Eigenschaften sind durchaus einen Versuch wert, wird vom Namen "Verbene" her oft mit der (Zitronen)verbene verwechselt (Lippia citriodora)
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© Karin Stand 05.12.1999