Karin´s Kräutergarten


Waldmeister


  • Volksnamen: Maiblume, Sternleberkraut, Herzfreude, Halskräutlein, Waldleberkraut, Maitrankkräutel, Waldmännchen, Waldmutterkraut;  E: woodruff, Master of the woods

  • Botanik:Asperula odorata - Familie der Rötegewächse - Rubiaceae
    kriechend ausbreitender Wurzelstock, vierkantiger Stengel, weisse, sternförmige Blüten, wächst am liebsten in Buchenwäldern

  • verwendete Teile: blühende Kraut

  • Inhaltsstoffe: Cumaringlykosid, Asperulosid (ein Anthraglykosid), Bitter-,Gerbstoffe, organ. Säuren

  • Sammelzeit: blühendes Kraut: Mai/Mitte Juni

  • Erkrankungen: harntreibend, antiseptische Wirkung (Harn), krampflösend, Blutreiniger, reguliert unregelmässigen Herzschlag, Schlaflosigkeit, Leberstauung, Gelbsucht, Harnsteine u.-Griess, leicht schweisstreibend,, Migräne und Kopfschmerzen, Neuralgie, wirkt schmerzstillend, beruhigend bei Unruhe,Nervosität und Hysterie

  • Volksmedizin: bei Unterleibsleiden schmerzstillend, beruhigend und harntreibend, wurmtreibend

  • Anwendungsform: Tee, Sirup, Tinktur, Kräuterkissen

  • Astrologische Zuordnung: Jupiter, Venus

  • Brauchtum:im Mittelalter sollte ein Armband aus Waldmeister vor Hexen in der Walpurgisnacht schützen, sowie vor dem bösen Blick; Trank für die Hochzeitsnacht, Bestandteil der Bettstrohkräuter (Matraten/Kissen mit Kräutern gefüllt, die die Geburt erleichtern und Mutter und Kind schützen), Pflanze der Waldelfen; wird in Schränken als Mottenschutz  benutzt

  • Sonstiges: Waldmeister muß vor der Weiterverarbeitung erst einige Stunden anwelken, nur so entfaltet sich sein typischer Geruch! s.a. Rezeptteil; kann mit Waldlabkräutern und Klettenlabkraut verwechselt werden, sind aber nicht giftig,  sondern zum Teil auch Heilkräuter, im Zweifelsfall Geruchsprobe

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    © Karin Stand 05.07.1999