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Die praktische Philosophie und die Technik des Tao

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Tchan und das Xüe-Wü: Der Weg der Mitte - Von CHA'AN mit Tchan zum Erwachen! 

OM

Erfahren Sie Tchan, die praktische Philosophie und die Technik des Tao, die Verbindung zwischen östlichem Gedankengut und westlichem Alltag. Finden Sie zu sich selbst und zu innerer Ruhe und Einkehr!

Warum veröffentlichen wir diese uralten taoistischen Texte? 

Der Übergang in ein neues Zeitalter, Weltuntergang und der Aufstieg der Menschheit, die Frequenzerhöhung des Planeten Erde und daß letztendes wir, auch SIE SELBST, dabei etwas tun können, das sind unsere Gründe. 

Wir handeln mit dieser Veröffentlichung getreu dem taoistischen Grundsatz des Ausgleichs der Kräfte.

Das Xüe-Wü

Xüe-Wü bedeutet soviel wie "Studie des Nebels". Hierbei handelt es sich um einen kurzen Text, der aus 64 Jian Yi oder Propositionen zum Nachdenken und MEDITIEREN besteht, die - obwohl dies durchaus nicht immer ersichtlich ist - vom I Ging, dem heiligen Buch der Wandlungen, abgeleitet werden. Aus diesem Grund wird das Xüe-Wü irrtümlicherweise oft als das "schwarze" (oder okkulte...) I Ging bezeichnet. Diese Benennung ist aber unrichtig, denn es handelt sich ja nicht um ein Buch. 

Die geschichtlichen Hintergründe

Die Überlieferung will wissen, daß der Autor des Xüe-Wü der "Wächter der Schwelle" sei, jene mehr oder weniger mythische Persönlichkeit, die an jener Stelle der chinesischen Grenze, die auch heute noch als "Pforte nach Tibet" bekannt ist, als Zollwächter tätig gewesen sein soll. Auf Veranlassung dieses Grenzwächters - so heißt es - habe Lao-Tse seinen Tao-Teh-King (oder "Ging"... die Schreibweise variiert je nach Autor und Land) geschrieben. 

Wie immer es auch sein mag, das Xüe-Wü ist in einem vom philosophischen Taoismus dominierten Milieu geboren worden. Auch die Tatsache, daß sein Autor unbekannt blieb, ist durchaus in der Tradition "der Weisen, die im Verborgenen wirkten". Jahrhunderte hindurch war das Xüe-Wü nur den Bön-Po Tibets bekannt, die als abtrünnige Taoisten galten. Zu Beginn des 11. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung wurde diese Technik von den Tchanisten des Westens, "Xi-Tchan" genannt, adoptiert. Bis zur jüngsten Zeit bedienten sich die Lehrenden dieser Technik, um sie jenen Schülern zur Praxis zu empfehlen, bei denen man von einem zum anderen Tag mit dem Erwachen rechnen konnte. Diese Schüler, die sich in einer offenen Lamaserie auf das "sattipathana" oder die Praxis der vollendeten Aufmerksamkeit vorbereiteten, meditierten über den Sinn der "Yian-Yi", die ihnen vorgelesen wurden. Heute wird dieser Text zum ersten Mal in geschriebener Form und in seiner Gesamtheit ins Internet eingestellt und damit einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

Das Ziel des Xüe-Wü

Im Gegensatz zu Pascal, sind die Väter des Tao der Ansicht, daß der Mensch Engel und Tier zugleich ist. Sie meinen, daß dies so gut ist. Oder genauer gesagt, daß es gut wäre, wenn der Mensch sich als das akzeptieren würde, was er ist. Während er aber in gewissem Maße die Engeleigenschaften akzeptiert, so lehnt er es fast völlig ab, seine "bestialischen", besser gesagt schlechten Eigenschaften bewußt zu akzeptieren. 
Warum ist in diesem Text die Rede davon, unsere schlechten Eigenschaften zu akzeptieren? 

Keine Angst, SIE werden dadurch nicht zu einem üblen Zeitgenossen! Wir rechtfertigen auch NICHT das Böse, sofern es in der philosophischen Weltsicht Gut und Böse überhaupt gibt. 

Wir geben damit nur einen Anstoß zu gegenseitigem Verstehen, Toleranz und Akzeptanz gegenüber unseren Mitmenschen. 

Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst! 

Dies fällt uns in heutiger Zeit nicht leicht. Es ist aber einfacher, den Splitter im Auge unseres Mitmenschen zu entdecken, als den Balken in unserem eigenen. Sehen wir also nicht nur unseren Mitmenschen ins Auge, sondern halten uns den Spiegel vor. Das Xüe-Wü IST dieser Spiegel!

Kostenlos, aber hoffentlich nicht umsonst geben wir Ihnen diese Texte an die Hand. Getreu dem geistigen Gesetz können sie aber nur dann BEI IHNEN etwas bewirken, wenn SIE eine Gegenleistung erbringen! 

Da dieses Übel aber trotzdem in ihm ist, verdrängt er es aus seinem Bewußtsein. Diese Handlungsweise führt ihn dazu, nicht mehr ein "Kind" zu sein und er wird zu dem "der seine Untugenden in den Nebel jagt". 

Die Übung des Xüe-Wü geht nun darauf hinaus, diesen Nebel zu erforschen, um diese Untugenden wieder zu finden und jene zahlreichen Schuldgefühle, die sich in der Psyche eines jeden nicht erwachten Menschen verstecken, bewußt zu machen. Indem der Mensch mit dieser Erkenntnis konfrontiert wird und sich mit ihr vertraut macht, begreift er den natürlichen und unausbleiblichen Charakter der in ihm ruhenden Untugenden. Hierdurch wird ein komplizierter Prozeß in Gang gesetzt, der letztlich zum Erwachen führt. Diesem Prozeß liegt das allen Wissenschaftlern wohlbekannte Phänomen zugrunde, daß die alleinige Beobachtung des Experimentes in demselben eine Veränderung hervorruft. Dies macht sich das Xüe-Wü zunutze, indem es die bewußt empfundenen Schuldgefühle in ein "gewisses Etwas" verwandelt, das man nur sehr schlecht und unvollkommen mit dem Wort "akzeptieren" bezeichnen kann; hier setzt nun der volle Prozeß des Xüe-Wü ein. 

Das Akzeptieren - von dem Übenden selbst beobachtet - zieht ihn über das Yin und das Yang (das Gute und das Böse) hinaus, hin in jenen Zustand, der "tseu jan" genannt wird und am ehesten als Zustand vollkommener Freiheit bezeichnet werden kann: Das Erwachen.

Die Übung des Xüe-Wü

Das Xüe-Wü wird in zwei Arten praktiziert. Die erste, längere, wird als "Meditation der Eule" bezeichnet. Die zweite, kürzere, nennt sich "Meditation des Fische fangenden Panthers". 

Im Prinzip praktiziert man die erste Form der Meditation alle acht Tage einmal. Während der übrigen sieben Tage wählt man die zweite Form. Das komplette Xüe-Wü dehnt sich auf 64 Tage aus und besteht in der Praxis aus 8 langen und 56 kurzen Übungen. Die erste Übungsserie (von 64 Tagen) wird komplett durchgeführt oder zumindest so lange, bis der Übende den Zustand des "tseu jan" erreicht hat. Ist dies nach Absolvierung des kompletten Übungszyklus noch nicht der Fall, dann sollte die Übung für die Dauer eines Mondumlaufes (28 Tage) unterbrochen werden, ehe man den nächsten Übungszyklus beginnt. Die Übung kann abgebrochen werden, sobald der Zustand des "tseu jan" erreicht wird. Sie kann auch jederzeit unbeschadet wieder aufgegriffen werden, falls dies gewünscht wird. 

Abgesehen davon, daß wir uns über einen Verrechnungsscheck an unsere unten genannte Postfachadresse freuen (und damit weitere Texte übersetzen können), ERWARTEN WIR VON IHNEN Fleiß und Ausdauer, das Beherzigen der Anweisungen zur Übung und das LEBEN der Erkenntnisse, die Sie (hoffentlich) daraus gezogen haben! 

Rat oder Hilfe 
zu den Texten, erhalten Sie unter phoenix-freunde@tchan.de. Allerdings erfordert dies von Ihnen dann tatsächlich auch einen finanziellen Beitrag auf ein Konto, das wir in unserer Antwort nennen. Dessen Höhe richtet sich nach dem Arbeitsaufwand und beträgt je Beratungsstunde etwa 
30 - 50 DM (ca. 15 - 25 €). Bitte scheuen Sie sich trotzdem nicht, zu fragen! 

Ungewißheit ist schlimmer, irreführender und auf anderer Ebene teurer!

Mögen die lichten Kosmischen Kräfte mit Ihnen sein!

PHÖNIX-Freundeskreis 
Postfach 21 30 
D-71384 Weinstadt

e-mail: 
phoenix-freunde@tchan.de

1. Übung 
(die jeden 8. Tag durchgeführt wird):

Über einen Zweig gebeugt, meditiert die Eule lange über ihre vergangenen Fehler. Sie wirft sich vor, zahlreiche Mäuse und Spatzen getötet zu haben oder/und durch Faulheit oder Ungeschicklichkeit ihren Jungen nicht genügend Nahrung ins Nest gebracht zu haben. 
Der Übende liest die 64 Jian-Yi durch, indem er nach jedem Jian-Yi eine kleine Pause macht und kurz über das Gelesene meditiert. Selbst wenn es sich um eine "lange Sitzung" handelt, kann natürlich jeder Jian-Yi nur in einer "Minimeditation" behandelt werden.
THEMA DER MEDITATION sollte sein: In was betrifft mich der gelesene Text? 

Es mag sein, daß die Gedanken angezogen werden von einer Erinnerung, die zunächst gar nicht den Anschein erwecken mag, mit dem Gelesenen in Zusammenhang zu stehen. Es empfiehlt sich in diesem Falle, keinen Versuch zu unternehmen, "die Gedanken auf den richtigen Weg zurück zu führen", sondern sich ganz im Gegenteil "denken zu lassen" ("gedacht zu werden"). Bei dieser Form des "gedacht zu werden" sollte man sich ganz im Fluß der Jian-Yi treiben lassen, die - ganz bewußt - in sehr ironischer und vager Form abgefaßt sind. Man soll sich von den Gedanken tragen lassen, bis man sich bewußt wird, daß es gut ist, die Lesung fortzusetzen. Noch ein weiterer Rat: Wenn die Lesung der Jian-Yi nichts inspiriert, empfiehlt es sich, den gesamten Absatz noch einmal zu lesen, ehe man in der Meditation fortschreitet und mit dem nächsten beginnt. 

2. (alltägliche) Übung

Die Schneepantherin hat, sagt man, eine eigenartige Art zu fischen. Ausgestreckt am Ufer eines Bergsees liegend, schlägt sie mit leichten Tatzenhieben die Wasseroberfläche. In der Annahme, daß eine Nahrung ins Wasser gefallen ist, steigen die Fische an die Oberfläche, wo sie von dem Raubtier mit eisernem Griff erfaßt werden. 
Während der sieben Tage, die zwei "lange" Sitzungen voneinander trennen, liest der Übende - genau wie während der langen Sitzung - alle Jian-Yi des Xüe-Wü. Bei der langen Sitzung ging es darum, eine "Minimeditation" durchzuführen. Jetzt ist es angebracht, eine "Blitzmeditation" zu praktizieren. Der Übende bemüht sich, nach der Lesung eines jeden Jian-Yi - so rasch es ihm möglich ist - eine verlorene Erinnerung in sein Gedächtnis zurück zu rufen, die mit dem, was er gerade gelesen hat und einem Zwischenfall aus seiner Vergangenheit in Verbindung steht. WOHLGEMERKT: Es wird nur eine einzige Anstrengung der Rückerinnerung gemacht. Hierbei ist es  völlig ohne Bedeutung, ob eine Erinnerung klar aufsteigt, ob sie nur vage auftaucht respektive empfunden wird, oder ob sich überhaupt nichts präsentiert. Ohne zu überlegen geht der Übende zum nächsten Jian-Yi über, indem er seine Aufmerksamkeit auf die folgende Blitzmeditation richtet.
Dies ist alles: "Die Ironie des Weisen richtet sich zunächst gegen sich selbst".
Copyright © 2001 
TCHAN und der PHÖNIX-Freundeskreis 
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Seite erstellt: 
31.10.2001 00:00:00 

Last Updated: 
02.11.2001 21:00:01


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