CHAKASSIEN
Steppe, Taiga und Menschen

Aus Pixaco wird Snapfish

Geschichte  Menschen    Sajangebirge  Reise&Info  Literatur&Musik   Fakten&Landkarte    SMS                                           english    zurück

 

Abakan und Umgebung


Abakan mit seinen ca 160.000 Einwohnern liegt im Gebirgsvorland des Sajans am Ufer des gleichnamigen Flusses, dort wo dieser in den Jenissej mündet.

Die Stadtbezeichnung ist mit einer Reihe von Legenden verbunden. Eine dieser Legenden - vom chakassischen Heeresführer (Chan), namens Abakan. Aus dem Chakassischen wird dieser Name als "Bärenblut" übersetzt. Einmal, während einer Schlacht, sprang der mächtige Stammesführer Abakan mit seinem reckenhaften Pferd über den Gipfel eines Berges. Das Pferd stolperte, die beiden stürzten in den stürmischen Fluß ab und ertranken sofort. Seit dieser Zeit nannte man den Fluß Abakan.

1978 wurde am Oberlauf des Abakans, etwa 500-600km weit von der Stadt Abakan, eine Familie, die Lykows, die mehr als 40 Jahre allein ohne Menschen in der Taiga gelebt hatte, entdeckt. Die Familie setzte sich aus zwei Brüdern und zwei Schwestern zusammen, die seit ihrer Geburt keinen Menschen ausser ihrer Eltern gesehen hatten. Die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte waren ihnen vollkommen unbekannt. Sie kannten kein Salz, kein Brot. Heute lebt nur noch die jüngste Tochter Agafia. Die anderen sind verstorben.

fluss.gif (41857 Byte)  haus.gif (82209 Byte)  jurga.gif (58084 Byte)

Großer Salbyk-Hügel

Die Steppenhügel und Felsen bewahtren über Jahrhunderte viele Geheimnisse, die von Professor Leonid Kyslassow, einem bekannten Archäologen, enthüllt wurden. Er entdeckte u.a. die einzigartigen Spuren einer alten Zivilisation am Jenissei und erforschte die im Chakassisch-Minussinsker Kessel liegenden Felsen und Hügel. Er fand viele Felszeichnungen, eine wahre Gemäldegallerie unter freiem Himmel. Die Zeichnungen auf den Steinen sind entweder mit Farbe aufgetragen oder eingemeißelt. An diesen ungewöhnlichen steinernen Staffeleien arbeiteten Künstler verschiedener Generationen, so dass man auf ein und derselben Felsenwand Werke erblicken kann, die zu verschiedenen Epochen gehören.

Der große Salbyk-Hügel, der etwa 80km von Abakan liegt, ist 2400 Jahre alt und war einst 30m hoch. Die Steinplatten hier wurden von einem Dutzende Kilometer entfernten Steinbruch hergeschafft. Der Erfindungsgeist der alten Meister ist beeindruckend, wenn man bedenkt, daß sie den Baustoff an Steilhängen gewonnen haben.


Minusinsk

Nur 25km von Abakain, wurde die Stadt 1739 gegründet. Einige Straßen von Minusinsk spiegeln auch heute noch das Leben der Kaufleute am Ende des letzten Jahrhunderts wieder. Höhepunkte aber sind das von Nikolai Martjanow 1877 gegründete Naturkunde- und Geschichtsmuseum unter der heutigen Leitung von Wiadimir Kovaljew (seit 1981), und die russisch-orthodoxe Erlöser-Kathedrale aus dem 19. Jahrhundert, die alle Zeiten überstand, weil man - so wird erzählt seinerzeit den Behörden einreden konnte, Lenin wäre dort getraut worden.

pferde.gif (62187 Byte)    sajan3.gif (62710 Byte)    jurte1.gif (76220 Byte)

Schuschenskoje

Schuschenskoje liegt 85 km von Abakan entfernt, ist heute ein Städtchen von 25.000 Einwohnern. Attraktion und über Jahrzehnte Pilgerort für jährlich über hunderttausend Sowjetbürger ist das Museums-Dorf (auf sechseinhalb Hektar Land) mit den Häusern und Relikten der Zeit von 1897-1900 als Lenin dorthin verbannt wurde. Ausser den Häusern, wo Lenin allein, und später mit seiner Frau Nadeschda Krupskaja wohnte, kann man dort auch einen alten Kramerladen, ein Gasthaus, eine Polizeidienststelle und ein Gefängnis der damaligen Zeit betrachten.


Sajano-Schuschenskaja Wasserkraftwerk

Sajano-Schuschenskaja Wasserkraftwerk ist eines der größten in der Welt. Der Weg führt an Steinskulpturen entlang, die einst ein unbekannter Bildhauer schuf, an Feldern, über denen in der Höhe Geier ihre Kreise ziehen, an Landschaften, die weise Nachdenklichkeit vemitteln und Ruhe spenden. Weiter auf dem Wege liegt die junge Stadt Sajanogorsk, ihr folgt die alte Siedlung Maina. Die Straße von der Siedlung bis zur Wehrstelle wurde dem Fluß abgewonnen und mit Marmor künstlich aufgeschüttet. Aus Marmor deshalb, weil es rundherum kein anderes Material gab. Die Berge sind aus Marmor, der Jenissei selbst strömt in einem Marmorbett.

Wie ein schön gewundener Bogen zieht sich die Bogengewichtsmauer des Kraftwerks 600 Meter zwischen den beiden Ufern entlang. Nur der Aufbau dieses Wehres konnte dem wilden Strom Einhalt gebieten.


Nikolajewka

Nikolajewka liegt einsam in der flachen Landschaft, rund 125 km von Abakan entfernt. Ein Dorf deutscher Bauern (Lutheraner), die auch heute noch das Bild der Ortschaft (bis in die 30er Jahre hieß es Gnadendorf) prägen. Nikolajewka hat heute 600 Einwohner, davon 120 Kinder, überwiegend deutscher Abstammung.



Auch für diese Ausflüge steht unser Partner
Abakan-Tour mit erfahrenen Führern und Übersetzern für Sie bereit.

 

Komm und Schau Dir das Land an !


  



Über Chakassien-Info: Wir möchten hier noch einmal klarstellen, dass unsere Tätigkeit lediglich aus Informationsweitergabe und Unterstützung besteht. Chakassien-Info möchte die Republik Chakassien bekannter machen und sieht darin einen Dienst, dieses schöne Land auch anderen Reisenden zu öffnen. Chakassien-Info steht  in keiner Beziehung zur Regierung der Republik Chakassien, es stellt die Meinung von Einzelpersonen aus der Russischen Förderation und der Bundesrepublik Deutschland dar, die das Land intensiv bereist haben und sich durch viele Freunde in Chakassien ein Bild über das Land, die Kultur und die Geschichte gemacht haben. Das Angebot der Firma Rodnik und Abakan-Tour, das hier dargestellt wird, steht in keiner Verbindung mit Chakassien-Info, der Abschluss eines Reisevertrages geschieht deshalb auch nur zwischen dem(n) Reisenden und der Firma Rodnik, Abaza, bzw. Abakan Tour, Abakan, Republik Chakassien, Russische Föderation.



Chakassien-Info, c/o Marquardt, Mühlenstrasse 56, D-13187 Berlin
fax  01212-510 581 198  email  chakassien@web.de