Die unendliche Geschichte Einleitung : Es war ein ganz gewöhnlicher sonniger Donnerstagmorgen. Wie immer stand Tappsy gelangweilt in ihrem Laden und wartete auf Kundschaft. Seit irgendwer dieses ungeheuerliche Gerücht verbreitet hatte, ihre Ware würde trotz Vorabbezahlung nicht geliefert werden, war der einst als Zeichen für beste Qualität und Zuverlässigkeit geltende Markenname "Tappsüüütubüüü" auf dem Markt nicht mehr sehr gefragt. Da half auch ihr reichhaltiges Sortiment, welches von Computer über Autos bis hin zu Brusttoupets reichte, nichts mehr. Schon oft hatte sie darüber nachgedacht aus dem Geschäft auszusteigen und sich einzig und allein auf ihre im Moment noch mehr als Hobby bestehende Schafzucht zu konzentrieren. Doch das würde wohl auf Ewigkeiten ein Traum bleiben, denn schon jetzt hatte sie immer wieder Probleme mit den örtlichen Ämtern, die von irgendwem benachrichtigt wurden, sie würde ihre Tiere auf eine unbeschreibliche Art misshandeln. "Unverschämtheit" dachte sie und begann gerade wieder sich über diese Lüger aufzuregen, als sie das laut klinkelnde Fahrrad von Sam hörte, welche auch sogleich mit einem dicken Paket unter den Armen in ihren Laden kam. Sam arbeitete bei der örtlichen Post und war eine gute Freundin von Tappsy. Privat trafen sie sich oft mit einer weiteren Freundin namens Darbie und bildeten so zusammen die Gruppe "Punisher and Friends". Oft übten sie stundenlang in Darbies Keller und bereiteten sich auf den hoffentlich bald bevorstehenden Welterfolg mit ihrem Lied "Life is too short to be normal" vor. Einen Plattenvertrag hatten sie zwar bisher nicht, doch Darbie hatte erst kürzlich versichert es noch ein letztes Mal bei der Musikfirma zu versuchen. "Du hast wieder Pillen bestellt, oder?" fragte Sam und schaute Tappsy dabei kritisch an. "Ich sage dir, das Zeug ist nicht gut für deinen Mann. Es lässt seine Haut extrem altern und die Zähne sind ihm mittlerweile auch schon davon ausgefallen." Selbst Tappsy konnte nicht mehr bestreiten, dass die Pillen einige negative Nebenwirkungen mit sich brachten. Aber was sollte sie bisher denn auch anderes tun. Alan hatte nun mal eine genetisch veranlagte Erbkrankheit, welche zu seinem Schrumpelproblem an gewissen Stellen führte und ohne diese kleinen Hilfsmittel hatten sie schon seit Jahren keinen Sex mehr gehabt. "Nein Sam, diesmal probiere ich noch einmal etwas anderes aus." sagte Tappsy und schaute Sam dabei mit Hoffnung erfüllten Augen an. "Ich habe letzte Woche zufällig ein neues Produkt gefunden. Es wurde von einem gewissen Prof. Dr. Eibrad erfunden und soll laut Beschreibung wahre Wunder wirken." Sam schaute sie verwundert, jedoch ernst an, obwohl sie innerlich schon lachend über den Boden rollte. "Wenn du meinst. Ich wollte dich auch nur noch kurz daran erinnern, dass wir uns am Wochenende noch einmal bei Darbie treffen um über die bis dahin getroffene Entscheidung der Musikfirma zu sprechen." Damit verabschiedete sie sich und verließ den Laden. Draußen musste sie noch einmal kurz über Tappsy schmunzeln. "Wer´s glaubt..." Hastig riss Tappsy das Paket auf und holte ihr neu erworbenes Wundermittel heraus. "Schokosoße" dachte sie im ersten Moment als sie die Flasche betrachtete, doch für den Preis würde es sicher mehr als nur das sein. Nachdem sie eine halbe Stunde lang genaustens den Beipackzettel studiert hatte, rief sie aufgeregt nach Alan, ihrem Ehemann. Dieser verbrachte seit seiner Pension die meiste Zeit seines Lebens nur noch in der kleinen Küche hinter dem Verkaufsraum und versuchte wieder neue Cocktails zu kreieren. "Irgendwo hab ich das schon mal gelernt mit dem Getränke mixen. Vielleicht in einem früheren Leben oder so. Ich bin sicher, ich habe das schon mal gemacht." behauptete er immer wieder, was allerdings von den meisten nie richtig ernst genommen wurde. "Also Schatz, wenn ich das hier richtig verstanden habe, müssen wir dieses Zeug nun einfach auf unseren lieben Freund schmieren, ein wenig warten und schon müsste es klappen". Vorsichtig rieb sie ihn ein und schaute dann erwartungsvoll was nun geschehen würde. Aber es rührte sich nichts. Selbst nach einer halben Stunde endlosen Wartens hatte sich nicht einmal die kleinste Rührung gezeigt. Frustriert zog Alan sich wieder seine Hose an. "Es hilft alles nichts. Ich habe diese ganze Rumprobiererei satt!" Verärgert über den Misserfolg holte er seinen Mantel und ging zur Ladentür. "Ich brauche ein wenig frische Luft. Kommst du mit? Hier verirrt sich heute sowieso kein Kunde mehr hin." Enttäuscht blickte Tappsy zu ihm auf, holte dann ebenfalls ihre Jacke und ging mit ihm aus dem Laden. Lange gingen sie nur schweigend nebeneinander her und ärgerten sich in Gedanken, dass auch dieses Experiment wieder einmal nicht gelungen war. Mittlerweile hatte auch die Sonne sich verzogen und dunkle Wolken waren am Himmel aufgezogen. "Es ist ganz schön kühl geworden" bemerkte Tappsy und wollte eigentlich damit ausdrücken, dass sie nun lieber umkehren und zurück gehen wollte. Doch da bemerkte sie plötzlich eine leichte Regung an Alans unterer Körperhälfte. Verwirrt blickte Alan nach unten. Tatsächlich, das Mittel schien doch eine gewisse Veränderung bewirkt zu haben. "Aber natürlich" fiel es Tappsy ein "es muss kalt sein damit das Mittel erhärtet und seine gewünschte Wirkung zeigt". Freudestrahlend blickte sie Alan an und fiel ihm dann um den Hals. Alan merkte wie die Erregung in ihm stieg und er begann Tappsy auf offener Straße stürmisch zu küssen und zu berühren. Es war ein Kuss, wie sie ihn seit Jahren von ihm nicht mehr erlebt hatte. "Ich will dich! Hier! Jetzt!" keuchte er. Wie lange hatte er so was nicht mehr zu ihr gesagt? Augenblicklich drehte sie sich um und suchte verzweifelt nach einem geeignetem Busch oder einer hohen Hecke, in der sie mal eben verschwinden konnten. Doch da war nichts. Nichts wo man sie nicht hätte entdecken können. Auch Alan suchte die Gegend nach einem Ort ab an dem er seinen Trieb schnellsten befriedigen konnte, denn das Mittel zeigte nun mehr äußerst deutlich was es wirklich konnte. "Da!" rief er plötzlich und zeigte auf den Sperrmüllhaufen auf der anderen Straßenseite. Bevor Tappsy auch nur irgendetwas dagegen sagen konnte, zerrte er sie schon rüber und öffnete die Tür eines riesigen Holzschrankes. Kapitel 1 Während Tappsy mit ihrem Liebsten die langersehnte Wirkung "feierte" fuhr Sam gerade eine abgelegene Straße entlang um ihr letztes Paket für diesen Tag abzuliefern. Das Fahrrad das sie sich am Vortag von Tappsy geliehen hatte klinkelte permanent und selbst die genervten Wutausbrüche von Sam konnten das nicht abstellen. Wo immer sie hinfuhr hörte man sie schon von weitem und langsam wurde ihr das richtig peinlich. Aber jetzt war nicht die Zeit sich darauf zu konzentrieren, sie musste aufpassen das sie nicht wieder von gelben Seat Leons überholt wurde, dass sie fast im Graben landete. "Die rasen hier immer durch, ohne Rücksicht auf Verluste" dachte Sam und schaute kurz über die Schultern nach hinten. Die Straße war frei und wenn sie sich beeilen würde könnte sie Jason noch erwischen. Sie ärgerte sich darüber das immer sie die Pakete bekam die an die verlassensten Orte adressiert waren, denn sie wollte nach Hause und nich mit einem klinkelnden Fahrrad herumfahren. Und noch während sie sich darüber ärgerte spürrte sie in ihrer Tasche eine kurze Vibration. Geschockt hielt sie an der Seite an und zog ihr Handy heraus. Eine Nachricht von Darbie. "Heute, 12 Uhr in unserem Proberaum. Wichtig" Mehr stand da nicht und so fuhr sie weiter und fragte sich was denn nun genau so wichtig sei. Die Antwort war gar nicht allzuweit entfernt und hätte Sam gewusst was es war wäre sie sicher sofort dorthingekommen ... In diesem Holzschrank den Alan da entdeckte passierte nämlich etwas, was wohl niemand erwartet hätte. Nichteinmal Alan und Tappsy, die sich schon so sehr auf die Liebesspiele gefreut hatten. Der Schrank war gerade ausreichend dafür was die beiden vorhatten. Tappsy konnte es kaum mehr abwarten die Wirkung des neuen "Wundermittels" zu sehen (und auszuprobieren) als Alan sich plötzlich räusperte. "Schatz, ich glaube es wird zu warm hier drin" Die Enttäuschung in seiner Stimme war deutlich zu hören, doch Tappsü, anscheinend mit vollem Mund antwortete nur etwas das sich schwer nach "Was hast du denn?! Ist doch prima" anhörte. Alan hob die Augenbraue, auch wenn es viel zu dunkel war um das sehen zu können. "Was machst du da?!" fragte er und tastete mit seinen Händen nach seiner Frau. "Na was denkst du denn?! Deinen kleinen Freund oben halten" "Ähm ... Schatz ich glaube das ist nicht MEIN kleiner Freund" sagte er zögernd und tastete sich an den Wänden entlang um die Tür zu finden, die er dann leicht öffnete. So das nur ein kleiner Lichtstrahl herein fiel, doch dieser war ausreichend. Sofort schoss Tappsys Kopf nach oben als sie sah wessen kleinen Freund sie bearbeitet hatte. "Oh mein Gott" schrie sie und riss die Augen geschockt auf. Beide starrten auf den leb - und Hosenlosen Körper von niemand anderem als John Sheppard!! Tappsy war so geschockt das es ihr die Sprache verschlagen hatte und sie wagte nur einen kurzen Blick von Sheppard zu Alan, der nicht minder geschockt aussah. "Ist er ... tot?!" fragte er. Tappsy nickte nur und lief rot an. Das ihr das äußerst peinlich war konnte man ihr ansehen. Auf ihre selbst getöteten Fliegen war sie immer stolz gewesen, aber auf das hier ganz sicher nicht. Nachdem die beiden sich etwas gefasst hatten fragte Alan : "Warum hast du das denn nicht gemerkt?!" "Ich ähm ... ich dachte ... er wäre dadurch vielleicht auch ... ganz entschrumpelt worden" stammelte Tappsy und starrte zu Boden. Das durfte niemand erfahren, sie könnte sich sonst nirgendwo mehr sehen lassen. "Wir lassen ihn einfach daliegen und hauen ab, ok?!" Alan starrte sie geschockt an. "Wir können nicht einfach gehen! Du musst Darbie bescheid sagen! Man wird uns verdächtigen und dann heißt es noch WIR wären das gewesen!" "D-darbie bescheid sagen?!" flüsterte Tappsy. "Das ist keine gute Idee. Ich denke wir sollten ihn einfach hier liegen lassen und warten bis ihn irgendjemand anders findet." "Das machst du wohl gerne, was?! Mich hast du auch einmal irgendwo rumliegen lassen und gewartet bis ein anderer Mitleid hatte und mich zurückgebracht hat" protestierte Alan. Tappsy lief rot an. "Ich hatte dich nur vergessen ..." Eine ganze Weile stritten die beiden so hin und her bis Tappsy sich letztendlich dazu entschloss nachzugeben und Darbie zu benachrichtigen. Diese war völlig schockiert und hatte sofort beschlossen eine "Krisen-Sitzung" einzuberufen. Widerwillig stimmte Tappsy zu und dachte sich schon eine Geschichte aus, die sie aus dieser ganzen Sache ausschloss. "Ha! Ich werde einfach sagen das wir spazieren waren weil du mal wieder frische Luft gebraucht hast und ich mitmusste weil du dich sonst verirrt hättest!" Freudig klatschte sie in die Hände. "Ja, genau! Und so sind wir auf diesen Schrank gestoßen weil du vorhattest ihn mir zum Geburtstag zu schenken! Oh ich bin so gut!!" Alan musterte sie beleidigt. "Immer muss ich für dich geradestehen!" "Naja, einer muss ja" Tappsy war wieder gutgelaunt und vergass für einen Moment das "Wundermittel", doch Alan nicht. "Ähm ... ich glaube jetzt ist es wohl auch zu spät DAFÜR" er schaute an sich herunter. Tappsy folgte seinem Blick und sah den kleinen Alan wie er wieder in seine ursprüngliche Form zurückschrumpfte ... Darbie saß hinter ihrem vollgestellten Schreibtisch und tippte schnell auf die Tastatur ein, die vor ihr stand als Sam eintrat. "Morgään" murmelte diese völlig erschöpft und setzte sich auf einen Stuhl. Darbie schaute kurz auf. "Morgään! Bin gleich soweit, einen Moment noch" und das "klick, klick" der Tastatur ging weiter. Gelangweillt schaute Sam sich um und ihr Blick glitt über die vielen Bilder von Scott an den Wänden. Scott in ENT-Uniform, Scott ohne ENT-Uniform, Scott oben-ohne auf dem Acker usw usw. Ein grinsen huschte über Sams Gesicht und sie schaute wieder zu Darbie, die eifrig weiterschrieb. "Was machst du da überhaupt?!" fragte Sam und beugte sich nach vorne um einen Blick auf den Bildschirm zu erhaschen. "Gar nix!" kam es schnell von Darbie und sie schaute sich auf ihrem Schreibtisch um. Schnell griff sie nach dem Formular neben ihr um es zu verstecken. "Wo bleibt eigentlich Tappsy?!" fragte Darbie um das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken. Sam zuckte nur die Schultern. "Sie hat ein neues "Wundermittel" bestellt das heute ankam. Vielleicht hats diesmal ja geklappt und sie freut sich jetzt so sehr über den Erfolg das sie unser Treffen völlig vergessen hat" Darbie hob eine Augenbraue. "Wundermittel?!" "Ja" sagte Sam gelassen und lehnte sich wieder zurück. Sie drehte einen Kugelschreiber von Darbie in ihrer Hand und nachdem sie daran dachte das sie keinen mehr zu Hause hatte steckte sie ihn einfach in die Tasche. "Ich hab ihr das Paket heute morgen vorbeigebracht" "Hey! Leg den sofort wieder zurück!" brüllte Darbie und Sam setzte ein unschuldiges Gesicht auf. "Aber ich hab keine mehr" "Du hättest fragen können! Aber selbst dann hät ich ihn dir nicht gegeben!" Sam versuchte ihr Glück auf andere Weise : "Ist Scott gar nicht zu Hause?! Hab ihn gar nicht gesehen" Für den ersten Moment schien das sogar geklappt zu haben den Darbies Gesichtszüge entspannten sich wieder und sie seufzte. "Seit Tappsy sich fast an ihm vegessen hätte, ist er lieber ganz woanders wenn sie kommt ... Ich fürchte er hat ein Trauma ..." "Ahja, verstehe. Ist wohl auch wesentlich besser für den ärmsten wenn er ihr dann nicht mehr ausgesetzt ist ..." murmelte Sam und grinste. Darbie hielt ihr genervt die Hand entgegen. Mit einem enttäuschten Seufzer zog Sam den Kugelschreiber wieder aus ihrer Tasche und gab ihn Darbie wieder. In diesem Moment öffnete sich auch schon die Tür und eine völlig zersauste Tappsy kam hereingestürmt. "Wie immer zu spät" murmelten Darbie und Sam wie aus einem Mund ... „Da ist etwas, was ihr euch unbedingt mal ansehen müsst!“ keuchte Tappsy. Verwirrt schauten sich Darbie und Sam an, zögerten anfangs, erhoben sich dann aber doch, um Tappsy zu folgen, die schon längst wieder im Treppenhaus auf dem Weg nach untern war. „Oh nein! Das gibt es doch nichts!“ Fassungslos stand Tappsy draußen vor einem Berg nackter Gummipuppen, die aufeinander gestapelt auf dem Bürgersteig lagen. „Oh, meine Lieferung der „Sheppard – ganz wie Gott ihn schuf“ Puppen ist endlich angekommen.“ rief Darbie erfreut. „Ist es das, was du mir zeigen wolltest, Tappsy? Tappsy? Tappsy?!“ Doch es kam keine Antwort. „Wo ist sie denn hin?“ fragte Sam verwundert. „Er muss hier doh irgendwo sein“ drang plötzlich eine Stimme aus dem Haufen recycelten Gummiabfalls. Tappsys Kopf kam zwischen den Sheppardpuppen hervor und erneut schauten sich Darbie und Sam verwundert an. „Was ist denn nun? Was willst du uns denn so wichtiges mitteilen?“ Sam wurde langsam merklich ungeduldig. Tappsy in ihrer Aufregung hatte nun mehr keine Lust sich wie sonst immer irgendeine dumme Ausrede einfallen zu lassen und sagte genervt: „ Als ich gerade mit Alan auf´m Sperrmüllhaufen gepoppt habe, habe ich John Sheppards Leiche gefunden und wollte euch nun um Rat fragen. Deshalb habe ich ihn hierher gebracht und vor der Haustür liegen gelassen, denn der Gestank steigt von Stunde zu Stunde. Und nun muss er hier irgendwo nackt zwischen seinen Kopien herumliegen.“ Sam und Darbie liefen blass an. Beide trauten ihren Ohren nicht. John Sheppard ist tot?! Tappsy und Alan hatten Sex?! Und diese Woche war schon Sperrmüll?! Regungslos standen sie einige Zeit da und starrten vor sich hin, bis Darbie sich plötzlich schüttelte. „Wir müssen in diesem Haufen einen Hintern finden auf dem nicht „Made in Taiwan“ steht. Dieser sollte dann wohl zu dem echten Major gehören.“ Sie wirkte wieder völlig nüchtern und gefasst. Eine halbe Stunde verging bis Sam endlich Erfolg bei der Suche hatte. Gemeinsam schoben sie den leblosen Körper durch das vom Bürgersteig zugängliche, geöffnete Kellerfenster in Darbies Abstellraum und setzen sich danach auf der kleinen Couch in Darbies Büro zusammen um das weitere Vorgehen zu besprechen. „Und wenn wir ihm einfach Steine an die Beine hängen und ihn im See versenken?“ schlug Sam vor. „Und auf meinen Tauchgängen besuch ich ihn dann und bring ihm etwas Frisches zum anziehen vorbei.“ sagte Darbie ironische und lehnte damit den Vorschlag ab. „Können wir ihn nicht einfach der Polizei übergeben?“ fragte Tappsy sichtlich erschöpft. „Wir müssen herausfinden wer ihn umgebracht hat. Erst dann können wir mit ihm zur Polizei gehen. Wir haben ihn alle angefasst – man wird also uns für seinen Tod verantwortlich machen solange wir nicht das Gegenteil beweisen können.“ erwiderte Darbie ein weiteres Mal. „Sam, hol doch mal bitte Stift und Papier aus meiner Schulblade am Schreibtisch damit wir notieren können wann und wo genau Tappsy ihn gefunden hat.“ Sam ging zum Schreibtisch und zog die oberste Schublade hervor. Darin lag ein kurzer Brief, der sogleich ihre Aufmerksamkeit erregte. Sehr geehrte Frau Shelton-Bakula, Hiermit bestätigen wir den Erhalt des kürzlich bei Ebay ersteigerten Gehirns von Frau Sam Isaacs. Wir müssen sie noch einmal um äußerste Diskretion dieses Falles bitten und bedanken uns herzlich für ihre Kooperation mit uns. Das Gehirn wird hier für international bedeutende wissenschaftliche Experimente verwertet. Mit freundlichen Grüßen National Aeronautics and Space Administration (NASA) „Also doch!“ murmelte Sam und warf Darbie unbemerkt einen bösen Blick zu. Sie holte tief Luft, suchte dann Zettel und Stifte heraus und setzte sich wieder zu den anderen. Darbie sollte nicht bemerken, dass sie nun doch den Grund für ihre seit einigen Wochen anhaltenden Kopfschmerzen gefunden hatte. ___ "So, also nochmal von vorne ..." begann Darbie und setzte den Stift zum schreiben an. "Alan du ihr wart also auf einem öhm ... Müllhaufen poppen, habt dort in einem Schrank Sheppards Leiche gefunden und mich dann sofort angerufen?!" Erst jetzt bemerkte Tappsy das sie ihre eigentliche Ausrede - die sie sich doch so gut zurechtgelegt hatte - ganz vergessen und stattdessen die Wahrheit gesagt hatte. Mit einem kurzen Blick zu Boden nickte sie zustimmend. "Aber es war ein SPERRmüllhaufen" versuchte sie die Lage etwas zu verbessern. "Wieso nicht zu Hause?!" fragte Darbie und schaute kurz von ihren Notizen auf. "Weil ... also ... öhm ... uns war eben danach" Darbie hob eine Augenbraue und starrte Tappsy ungläubig an. "Sonst noch was gewesen?!" Während Tappsy nachdachte stand Sam auf und schaltete das Radio an. "Sam ... mach das Ding wieder aus, so kann ich mich nicht konzentrieren" Sam drehte Tappsy den Rücken zu und zog eine Grimasse während sie am Radio rumspielte und leiser machte. Mit verschränkten Armen lehnte sie sich an den Schreibtisch, auf dem der Radio stand. "Naja, also ... eigentlich wars das" murmelte Tappsy und spielte leicht nervös mit ihren Fingern. "Sicher?!" harkte Darbie nach. "Nicht das wir ... etwas wichtiges vergessen" Tappsy hob kurz den Kopf. "Nein, mehr war nicht" "Nur so aus reiner Neugier ... hats denn wenigstens geklappt?!" fragte Darbie und grinste breit. Tappsy starrte sie entrüstet an. "Natürlich! Also ... es HÄTTE geklappt, wenn da nicht eben ... Sheppard gewesen wäre" sie räusperte sich kurz. Sam lachte kurz auf. "Ich bin gespannt obs mal nen Tag gibt wo es nicht heißt "Es HÄTTE, wenn da nicht blabla"" "Hey! Du weißt gar nicht wie anstrengend das ist!" verteidigte sich Tappsy. "Für ihn oder für dich?!" Darbie und Sam mussten lachen. Tappsy blinzelte kurz und musste einen Moment überlegen was sie darauf denn jetzt antworten sollte. "Für ihn natürlich! Er ist nicht mehr der jüngste!" Darbie starrte Tappsy noch immer ungläubig an. "Aber du bestellst doch ständig diese blauen Pillen da. Ich dachte das sollte helfen?!" Schnell blickte Sam zu Boden und vermied es Tappsy anzuschauen. "Hast du ihr etwa davon erzählt, Sam?!" fragte Tappsy wütend. "Sie hat gefragt" murmelte Sam und deutete auf Darbie. Aber noch während Tappsy ihre gewohnte Standpauke hielt, lauschte Sam dem "PiepPiepPieep" das die Nachrichten einleutete. "RUHE!" schrie sie und stellte das Radio lauter. "Schwere Explosion in Alsheim. Die Halle der Musikfirma "Enterprise" wurde heute morgen durch eine schwere Explosion beschädigt. 20 Leute wurden schwerverletzt, 1 Mensch starb dabei. Die Ursache ist noch nicht geklärt, aber eine absichtlich plazierte Bombe schließt die Polizei nicht aus. Die Feuerwehr rückte kurz nach dem Geschehen an und konnte nach wenigen Minuten den Brand löschen. Es entstand ein Schaden von ungefähr 1 Million Euro. Die Polizei bittet deshalb auch die Bevölkerung um Hilfe. Falls sie Informationen bezüglich dessen haben rufen sie bitte die Polizeistelle in Alsheim an. Danke. Zu den weiteren Nachrichten des Tages ..." Sam stellte den Radio wieder leiser. Im Raum herrschte Stille, nur das meckern das LKW Fahrers konnte man draußen hören, der nun die ganzen puppen alle in Darbies Keller schleppen musste. Tappsy und Sam starrten sich beide geschockt an, dann warfen sie Darbie einen geschockten Blick zu, die allerdings weniger gerührt drein- blickte und nur die Schultern zuckte. "Was denn?!" fragte sie als wäre das eben gehörte etwas ganz alltägliches. "Die haben meinen Antrag schon wieder abgewiesen. Irgendwie musste ich doch handeln" Sie lehnte sich in ihrem großen Stuhl zurück. "Jetzt starrt mich nicht so an! Das ist doch nur zu unserem besten! Und ihr wollt doch auch endlich mal groß rauskommen oder??" "Aber du kannst die Firma doch nicht zerstörren! Wie sollen wir denn da noch was bekommen wenns gar keine Firma mehr gibt?!" fragte Tappsy. "Naja" Darbie räusperte sich. "So war das ja auch nicht geplant. Vielleicht hab ich mich etwas in der Dosis geirrt. Aber sobald die Firma wieder aufgebaut ist werden die uns so schnell nicht wieder abweisen! Soviel steht fest!" "Aber das kann JAHRE dauern" antwortete Sam und musste sich auf diesen Schock erstmal Darbies Whisky vorknöpfen der auf dem Tisch stand. Die halb leere Flasche hatte Darbie erst vor wenigen Wochen von Scott als Hochzeitsgeschenk bekommen. "Außerdem werden die jetzt sicher auch UNS fragen ob wir etwas wissen und immerhin war ICH es die heute morgen die Pakete ausgeliefert hat!" Darbie zuckte erneut die Schultern. "Kann ich doch nicht wissen das die SO schnell sind. Und außerdem sagst du denen einfach das du voher nicht in die Pakete reinschaust und es deswegen nicht wusstest! So einfach is das" "Na ganz toll. Trotzdem werden sie mich fragen und hinterher werfen die mich vielleicht noch raus" murmelte Sam. "Ich bin gespannt was heute noch so alles passiert" Tappsy war zum Fenster gegangen und beobachtete den schwitzenden LKW-Fahrer. "Wenn alle LKW-Fahrer so aussehen werd ich Alan mal fragen ob er nicht auch lieber Puppen ausliefern will anstatt Cocktails zu mixen - die ganz nebenbei zwar gut schmecken, aber kein Geld ins Haus bringen" Darbie und Sam brauchten einige Minuten bis sie begriffen hatte was Tappsy da gesagt hatte. "Ganz typisch. Wir haben hier ne schwierige Situation und Tappsy sabbert Männer an" "Typisch?! Ich war nur gerade am überlegen was wir machen! Und da kam der eben ... so ... in mein Blickfeld" protestierte Tappsy und wendete sich vom Fenster ab. "Außerdem kann ich mich so besser konzentrieren" "Du übertriffst dich immer wieder selbst" murmelte Sam und lehnte sich gedankenversunken in ihrem Stuhl zurück. "Ich bin wirklich gespannt wie wir aus der Sache wieder rauskommen!" Alle drei saßen grübelnd um den Tisch als die Tür aufging und Scott unerwarteterweise herein kam. "Ich wollte nur - "er brach mitten im Satz ab als er Tappsy erblickte die ihn fasziniert anhimmelte. Geschockt ging er langsam rückwärts wieder zur Tür raus und schloss diese wieder. Sam verkniff sich ein Lachen, Darbie warf Tappsy einen finsteren Blick zu und Tappsy starrte wieder betroffen zu Boden. "Ist er ... immernoch nicht drüber weg?!" fragte sie kleinlaut. "Anscheinend nicht!" knurrte Darbie. "Aber vielleicht ist das auch besser so" "Das war doch nur ein versehen!" sagte Tappsy verteidigend. Das ganze ging noch eine Weile hin und her bis es Sam schließlich zu bunt wurde und sie einen genervten Seufzer losließ. "UND DU SEI GANZ STILL SONST FANG ICH MIT DIR AUCH NOCH AN!" schrie Darbie aufgebracht und sofort verstummte Sam und versank tief in ihrem Stuhl. "Ich wollte damit nur -" "RUHE!" brüllten Tappsy und Darbie aus einem Mund. "Dann macht doch was ihr wollt! Wenn Sheppard dort unten ganz vergammelt wird der Fall nie aufgeklärt! Also würd ich mich an eurer Stelle beeilen. Ich muss jetzt jedenfalls gehn. Es is Fütterungszeit." Damit stand Sam auf und verlies beleidigt Darbies Haus um zu sich nach Hause zu gehen. Immerhin wartete dort Steve auf seine wöchentliche Fütterung ... Sam schloss die Haustür auf und schaute sich erschöpft um. "Ganz toll!" Das Chaos das sich da in ihrem Wohnzimmer breit machte war nun selbst für sie nicht mehr zu ignorieren. Überall lagen Klamotten rum. Selbst das Sofa war so bedeckt das es kaum eine freie Stelle gab auf die man sich setzen konnte. Unachtsam warf sie ihre Schlüssel auf den Tisch und blieb im Türrahmen stehen um einen besseren Überblick über das Chaos zu haben. "Es wird wirklich Zeit das Tappsy Pooh mal wieder zurückgibt. Ich könnte ihn dringend gebrauchen" Schulter zuckend ging sie in den riesigen Keller. Dort unten war es kahl, kalt und die Luft war auch nicht gerade angenehm, aber so wollte Steve es. Als sie eintrat schaute er kurz auf. "Na, waren wir auch schön artig?!" fragte sie mehr zu sich selbst und öffnete den Eisenschrank um nach einer passenden "Mahlzeit" für Steve zu suchen. Es war kein einfacher Schrank, nein. Nach hinten konnte man eine weitere Tür öffnen die auf eine Art Gefängnis führte. Dort lungerte alles mögliche rum. "Darbie könnte Scott mal wieder sagen das ich dringend Nachschub brauche. Die Xindi gehen mir langsam aus". Den gefesselten Xindi zog sie nach draußen und stellte ihn vor den Käfig. "Wie wärs damit?! Ok, sieht ein wenig mitgenommen aus, aber hey, besser als nichts oder?!" Steve schnaubte nur kurz. "Weißt du, wenn ich so wählerisch wäre wie du, hätte ich auch nur einmal die Woche Hunger" murmelte sie, öffnete das Schloss vor dem Käfig und gab dem Xindi einen heftigen Tritt, so das er vor Steves Füssen landete, doch dieser achtete nicht darauf. "Jetzt stell dich nicht so an! Ich kanns auch nicht ändern. Entweder du gibst dich mit ihm zufrieden oder du hast Pech gehabt. So einfach ist das" "Ich bin nicht hungrig" murmelte Steve und warf einen angewiderten Blick auf den Xindi, der noch nicht einmal mehr die Kraft hatte von alleine aufzustehen. "Dann eben nicht. Ich komm morgen nochmal zu dir, da ist Jason für ein paar Tage in Neuseeland" Sam grinste breit und voller Vorfreude während sie die Kellertür hinter sich schloss und wieder zurück nach oben ging. Mittlerweile war es spät geworden, doch Darbie saß immer noch in ihrem Keller auf einer kleinen Holzkiste und betrachtete den leblosen Major Sheppard. Sie hatte nicht die geringste Idee, wo sie mit ihrer Suche nach dem Mörder anfangen sollte. „Das hat doch alles keinen Sinn“ murmelte sie und entschloss sich wieder nach oben zu gehen. Leise öffnete sie die Schlafzimmertür und betrachtete Scotts Gesicht in dem schwachen Licht, das durch die Jalousienritze auf ihn fiel. Seit einiger Zeit schon hatte sie echte Zweifel, ob ihre Beziehung noch eine Zukunft hatte. „Ich muss heut länger arbeiten“ sagte er ihr immer wieder. Darbie hatte Mitleid mit ihm und versuchte immer wieder sich eine neue Überraschung für ihn auszudenken über die er sich freuen konnte wenn er nach Hause kam. Vor kurzem wollte sie ihm sein Lieblingsgericht kochen und rief in der Firma an, um ihn zu fragen wie spät genau es heute werden würde, doch zu ihrer großen Überraschung erzählte man ihr Scott habe schon vor mehr als einer Stunde seinen Arbeitsplatz verlassen und sei nicht mehr im Haus. Auch auf seinem Handy war er nicht erreichbar gewesen und Darbie machte sich große Sorgen ihm könne auf dem Nachhauseweg etwas passiert sein, bis Scott plötzlich völlig gesund zur Tür herein kam. „Wo bist du gewesen?“ fragte sie ihn scharf. „Ich…ähm…hatte noch etwas geschäftlich sehr sehr wichtiges mit Trip zu regeln“ antwortete er ihr darauf zögernd. „Du hattest Sex!“ rief Darbie herausfordernd und Scotts Kopf begann augenblicklich zu sinken. Aufgeregt fummelte er mit seinen Händen an seiner Hose herum. Tief holte er Luft als Darbie hinzusetzte „Du betrügst mich also mit einer anderen Frau“ Scotts Augen weiteten sich schlagartig und er schaute ihr wieder direkt in die Augen „Nein, Schatz. Ich betrüge dich nicht mit einer Frau“ Misstrauisch schaute sie ihn an. Er konnte ihr noch nie direkt in die Augen schauen wenn er log. Er musste also die Wahrheit sagen. Mit einem strengen Blick ließ Darbie von ihm ab. Doch seither ließ sie das Gefühl nicht los, dass mit Scott doch irgendetwas nicht stimmte auch wenn sie ihm glaubte, dass es in seinem Leben keine andere Frau als sie gab. Und trotzdem, der Verdacht Scott gehe ihr fremd ließ sich einfach nicht aus ihrem Kopf vertreiben. Jetzt war sie wieder viel zu aufgewühlt um sich ins Bett zu legen, ging ins Wohnzimmer und schaltete den Fernseher ein. „Kennen sie das auch? Sie kommen gerade aus dem Supermarkt und steigen nichts ahnend in ihr Auto und plötzlich überkommt sie das Gefühl sie hätten irgendetwas vergessen. Ihnen fällt aber nicht ein was und so fahren sie nach Hause, bis plötzlich ihre Nachbarin sie anruft und ihnen sagt sie habe ihren Ehemann völlig verwahrlost am Straßenrand gefunden. Oder müssen sie auch monatlich hunderte von Euros für Fernsehzeitschriften ausgeben, weil sie sich die Zeiten und Sender ihrer Lieblingsserie einfach nicht merken können und vergessen am Ende noch, wo sie die Zeitschriften hingelegt haben? Dafür gibt es jetzt eine Lösung: Das neue verbesserte Antikalk ist da! Bestellen sie noch jetzt und sie erhalten das komplette Set für intervenöse Einfüllung. Sofort wirksam! Zuverlässig! Und supergünstig!“ Schnell griff Darbie zum Hörer. „Ja genau, ich hätte gerne drei komplette Sets. Ja, zwei Freundinnen von mir haben bald Geburtstag. Ok, vielen Dank!“ Als sie gerade wieder aufgelegt hatte und es sich auf der Couch gemütlich machte, begann auch schon die nächtliche Wiederholung von CSI - Alzheim. Und als sie den Gerichtsmediziner ? so sah, wie er eine Leiche nach der anderen untersuchte, kam ihr plötzlich eine Idee. Sofort rannte sie in die Küche und holte ein Paar gelbe Spülhandschuhe aus dem kleinen Vorratsraum neben dem Kühlschrank. Wieder ging sie zum Fernseher und beobachtete ? . „Aha“ murmelte sie, ging dann ins Badezimmer und suchte ihre Pinzette, danach ein paar Gefrierbeutel, eine Lupe, ihre Nachttischleuchte und ein kleines Schälmesser und ging damit ein weiters Mal zu Sheppard in den Keller. Mit großer Mühe legte sie ihn auf den alten Esstisch, der noch unten stand, schloss dann ihre Lampe an, zog sich ihre Spülhandschuhe über und setzte sich auf den kleinen Hocker davor. Die gesamte Nacht dokterte sie an dem mittlerweile äußerst streng riechenden Sheppard herum. Schnitt ihn auf, nähte ihn wieder zusammen, zupfte ihm Haare von jeder nur erdenklichen Körperstelle aus, suchte jede noch so kleine Fluse an seinem Körper und legte sie behutsam in einen der Gefrierbeutel, machte Fotos von jeder einzelnen Körperstelle und so weiter. Völlig erschöpft schleppte sie sich endlich in den frühen Morgenstunden die Treppe herauf und schlief auf ihrem Sofa ein. „Und du bist nun also die nächsten zwei Wochen ganz alleine ohne deinen Jason?“ fragte Tappsy ein wenig mitleidig. „Joar, aber das werde ich schon überleben. Vielleicht möchte Alan die nächsten Tage mal bei mir vorbeikommen und mir ein wenig Gesellschaft leisten?“ erwiderte ihr Sam mit glänzenden Augen. Tappsy räusperte sich und schaute Sam strafend an. „Ich denke nicht.“ Die beiden saßen schon seit einer Stunde zusammen in dem kleinen Cafe am Rande der Stadt und warteten auf Darbie als diese endlich völlig übermüdet zur Tür herein kam. „Ein großes Pilz bitte!“ rief sie durch den Raum und setzte sich zu Tappsy und Sam an den Tisch. Sie bemerkte die verwunderten Blicke der beiden. „Was denn? Da wo ich herkomme trinkt man schon zum Frühstück ´n Bier“ rechtfertigte sie sich und zuckte mit den Schultern.. „Ich habe mir Sheppard gestern noch einmal genauer angeschaut und einige interessante Dinge gefunden“ sagte sie weiter, während sie aus ihrer Handtasche einige Plastiktüten und Fotos hervorholte und auf dem Tisch ausbreitete. Sam griff nach einem der Fotos und erschrak augenblicklich „Da ist er auch noch tattooviert?!.“ Tappsy riss Sam das Bild aus der Hand. „Ach deshalb fühlte sich das so rau an“ murmelte sie und schaute dabei verlegen zu Boden. Darbie nahm eine der Tüte und hielt sie hoch. „Unter Sheppards Fingernägeln habe ich irgendetwas grünes entdeckt, wobei ich noch keine Ahnung habe woher das kommt. Weiterhin habe ich einige lange graue Haare gefunden, die eindeutig nicht Sheppard zu gehörten.“