10. Reisetag 10.09.2002
gefahrene Kilometer: 395 km
Total: 4327 km
Strecke: Moclin - Granada - Malaga - Ceuta 
Besichtigungen: Granada
 - lauter Kirchen
 - Kathedrale

Tagesbewertung:
 
 
Camp 6 im Olivenhain - Foto CGGranada, Kirche - Foto CGGranada, Kirche - Foto CG
Reiselogbuch, Eintrag Micha:
"11:00.....Wir sitzen jetzt in unserem Auto mitten in einem Olivenfeld, dessen fauler Eigentümer, im Gegensatz zu dem, der das 10m entfernte Olivenfeld bewirtschaftet, es nicht für nötig hält hier mal Unkraut zu jäten." 

Besser so, denn es ist unwahrscheinlicher, dass ein fauler Bauer unseren Camp-Platz entdeckt, als ein fleißiger. Übrigens heizen hier ab und zu mal irgendwelche Gefährte über die Plantage und wir sehen Bauern Zweige schneiden, werden aber zum Glück nicht entdeckt. Schnell heizen wir Richtung Granada, sehen uns dort den Rest an (lauter Kirchen), suchen eine VW-Werkstatt, um Bremsbeläge zu koofen, finden aber keine, heizen dann nach Malaga (überteuerte Raststätte inclusive), wo ich bei dem für Autobahnen sehr kurvigen Gebirgsabschnitt wegen dubiosen Stoßdämpfern ab und zu in komische Situationen gerate. Dort in die Stadt rein, Bremsbeläge koofen, weiter nach Westen auf der Küstenstraße, Supimarkt-Stop in so nem Touristenort, bei extreem flachstehender Spätnachmittagssonne fast blind weiterfahren (merke: wenn man am Vortage die Frontscheibe als dreckverkrustet einstuft, wäre es sinnvoll, sie sofort zu säubern). 
Es handelt sich um komische autobahnähnliche Straßen, die dann plötzlich Kreisverkehre enthalten, schlimmer als in Frankreich! Dann sehen wir von weitem den Felsen von Gibraltar, was zu einem fahrtechnisch brisanten Fotostop führt.

 
Granada, Alhambra - Foto CGGranada, Kirche - Foto CG
 
Granada, Kirche - Foto CGGranada, Kathedrale - Foto CGGranada, Kirche - Foto CGGranada, Kirche - Foto CG
 
Spät abends Ankunft in Algeciras, dem Fährhafen. Ewig rumcruisen aufm Hafengelände, Fahrtickets koofen, dabei Preisvergleiche an den einzelnen Schaltern anstellen. Irgendwie werden wir sofort von mehreren Schleppern belagert, von wegen sie hätten das billiste Angebot. Naja, das Übliche.
Dann mit dem Auto zum Kai, dort warten. Zu Fuß machen wir kurz noch das Hafengelände unsicher und kriegen prompt Ärger mit einem Zollbeamten, der meint, wir kämen gerade von einen Fähre aus Marokko, aber da wir europäisch aussehen, juckt ihn das dann auch nicht weiter.
Dann geht es los. Aus Nervosität würge ich noch schnell mal den Wagen ab,  dann fahren wir äußerst euphorisch mit einem extra rausgesuchten militaristischen Triumphmarsch auf die Fähre rauf und sind von diesem Moment sehr bewegt. Auto dort abstellen, möglichst nicht vergessen, die Handbremse anzuziehen, dann raus aufs Deck ein bischen Gischt abbekommen, nach ner Stunde wieder zurück zum Autodeck und wieder mit Triumphmarsch rausfahren. 
Endlich AFRIKA!!! Back to the roots!!! Zwar immer noch Spanien (Ceuta, eine hässliche Enklave), aber was solls. Nun denn, es ist nachts, wir suchen einen Schlafplatz, finden aber nur ein megateures Hotel und cruisen daher orientierungslos noch 70 km durch die Stadt. Dies ist sehr beeindruckend, da man hier nur 5 km fahren muss, um entweder am Meer oder an der marokkanischen Grenze zu sein. Daher kannten wir nach 2 Stunden jede Straße und jeden potentiellen Schlafplatz. Wir nahmen uns den besten, der immer noch recht reudig war, futterten was, um dann unsere erste Nacht in Afrika zu verbringen. 

weiter - Foto MTStraße von Gibraltar - Foto CGFähre - Foto CG