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Logbuch, Nachtrag von Michi,
Donnerstag:
" Wir ham uns dann noch
Marrakesch angesehen [naja: die Medrese war zu teuer, die Saaditengräber
hatten gerade zu, aber ich kannte sie eh schon und Michi war'n sie nicht
so wichtig] z.B. die Koutoubia-Moschee und die Souks. [In der Nähe
der Saaditengräder habe ich wieder einen Unkunden gesehen, der Kobaltkristalle
verkauft hat: 150 DH Festpreis, gestern im Gebirge kostete ein schöneres
Exemplar 20 DH, aber hier treiben sich auch eindeutig zehnmal mehr Touristen
herum.]
Guntschi hat sich n Paar
Sandalen gekauft [aufgrund der bereits am 15. Tag beschriebenen unverhältnismäßig
toxischen Geruchsabsonderungen meiner alten Schuhe. Die Billigsandalen
hat der Händler vor unseren Augen mit Öl imprägniert, wobei
sich die Farbe, was für'n Wunder, beeindruckend veränderte!!
Smoothe Aktion!].
Nachdem wir dann zum 2.
Mal für den Parkplatz bezahlt haben, was Guntschi tierisch aufgeregt
hat [beruht eventuell auf einem Missverständniss, jedenfalls sind
die Parkplätze auf diesem Platz sechsmal teurer als woanders in Marokko,
so dass ich mich lauthals mit dem Wächter herumgestritten habe. Die
Leute müssen jetzt zweifellos denken, dass die Deutschen allesamt
Geizkragen sind.] haben wir schnell noch ein paar Fotos von Marrakescher
Unikaten gemacht, wobei sich das Zoomobjektiv immer bezahlt macht.
Dann losgefahren. Und zwar
sind wir erstmal zu den Menara-Gärten (die wirklich schlecht waren
- besonders der Pavillon, wo man für 10 DH Eintritt reinjgehen und
rausgucken hätte können) und danach in Richtung Taroudannt geahren.
Auf halber Strecke zwischen Marrakesch und Tin-Mal wollte uns der Golf
mit dem Blockieren des Kilometerzählers wieder irgendwas sagen (was?
- weiß ich noch immer nicht). Auf jeden Fall haben wir dann bei der
letzten Tankstelle vor dem Gebirge 15 Liter Super getankt, wonach sich
das Auto beruhigt hat und der Tacho wieder anfing, zu funktionieren. |
  
Nachdem wir an Tin-Mal vorbeigefahren
sind, dies 10 km später bemerkt haben, und umgekehrt sind, musste
ich mal, und Guntschi hat probiert, sich an die wildwachsenden leckeren
Kaktusfrüchte ranzumachen, die allerorten verkauft werden. Doch die
Technik will gelernt sein, hat er doch jetzt Erfahrung mit Tausenden überaus
winziger Stacheln gemacht, die bestimmt noch ein paar Tage in seinen Fingern
zwicken werden.
Wie dem auch sei, 10 hach
6 kommen wir an der Moschee von Tin-Mal an. Macht aber nichts - wir ham
dann extra für uns die Tür nochmal aufgeschlossen gekriegt und
ham noch alles schnell photographisch festgehalten. Schlecht wars nicht,
aber " Baedeker-Sterne hätte es von mir nicht gekriegt [hier muss
ich mich mal einschalten: von mir schon!].
So, denn sindwa auf der
Suche nach 'nem Hotel, 'ner Herberge oder Ähnlichem in Idni angehalten
und haben das Zimmer/ Lager, wo ich gerade rumsitze, gemietet. In der dazugehörigen
Alte-Herren-Spelunke gab es lecker Eiergericht, aber viel zu wenig." |
Eintrag ins Logbuch, diesmal
ich:
"Zimmer/ Lagerbeschreibung:
Architekturaufbau: wie'n
Foundouk ohne 2. Etage [will heißen: Räume wie beim Atriumhaus
um nen Innenhof gruppiert.]
Ausstattung: wie'n Foundouk
ohne 2. Etage [will heißen: extreem spartanisch]
Lärmpegel: wie'n Foundouk
ohne Foundouk [will heißen: außerordentlich leise, dieses Gebirgsdorf]" |
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