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Tja, heute spät aufstehn.
Dann in die Fußgängerzone, Mittag essen, dabei sich über
die Preise ärgern und den ersten wirklichen Proll-Touristen dieser
Reise verächtlich hinterherkieken (Genre: Hauptsache ick bin dick,
aber trage trotzdem rosa Radlerhosen).
Dann schnell noch der Komplettheit
halber die uninteressanten Moscheen dieser Stadt knipsen, sich mit unverschämten
Parkplatzwächtern und Bettlern rumärgern. Einer von denen zeigt
uns die Post und kriegt dafür auch Bakschisch...ich hab nämlich
eine einzige Postkarte, und zwar die am wenigsten reudige, die ich in Dakhla
gefunden habe (dort auf 2 Cent runtergehandelt!) als Beweiskarte an meinen
französischen Kumpel (siehe die zwei andern Reisen) verschickt.
Ein anderer Bettler sah
verhältnismäßig gepflegt aus, meinte, er wäre ein
mauretanischer Geschäftsreisender, dem sie das Geld geklaut haben,
und er wolle von uns bloß ein Ticket zur Botschaft in Casablanca
spendiert haben. Ick gloob ick ticke!!! |

In Essaouira dann dasselbe
Bild. Demos, und ein paar Horden von Leuten, die singend durch die Gassen
wirbeln und jeweils hordenspezifische Zettelchen in die Luft schmeißen,
auf denen Symbole abgebildet sind. Denn: hier in Marokko kreuzt man offensichtlich
Symbole statt Kullerschen neben Parteinamen an, der Hintergrund dürfte
der Analphabetismus sein. Smoothe Lösung!!!!!
Wir geraten als Unbeteiligte
in Sammelwut nach den Zettelchen. Hier ein entsprechendes Doku-Special.
Abgesehen davon, dass wir
in Wahlkundgebungs-Zeiten glücklicherweise nicht die Hauptattraktion
der Einheimischen sind, sehen wir uns fast unbehelligt die Stadt an, in
der es leider viele Touristen gibt, die auch hier die Preise in die Höhe
treiben. |
Michi im Logbuch:
"viertel zwei, schon der
nächste Tag.....tja, wir warn also gestern in Essaouira und haben
in der von uns so getauften Straße des Guten Preis-Leistungs-Verhältnisses
ein Hotel für 80Dh/das Doppelzimmer (entspricht 8 €uröens)
genommen, wobei der Durchschnitt, wie wir bei der ewigen Suche merkten,
hier bei 200-300 Glocken liegt. Sogar der Parkplatzwächter, der uns
natürlich woandershin schleusen wollte, wollte von uns den Namen des
Hotels wissen. Und direkt neben dem Hotel hamwa dann noch billig leckeren
Couscous gegessen und dabei mehreren besonders geselligen Franzosen beim Gemütlich-Tee-Trinken
zugesehen."
Hier DEMNÄCHST die
live mitgeschnittene Diktiergerät-Akustik. |
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