25. Reisetag 25.09.2002
gefahrene Kilometer: 190 km
Total: 9734 km
Strecke: Agadir - Cap Rhir - Essaouira
Besichtigungen:
 - Agadir
 - Essaouira

Tagesbewertung:
 
   
Doku-Special: =====> WÄHLEN auf marokkanisch

Tja, heute spät aufstehn. Dann in die Fußgängerzone, Mittag essen, dabei sich über die Preise ärgern und den ersten wirklichen Proll-Touristen dieser Reise verächtlich hinterherkieken (Genre: Hauptsache ick bin dick, aber trage trotzdem rosa Radlerhosen).
Dann schnell noch der Komplettheit halber die uninteressanten Moscheen dieser Stadt knipsen, sich mit unverschämten Parkplatzwächtern und Bettlern rumärgern. Einer von denen zeigt uns die Post und kriegt dafür auch Bakschisch...ich hab nämlich eine einzige Postkarte, und zwar die am wenigsten reudige, die ich in Dakhla gefunden habe (dort auf 2 Cent runtergehandelt!) als Beweiskarte an meinen französischen Kumpel (siehe die zwei andern Reisen) verschickt.
Ein anderer Bettler sah verhältnismäßig gepflegt aus, meinte, er wäre ein mauretanischer Geschäftsreisender, dem sie das Geld geklaut haben, und er wolle von uns bloß ein Ticket zur Botschaft in Casablanca spendiert haben. Ick gloob ick ticke!!!

 
Essaouira, portugiesische Festungsanlage - Foto CGAgadir, uninteressante Moschee - Foto CGEssaouira, irgendson Fischer - Foto CG

Dann schnell aus dieser Stadt rausfahren und an der Küste weiter nach Norden. Badestopp irgendwo an einer Bucht, aber das Meer ist dreckig. Also weiter, am Kap Rhir den Leuchtturm knipsen, is aber nicht spektakulär, also weiter. Unterwegs überholen wir einen Konvoi von bestimmt 10 LKWs und unzähligen Kleinwagen voll mit Leuten. Alle grölen herum, haben Lautsprecher aufs Dach geschnallt und werfen in jedem Dorf unzählige Flugzettel aus den Fenstern. Hat bestimmt mit der in naher Zukunft stattfindenden Wahl zutun.

 
Essaouira, Fischer auf seinem Kahn - Foto CGEssaouira, Fischer - Foto CG

In Essaouira dann dasselbe Bild. Demos, und ein paar Horden von Leuten, die singend durch die Gassen wirbeln und jeweils hordenspezifische Zettelchen in die Luft schmeißen, auf denen Symbole abgebildet sind. Denn: hier in Marokko kreuzt man offensichtlich Symbole statt Kullerschen neben Parteinamen an, der Hintergrund dürfte der Analphabetismus sein. Smoothe Lösung!!!!!
Wir geraten als Unbeteiligte in Sammelwut nach den Zettelchen. Hier ein entsprechendes Doku-Special.
Abgesehen davon, dass wir in Wahlkundgebungs-Zeiten glücklicherweise nicht die Hauptattraktion der Einheimischen sind, sehen wir uns fast unbehelligt die Stadt an, in der es leider viele Touristen gibt, die auch hier die Preise in die Höhe treiben.

 
Essaouira, Fischhändler - Foto CG

Michi im Logbuch:
"viertel zwei, schon der nächste Tag.....tja, wir warn also gestern in Essaouira und haben in der von uns so getauften Straße des Guten Preis-Leistungs-Verhältnisses ein Hotel für 80Dh/das Doppelzimmer (entspricht 8 €uröens) genommen, wobei der Durchschnitt, wie wir bei der ewigen Suche merkten, hier bei 200-300 Glocken liegt. Sogar der Parkplatzwächter, der uns natürlich woandershin schleusen wollte, wollte von uns den Namen des Hotels wissen. Und direkt neben dem Hotel hamwa dann noch billig leckeren Couscous gegessen und dabei mehreren besonders geselligen Franzosen beim Gemütlich-Tee-Trinken zugesehen." 
Hier DEMNÄCHST die live mitgeschnittene Diktiergerät-Akustik.  

 
Essaouira, Hafen - Foto CG