| Micha
der Sprallo hat die Fotos immer noch nich entwickelt !
Wir
wachen morgens auf, komplett durchgefroren. Aber DIE SONNE SCHEINT, was
quasi heißen will, dass für das Erreichen des Ziels denkbar
gute Ausgangsbedingungen herrschen.
Dummerweise
hat der einzige das komplette Jahr offene Laden zu der frühen Stunfde
noch zu, so dass wir schleunigst ins nächste, 16 km entfernte Dorf
fahren, Schrippen koofen (ham aber nur Kroassongs!!!), dann schnellstens
wieder die Serpentinenstraße rauf nach La Mongie, teuer Wanderkarte
jekooft und ins Gebirge aufgebrochen. Laut Karte handelt sich's um 800
Höhenmeter hoch und dann wieder runter, und zwar zum im Süden
gelegenen Col de Sonstwat (ein kleiner Pass) am Pic des Quatre Thermes.
Wege gibt es kaum. Der erste Anstieg ist sehr steil, man hat aber einen
soften Ausblick auf La Mongie.
Stundenlang
begegnet uns kein einziger Mensch. Es geht über ein Geröllfeld
weiter, Michi meint, eine Abkürzung nehmen zu wollen, woaufhin wir
einen übelsten Grat erklimmen, um oben zu erkennen, dass es dort wegen
einer zu steilen Felswand nicht mehr weitergeht. Also Kommando zurück
und den Berg wieder runter, die Neigung beträgt bestimmt 75° und
ich hab zugegebenermaßen 'nen bisschen Angst, zumal ich in der einen
Hand ständig die Wanderkarte mit herumschleppe. Macht nüscht,
der Umweg hat ja bloß 'ne Stunde gekostet.
Ein
bisschen später ist es dann soweit, der Punkt, wo ich unbedingt hinmusste,
ist erreicht....YEAH
Da
es schon spät ist und Micha sich nicht so top fühlt, lassen wir
den von Weitem aussehenden Pic des Quatre Thermes weg und beginnen den
Abstieg, zumal dieser Berg eh nur als Zusatz-Schmankerl gedacht war.
Der
Abstieg auf der anderen Seite des Passes führt über eine mittelsteile
Schutthalde, wo aber viele Felsbrocken beim Drauflatschen wackeln und umzukippen
drohen, so dass wir nur für diesen Abschnitt als ungeübte Flatland-Tiroler
auch eine dicke Stunde brauchen. Irgendwann kommen wir unter Schmerzen
wieder in La Mongie an, weil ich bemerken musste, dass mit meine Schuhe
nicht so richtig passen. Und Micha hat irgendwie Blähungen oder sowas,
westerwegen er sich auch in der einzigen offenen Kneipe des Ortes das Uncoolste
überhaupt bestellen muss: einen Kamillentee!!!!
Wir
setzen uns ins Auto und fahren los. Es ist spät und wir kommen nicht
mehr weit. Im Dunkeln finden wir in einem Dorf namens Homps (bei Solomiac
bei Auch bei Bordeaux, was aber wieder mindestens 150km weit weg ist) einen
Platz neben einer Laube. Vermutlich auf einem privaten Wochenendgrundstück,
aber is wohl grad keiner da! |