30. Reisetag 30.09.2002
gefahrene Kilometer: 176 km
Total: 12191 km
Strecke: La Mongie - Tarbes - Solomiac
Besichtigungen:
 - Pyrenäen rumwandern
   (Col de Guilhembrune)
Tagesbewertung:
 
   
Micha der Sprallo hat die Fotos immer noch nich entwickelt !

Wir wachen morgens auf, komplett durchgefroren. Aber DIE SONNE SCHEINT, was quasi heißen will, dass für das Erreichen des Ziels denkbar gute Ausgangsbedingungen herrschen.
Dummerweise hat der einzige das komplette Jahr offene Laden zu der frühen Stunfde noch zu, so dass wir schleunigst ins nächste, 16 km entfernte Dorf fahren, Schrippen koofen (ham aber nur Kroassongs!!!), dann schnellstens wieder die Serpentinenstraße rauf nach La Mongie, teuer Wanderkarte jekooft und ins Gebirge aufgebrochen. Laut Karte handelt sich's um 800 Höhenmeter hoch und dann wieder runter, und zwar zum im Süden gelegenen Col de Sonstwat (ein kleiner Pass) am Pic des Quatre Thermes. Wege gibt es kaum. Der erste Anstieg ist sehr steil, man hat aber einen soften Ausblick auf La Mongie. 
Stundenlang begegnet uns kein einziger Mensch. Es geht über ein Geröllfeld weiter, Michi meint, eine Abkürzung nehmen zu wollen, woaufhin wir einen übelsten Grat erklimmen, um oben zu erkennen, dass es dort wegen einer zu steilen Felswand nicht mehr weitergeht. Also Kommando zurück und den Berg wieder runter, die Neigung beträgt bestimmt 75° und ich hab zugegebenermaßen 'nen bisschen Angst, zumal ich in der einen Hand ständig die Wanderkarte mit herumschleppe. Macht nüscht, der Umweg hat ja bloß 'ne Stunde gekostet.
Ein bisschen später ist es dann soweit, der Punkt, wo ich unbedingt hinmusste, ist erreicht....YEAH
Da es schon spät ist und Micha sich nicht so top fühlt, lassen wir den von Weitem aussehenden Pic des Quatre Thermes weg und beginnen den Abstieg, zumal dieser Berg eh nur als Zusatz-Schmankerl gedacht war.
Der Abstieg auf der anderen Seite des Passes führt über eine mittelsteile Schutthalde, wo aber viele Felsbrocken beim Drauflatschen wackeln und umzukippen drohen, so dass wir nur für diesen Abschnitt als ungeübte Flatland-Tiroler auch eine dicke Stunde brauchen. Irgendwann kommen wir unter Schmerzen wieder in La Mongie an, weil ich bemerken musste, dass mit meine Schuhe nicht so richtig passen. Und Micha hat irgendwie Blähungen oder sowas, westerwegen er sich auch in der einzigen offenen Kneipe des Ortes das Uncoolste überhaupt bestellen muss: einen Kamillentee!!!!
Wir setzen uns ins Auto und fahren los. Es ist spät und wir kommen nicht mehr weit. Im Dunkeln finden wir in einem Dorf namens Homps (bei Solomiac bei Auch bei Bordeaux, was aber wieder mindestens 150km weit weg ist) einen Platz neben einer Laube. Vermutlich auf einem privaten Wochenendgrundstück, aber is wohl grad keiner da!