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Wir stehn auf, Michi kümmert
sich ums Zelt, ich steh wie gewohnt tranig in der Landschaft rum, bis ich
einen Brobreerstrauch entdecke. Irgendwann wollen wir losfahren, der Motor
stottert wieder absurd herum, aber wir kommen nach wie vor erst nach dem
dritten Ausgehen darauf, dass wir ja gestern die Zündkerzenkabel gezogen
haben. Naja.
Auf nach Barcelona! Erster
Eindruck: Parkplatzsuche ist nervelig. Wir finden ein Parkhaus, wo "frei"
dransteht, aber man kommt nicht weiter als bis zur Einfahrt, die wir alsdann
parkend verstopfen. Der Mensch vom Parkhaus meint, wir sollen ihm den Wagenschlüssel
dalassen, damit er uns, wenn's leerer wird, umparken kann. "Komische Praktiken",
meint Micha, der heut fährt, und gibt ihm widerwillig den Schlüssel,
nimmt aber vorsichtshalber sein Geld ausm Auto. Ich hingegen hab Vertrauen,
obwohl ja bekanntlich "westlich von Helmstedt allet wie Russland is", wie
ich ernsten Gesichts hinzufüge. |
| Logbuch, Eintrag Michi:
"Wir haben den ganzen Tag
lang Barcelona besichtigt, diverse Bauwerke von Antonio Gaudi (sponsored
by Audi!!! ), gotische Kirchen, den Mies-van-der-Rohe-Pavillon (wo ich
mich nicht dazu in der Lage sah, etwas sinnvolleres ins Gästebuch
zu schreiben, als das was da schon stand: "ganz schön Mies")
und nach beschwerlicher
Schnitzeljagd den Parc Güel (oder, wie mich ein wahrscheinlich katalanisch
gesinnter Spanier verbesserte: "Ah, el parco Guel").
Als wir zum Parkplatz zurückkommen,
ist der Golf tatsächlich umgeparkt, aber es ist noch alles drin.
So, dann wieder auf zum
Zelten, und zwar [nach extrem langer und erfolgloser Suche] auf den Hauptprollplatz
der Stadt Sitges. Und deshalb auch nicht Zelten, sondern im Auto pennen.
  
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