31. Reisetag 01.08.2000
gefahrene Kilometer: 327,4 km
Total: 10637,7 km
Strecke: Selcuk-Kusadasi-Priene-Milet-Didim-Euromos-Selcuk
Besichtigungen:
 - Priene
 - Milet
 - Didyma
 - Euromos
Tagesbewertung:
 
Am nächsten Tag fahren wir über Kusadasi Richtung Süden. Kusadasi ist eine Touristenstadt, die vorwiegend bei englischen Prolls beliebt sein soll, aber ich kann das nicht bestätigen, da ich möglichst schnell durchgefahren bin ohne mich umzusehen. Besonders stechen die klobigen Hochhausklötze in die Augen.
Den darauffolgenden kleinen Gebirgszug wollen wir auf einer kleinen Straße durch einen Nationalpark überqueren, um auf der anderen Seite die Ruinenstadt Priene zu besichtigen, leider finden wir diesen Weg nicht und müssen einen herben Zeitverlust und den Umweg über eine Stadt namens Söke in Kauf nehmen.
herumliegende Säulenreste in Priene - Foto CGversandeter Hafen von Priene - Foto CGMoschee in Milet - Foto CG In Priene angekommen, müssen wir feststellen, dass die Ruinen  nicht so top erhalten sind wie erwartet. Nennenswert sind hier der Tempel, von dem noch ein paar Säulen stehen, das Theater und vor allem die Hanglage der Stadt über einer Ebene, die früher mal eine Meeresbucht gewesen sein soll, die dann irgendwann versandet ist. Priene war also mal eine Hafenstadt.
Theater von Priene - Foto CGTheater von Milet - Foto CGTempel von Didyma - Foto CG Wir fahren ein paar Kilometer weiter bis nach Milet, einer weiteren Ruinenstadt, deren Markttor jetzt im Pergamonmuseum in Berlin steht. Dageblieben sind hingegen ein riesiges Theater und ein paar andere Ruinen. Milet war früher ebenfalls eine Küstenstadt. Heutzutage wird das Grabungsgelände noch regelmäßig überschwemmt.
Danach fahren wir nach Didim, wo ich in einer Bank Geld tauschen will. Ich komme zum Glück noch kurz vor Geschäftsschluss rein, muss dort aber länger als eine Stunde warten, so dass ich mir vorkomme wie aufm Amt. Tja, mit der türkischen Bürokratie ist auch nicht zu spaßen, wie wir nun schon mehrfach feststellen mussten. Mal wieder Lira-Millionär geworden, verlasse ich mindestens eine Stunde später die Bank und wir fahren zur örtlichen Ruinenstätte Didyma, wo sich in der Antike ein enormer Tempel im Bau befand, der aber nie vollendet wurde. Das Bisschen, was gebaut wurde, ist netterweise noch im Originalzustand erhalten, u.a. Säulen, deren Durchmesser größer ist als ich lang bin. Alles in allem super, dieser Tempel.
Tempel von Didyma, Detail - Foto CGTempel von Didyma - Foto CGSee bei Euromos - Foto CG Schnell fahren wir weiter, um noch vor Sonnenuntergang den Tempel von Euromos zu erreichen. Dies gelingt uns allerdings nicht, da ich unterwegs einen Fotostopp an einem malerischen und recht großen See mache. Wir kommen extrem spät in Euromos an, was den Vorteil hat, dass wir umsonst auf das nicht umzäunte Gelände kommen, weil der Kassierer schon weg ist. Der Tempel selbst ist zwar klein, aber mit 16 noch stehenden Säulen verhältnismäßig gut erhalten und fällt deshalb ebenfalls in die Kategorie "top".
Auf dem Rückweg nach Selcuk wird es Nacht, einige der uns entgegenkommenden Fahrzeuge geben uns Lichtzeichen, was wohl daran liegt, dass wir sie aufgrund unserer starken Beladung blenden. Außerdem ist unser linker Scheinwerfer seit der Krähenaktion bei Kars sowieso schon merkwürdig verstellt.
Tempel von Euromos - Foto CGbei Euromos - Foto CGTempel von Euromos - Foto CGTempel von Euromos, Kapitell - Foto CGTempel von Euromos - Foto CG Irgendwann kommen wir in unserem Hotel in Selcuk an.