32. Reisetag 02.08.2000
gefahrene Kilometer: keine
Total: 10637,7 km
Strecke: Selcuk-Ephesus-Selcuk zu Fuß
Besichtigungen:
 - Johanneskirche in Selcuk
 - Moschee von Selcuk
 - Museum in Selcuk
 - Artemision
 - Ephesus
Tagesbewertung:
 
Moschee in Selcuk - Foto CGMoschee in Selcuk, Innenhof - Foto CGArtemistempel in Selcuk - Foto CGSokrates als Wandbild - Foto CG Wir beschließen, uns heute einen chilligen Tag zu machen und nicht viel herumzufahren. Gesagt-getan, also latschen wir herum (...und uns die Beine in den Bauch). Zuerst innerhalb der eigentlichen Stadt Selcuk zur byzantinischen Kirche, die leider nur in Ansätzen erhalten ist. Daher ist sie ziemlich langweilig und rechtfertigt den Eintrittspreis und die Touristenhorden, die hierhergeschleust werden, keinesfalls. Ein kleines Modell zeigt allerdings, dass die Kirche ziemlich groß gewesen sein muss.
Danach laufen wir runter zur unweit gelegenen Moschee, die weder seldschukisch noch osmanisch ist, dadurch einzigartig. Der Innenhof ist nicht schlecht.
Dann zum überraschend unlangweiligen städtischen Museum, in dem wie auch sonst überall die Hauptbeschäftigung darin besteht, heimlich Blitzlichtfotos zu machen, wenn der Wärter gerade wegguckt. Da man sich die Bilder dann zuhause aber eh nie anguckt, sind diese Aktionen eher weniger sinnvoll.
Marienkirche in Ephesus - Foto CGTheater von Ephesus - Foto CG Nach dem Rundgang in Selcuk laufen wir an einer Hauptverkehrsstraße entlang zur Ausgrabungsstätte der antiken Stadt Ephesus, der Weg ist länger als erwartet, vielleicht hätten wir das Auto nehmen sollen. Auf halber Strecke liegt rechts ein Wasserloch mit quakenden Fröschen und einer einzigen, hässlichen aber großen Säule. Dabei handelt es sich sage und schreibe um die letzten Überreste eines der Sieben Weltwunder, dem Artemision von Ephesus, einem der Artemis geweihten, riesigen Tempel.
Theater von Ephesus - Foto CGCelsus-Bibliothek in Ephesus - Foto CGTouris an der Celsus-Bibliothek - Foto CGHadrianstempel in Ephesus - Foto CG Dann weiter zur eigentlichen Ruinenstadt Ephesus, vor der sich auf dem Parkplatz die Touristenbusse auch schon stapeln. Der Eintritt ist recht teuer und dummerweise ist das Gelände umzäunt, aber was soll’s? Soll ja immerhin nicht schlecht sein, diese Ausgrabungsstätte. Nach der üblichen Diskussion um Studentenreduktionen, die letzten Endes doch nicht gewährt werden, gehen wir rein. Sämtliche Touri-Gruppen gehen geadeaus einen breiten Weg lang, aber wir schlagen uns gleich rechts in die Büsche, da wir einen speziellen Lageplan haben und ALLES auf dem Gelände sehen und für das Löhnen des Eintritts auch den größtmöglichen "Schaden" zurückgeben wollen.
Wir kratzen zwar ab und zu an irgendwelchen Disteln vorbei, sehen dafür aber auch die touristisch nicht erschlossenen Ruinen einer spätantiken Kirche und die der Hafen-Thermen. Über eine überwucherte Prachtstraße gehen wir zurück, und, wieder unter den anderen Touristen, bemerken wir, dass das verwilderte Gelände eigentlich gesperrt war. Auch egal!

Kapitell der Agora von Ephesus - Foto CGNach der Besichtigung des Restes von Ephesus (Theater, Bibliothek, Tempel, Brunnen, Odeon, Gymnasion u.s.w.) verlassen wir beeindruckt das Museumsareal und sind leider zu faul, das Magnesische Tor zu suchen. Falls einer ein Foto davon hat, kann er es mir ja mal mailen!
Wir laufen auf Feldwegen zurück nach Selcuk, natürlich ohne die Feigen- , Birnen- und Pfirsichbäume am Wegesrand auszulassen. Abends übernachten wir in einem anderen, billigeren Hotel. Irgendwann heute soll ein Fußballspiel von Burgas oder so gegen eine Istanbuler Mannschaft gewesen sein, die Bulgaren haben wohl abgeloost, schade! An den Abend kann ich mich nicht mehr erinnern.
Ephesus, Ostgymnasion - Foto CGVarius-Thermen in Ephesus - Foto CG