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| 34. Reisetag |
04.08.2000 |
| gefahrene Kilometer: |
323,8 km |
| Total: |
11288,6 km |
| Strecke: |
Bergama-Edremit-Assos-Canakkale |
| Besichtigung: |
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| - Pergamon |
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| - Assos |
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| Tagesbewertung: |
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Wir stehen auf und fahren zum Asklepeion hoch, einer kleineren antiken
Stätte, die früher wohl mal eine Art Heilbezirk oder ein Kurort
war. Um nicht den kostenpflichtigen Parkplatz benutzen zu müssen,
stelle ich das Auto direkt am Zaun eines Kasernengeländes ab, auf
dem u.a. auch Panzer herumstehen. Nach kurzer Unterhaltung stimmen wir
darin überein, dass es Nationen gibt, die ihre Militärpräsenz
offen zur Schau stellen, wohl weil sie sich dadurch eine Abschreckung von
Terroristen erhoffen, wo hingegen andere Staaten ihre Kasernen möglichst
in abgelegenen Waldgebieten verstecken und mit einer hohen Mauer umgeben.
Is schon interessant, diese Unterscheidungsmöglichkeit.
  
Wie dem auch sei, mein Franzose befürchtet, die Armee könnte
in unserem Auto einen Sprengsatz vermuten und das Teil dann abschleppen,
aber da nirgends Halteverbotsschilder stehen, finde ich diese Vermutung
doch zu abstrus und lasse den Wagen am Kasernenzaun stehen.
Das Asklepeion ist nicht
so sehr beeindruckend, man sieht ein Theater, Reste einer Säulenstraße
und einen unterirdischen Gang, der zu einem ebenfalls unterirdischen ringförmigen
Raum führt, falls ich das alles richtig in Erinnerung habe.
Nach unserem Rundgang steht
mein Auto noch da, so dass wir problemlos wieder in die Stadt Bergama runterfahren
und an der "Kizil-???", der sogenannten „Roten Halle“ anhalten, den letzten
Überresten eines römischen Tempels. Da das Gelände von außen
nicht sehr berauschend aussieht und der Eintritt teuer ist, geht nur Jean-Louis
rein, da er mit seiner Studentenkarte nichts legen muss. Die voreilige
Einschätzung des Tempels erwies sich als absolut richtig, und so ist
es nicht sonderlich überraschend, dass wir uns schnurstracks zur eigentlichen
Ausgrabungsstätte von Pergamon begeben. Wir wimmeln die Leute ab,
die sich als Führer verdingen wollen und machen unseren Rundgang.
Wie in Ephesus streunen wir dabei auch wieder durch gewisse verwilderte
Ruinenareale, die wahrscheinlich selten besucht werden, weil kaum einer
einen Lageplan hat.
Hervorzuheben sind hier
das Theater und der Trajanstempel, ansonsten die an sich uninteressanten
Fundamente des Zeus-Heiligtums, der sich im nach ihm benannten Pergamonmuseum
in Berlin befindet.
 
Nach der Besichtigung heizen wir weiter nach Norden an der Küste lang,
bis wir Stunden später in Assos angelangen. Es handelt sich wieder
um eine antike Stadt, die aber heute eher wegen ihrer schönen Lage
an einem relativ steilen Hang über dem Meer ihre Besucher anzieht.
Hier steht wieder ein Tempel, diesmal etwas älter: von den Griechen,
dorische Säulenordnung. Außerdem unter dem Hang ein Theater,
das gerade amateurhaft restauriert wird.
 
Auf kleineren und unausreichend ausgeschilderten Straßen weiter bis
nach Canakkale. Zwischendurch noch immer ein Bremskühlungsstoff nötig.
Unterwegs diskutieren wir recht lange über die Frage, was eigentlich
eine Nation ausmacht oder ausmachen sollte, aber wir können uns nicht
einigen.
In Canakkale angekommen,
ist es schon dunkel, und wir setzen uns mit einem Efes-Bier auf die Hafenmole
an der Meerenge. Von der europäischen Seite funkeln Lichter herüber
und die Reise neigt sich unwiderruflich dem Ende zu. Traurig verkriechen
wir uns in unserem Hotelzimmer. |
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