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Am
Samstag, 25. September 2004 fand der Jahresausflug der Chorgemeinschaft statt.
Wir besuchten unsere Sangeskollegen aus Betzigau
im Allgäu. Recht früh, um 5.30 Uhr, bei Nebel und Regen begann die Fahrt mit
einer leicht getrübten Stimmung. Aber um es vorweg zu nehmen, dies änderte
sich von Stunde zu Stunde während des Ausflugs
mit letztendlich phantastischer Stimmung und Erlebnisqualität.
Nach
einer 3-stündigen Fahrt nach Kempten nahmen wir an einer etwas verregneten
Stadtführung teil, worauf eine Besichtigung der St. Lorenz-Basilika folgte. Der
erste große Kirchenbau in Süddeutschland nach dem Dreißigjährigen Krieg
(Baubeginn 1652, Baumeister Beer und Serro) beeindruckt auch heute noch durch
die großartige Doppelturmfassade und die mächtige Kuppel. Innen faszinieren
die reiche Ausstattung, die Altäre, sowie das geschnitzte Chorgestühl mit
seltenen Scagliolaplatten. Weiter ging es in die Residenz der Stadt. Die Fürstäbtliche
Residenz war ein ehemaliges Benediktinerkloster. Der barocke Bau wurde 1651 -
1674 von Beer und Serro errichtet. Die Prunkräume mit hervorragender
Rokoko-Ausstattung sind einmalig im süddeutschen Raum und weitgehend original
erhalten.
Nach
dieser recht umfangreichen und sehr trockenen Materie kamen wir zum Mittagessen
im Stift, direkt neben der Basilika. Reichlich gestärkt von den Allgäuer
Spezialitäten ging es auf eine Fahrt zum Forggensee mit Schifffahrt vor
herrlicher Bergkulisse. Umgeben von dunklen Wäldern und sattgrünen Weiden
liegt vor einer phantastischen Alpenkulisse der Forggensee. In der Nähe von Füssen
entstand hier 1952 ein Stausee als Teil des Lechs mit einem 41 m hohen Erddamm.
Besondere Attraktionen sind die weltweit bekannten Schlösser Hohenschwangau –
die von Kronprinz Maximilian von Bayern restaurierte ehemalige Burg Schwanstein
– und Neuschwanstein des Märchenkönigs Ludwig II. Sogar der Zufall half mit,
den Ausflug zu verschönern. So waren an Bord des Schiffes auch eine
Hochzeitsdelegation. Nachdem unser Sangeskollege Helmut Klenk auf seinem
Schifferklavier mit Stimmungsmusik aufspielte, war die gesamte Besatzung im Bann
der gesanglichen Unterhaltung, und das Brautpaar begann sofort mit schwungvollen
Tanzeinlagen, die von den Sängerinnen und Sängern mit großer Begeisterung übernommen
wurden.
Im
Anschluss daran wurde die Chorgemeinschaft sehr herzlich von den Sangeskollegen
aus Betzigau am Kirchplatz begrüßt. Nach einer kurzen Kirchenbesichtigung, bei
dem sich die Chorgemeinschaft mit einem Chorvortrag für den tollen Empfang
bedankte, ging zum Gasthaus ‚Hirsch’, wo uns ein umfangreiches und toll
gestaltetes
Buffet
erwartete. Bei toller Stimmung und guter Laune wurden von allen Chören eine
ganze Reihe an Chorliteratur vorgetragen. Vorstand Günter Tonhäuser bedankte
sich beim Betzigauer Vorstand Willi Karg mit einem Original Notensatz des
‚Frater Kellermeister’ als Gastgeschenk. Gemeinsam erklangen nochmals die
Stimmen beider Chöre zum Abschluss mit dem Lied ‚Aus der Traube in die
Tonne’. Der voluminöse und kraftvolle Klang der Darbietung war an diesem
Abend nicht mehr zu überbieten, und bildete einen weiteren Höhepunkt im
Verlauf des Ausfluges.
Nach leider viel zu kurzer Zeit und einer sehr herzlichen
Verabschiedung, begann die Rückfahrt, auf der sich wieder einmal Kollege Helmut
Klenk mit seiner ‚Quetsche’ als Stimmungsmeister bewährte.
An
dieser Stelle sei noch ein dickes Dankeschön an ihn ausgesprochen. Einen
weiteren kräftigen Dank hat sich auch unser Vize-Chorleiter Wolf Leder in
dieser Zeit erarbeitet, welcher sich mit unermüdlichem Einsatz und sehr viel
Engagement für die Durchführung und Organisation des Ausfluges eingesetzt hat.
Danke Wolf.
Bilder und Impressionen
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