Die Zeit der Narren

Ein
echter Narr ist stets bereit,
für die 5. Jahreszeit,
wie andere freue ich mich schon
auf Publikum, Bühne Mikrofon.
Für
Büttenredner, Tänze, Sänger,
werden dann die Tage länger.
so manche Nacht fällt dafür aus,
auch ist man seltener zu Haus.
Ungezählt
in jedem Bau,
das dreifach donnernde Helau,
raue Stimme, trockner Mund,
klatschen bis die Hände wund.
Narrhallarmarsch,
Küsschen und Orden,
(die kann man in der Wohnung horden),
Schunkeln
gegen müde Glieder
immer wieder auf und nieder.
Es gibt kein Jammern und kein Klagen,
so lang und weit die Füße tragen,
Doch
unter mancher Narrenkappe
sehnt man sich nach bequeme Schlappe.*
Es
drückt der große Zeh im Schuh,
mal klappen mir die Augen zu
und
schlaf ich gar beim Essen ein –
dann könnt schon Aschermittwoch sein!
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Christel
Bode
Gedicht
aus dem illustrierten Gedichtband "Mein Kaleidoskop des Lebens"
erschienen 2002 im TRIGA-Verlag, Gelnhausen, ISBN 3-89774-219-5