Sonderführung durch das Neue Palais

Am Freitag, dem 28.5.2010 fand ein Empfang im Ehrenhof des Neues Palais durch Herrn Professor Doktor Hartmut Dorgerloh, dem Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg statt. Er galt den ersten 20 Spendern nebst Begleitung, die für den Erhalt Fußbodens vom Marmorsaal mehr als 100 Euro spendeten.

Zu Beginn gab es einige interessante Einblicke in die Geschichte des Neuen Palais.

Herr Dogerloh überzeugte mit seinem Sachverstand und erklärte die baulichen Maßnahmen zur Schadensvorbeugung. Denn der Erbauer des Neuen Palais, Friedrich der Große wollte den Bau nicht für die Ewigkeit, er solle ihn nur überleben. So müssen heutzutage viele baulichen Erneuerungen vorgenommen um die Substanz des Schlosses zu sichern. So gab es bereits viele Probleme mit der inliegenden Dachentwässerung. Doch auch der Holzwurm musste mittels Mikrowellenstrahlen bekämpft werden. Im Muschelsaal gab Prof. Dr. Dogerloh auch ein Geheimnis Preis. Sein Lieblingsstein ist ein Stückchen von der Spitze des damals höchsten Gebirges Deutschlands aus dem Jahre 1890, dem Kilimandscharo.

Besichtigt wurden weiterhin einige zur Zeit nicht der Öffentlichkeit zugängliche Räume, so unter anderem das Lackkabinett. Es gleicht in der inneren Struktur einer Gartenlaube, jedoch sind auch dort noch große Anstrengungen nötig um diesen Raum wieder der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Des weiteren wurden die baulichen Maßnahmen zum Erhalt und Schutz der wertvollen Fußböden erläutert. Einige Teile werden in Zukunft durch Teppiche, andere mit Plexiglasbrücken geschützt. Im Lackkabinett wird jedoch ein begehbares Imitat auf der Laufstrecke zwischen den Türen verwendet, so dass man die volle Pracht des wiederhergestellten Boden genießen kann.

Zwar läuft man seit Jahrzehnten mit den Filzpantoffeln durch die Schlösser, doch kleine Steinchen verursachen trotzdem einen gewissen Abrieb, die für die wertvollen Böden nicht vorteilhaft sind.

Beim Marmorsaal angekommen, wurden die Spender an den verantwortlichen Restaurator des Marmorbodens Herrn Klappenbach übergeben. Er erläuterte neben den Maßnahmen zur Sicherung und Wiederherstellung des Marmorbodens auch die Technik zum Schneiden des Marmor per Hand, der aus verschiedenen Regionen stammt. So unter anderem auch aus dem italienischen Carrara. Weiterhin berichtete Herr Klappenbach, ein großer stattlicher Mann von den Untersuchungen im Inneren des Fußbodens, die in ihm ein sehr beklemmendes Gefühl hervorriefen, da der Platz in der Zwischendecke doch eher einer Maus geeigneter wäre.

Nach einer knapp 11/2 stündigen Führung, wurden die freigiebigen Spender persönlich verabschiedet, auch mit der Hoffnung auf weiter eingehende Spenden.

Spenden für den Marmorboden

Der Muschelsaal

Der Muschelsaal

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Die Spitze des Kilimandscharo

Der Marmorsaal

Im Marmorsaal

Im Marmorsaal

Im Marmorsaal

Der Marmorboden

Der Marmorboden

Alter Balken

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