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Das
zunehmende elektrifizierte Streckennetz und die steigenden Wagenzugmassen auch
bei schwierigen Streckenprofielen erforderten die Konzeption einer neuen
elektrischen Lokomotive für die Deutsche Reichsbahn. Um einige betriebliche
Engpässe bei der elektrischen Traktion zu überwinden, wurde eine Bauart gewählt,
mit der praktisch alle derzeitigen Zugförderungsaufgaben bei der DR gelöst
werden können. Engpässe waren zum Beispiel das Anfahren schwerer Güterzüge,
die mit den Lokomotiven der Baureihe 242 nicht mehr zu schaffen waren, und die
fehlende Leistungsreserve bei der Beförderung schwerer Schnellzüge bei der
Baureihe 211.
Die
seit der Entwicklung der Baureihen 211 und 242 eingetretene Entwicklung der
Leistungs-, Steuerungs- und Informationselektronik, sowie neue Erkenntnisse für
den mechanischen Teil, bedingten eine völlige Neuentwicklung. Die Entscheidung
fiel für eine Co´Co´-Lokomotive, die nachstehendes Betriebsprogramm erfüllt:
3000
t in der Ebene mit 95 km/h
1800
t in der Ebene mit 110 km/h
1800
t auf 5 p.m. Steigung mit 95 km/h
Konstruktiv
lassen die Lokomotiven eine Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h zu, aus
betrieblichen Gründen wurden jedoch 125 km/h festgelegt.
Beim
elektrischen Teil wurde auf zwar realisierbare, aber auch international noch
nicht ausgereifte Lösungen, wie Drehstrom- oder Mischstromfahrmotoren, gespeist
über Thyristorstromrichter, verzichtet, um möglichst schnell eine in größeren
Stückzahlen betriebstüchtige Lokomotive zu erhalten.
Im
Jahr 1974 lieferte LEW - Hennigsdorf die Prototypen 250 001 bis 250 003, die gründlichen
Versuchen, einer Probezerlegung und einem vielseitigen Betriebseinsatz
unterzogen wurden. Ihnen folgten als Serienlokomotiven die 250 004 (1977) bis
250 273 (1984).
Die
1979 für 160 km/h Höchstgeschwindigkeit ausgelegte 250 002 wurde 1987 in
Normalausführung für 120 km/h umgebaut.
(Quelle:
Deutsches Lok-Archiv, transpress-Verlag, 1992)