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D I E R A D A U E R U N D L A N G E N M A N T E L In der Nähe von Augsburg stand im Mittelalter ein Schloss Radau mit zugehörigem Gut, das lange Zeit im Besitz von Augsburger Patrizierfamilien war, bis es zuletzt an das Domkapitel kam. Anlässlich der Säkularisation fiel es mit der Gemeinde Göggingen an Bayern und ist heute völlig in Augsburg eingemeindet.
Das Gut Radau soll als Siedlung noch aus der Zeit römischer Landnahme herrühren. Woher der Gemarkungsname Radau kommt und was er bedeutet, ist nicht geklärt. Erste Erwähnung 1234; 1245 Radawe genannt, ab dem 14. Jahrhundert dann Radowe.
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Über das Alter des Schlosses Radau ist nichts Näheres bekannt. Fest steht, dass es im Jahre 1462 im Kriege der Augsburger gegen Herzog Ludwig von Bayern zerstört wurde. Der Besitz gehörte seit 1541 einem Hans Rehlinger, der von Kaiser Karl V. mit der Freyung Radau und der damit verbundenen hohen und niederen Gerichtsbarkeit belehnt wurde. Das Geschlecht der Rehlinger blieb bis zum Jahre 1706 in Besitz eines Teiles von Radau, ohne sich je Radauer genannt zu haben - ein Namenwechsel war zu dieser Zeit in Süddeutschland auch nicht mehr üblich.
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Von hier stammen die Radauer. Die Ableitung der Familiennamen von Ortsnamen durch Anhängen der Endung "-er" ist eine typisch süddeutsche Familiennamen-Bildung.
Der älteste urkundliche Nachweis dieses Familiennamens stammt aus dem Jahre 1230 und bezieht sich auf einen Hermann von Radowe, der am 4.10.1230 in einer Urkunde des Klosters St. Ulrich und Afra in Augsburg als Zeuge verzeichnet ist. Vermutlich gehört dieser Hermann zu dem seit 1295 nachweisbaren vornehmen Augsburger Geschlecht der Langenmantel , die mindestens seit 1377 den Zunamen "zu Radau" führen. So Hans Langenmantel zu Radaw, am 24.3.1377 genannt als Zeuge bei einem Kauf des Augsburger Domkapitels. Aus einer Urkunde aus dem Jahre 1391 ist sein vollständiger Name zu ersehen. Er lautet: Herr Johannes der Langenmantel genannt von Radaw, Bürgermeister zu Augsburg. Wie stark die Namensschreibung bei derselben Person variiert, zeigen verschieden Akten des Jahres 1388, wo der obige bezeichnet wird als: Hans, der Radawer von Augsburg; Hans Radaw, der Radawer von Augsburg Langenmantel; Hans Langenmantel der Radaur und - 1410 - Johannes Langenmantel der Radawer.
Ausgesprochen bürgerlicher Herkunft ist wohl ein Radauer, der Mitte des 14. Jahrhunderts in den Steuerbüchern Augsburgs verzeichnet ist. Möglicherweise gehört auch der 1418 in einer bischöflichen Urkunde erwähnte Augsburger Bürger Johannes de Radaw zu dieser Familie. Vielleicht ist es die gleiche Familie, zu der Leonhard Radawer zu Radaw, Bürger in Augsburg, gehört, der in den Jahren 1452, 1461 und 1464 im Pflegeschaftsbuch I des Stadtarchivs Augsburg eingetragen ist. Die Radauer verschwinden gegen Ende des 15. Jahrhunderts aus den Steuerbüchern von Augsburg.
Ohne einen Zusammenhang auch nur andeuten zu wollen, sei an dieser Stelle der Vollständigkeit halber als Zufallsfund eine Anna von Radau erwähnt, die - um 1600 lebend - als Ehefrau eines Drosten Adolf Bertolf von Belven genannt ist. Dann tritt Anfang des 17. Jahrhunderts in Augsburg nochmals ein Niklas Radau auf, der um 1640 letztmals nachweisbar ist.
Jedenfalls ist der oben erwähnte Leonhard R. der nachgewiesene Stammvater eines bayerisch-schwäbischen Geschlechtes Radauer. Prof. Dr. Brechenmacher, Saulgau, hat die Genealogie der Familie Radauer 1936 erforscht. Leider sind seine ganzen Unterlagen 1944 einem Bombenangriff zum Opfer gefallen.
Wohl ein Glied dieses Geschlechtes war der 1637 als Vogt in Laufen a. N. nachgewiesene Johann Christoph Radauer.
Wenn Sie weitere Hinweise zu den oben genannten Familien haben, dann melden Sie sich bitte.
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E I N Z E L F U N D : M A R I A C L A U D I A R A D A U E R ( + 1 6 8 7 ) Verstorbene(r) Radauer, Maria Claudia Sterbejahr 1687
Druckort Stuttgart Standort Württembergische LandesbibliothekKonrad-Adenauer-Str. 870173 StuttgartT. (0711) 212-4454e-mail: information@wlb-stuttgart.de Signatur Fam.Pr.oct.K.13354 Katalognachweis Katalog der Familienpredigten in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart
Verstorbene(r) Radauer, Maria Claudia Geburtsname Schalve Sterbejahr 1687
Verfasser Keppelmann, Georg Gebhard Druckort Stuttgart Standort - Signatur R 2322 Katalognachweis Roth, Fritz, Restlose Auswertungen von Leichenpredigten und Personalschriften für genealogische Zwecke, Bd. 3, Boppard/Rhein 1962/64.
Verstorbene(r) Radauer, Maria Claudia Geburtsname Schalve Sterbejahr 1687
Verfasser Keppelmann, Georg Gebhard Druckort Stuttgart Standort Universitätsbibliothek TübingenWilhelmstr. 32Postfach 262072016 TübingenT. (07071) 29-72846 Signatur 4° L XVI 79 ang. Katalognachweis Intensivauswertung Forschungsstelle für Personalschriften
Quelle: Gesamtkatalog deutschsprachiger Leichenpredigten (GESA)
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