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Es gibt den Circus Sperlich schon sehr lange. Er wurde vom Großvater des heutigen Direktors Gerd Sperlich gegründet und von seinem Vater bis in die Anfänge der DDR weitergeführt. Als die Circusfamilie dort 1953 enteignet wurde, siedelte sie mit ihrem letzten Pferd und leeren Händen in den Westen
über.Gerd Sperlichs Eltern bauten sich eine neue Existenz mit einer Puppenbühne auf. 1979 heiratete
er seine Frau Florina, deren Eltern einen Circus betrieben, und ging mit ihnen auf Tournee. Mit der unerwarteten Wende 1989 entstand in der Familie Sperlich die Idee zur Neugründung des „gesamtdeutschen“ Circus Sperlich. Vor vierzig Jahren hatte der Circus das letzte Mal seine Zelte aufgeschlagen - dies sollte sich ändern! Doch der nun zu realisierende Traum sollte nicht mit dem neuen Circuszelt, bunten Wagen, den Clowns und Artisten, den Tieren, dem Licht und der Musik enden. „Der etwas andere Circus“ sollte es werden. Die Manege sollte für alle Menschen, egal welcher Hautfarbe und körperlichen Eigenschaften, offen stehen und ihnen einen Raum zur persönlichen Entfaltung bieten. Mit viel harter Arbeit, Entbehrung und Mut wurden die Träume verwirklicht. Im Juni 1992 hieß es zum ersten Mal "Manege frei". Das Konzept bestätigte sich und es folgten viele Projekte mit körperlich und geistig behinderten Menschen, die nicht nur für die Artisten ein großer Erfolg waren. Es gab internationale Begegnungen mit Jugendlichen aus Frankreich, England und Deutschland. In Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche im Rheinland beteiligte sich der „Circus Sperlich“ maßgeblich an der Gründung einer rollenden Schule für Circuskinder in NRW. In Nordkirchen probten über zwei Wochen behinderte Kinder und Jugendliche Hand in Hand mit Kindern aus Asylfamilien in der Manege und boten eine einmalige Darstellung. Zahlreiche Schulen griffen die Idee eines Circusprojekts auf und setzten somit ihren eigenen Traum vom Circus um. Mittlerweile ist der Circus Sperlich zum bedeutenden Bestandteil der deutschen Kulturlandschaft avanciert. Die Christy-Brown-Schule freut sich auf 10 Tage gemeinsamer Arbeit am Projekt „Circus Rollipop“. Kontakt: |
![]() Direktor Gerd Sperlich...
![]() ![]() ...und seine Frau Florina
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