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Mike Keneally: Boil That Dust Speck (1994, Immune)
Songs:
Mitwirkende: Mike Keneally: guitars, vocals, keyboards, bass, drums, percussion, slide whistle,
bicycle horn, bug keychain, tantrum Produziert von Mike Keneally
Hier eine Kurzkritik, die ich für amazon.de verfasst habe: Auch wenn man BTDS die Begleitumstände (Mike Keneally's Vater und Frank Zappa - einer seiner größten Fans "The best new guy I ever had in the Band" - verstarben während der Aufnahmen) anhört so bleibt es doch ein ganz großer Wurf. Vielleicht könnte man - und andere Fans werden mich vielleicht dafür steinigen - Mike Keneally am ehesten mit Beck vergleichen. Beide sprudeln über vor Ideen, haben Humor mit dem Schaumlöffel gegessen und schrecken vor nichts zurück. Doch während Beck - nicht unverdient! - kommerziell höchst erfolgreich ist, kennen Mike Keneally höchstens Hardcore-Zappa-Fans, Prog-Rock-Jünger und regelmäßge Besucher von Steve Vai-Konzerten. Der wichtigste Unterschied zwischen beiden ist: Keneally ist ein autodidaktischer Virtuose, der - ursprünglich Keyboarder - bei Frank Zappa's letzter Tournee als Stuntgitarrist (Zappa's Definition: "Someone who plays all the guitar parts I can't play") dabei war. Aber es ist eben keine dieser reinen Gitarristenplatten geworden, stattdessen stecken hier in jedem Song derart viele neue Ideen, komplexe Rhythmen, mehrstimmige Vocaloverdubs und humorvolle Zitate, dass man sich manchmal an die Tüftler von Negativland erinnert fühlt. In dem kurzen "Faithful Axe" zum Beispiel bringt Keneally 41 verschiedene Yes-Zitate unter und trotz der Fülle an kurz aufblitzenden Effekten sind Songs wie Blameless oder Aglow einfach handwerklich hervorragende, geschlossene Songs die man eher auf einer Singer/Songwriter Best Of-Sammlung vermutet als auf dieser mitunter schwer zugänglichen, aber alle Anstrengungen lohnenden CD eines vor Kreativität berstenden Musikverrückten. Und für alle, für die diese zweite Keneally-CD der Einstieg war (wie auch für mich): Es kommt noch viel besser. |