Mike Keneally: Boil That Dust Speck (1994, Immune)

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Songs:

  1. Sooth
  2. 'Cause Of Breakfast
  3. The Desired Effect
  4. Skunk
  5. I'm Glad There's Lemon-Freshened Thorax In You
  6. Top Of Stove Melting
  7. Aglow
  8. Bryan Beller's Favorite Song
  9. Deep-Fried Skinks Are Go!
  10. Good Morning, Sometime
  11. Them Dolphins Is Smart
  12. 1988 Was A Million Years Ago
  13. Yep, Them Dolphins Is Smart, Alright
  14. Bullys (sic)
  15. My Dilemma
  16. Helen Was Brash
  17. Weekend
  18. Land Of Broken Dreams
  19. Blameless (The Floating Face)
  20. That Claim-Jumping Swine, O'Bannon
  21. Faithful Axe
  22. Natty Trousers
  23. Scotch
  24. There Have Been Bad Moments
  25. Frang Tang, The Valentine Bear
  26. I Will
  27. In The Bone World
  28. The Old Boat Guy, Part One
  29. The Old Boat Guy, Part Two
  30. The Old Boat Guy, Part Three

Mitwirkende:

Mike Keneally: guitars, vocals, keyboards, bass, drums, percussion, slide whistle, bicycle horn, bug keychain, tantrum
Doug Lunn, Bryan Beller: bass
Toss Panos, Joe Travers, Tom Freeman, Alan Silverstein: drums, percussion
Mark DeCerbo, Bob Tedde: vocals
Satnam Ramgotra: tabla, ending mouth
Doug Booth: flutes
Stutz Bearcat: spoken word

Produziert von Mike Keneally

 

Hier eine Kurzkritik, die ich für amazon.de verfasst habe:

Auch wenn man BTDS die Begleitumstände (Mike Keneally's Vater und Frank Zappa - einer seiner größten Fans "The best new guy I ever had in the Band" - verstarben während der Aufnahmen) anhört so bleibt es doch ein ganz großer Wurf. Vielleicht könnte man - und andere Fans werden mich vielleicht dafür steinigen - Mike Keneally am ehesten mit Beck vergleichen. Beide sprudeln über vor Ideen, haben Humor mit dem Schaumlöffel gegessen und schrecken vor nichts zurück. Doch während Beck - nicht unverdient! - kommerziell höchst erfolgreich ist, kennen Mike Keneally höchstens Hardcore-Zappa-Fans, Prog-Rock-Jünger und regelmäßge Besucher von Steve Vai-Konzerten. Der wichtigste Unterschied zwischen beiden ist: Keneally ist ein autodidaktischer Virtuose, der - ursprünglich Keyboarder - bei Frank Zappa's letzter Tournee als Stuntgitarrist (Zappa's Definition: "Someone who plays all the guitar parts I can't play") dabei war. Aber es ist eben keine dieser reinen Gitarristenplatten geworden, stattdessen stecken hier in jedem Song derart viele neue Ideen, komplexe Rhythmen, mehrstimmige Vocaloverdubs und humorvolle Zitate, dass man sich manchmal an die Tüftler von Negativland erinnert fühlt. In dem kurzen "Faithful Axe" zum Beispiel bringt Keneally 41 verschiedene Yes-Zitate unter und trotz der Fülle an kurz aufblitzenden Effekten sind Songs wie Blameless oder Aglow einfach handwerklich hervorragende, geschlossene Songs die man eher auf einer Singer/Songwriter Best Of-Sammlung vermutet als auf dieser mitunter schwer zugänglichen, aber alle Anstrengungen lohnenden CD eines vor Kreativität berstenden Musikverrückten. Und für alle, für die diese zweite Keneally-CD der Einstieg war (wie auch für mich): Es kommt noch viel besser.