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Der Planet Neptun


Neptun, der bläuliche Jupiter
Bild: NASA

Neptun, ein kalter blauer Jupiter

Bis zu diesem Frühjahr war Neptun der äußerste bekannte Planet: Der weiter außen liegende Planet Pluto hat eine geringere kleine Halbachse als Neptun und stand daher zwischen 1979 und 1999 näher zur Sonne als Neptun.
Das erste Mal beobachtet wurde Neptun 1612 von Galilei, der ihn aber nicht als Planet erkannt hat. Bis zum Vorbeiflug von Voyager 2 im Jahre 1989 schien Neptun, der ebenso wie Uranus bläulich und strukturlos aussah, ein Zwillingsplanet von Uranus zu sein. Jetzt scheint Neptun eher ein kleiner, kalter, bläulicher Bruder von Jupiter zu sein.

Planetendaten


Der große dunkle Fleck Neptuns

Nach den Bildern vom Voyager-2-Vorbeiflug scheint Neptun eine kalte, blaue Version von Jupiter zu sein. Insbesondere der große dunkle Fleck (deutlich auf der Voyager-2-Aufnahme oben zu sehen - Quelle: NASA), der ebenso wie der seit Jahrhunderten bekannte Große Rote Fleck Jupiters ein riesiges Sturmsystem ist, veranlaßt zu Vergleichen mit dem roten Riesenplaneten. Allerdings haben Neptunbeobachtungen (Aufnahme unten, Quelle: NASA) mit dem Hubble Space Telescope im vergangenen Jahr keine Spur vom großen dunklen Fleck gezeigt, so daß spekuliert wird, ob sich dieses Sturmsystem aufgelöst hat.

Neuere Neptunaufnahmen - wo ist der große dunkle Fleck?

Zusammensetzung der Neptunatmosphäre


Die Umlaufbahn von Neptun


Neptuns Mond Triton

Ein Blick auf Neptuns Mond Triton

Neptun besitzt acht bekannte Monde. Einziger größerer Mond Neptuns ist Triton mit 2780 km Durchmesser (Bild oben; Quelle: Voyager/NASA). Triton besitzt eine Atmosphäre, die ähnlich zusammengesetzt ist wie die von Titan. Während aber die Titan-Atmosphäre viermal dichter ist als die der Erde, beträgt der Druck auf der Triton-Oberfläche nur ein tausendstel des Drucks auf der Erdoberfläche. Die Triton-Oberfläche besteht zum größten Teil aus Methan- und Stickstoffeis. Triton bekommt kaum noch Sonnenlicht ab; die Sonne erscheint dort draußen als ein etwas größerer Stern. Dementsprechend bezieht Triton kaum Wärmeenergie von der Sonne. Die Temperatur auf der Oberfläche liegt mit 37 K (ca. -235°C) sehr nah am absoluten Nullpunkt.

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Zuletzt aktualisiert am 06.07.2000 von Jens Selk - © Jens Selk 2000