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Der CVJM Eschwege – eine Wanderbewegung?
Seit dem 1.7.2000 hat der CVJM Eschwege sein neues Vereinshaus in der Leuchtbergstraße 10b bezogen, Anlass genug, einmal die geschichtlichen ‚Wanderwege‘ nachzuzeichnen:
Am 20. April 1890 wurde der Verein vom Neustädter Pfarrer Friedrich Theodor Arnold ins Leben gerufen. 14 Konfirmanden bildeten damals den Grundstock. Im Jahre 1891 wurde der Posaunenchor gegründet. Die Anfänge waren schwierig. Mal mußten die Gruppen im Pfarrhaus , mal in einem Rathaussaal, mal in einemSchulraum zusammenkommen. Trotz Raumnot und finanzieller Sorgen nahm die Mitgliederzahl ständig zu.
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Als 1907 die Neustädter Gemeinde ein Gemeindehaus in der Boyneburger Straße baute, zog der CVJM in die obere Etage ein.
1911 wurde der Verein als „Christlicher Verein Junger Männer“ in das Vereinsregister der Stadt Eschwege eingetragen.
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Nach dem ersten Weltkrieg wurde eine ‚Knabenabteilung” gegründet. Diese Arbeit wuchs auch wieder sehr schnell.
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1925 nahm Georg Zeuch als erster hauptamtlicher Sekretär die Arbeit auf. Bald betrugen die Mitgliederzahlen in der Jungschar 120 - 140 Jungen, bei den 14-17 jährigen 50 - 60 Jugendliche und der Familienkreis 80 Frauen und Männer.
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Die Zeit des Nationalsozialismus bereitete der aufstrebenden Bewegung ein jähes Ende. Der CVJM wurde gezwungen, sich offiziell in die Hitlerjugend eingliedern zu lassen. Dennoch weigerte man sich, diese Entwicklung anzuerkennen und bemühte sich, die Arbeit inoffiziell und verbotenerweise als kirchliche Jugendarbeit am Laufen zu halten.
Nach Kriegsende wurde die Arbeit des CVJM wieder aufgebaut und sogar Gruppen im Kirchenkreis (Wanfried, Heldra, Schwebda, Frieda, Grebendorf, Niederhone ...) gegründet. Zeitweise wurde sogar ein zweiter Sekretär eingestellt, der dann für die Arbeit in Eschwege selbst zuständig war.
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Ein wichtiges Ereignis für die Vereinsgeschichte war im Jahre 1952 der Einzug ins eigene Vereinshaus in der Reichensächser Straße 28, genannt „Haus des jungen Mannes“.
Im Jahre 1977 wurde der CVJM Eschwege in „Christlicher Verein Junger Menschen“ umbenannt. Grund war, daß es mittlerweile schon eigene Frauen- und Mädchengruppen gab.
1990 wurde in der Eschweger Kreuzkirche und der Neustadt das 100 jährige Vereinsjubiläum mit einem dreitägigen Festakt begangen.
Nach beinahe 40 Jahren war das Haus in der Reichensächser Straße aber mittlerweile aus unterschiedlichen Gründen für die Arbeit des CVJM nicht mehr angemessen, so dass man sich nach einem neuen Domizil umsah.
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Dies schien im ehemaligen Pfarrhaus der Neustädter Kirchengemeinde am Neustädter Kirchplatz 11 gefunden zu sein, welches von 1991 bis 2000 zum neuen Vereinshaus wurde. Back to the roots – zurück zu den historischen Wurzeln – auf diesem Hintergrund hatte der CVJM große Pläne zur Sanierung und Umgestaltung des Fachwerkhauses. Doch im Laufe der Zeit zerstoben alle Finanzierungszusagen, so daß der CVJM sich nicht in der Lage sah, aus eigenen Kräften genügend Gelder zur Verfügung zu stellen, um seine Ziele zu verwirklichen.
So musste der Verein sich schweren Herzens wieder auf ”Wanderschaft” begeben
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Seit Juli 2000 ist der CVJM nun Eigentümer des Hauses in der Leuchtbergstraße 10b (ehemals Schwesternvorschule) und hofft nun dort alle ehrgeizigen Pläne bezüglich einer zeitgemäßen Kinder- und Jugendarbeit verwirklichen zu können
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