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Du kennst Hera? Fein :-) aber bitte erzähl mir nicht, daß das doch die
ist, die dem armen Herki immer eins auf die
Mütze gibt - Hydra schicken und sowas.
Du guckst eindeutig zuviel RTL ;-) Die haben, wie nicht anders zu erwarten, die
griechische Mythologie etwas zurechtgebogen.
Es wäre ja auch verdammt langweilig zu erfahren, daß Hera gar nicht so ein
dolles Biest war - zumindest hat sie nicht nur Herki gequält :-)
Hera ist die älteste Tochter von Cronus
(einer der Titanen) und Rhea (der Urmutter
aller Götter). Wie ihre Mutter schon vor ihr heiratete auch Hera ihren Bruder
(Sitten waren das früher) und zwar den guten alten
Zeus. Hätte sie gewußt, was das für
ein Weiberheld ist, hätte sie es vermutlich gelassen.
Nein, Hera ist nicht die Kriegsgöttin wie mir manch einer freudestrahlend im IRC
mitteilt - Hera ist die Göttin der Ehe und der Geburt. Nachdem Zeus ihr das
Leben rettete und erkannte, was für ein hübsches Mädel sie ist,
heiratete er sie vom Fleck weg. Es hielt ihn jedoch nicht davon ab, jedem Weiberrock
hinterherzusteigen, den er zu Gesicht bekam. Mal ehrlich, wer kann es Hera verdenken
daß sie das wütend machte. Wenn mein Mann so ein Halodri wär, würd
ich ihm die Eier abschneiden ;-) Kein Wunder, daß sie sich dafür
rächte.
Hera und Zeus hatten trotz allem ihren Spaß und das Ergebnis sind ihre Kinder
Hephaestus (Gott der Schmiedekunst),
Hebe (Göttin der Jugend) und
Ares (Gott des Krieges). Man sagt, daß Hera
ihre Jungfräulichkeit jedes Jahr erneuerte, indem sie im Bad von Canathus
badete. Andere Quellen (BILD?) behaupten, sie soll ihre Kinder ohne die Hilfe bzw.
das Zutun eines Mannes empfangen haben und zwar dadurch, daß sie mit der Hand
auf den Boden klopfte und Kopfsalat aß. Auf diese Weise wurden die Kinder zwar
nicht ohne Liebe geboren, doch die Lust und der Spaß kamen ein bißchen
zu kurz. Gut ist, daß sie auch ohne Haß geboren wurden.
Schreiberlinge stellen Hera immer als böse, eifersüchtige Frau da. Kein
Wunder betrachtet man sich den Lebenswandel von Zeus. Sie bestrafte ihre Rivalinnen
und deren Kinder, egal ob Götter oder Sterbliche, mit unerbittlicher Wut.
So pazierte sie zum Beispiel zwei Schlangen in die Wiege von Heracles; ließ
Io von dem hundertäugigen Giganten
Argus bewachen; sie trieb die Pflegeeltern von
Dionysus in den Wahnsinn und versuchte die Geburt von
Apollo und
Artemis zu verhindern.
Sogar Zeus wagte es selten, sich gegen sie zu erheben. Nur manchmal, wenn er sehr
zornig wurde, kettete er sie auf dem Berg
Olymp und hängte ihr Ambosse an die
Füße. Wie auch immer, meistens
flüchtete Zeus sich durch eine List. Er verbarg seine illegitimen Kinder
(und es gab hunderte von ihnen),
indem er sie in Tiere verzauberte.
Hera's größtes Heiligtum stand in Argos auf den Pelepones, wo sie
als Göttin der Stadt verehrt wurde. Ebenso wurden in der Stadt Heraia
große Feste gefeiert. Andere Tempel standen in Olympia, Mycene, Sparta,
Paestum, Corinth, Tiryns, Perachora und auf den Inseln Samos und Delos.
Der Pfau (Symbol des Stolzes - ihr Triumpfwagen wurde von Pfauen gezogen) und die
Kuh (Auge der Kuh, was man später übersetzte "mit großen Augen")
waren ihre heiligen Tiere. Die Krähe und der Granatapfel (Symbol der Ehe)
wurden ihr gewidmet ebenso wie das Diadem oder ein Schleier. Hera wird meist als
majestätische, ernsthafte Frau dargestellt.
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