Tugenden vom Krieg und Frieden

 

 

Die Hauptperson Mutter Courage äußert sich im Drama Mutter Courage und ihre Kinder, sehr verschieden gegenüber dem Krieg und dem Frieden. Sie wiederspricht sich in mehreren Aussagen:„Der Krieg soll verflucht sein.“(Seite 74). Mitten in der Geschichte sind ihr die Kinder plötzlich wichtiger als der Krieg. Ihre Kinder wurden in den Krieg mit hineingezogen, obwohl sie das immer vermeiden wollte. Zuerst hatte sie nur Vorteile an dem Krieg gesehen, besonders im Bezug auf ihre Geschäfte. Nun erkennt sie, dass sie eine falsche Sicht über den Krieg hatte. Oder wird sich ihre Meinung doch wieder ändern?

Das Verfluchen zeigt zumindest das sie es ernst meint. Sie sieht den Krieg jetzt ganz realistisch. „Ich bin froh übern Frieden, wenn ich auch ruiniert bin.“(Seite 78), wie sie ihn nur teilweise auch schon vorher gesehen hat zu Kattrin: Sei vernünftig, der Krieg geht noch ein bissel weiter, und wir machen noch ein bissel Geld, . . . (Seite68) und „Das ist der Krieg! Eine schöne Einnahmequell!“ (Seite 73).

Auf der anderen Seite steht ihre negative Haltung dem Krieg gegenüber „Der Frieden bricht mirn Hals“ (Seite 79). Diese Meinung kommt nur aus ihrer Profitgier zustande. Es gibt noch mehrere Aussagen die Mutter Courage äußert als ihr Geschäft droht zu ruinieren „Ich halt nix von Friedensglocken im Moment.“ (Seite 80). Kurz darauf äußert sie sich wieder schlecht über den Krieg „Ich hab nix fürn Krieg übrig, und er hat wenig genug für mich übrig.“ (Seite 82).Diese Aussage kommt auch nur durch ihre Profitgier. Ihre Meinung kann man nicht wirklich ernst nehmen, da sie den Krieg hier ganz und gar nicht realistisch sieht sondern nur als schlechten Geschäftspartner. Der Feldwebel scheint Mutter Courages Verhältnis zum Krieg verstanden zu haben „Will vom Krieg leben Wird ihm wohl müssen auch was geben." (Seite 19).

Doch Mutter Courage hat dies nicht vor sie will von ihm leben jedoch ganz gewiss nichts dafür geben. Ob es um ihre Kinder, oder um ihr Geschäft geht, ganz egal. Doch wir wissen, dass sie dies nicht einhält, da sie ihre Söhne als Soldaten und als Zahlmeister und auch ihre Tochter an und durch den Krieg verliert. Übrig bleibt allein sie und ihr Planwagen.

In diesem Drama gibt es noch reichlich mehr Aussagen über die Tugenden vom Krieg und Frieden auch von anderen Personen, die den Leser zum Nachdenken anregen. Einige Beispiele:

„Frieden das ist nur Schlamperei, erst der krieg schafft Ordnung.“(Seite 07). Diese Aussage wird vom Feldwebel zum Werber geäußert. Der Feldwebel hat noch mehr positive Meinungen zum Krieg und wiederspricht sich nicht wie die Mutter Courage "Wie alles Gute ist auch der Krieg am Anfang halt schwer zu machen." (Seite 08). Auch der Feldprediger hat eine ganz eigene Ansicht zum Krieg "der Krieg kann sich verschnaufen müssen, ja, er kann sogar sozusagen verunglücken." (Seite 66). Für den Feldprediger ist der Frieden das Unglück. Er sagt auch "Einen vollkommenen Krieg, wo man sagen könnt: an dem ist nix mehr auszusetzen, wirds vielleicht nie geben." (Seite 66). Das Buch gibt dem Leser, durch die vielen verschiedenen Tugenden vom Krieg und Frieden, die von den Personen geäußert werden, die Herrausforderung des kritischen Lesens.