Das einsame Land

 

Zehn Jahre sind vergangen, seit Abchasien sich von Georgien löste. Eine Lösung des Konflikts ist nicht in Sicht. Zwischen den politischen Fronten und Egoismen werden die Menschen beider Länder zerrieben

 

 

Am 14. August 1992 marschierten georgische Truppen in die nach Unabhängigkeit strebende autonome Republik Abchasien ein. Damit begann eine Krieg, der erst 18 Monate später mit dem Sieg des kleinen David Abchasien über den großen Goliath Georgien endete. 250 000 Georgier, die große Mehrheit der Bevölkerung, flohen. Zurück blieben 75 000 Abchasen und ein einst blühendes Land in Trümmern. 

Abchasien ist heute ein leeres und bemitleidenswert einsames Land. Ganze Dörfer sind verlassen, die Häuser verbrannt, zerbombt oder verfallen. In den verwahrlosten Vorgärten grasen Kühe und suhlen sich Schweine, an manchen Wäscheleinen hängen noch Fetzen von Kleidung: Zeichen eines überstürzten Aufbruchs. Abchasiens Hauptstadt Suchumi, einst der In-Badeort betuchter Russen, ist entvölkert und fast eine Gespensterstadt. In zerschossenen Wohnblocks haben sich die Abchasen in den wenigen intakten Wohnungen eingerichtet, doch reicht die Zahl der Bewohner nicht, die Stadt mit Leben zu erfüllen. Die meisten Häuser sind Ruinen, die einstigen Prachthotels innen ausgebrannt, die Seebrücken, an denen in guten Zeiten russische und türkische Kreuzfahrtschiffe anlegten, sind zusammengebrochen. Die russischen Badegäste sonnen sich heute im russischen Sochi, nur wenige haben ihre ausgebrannten Sommerappartements wieder hergerichtet. Finanziell ist Abchasien von Russland abhängig, arm und politisch völlig isoliert. Industrie, Infrastruktur gibt es fast nicht, die Wirtschaft ist ruiniert, Verdienstmöglichkeiten existieren kaum.

Diese Geschichte eines verlorenen Paradieses begann im März 1988, als die Georgier - in Erwartung des Zerfalls der Sowjetunion und angeheizt durch den späteren georgischen Präsidenten Swiad Gamsachurdia  - den Slogan „Georgien den Georgiern“ auf den Straßen von Tbilisi riefen. Georgien aber ist ein multiethnisches Land. Allein in der Republik Abchasien lebten damals neben den orthodoxen Georgiern und den moslemischen Apsny Balten, Türken, Aseri, Armenier, Ukrainer, sogar Deutsche.

Der erstarkende georgische Nationalismus beängstigte die Minderheiten. Diese besannen sich nach dem Zerfall des Sowjetreiches ebenfalls auf ihre ethnischen Besonderheiten und sahen ihre kulturelle Identität nun durch Georgien bedroht. Im Norden des Landes löste sich Südossetien von Tbilisi, im Westen, an der Schwarzmeerküste, ging die Provinz Adjara ihren eigenen Weg, und auch in anderen Provinzen erstarkten nationale Gruppierungen. Georgien drohte auseinander zu fallen.

Als auch die Abchasen ihr Recht auf Eigenstaatlichkeit forderten, wie Georgien dieses Ansinnen empört zurück. Seit Stalin im Zuge seiner „divide-et-impera-Politik“ Zehntausende Georgier in das von dem nordkaukasischen Volk der Abchasen oder Apsny bewohnte Schwarzmeerland gebracht hatte, waren die Abchasen in Abchasien die Minderheit.

Zudem war Abchasien der Garten Georgiens. Bedingt durch das subtropische Klima  wuchsen Zitronen- und Mandelbäume, es gab große Obst- und Tabakplantagen, die Strände waren sauber, die Wälder üppig grün. Auch die Georgier liebten es, ihre Sommer an den abchasischen Stränden zu verbringen.  Die zahlungskräftigen Gäste und der fruchtbare Boden waren der Grund, dass es den meisten Bewohnern Abchasiens gut genug ging, sich mehrere Häuser zu bauen. Kurz: Abchasien wurde als Eden betrachtet. Und gab es doch mal Ärger im Paradies, etwa ethnische Rangeleien, wurden diese durch das politische Zwangssystem unterdrückt.

Anfang 1992 war der inzwischen verhasste georgische Präsident Gamsachurdia zunächst ins Exil, dann in seine Heimatprovinz Megrelien geflüchtet. Die Macht in Tbilisi übernahm Eduard Schewardnadse, der dabei auf die einstigen Gamsachurdia-Freunde und ihre privaten militärischen Einheiten setzen musste. Es waren Tengis Kitowani mit der Nationalgarde und Jaba Iosseliani, der die berüchtigten „Mchedrioni“, eine halbkriminelle Bande, befehligte.  Die georgische Armee war bis dahin nicht einsatzfähig.

Im Juli 1992 brach der Bürgerkrieg aus. Der Oberste Sowjet erklärte Abchasien für unabhängig, Tbilisi lieferte eine Gegenerklärung. Attentate auf Eisenbahnlinien  wurden verübt. Georgien sah seine Sicherheit bedroht, behauptete sich verteidigen zu müssen und schickte Truppen. Während sich Westeuropa dem Entsetzen über den Jugoslawienkrieg hingab, metzelten sich in Abchasien Georgier und Abchasen nieder. Wie viele Tote es  gab, wer eigentlich wen meuchelte, das wurde niemals auf internationaler Ebene untersucht.  Unterstützt von den Russen und freiwilligen Kämpfern aus anderen nordkaukasischen Ländern, hauptsächlich Tschetschenen, Kabardinern, Türken und Kosaken, konnten die Abchasen die Georgier schlagen. Geschwächt von innenpolitischen Auseinandersetzungen und von der militärischen Stärke der Gegner völlig überrascht, musste Schewardnadse klein beigeben. Als Suchumi von abchasischen Truppen zurückerobert wurde, floh das georgische Militär in großer Eile, und mit ihnen die georgische Bevölkerung. 

Mit dem Vertrag von Moskau wurde am 4. April 1994 der Bürgerkrieg beendet, der Fluss Inguri zur Waffenstillstandslinie erklärt. Unter der Schirmherrschaft Russlands, der UNO und der damaligen KSZE,  wurde zwischen Georgien und Abchasien ein Abkommen über den Abzug aller Truppen, Rückkehr der Flüchtlinge und Waffenstillstand unterzeichnet. Abchasien erhielt  eine eigene Verfassung, Gesetzgebung, Hymne und Staatsflagge. Außerdem erkannte die UNO drei Monate später, als die russische Duldung der Blockade gegen Haiti gebraucht wurde, die russische Hegemonie über Abchasien an. 

Die Souveränität Abchasiens allerdings wurde von der Völkergemeinschaft nicht anerkannt. Die UN, gezwungen zwischen dem Völkerrecht auf Selbstbestimmung und der Unverletzbarkeit der territorialen Grenzen zu entscheiden, schlug sich auf die Seite Georgiens und verlangte, Abchasien müsse in den georgischen Staatsverband zurückkehren. Diese Zwickmühle zwischen zwei völkerrechtlich verbrieften Ansprüchen verhindert bis heute einen Friedensvertrag.. 

Doch es gibt auch andere Gründe, die eine Beilegung des Konflikts scheinbar unmöglich machen. Zunächst hielten sich die Russen nicht an die Abmachungen. Statt von der versprochenen GUS-Friedenstruppe wird der Waffenstillstand nur von russischen Kräften überwacht, denen unterstellt wird, parteiisch zu sein. Die UN hat trotz gegenteiliger Bitten beider Seiten lediglich eine Beobachterrolle übernommen. Ungeklärt ist auch nach wie vor, ob es sich bei dem Selbstbestimmungsrecht der Abchasen um ein ethnisches Prinzip oder ein Gebietsprinzip handelt. Statt nach Lösungen zu suchen, erschöpfen sich Georgier und Abchasen in einer endlosen Debatte darüber, ob die Abchasen oder die Georgier das Land zuerst besiedelten. Die Abchasen wiederum sind all die Jahre nicht bereit gewesen, den Souveränitätsstatus zu verhandeln, obwohl ihnen die Georgier eine größtmögliche Autonomie anboten.

Wer in diesem Spiel noch seine Fäden zieht, ist längst undurchschaubar geworden. Moskau nutzt den Konflikt, um die Regierung Schewardnadses unter Druck zu setzen. Ziel ist es, die politische Lage Georgiens so instabil wie möglich gestalten, Schewardnadses Position zu schwächen und schließlich einer Russland-freundlicheren Regierung an die Macht zu verhelfen. Ein Grund für dieses Vorgehen sind die 1996 entdeckten Erdöl- und Gasvorkommen im Kaspischen Meer. Um dieses Öl und Gas in die Abnehmerländer zu transportieren, planen die Amerikaner mit Unterstützung des aserbaidschanischen Ölkonsortiums eine Pipeline von der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku zum georgischen Schwarzmeerhafen Batumi und von dort ins türkische Ceyhan zu legen. Entsprechende Verträge sind bereits ausgehandelt, der Bau hat schon begonnen. Sollte er beendet werden, hätten die Russen das Nachsehen.

Zwischen den politischen Fronten werden vor allem die Flüchtlinge zerrieben. Deren Status ist so ungeklärt wie vor acht Jahren, von der Möglichkeit einer endgültigen Rückkehr sind die Flüchtlinge weit entfernt. Zwar sind zwischenzeitlich einige tausend Georgier in ihre Dörfer in Abchasien zurückgekehrt, hauptsächlich in jene, die im Süden Abchasiens nahe der Waffenstillstandslinie liegen und ohnehin stets von Georgiern bewohnt waren. Dort wohnen sie nun bedroht von abchasischen Banditen, die sich die politische Unsicherheit zunutze machen. Die abchasische Polizei ist machtlos: Zum einen gibt es kaum Polizisten, zum anderen werden diese Polizisten so schlecht bezahlt, dass sie leicht zu korrumpieren sind. 1995 wurden 600 Bewohner des Ortes Gali von abchasischen Milizen umgebracht, angeblich unter den Augen der untätigen UN-Beobachter und der russischen Blauhelmtruppen. Jede Verschlechterung der georgisch-abchasischen Beziehungen zwingt die Georgier seither zur Flucht zurück über den Inguri – die Waffenstillstandslinie -  ins georgische Megrelien.

Die abchasische Exilregierung in Tbilisi unter Vorsitz von Tamas Nadareischwili fordert seit langem eine militärische Lösung des Konflikts, ebenso einige der Flüchtlingsorganisationen. Die Verbitterung ist groß. Schon der Exodus der Georgier verlief von der Weltöffentlichkeit recht unbemerkt, rief keine internationalen Proteste hervor. Niemand weiß, wie viele Menschen bei dem Versuch, Abchasien mit Booten über das Schwarze Meer zu verlassen, ertranken, wie viele beim mörderischen Marsch über die Berge ins georgische Swanetien erfroren und an Schwäche starben. Es ist nicht einmal bekannt, wie viele Opfer der Bürgerkrieg tatsächlich forderte, und ob die von den Georgiern behaupteten Massenexekutionen und ethnischen Säuberungen stattfanden. Dass der Westen der georgischen Vertreibung gleichgültig gegenüber steht, wo er doch in Bosnien und im Kosovo klare Worte fand, will den Georgiern nicht in den Sinn.

Die Lebensumstände der Flüchtling sind vor allem in der georgischen Hauptstadt Tbilisi desolat. In der Erwartung, das Abchasien-Problem innerhalb von Monaten lösen zu können, wurden sie damals in Kasernengebäuden, Hotels und Krankenhäusern untergebracht. Dort wohnen sie noch immer, eine ganze Familie in einem Zimmer, oft ohne Strom, Wasser und Heizung. Die völlig korrumpierte Regierung von Schewardnadse hat sich längst aus der Verantwortung gezogen. Gerade elf Lari, umgerechnet fünf Euro, erhält jeder Flüchtling im Monat, und auch das nicht einmal regelmäßig. Die Selbstmordrate unter den jungen Flüchtlingen, die in Georgien keine Zukunft sehen, zudem arbeitslos sind, steigt. 

Den meisten Abchasen geht es nicht besser. Wirtschaftlich wäre der Verzicht auf die Souveränität die bessere Lösung. Solange jedoch der machtgierige abchasische Präsident Wladislaw Ardsinba die Geschicke des Landes leitet, wird dieser Gedanke nicht einmal erwogen. Trotz Armut und politischer Isolation: befragt man Abchasen, erklären diese die Unabhängigkeit für den richtigen Weg. Sie seien stolz, einen eigenen Staat zu haben. Dieser Stolz hat viel mit der kaukasischen Heimatliebe und Tradition, genetischer Verwurzelung und nationaler Mentalität zu tun. Sein Fundament ist der ewige Mythos vom kaukasischen Mann, der mit Dolch und Pferd seine Familie, sein Dorf verteidigt - eine zur Stereotype erstarrte Mischung aus Winnetou und Hadschi Murat. Dennoch ist dieser Traditionalismus keine ideologische Schimäre, sondern äußerst real.

Aleksei Gogua, der Vorsitzende des abchasischen Schriftstellerverbandes, erzählt von dem kaukasischen Glauben daran, dass kein Volk frei geboren wird, sondern um seine Freiheit kämpfen muss. Apsadgil, der abchasische Name für sein Land bedeute „Erde der Seele“, also nicht der Ort, an dem man geboren wird, sondern jener Ort, an dem die Seele entsteht. Um als kleines Volk physisch und psychisch zu überleben,  müsse man sich aus der Knechtschaft befreien, sagt Gogua. Die Erinnerung an das erzwungene Zusammenleben in einem totalitären System sei frisch. „Wenn dem Samen Gefahr droht, macht sich das Volk auf die Suche nach neuen Formen.“

Seit die internationale Weltgemeinschaft sich gegen den Terrorismus verschworen hat, ist der Ton zwischen Tbilisi und Suchumi wieder schärfer geworden,. Mehr als einmal standen die beiden Länder seitdem wieder am Rande eines neuen Bürgerkrieges, zogen die Russen ihre Einheiten an der abchasisch-russischen Grenze zusammen und ertönte aus Tbilisi Säbelrasseln. Schon lange beschuldigt Russland Georgien, tschetschenischen Terroristen Unterschlupf zu bieten, ja, ihnen sogar freies Geleit durch das Land zu geben, damit sie an unterschiedlichen Krisenherden kämpfen können. Streitpunkt ist vor allem das im Nordosten gelegene Pankisi-Tal, in dem viele tschetschenische Flüchtlinge leben. Dort, so die Behauptung der Russen, verschanze sich Ruslan Gelajew, ein gesuchter tschetschenischer Widerstandskämpfer. Als im Oktober 2001 ein UN-Hubschrauber über Abchasien abgeschossen wurde – dabei starben acht Menschen – marschierte georgisches Militär in das auf abchasischem Gebiet liegende Kodori-Tal ein. Von dort wiederum operieren georgische Partisanen, fallen über abchasische Dörfer her. Angeblich werden sie dabei von den Tschetschenen unter der Führung von Gelajew unterstützt.

In den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückte das Pankisi-Tal erstmals Anfang dieses Jahres, als die Russen die Behauptung aufstellten, Osama Bin Laden halte sich dort versteckt. Obwohl diese Behauptung ein rein taktisches Manöver war, veränderte sie das Kräfteverhältnis im Kaukasus. Die Amerikaner nutzten die Gunst der Stunde, boten Unterstützung bei der Bekämpfung des Terrors und etablierten ihre Präsenz in Georgien. Friedlicher wurde es dadurch nicht: Anfang des Monats bombardierten vermutlich russische Flugzeuge ein Dorf im Pankisi-Tal. Womöglich begann damit eine neue Eiszeit zwischen Georgien und Russland, ist die Lösung des Abchasiens-Konflikts wieder ein Stück schwerer geworden.

 Was also ist zu tun? Die bisherige, von der UN verfolgte Politik, scheitert zum einen daran, dass die Macht des nationalen Identitätsgefühls unterschätzt wird. Alle bisher ausgearbeiteten Resolutionen sind rein politischer Natur, geben sich mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner zufrieden und haben den Zweck, weitere Eskalationen zu verhindern. Ethno-psychologische Ursachen werden nicht ernst genommen, dafür westliche Denkstrukturen vorausgesetzt, die zum Teil im krassen Widerspruch zu den kaukasischen stehen. Zum anderen agiert die UN halbherzig und macht sich so unnötigerweise Feinde. Wer mit teuren Autos durch das Land fährt und den Eindruck erweckt, über Geld zu verfügen, während gleichzeitig Hilfsprojekte im Sande verlaufen, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, Gelder zu verschwenden und lediglich seine eigenen Pfründe sichern zu wollen. Eben jenen Vorwurf erheben die Georgier gegen die UN. Der Ruf danach, das Problem endlich in Eigenregie zu lösen, wird lauter. Sollte er erhört werden, bedeutet das einen neuen Krieg.

Ob es den beiden Volksgruppen unter den gegenwärtigen Umständen möglich wäre, friedlich zusammenzuleben, muss ohnehin bezweifelt werden. Kehrten alle Flüchtlinge nach Abchasien zurück, wären die Abchasen wiederum in der Minderheit. Abchasen in der amerikanischen Diaspora haben vorgeschlagen, eine Art „Vereinigte Staaten von Georgien“ zu gründen und in diesem Staatsgefüge dem abchasischen Präsidenten ein Vetorecht einzuräumen. Die abchasische Dichterin und Journalistin Nadjeschda Wenediktowa glaubt, nur die Überwindung des nationalistischen Gedankens könne zu einer Lösung führen. Der Kaukasus müsse sich von der Idee der nationalstaatlichen Selbstbestimmung lösen. Die territoriale Einheit könne nicht mit allen Mitteln verteidigt werden. Statt dessen müsse man versuchen, diese Entwicklungsstufe zu überspringen und sich vom Vorbild des vereinten Europas leiten zu lassen. Wenediktowa möchte die Staatlichkeit der kaukasischen Völker zugunsten einer Hinwendung zur Völkervertretung auflösen und somit die Unterschiede zwischen Völkern ohne und Völkern mit Staat verringern.

Wie auch immer die Lösung für Abchasien aussieht: Sie ist eng verwoben mit einer gesamtkaukasischen Lösung. Das Beziehungsgeflecht der kaukasischen Völker untereinander erlaubt es nicht, den einen Brandherd zu löschen, ohne die anderen mit einzubeziehen. Auch Nagorny Karabach und Tschetschenien müssen befriedet, die ethnischen Differenzen zwischen Karbadinern und Balkaren gelöst werden. Nur ein integriertes, föderalistisches Modell kann am Ende die Widersprüche zwischen Unverletzbarkeit der Grenzen und Selbstbestimmung der Völker soweit mildern, dass Frieden im Kaukasus möglich wird.

Andrea Strunk