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Pride & Prejudice
- Jane Austen Biografie -
1775 - 1817 |
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Ihr Leben Jane Austen wurde am 16. Dezember 1775 in Steventon (Hampshire) als Tochter von Reverend George Austen, einem Pfarrer, und Cassandra Austen geboren. Besondere Zuneigung entwickelte sie zu Ihrer Schwester Cassandra. Die Erziehung fand hauptsächlich in der Familie statt, durch den Vater, wobei bei den Mädchen natürlich vor allem auf die für Mädchen eben wichtigen Dinge wie Kunst, Musik, Sticken usw. Wert gelegt wurde. Im Alter von 14 Jahren schrieb sie ihre erste von mehreren Kurzgeschichten, Love and Friendship, und bereits mit Anfang 20 schrieb sie ihre erfolgreichen Romane, auch wenn diese später nochmals überarbeitet und erst später verlegt wurden, wie Pride & Prejudice, Sense & Sensibility, Emma und Anne Elliot. Ihr letztes Werk war der Roman The Watsons, den sie aber nie beendet hat.Jane Austen liebte das Landleben. Sie ging gerne tanzen und hatte viele Freunde in der Nachbarschaft. Von daher war es ein ziemlicher Schlag für sie, als die Familie 1801 nach Bath umzog. Reverend Austen übergab seinem Sohn James die Pfarrei und zog sich als Rentner nach Bath zurück, zusammen mit seiner Frau und zwei Töchtern, unter ihnen Jane.
Im Jahr 1809 bot ihr Bruder Edward der Mutter und den Schwestern einen Wohnsitz bei ihm in Chawton Estate an und die Austen Damen konnten endlich wieder in ihr geliebtes Hampshire zurückziehen.
In den fast acht Jahren, in denen Jane Austen in Chawton Estate wohnte, überarbeitete sie Sense & Sensibility und Pride & Prejudice, fand sogar einen Verleger für diese Bücher und arbeitet intensiv und hart an ihren neuen Werken. Mansfield Park wurde 1814 veröffentlicht, Emma im Jahre 1816 und vervollständigte Persuasion. Der Roman wurde 1818 zusammen mit Northanger Abbey herausgebracht.Im Winter 1816 begann sie ihren Roman Sanditon, aber eine hartnäckige Krankheit hinderte sie, daran zu arbeiten. Jane Austen litt an der Addison-Krankheit. (Eine Erkrankung der Nebennierenrinde, verwandt mit Tuberkulose. Symptome: Schwäche, Appetitverlust, Gewichtsabnahme, Übelkeit). Im Mai 1817 zog sie zusammen mit ihrer Schwester Cassandra nach Winchester, um in der Nähe ihres behandelnden Arztes sein zu können. Aber es nutzte alles nichts. Gegen die Addison-Krankheit gab es zu Jane Austens Zeit noch keine entsprechenden Medikamente und so starb sie am 18. Juli 1817.
Die Welt der Jane Austen Romane
Geografisch war Jane Austens Lebenserfahrung auf die südenglischen Provinzen, gesellschaftlich auf den Landadel, die 'Gentry', beschränkt und in diesem Bereich spielen auch ihre Romane. Sie schrieb über das, was sie kannte und man mag ihr deshalb eine inhaltliche Begrenztheit ihrer Romanwelten vorwerfen. Doch dies gleicht sie mit ihrem sprachlichen Können, der geistreichen Ironie und ihrer pointierten Komik allemal wieder aus. Das aktuelle Zeitgeschehen, so faszinierend aus auch sein mochte, war nicht ihre Sache. Politik war nie das Thema der Jane Austen, obwohl zum Beispiel die Wirren der französischen Revolution und die Herrschaft Napoleons in ihre Zeit fielen. Aber da jungen Damen zur Zeit Jane Austens auch nicht gerade dazu angeregt wurden, Zeitung zu lesen und sich für die große Politik zu interessieren, spielten Kriegsgeschehnisse und weltweite, politische Veränderungen in ihren Romanen keine Rolle.
Aber zurück zu Jane Austen - Thema ihrer Romane ist grundsätzlich die Selbstfindung einer oder mehrerer jungen Frauen. Gemäß der Rolle der Frau in jener Zeit, die Jane Austen zwar nie offen in Frage stellte, aber ein ums andere mal hintergründig andeutete, ist 'Selbstfindung' gleichzusetzen mit Liebe und Wahl des Ehemanns. Elinor und Marianne Dashwood in Sense & Sensibility, Elizabeth und Jane Bennet in Pride & Prejudice, Emma Woodhouse in Emma, Anne Elliot in Persuasion müssen lernen, zwischen verschiedenen jungen Männern die richtige Wahl zu treffen und sich und ihre Welt dabei etwas besser zu verstehen.
Die Bedeutung Jane Austen’s damals und heute
Jane Austens dichterische Zeitgenossen waren die Romantiker, doch diese waren an ihrer dem Klassizismus verpflichteten Prosakunst nicht besonders interessiert. Gegenüber dem
vorangegangenen Rokoko zeichnete sich der Klassizismus durch eine Rückkehr zu
gradlinigen Formen mit einer stärkeren Anlehnung an klassisch-antike Formen
aus. Jane Austen beschränkte sich auf das, was sie am besten konnte und äußerte zum Beispiel ihre Meinung zu den Romantikern und ihren 'gothic novels' durch ihre ganz eigene, hintergründige Ironie in ihrem Werk Northanger Abbey . Aber auch die frühen Viktorianer, wie z.B. die Bronte-Schwestern, lehnten Jane Austens Werke ab. Die Aufwertung der
Jane-Austen-Romane zu einer der größten Romanautoren erfolgte erst im 20.
Jahrhundert und zwar vom so genannten 'Bloomsbury-Kreis', vor allem durch
bedeutende Schriftsteller wie E. M. Forster und Virginia Woolf.
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