Deutscher Alpenverein e. V.
Sektion Chemnitz
M I T T E I L U N G E N 2 / 9 9
Heft 18
Aus dem Inhalt Seite
Einladung zur Jahreshauptversammlung 2000 5
Für Sektionsmitglieder über 65 / Redaktion in eigener Sache 6
Jubilare des 2. Hj. 99 / Beitragssätze 2000 7
Gustav-Adolf-Barthel-Gedenkfahrt 1999 / Zur Geschichte der Sektion 8
Chemnitzer beim Treffen Junger Bergsteiger in Hohnstein 1999 16
Neues zur Neuen Chemnitzer Hütte / Familiengruppe 18
Sommersonnenwende 2000 / Mehrtageswanderungen 19 Termine 2000 20 Andenexpedition 2001 / Vorschau Heft 19 21 Kletterwand im Sportforum wie neu 22 Zur Person 23 Wanderführer "Rund um Sterzing" / Sing mit uns das Sektionslied 24
In der Mitte des Heftes zum Heraustrennen: Beilage mit vielen Informationen für unsere Sektionsmitglieder
Impressum
Herausgeber: Sektion Chemnitz im DAV e. V., 09111 Chemnitz, Rembrandtstr. 47
Tel.: 0371/6762623 Fax: 0371/6761132
Vorsitzender: Steffen Oehme, H.-Schütz-Str. 107, 09130 Chemnitz, Tel.: 0371/40 59 380
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Schatzmeister: Ingo Röger, Vetterstr. 22, 09126 Chemnitz Tel.: 0371/5611469(p) 5359126(d)
Redaktion: Wolfgang Mann, Uferstr. 40, 09126 Chemnitz Tel.: 0371/5614015
Ingrid Patzsch, Bernsdorfer Str, 181, 09126 Chemnitz Tel.: 0371/5613542
Redaktionsschluss: Nächster Redaktionsschluss:
Auflage: 750 Exemplare
Internet: http://www.tu-chemnitz.de/~ fth/berge/alpin.html
Herstellung: infotex///offset KDS-Graphische Betriebe GmbH, München
Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.
Alles spricht vom Jahr 2000
Das kann natürlich auch in unserem Heft 18 nicht anders sein, wird aus ihm doch zu ersehen sein, was am Anfang des neuen Jahrtausends mit der 2 an der Tausenderstelle in der Sektion passiert. Aber in diesem Heft heißt es auch vordergründig
Das war das Jahr 2000 minus 1
Wie angekündigt, stehen diesmal die Kletterer aller Altersgruppen etwas im Vordergrund und der Bericht über die gelungene Sektionsfahrt zum Gedenken an Gustav Adolf Barthel.
Der 1999 gewählte Vorstand steht inzwischen gut im Stoff und hat sich in seinen Vorstandssitzungen damit beschäftigt, wie der Aufwärtstrend in der Sektion fortgesetzt werden kann. Ein kleines Dankeschön der Sektionsmitglieder an die fleißigen Ehrenamtlichen könnte die Teilnahme an der Jahreshauptversammlung sein, zu der wir nun einladen.
W. Mann
Wolfgang Mann
Aus der Geschichte der Sektion Chemnitz im DAV
(7. Fortsetzung)
Aus besonderem Anlaß mache ich in dieser Fortsetzung zur Geschichte unserer Sektion einen großen Zeitsprung in die allerneueste Vergangenheit. Giuseppe Leonardi aus Pinzolo am Fuße der Brenta haben wir u. a. den Anstoß zu verdanken, uns mit der Geschichte unserer Sektion zu beschäftigen, denn er wollte etwas über G. A. Barthel erfahren, der im 10. Jahr nach der Erstersteigung des Campanile Basso (Tiefer Turm) als 2. Bergsteiger dort sein Leben lassen mußte. Gleichzeitig jährte sich am 5. 10. 99 zum fünften Male der Todestag unseres ersten 1. Vorsitzenden nach der Wiedergründung 1990. (Siehe auch Hefte 1/95 und 1/99!) Mit ihm und Frank Milde (Jugendleiter) nahm ich vier Wochen zuvor an der feierlichen Weihe der restaurierten Gedenktafel in der Kirche zu Pinzolo teil. Am Tag darauf brachten wir die Tafel ins Val Brenta Alta zur Brenteihütte, nachdem uns Giuseppe mit Bruno Detassis, der lebenden Bergsteigerlegende der Brenta, bekannt gemacht hatte. Erst 14 Tage danach war das Wetter so gut, dass Giuseppe und sein Bergsteigerfreund Paolo Matori und dessen Sohn die Tafel wieder an dem Stein anbringen konnten, den die Chemnitzer 1910 ausgewählt hatten. Damals ging man noch mehr im Grunde des Tales entlang, dort, wo man noch heute gehen muss, wenn man an den Fuß von Cima Tosa und Crozzon di Brenta gelangen will. Was lag also näher, als für 1999 eine Gedenkfahrt zu planen, bei der wir Chemnitzer von heute auf den Spuren derer von gestern wandeln wollten. Wanderer, Bergsteiger und Kletterer sollten beteiligt sein und auch Horst Mempel, der Macher der Sendung "Biwak" des MDR-Fernsehens, wollte dabei sein.
Wenige Wochen vor der Fahrt rief er aber an und teilte mit, dass er mit seinem Team nicht teilnehmen könne, er aber von uns entsprechend belichtetes Filmaterial haben möchte. Dazu gab er in aller Kürze Hinweise für den Kameramann. Bisher hatte ich zwar ein Leben lang fotografiert, aber eine Filmkamera noch nie in der Hand. Trotzdem besorgte ich mir ein Gerät, mit dem man Fernsehtaugliches aufnehmen kann und probierte es mit Freunden am Kemtauer Felsen und auf dem Weg dahin aus. Und das war dann unsere
Gustav-Adolf-Barthel-Gedenkfahrt
Eine Gruppe von Wanderern und Klettersteiggehern war als Erste in der Brenta. Sie nahm im Rifugio Casinei Quartier. Kletterer und Bergsteiger folgten in kleineren Gruppen. Am 19. Juli waren alle zur Stelle und das Wetter war genau so, wie man es für Unternehmungen in den Bergen braucht. Zu dritt waren wir am 18. Juli Gäste Giuseppes und der Leiterin des Fremdenverkehrsbüros von Madonna di Campiglio und Pinzolo. Beim Besuch der Ausstellung "100 Jahre Campanile Basso" machte ich die ersten Aufnahmen, wobei Karsta Maul als Statistin agieren mußte. Leider habe ich durch Unachtsamkeit die Aufnahmen des ersten Tages gelöscht, nachdem sie Horst Mempel auch nicht für die Sendung eingesetzt hatte. Am Abend gab es im Rifugio Nambone ein Abendessen, bei dem wir Paola und Paolo unseren Dank abstatteten und ein Geschenk überreichten.
Am Morgen des 19. Juli holten wir mit unseren italienischen Freunden die Wandergruppe im Rifugio Casinei ab, nachdem Giuseppe erschrocken gelauscht hatte, als Rita ihren Trabi startete. Solch einen Krach hatte er beim Anlassen eines Automotors noch nie gehört und er fragte, ob es von der Sorte bei uns noch mehr gäbe. Wir kamen etwas zeitiger als verabredet an der Casineihütte an. So wurde dann die Begrüßungszeremonie fernsehgerecht wiederholt. Gemeinsam ging es nun, unterbrochen von Filmaufnahmen, auf wunderschönem Weg zur Brenteihütte, wo weitere Mitglieder der Sektion zu uns stießen. Zur gleichen Zeit waren einige Kletterer schon aktiv: Jens Schulze solo auf der Ampfererroute an der Guglia di Brenta, Christoph Johne und Michael Scymczak am Franzosenpfeiler des Crozzon di Brenta (VI). Am 18. Juli waren sie schon mit weiteren Ex-Chemnitzern die Fehrmannroute (V) an der Guglia gegangen und hätten dort unsere Zwönitzer Seilschaft Meyer treffen können.
Gegen Mittag brachen wir unter Führung Giuseppes zur Barthelgedenktafel auf. Wer weiß, ob wir sie ohne ihn gefunden hätten. Dieses Kunststück gelang wenige Stunden später Ludwig und Peter. In einer Gedenkstunde brachten wir einen Kranz der Sektion an und gedachten dabei auch Gottfried Eißners. Giuseppe erhielt als kleines Dankeschön der Sektion einen Bildband vom Erzgebirge. Danach lud er an Ort und Stelle alle zu einem Picknick mit Wurst, Käse und Wein ein. Beim Herauftragen der Köstlichkeiten hatten wir natürlich geholfen.
Nun trennten sich unsere Wege wieder. Die Einen gingen abwärts, Giuseppe blieb noch für eine Nacht in der Brenteihütte, wir anderen stiegen über die Bocca di Brenta zur Tosahütte auf, wo wir später die erfolgreichen Kletterer dieses Tages trafen und Pläne für den nächsten Tag machten.
Der 20. Juli, der 90. Todestag Barthels, brachte gutes Brenta-Kletterwetter. Wolken zogen zwar auf, hüllten uns zeitweise ein, verzogen sich aber wieder, ließen Sonne an uns heran und gaben beeindruckende Blicke frei. Nur Karsta und Jens, die seit 8.00 Uhr in der kühlen SW-Verschneidung (Fehrmann/Smith) kletterten, hatten erst gegen Abend auf dem Gipfel Sonne.
9 Uhr begannen wir in zwei Dreierseilschaften den Aufsstieg über die Ampfererroute, nachdem wir drei anderen Seilschaften einen ordentlichen Vorsprung gelassen hatten. An Michas Seilen stiegen Rita und Barbara gleichzeitig nach, an Christophs folgten Rainer und ich. Wo gefilmt werden sollte, ging ich in der Mitte, um sowohl Vorsteiger als auch einen Nachsteiger aufnehmen zu können. So kamen u. a. die interessantesten Passagen, die Pooli- und die Ampfererwand, ins Bild. Dort, wo man zum Ringband, dem Stradone Provinciale, hinauf verschiedene Varianten wählen kann, überstiegen wir zwei der vor uns gewesenen Seilschaften. Auf der Garbariterrasse, von der aus Berger und Ampferer den Weg zum Gipfel fanden und sich G. A. Barthel wegen fehlender Routenbeschreibung verstieg, dachten wir an ihn, den besten Chemnitzer Kletterer der vergangenen Jahrhundertwende. Unsere Hochachtung galt den Erstersteigern, die hier für ihre Zeit Herausragendes geleistet hatten. Nach vier Stunden lagen die 13 schönen Seillängen in bestem Fels unter uns. Selbst unseren sonst in höheren Schwierigkeitsbereichen Kletternden hatte es großen Spaß gemacht. Während der Gipfelrast wurden die Gipfelglocken geläutet, die Bruno Detassis 1942 mit seinen Freunden installiert hatte. Vorüberziehende Wolkenfetzen machten die wechselnde Sicht auf die Felsgestalten der Brenta besonders reizvoll. Eineinhalb Stunden soll laut Kletterführer die Seilabfahrt zum Einstieg hinunter dauern. Wenn man aber vier Seile dabei hat wie wir und freie Bahn, schafft man das in 70 Minuten. Schon 16 Uhr schmeckte uns in der Tosahütte das Bier auf die gelungene Jubiläumstour besonders gut. Dabei gingen unsere Gedanken auch zu Karsta und Jens hinüber, die um diese Zeit in den letzten besonders schwierigen Metern des Fehrmann-Smith-Weges waren.
Hier nun Karsta Mauls Eindrücke von der SW-Verschneidung
So erlebte ich den Fehrmann-Smith-Weg am Campanile Basso
Am Einstieg sortierten wir unsere zwei Halbseile und das Schlingenmaterial und begannen 8.30 Uhr mit der Besteigung. Die ersten Seillängen auf einer geneigten Rampe im 5. Grad (sächsisch) waren für uns leichteres Klettergelände. Ich dachte, wenn es so weitergeht, wird es eine reine Genußkletterei. Es kam aber doch anders. Die Verschneidung begann und damit in senkrechter Wandkletterei die eigentliche Schwierigkeit (6. u. 7. Grad sächsisch). Griffe und Tritte waren klein. Mein kleiner Rucksack störte mich wenig. In breiten Kaminen war er von Vorteil und eine ideale Vergrößerung meiner Körpermaße, denn meine Beine sind nicht so lang, wie ich sie manchmal gebraucht hätte. Trotz zügigen Kletterns hatte ich das Gefühl nicht voranzukommen. Ich orientierte mich am gegenüberliegenden Klettersteig Bocchette Centrale. Er rückte nur langsam näher. Bei so langen Wänden setze ich mir immer solche moralisch aufbauenden Höhenpunkte, die nicht immer Höhepunkte sein müssen.
Wir hatten vor uns eine Seilschaft, die wir bald einholten, aber nicht überholen konnten und deshalb an den Standplätzen immer warten mußten. Das Wetter spielte auch mit. Es war nie zu heiß. Wolken umhüllten uns fast den ganzen Tag und ließen nur ab und an ein paar Tiefblicke zu. Wir näherten uns den letzten Seillängen vor dem Absatz Stradone Provinciale. Meine Arme waren erstaunlicherweise noch nicht hart und verspannt. Trotzdem bereitete mir diese Wand doch einige Schwierigkeiten (etwa sächsisch 7b). Auf Grund der langen konzentrierten Kletterei geht es an die ausdauernde Kraft. Neben uns löste sich plötzlich laut donnernd eine Steinlawine. Da wir in den Wolken steckten, konnten wir sie nicht sehen. Auf unserer Seite ging sie zum Glück nicht herunter. Auf dem Absatz angekommen, genehmigten wir uns den ersten Schluck aus unserer Trinkflasche. Ich war erleichtert, den langen ersten Abschnitt gut überstanden zu haben, wußte aber nicht, daß noch mindestens drei oder vier Seillängen auf uns warteten. Wir gingen zum Einstieg auf der Stradone Provinciale. Sorge bereitete uns eigentlich nur das Wetter. Es fing an leicht zu nieseln und auch die Temperaturen sanken. Wir überlegten, ob wir ab- oder aufsteigen sollten. Da es kurz aufhörte zu regnen und der Gipfel mich genauso lockte wie vorher der bestimmte Weg, gab es keine Frage. Die nächste Seillänge führte hübsch über eine schräge Kaminkante. Das Nieseln hatte den Fels naß und glitschig gemacht, deshalb konnten wir nur noch über die überhängende Medea-Ausstiegsvariante (UIAA V) gehen. Hier war dann die Kraft doch zu Ende. Mit Händen eiskalt und naß fiel mir das Entfernen der Schlingen im Überhängenden ziemlich schwer. Aber auch diese Stelle wurde überwunden und nach einer kurzen leichten Kletterei standen wir 17.30 Uhr auf dem Gipfel, mit Sonnenschein für unsere Mühen belohnt. Natürlich mußte ich erst einmal die Glocken des Bruno läuten, um meinem Glücksgefühl Luft zu machen. Von unseren Seilschaften, die mit der Filmkamera auf der Via normale zum Gipfel gegangen waren, war natürlich weit und breit nichts zu sehen. Sie saßen um diese Zeit schon längst in der Tosahütte beim Bier.
Wie schon erwähnt, waren zwei Tage zuvor zwei andere Sektionsmitglieder auf demselben Weg auf die Guglia di Brenta geklettert. Auch ihre Eindrücke sollen nun widergegeben werden.
Ulrich und Michael Meyer
Wie wir die Fehrmannverschneidung erlebten
Am Morgen des 18. Juli fragt uns der Wirt der Brenteihütte, der Sohn Bruno Detassis, welchen Gipfel wir auf welchem Weg besteigen möchten und wünscht uns Glück für unsere Bergfahrt. Nach 1 ½ Stunden Anmarsch sind wir am Einstieg. Die letzten Höhenmeter zuvor auf dem Schotterhang waren kein Genuß, dagegen die ersten Seillängen am 400 Meter aufragenden Felsturm reiner Kletterhimmel und regelrecht erholsam. Ein riesiges Verschneidungssystem leitet
uns dann Seillänge um Seillänge nach oben. Bald haben wir eine vor uns befindliche italienische Seilschaft eingeholt. Nach unserem "Buon giorno" machen wir eine kleine Mittagsrast, um die Wartezeit zu verkürzen, denn überholen können wir hier nicht. Uns bietet sich ein schöner Rundblick. Doch schon schweben Nebelfetzen heran. Die Sicht verschlechtert sich zusehends. Zum Glück ist die Orientierung in diesem Weg nicht schwer, weil genügend Haken stecken und wir das Klicken der Karabiner und die Zurufe der anderen Seilschaft hören. Der Fels ist auch hier relativ fest. Die Kletterei geht zügig voran. Nach mehreren Seillängen haben wir unsere Vorgänger wieder eingeholt. Aus dem Nebel hat sich Nieselregen entwickelt. Die Sicht ist miserabel. Da wir nicht nass werden wollen, entschließen wir uns, eine Umgehungsvariante zu begehen. Wir steigen rechts des Originalweges in die Wand ein. Hier gibt es keine Haken, aber ich kann genügend Klemmkeile und Schlingen unterbringen. Diese Ausweichvariante ist das schönste Stück an diesem Klettertag. Sehr fester Dolomit, senkrecht, kompakt und nicht abgespeckt, da macht Klettern Spaß. Wir sind zeitgleich mit den beiden Italienern am letzten Standplatz in einer kleinen Höhlung vor der großen Felsschulter des Campanile. Ein langer Quergang leitet zu ihr hinüber. Von hier können wir dem Normalweg über die Ampfererwand auf den Gipfel folgen. Diese Meter sind noch einmal ganz schön anstrengend. Man kann nur den Hut ziehen vor den Männern, die vor 100 Jahren als Erste den Gipfel erreichten. Im Nebel suchen wir das Gipfelbuch, finden es aber nicht. Fünf freundliche Italiener erlauben uns, an ihren Seilen mit abzufahren. Schnell sind wir bei unseren Sachen auf dem Stradone Provinciale. Und da reißt auch der Nebel auf und ein herrliches Panorama ist zu schauen. Weit im Westen schneebedeckte Berge, gegenüber der Crozzon di Brenta und die Cima Tosa. Das große Bamd führt uns spiralförmig um den Turm herum bis zur nächsten Abseilstelle. Ich fotografiere die wilde Szenerie einige Male. Wir genießen dann auf dem Weg zur Hütte den Sonnenschein. Dann ist es doch fast dunkel, als wir die Hütte betreten und uns schnell zum Abendessen begeben. Eine lange Tour auf den Spuren des Amerikaners Oliver Perry Smith und des Sachsen Rudolf Fehrmann liegt hinter uns. Satt und zufrieden und müde begeben wir uns bald zur Ruhe.
Fortsetzung der Barthel-Gedenkfahrt
Um noch einmal eindrucksvolle Blicke auf unseren Turm zu haben, gingen wir am folgenden Tag bei noch schönerem Wetter in Richtung Cima Tosa und dann über den Videsottweg (IV) auf die Cima Margherita. Hier hatte Jens, der sich wie andere auch auf diesem Weg einen Verhauer leistete, gleich drei Nachsteiger. Ich wurde gefragt, woher ich gewusst hätte, dass die Tage um den 20. Juli bestes Kletterwetter bringen. Das war nur Glück, dass ich aber in dem vergangenen Jahrzehnt gepachtet zu haben schien. Dafür schlug das Wetter am nächsten Tag beim Abstieg und Umsetzen in die Zillertaler Berge gewaltig zu. Sturm, Regen, Hagel Schnee, je nach Höhenlage. Und als wir am Abend zur Alten Chemnitzer Hütte kamen, sagte Erich Burgmann, der Hüttenwirt, zu mir: "Du bist nun schon zum dritten Male hier, aber immer liegt Schnee."
So verhinderten die Verhältnisse am Berg wieder einmal, dass wir Barthels Spuren am Turnerkamp (S-Grat) folgten. Zu sechst ließen wir’s geruhsam angehen mit einem Gang auf den verschneiten Gamslahnernock, etwa zugspitzhoher direkter Hausberg der Nevesjochhütte, und dem Kellerbauerweg, dem wir bis zur Tristenspitze folgten, wo wir einen wunderschönen Blick bis zu den Drei Zinnen hatten. Aber uns war noch ein Bergtag gegönnt. Wir bestiegen den 3478 Meter hohen Großen Möseler. Der Gipfelaufbau im tiefen Schnee, also eine richtig schöne Hochtour. Am Gipfelkreuz 30 cm Raufrost und von Stunde zu Stunde bessere Sicht, weil sich die Wolken in der Höhe auflösten und nur nach Norden gewaltige Wolkenbänke unter uns lagen. Im Film ist ein Teil des faszinierenden Eindrucks widergegeben.
Am Ende der Tour stand ein fröhliches Fußbad im eiskalten Gletscherbach des Östlichen Neveserferners. Erich Burgmann hatte zu unserer Begrüßung nach erfolgreicher Bergfahrt die Fahnen von Sachsen und Chemnitz gehißt. Sie flatterten in der frischen Brise so bildwirksam, aber Horst Mempel hat diese Szene im Film nicht gebracht.
Der 62-jährige Roland, der auf seiner ersten Alpenfahrt die herrliche Brenta auf Klettersteigen und Wanderwegen erlebte, an der Bartheltafel die Gedenkrede verlesen durfte und am Nevesjoch in zwei Tagen zwei Berge bestieg und dabei am Dreitausender eine richtige Hochtour machte, fasste es beim Südtiroler Wein, den er spendierte, zusammen: Die Barthel-Gedenkfahrt war eine rundum gelungene Unternehmung. Jeder war auf seine Kosten gekommen. Dank dem Initiator der Sektionsfahrt, auf den zu Hause die Erarbeitung des Biwakbeitrages wartete. Wer organisiert die nächste ähnliche Reise in die Berge?
Durch Rita Türpes Artikel in der "Freien Presse" wurde ein Hobbyforscher, der sich mit denkmalgeschützten Grabmälern befasst, auf uns aufmerksam. Von ihm erfuhr ich, dass G. A. Barthel zunächst in Freiberg Hilfslehrer war, ehe er nach Chemnitz kam, hier Oberlehrer am
Realgymnasium wurde und Turndirektor. In dieser Funktion war er für den Kinder- und Jugendsport verantwortlich. Auf diesem Gebiet wurde im damaligen Chemnitz schon Beispielgebendes geleistet. Die Trauerfeier für Barthel am 25. Juli 1909 gestaltete sich zu einem besonderen Ereignis in der Stadt. So viele Trauergäste und Blumengebinde hatte zuvor die Trauerfeierhalle des Chemnitzer Krematoriums noch nicht gesehen. Der Oberbürgermeister und die meisten Stadtverordneten waren anwesend und neben den Bergfreunden vor allem die Turner, die dann den Gedenkstein und die Gedenktafel gemeinsam errichten und herstellen ließen.
90 Jahre später erwiesen wir Gustav Adolf Barthel mit der Gedenkfahrt unsere Hochachtung.
Chemnitzer beim Treffen Junger Bergsteiger
auf der Burg Hohnstein
Von Katja Patzsch
Wie im letzten Heft angekündigt, hier ein Bericht über das 29. Treffen Junger Bergsteiger vom 13. bis 16. Mai 99 in der Sächsischen Schweiz. Drei Tage lang wurden auch wir, die Jugendgruppe der Sektion Chemnitz des DAV in Kletterfertigkeiten, Technik und Erster Hilfe getestet und bewertet. Es gab vier Altersklassen. Ich (18 Jahre) war in der AK 4 und hatte entsprechend die schwierigsten Aufgaben zu meistern. Nachdem ich erst stundenlang hatte auf meinen Mannschaftspartner warten müssen (Wir waren nicht gemeinsam angereist.), konnte es losgehen.
Die erste Station, Bergrettung genannt, war lustig anzuschauen. Dabei opferte sich ein Mann der Jury und "stürzte" sich die Burgmauer hinunter. Rettung mit dazugehörigem Abseilen war nun gefragt. Für mich war das völliges Neuland und wie sich herausstellte, auch für für meinen Partner. Nach langem Zuschauen versuchten wir uns an diesem Test. Ich sicherte von oben und Hannes machte weiter unten seine Sache sehr gut. Inzwischen hatten die Jüngeren schon einige Stationen hinter sich. So wurden sie in Selbstrettung (Prusiken) und Halten eines Stürzenden geprüft.
Abends fielen wir mehr oder weniger erschöpft in die Betten. Vorher wurde noch ordentlich herumgealbert. Wir übernachteten gemeinsam in einem Zimmer mit Doppelstockbetten, was nur für Paul zu einem Problem wurde. Er kam nämlich immer zu spät und musste sich im Dunkeln ins Zimmer schleichen. Freitag war ein Tag mit relativ gutem Wetter. Mit Bussen ging es zum Einzel- und Gruppenklettern an den Fels. Den Tag zuvor wurden Kletter- routen verschiedener Schwierigkeitsstufen bekanntgegeben. Jeder musste sich eine aussuchen. Ich hatte mich für eine VIIb entschieden, die ich auch gut meisterte. Natürlich hatte ich wie andere auch keine Chance gegenüber Felix. Mit seinen 14 Jahren bezwang er eine VIIIa ohne das kleinste Problem und erreichte somit den 1. Platz im Einzelklettern. Am Abend gab es einen Diavortrag über den "schönsten Berg", den Alpamayo in Peru. Das war sehr interessant. Am Sonnabend war der Himmel so wolkenverhangen und der Tag verregnet, dass das Programm erst einmal geändert werden mußte. Die Wanderungen der AK I bis III wurden um einige Stunden verschoben. Die Mädchen und Jungen bekamen Skizzen mit Anhaltspunkten, die sie suchen und zu denen sie wandern sollten. Diese Wanderungen zogen sich mehrere Stunden hin. Das Team Michi und Paul funktionierte dabei gar nicht. Michi kam ohne Paul, der sich irgendwo aus dem Staub gemacht hatte, zurück. Unterdessen mußte sich die AK IV einem für mich neuen Test unterziehen. Selbstrettung ohne Gurt war angesagt. Dabei bastelte sich einer aus dem Team aus dem Seil einen Behelfsgurt, kletterte mittels einer Baustelle einige Meter hinauf und stürzte sich ins Seil. Aus dieser Misere musste man sich wieder retten. Ich übernahm die Aufgabe und versuchte mich in Selbstrettung, denn Prusiken ist kein Problem für mich. Doch ich hatte nicht damit gerechnet, dass meine Beweglichkeit gewaltig eingeschränkt war, da ich nur in einem Behelfsgurt hing. Es war eine enorme Belastung für meine Arme, die sich nach kurzer Zeit sehr matt fühlten. Doch irgendwie, nach vielen Versuchen, schaffte ich es, meinen Fuß in die Prusikschlinge zu kriegen. Als ich wieder auf dem Boden stand, tat mir alles weh und ich war total geschafft. Striemen unter den Armen erinnerten mich noch lange an diese neue Erfahrung.
Am selben Tag mußten sich alle Teilnehmerteams noch einem Erste-Hilfe-Test unterziehen, wofür unsere Truppe schon geübt hatte. Mit gemischten Gefühlen und Erwartungen wurden wir in ein Zimmer gerufen und die Jury wies uns ein. Plötzlich kam ein junger Mann herein und legte sich hin. Das war unser "Opfer". Es stellte sich heraus, dass er einen Schädelbasisbruch und eventuell eine Wirbelsäulenverletzung hatte. Nun sollten wir beweisen, dass wir wissen, wie man sich als Helfer in einem solchen Fall verhalten muss und was man zu tun hat.
Am späten Nachmittag ging es noch zum Rißklettern, einer Pflichtübung für die AK IV. Es sah erst gar nicht so schwierig aus, doch als ich es probierte, stellte es sich als gar nicht so leicht heraus. Ich stürzte zweimal ins Seil, was 0 Punkte brachte.
Am Abend fand die Preisverleihung statt. Felix und Julia eroberten einen Platz auf dem Treppchen. Sie wurden Dritte in der AK I. Gratulation. Michi und Paul, das Team, das nicht funktionierte, kamen prompt auf den letzten Platz in der AK II. Falk und Holger (AK III) waren recht gut, doch für einen Platz unter den ersten Drei reichte es nicht. Und ich freute mich mit Hannes über den 9. Platz (Mittelfeld). Aber die Hauptsache ist doch, dass es Spaß gemacht hat, und wir hatten eine Menge Spaß!!!
Am Sonntag war Abreise. Doch für uns war der Tag noch nicht gelaufen. Wir unternahmen mit unsererm Jugendleiter "Frami" noch einige Klettertouren und fuhren erst am späten Nachmuittag mit dem Zug nach Hause. Unserem Frami gilt ein großes Dankeschön. Er ermöglichte unsere Teilnahme. Mir hat das Treffen wie allen aus unserer Gruppe sehr gut gefallen.
Ich würde im nächsten Jahr gern wieder dabeisein.
Z U R P E R S O N . . . Z U R P E R S O N . . . Z U R P E R S O N
Julia und Felix Maul
Unsere 12- und 14-jährigen Teilnehmer am Treffen Junger Bergsteiger vertraten die Sektion Chemnitz erfolgreich. Als Team der Altersklasse I belegten sie den 3. Platz. Felix erreichte beim Einzelklettern mit der einwand freien Meisterung einer VIII a den 1. Platz.
Wir gratulieren beiden ganz herzlich zu ihrem Erfolg.
Auf dem Foto ist Felix beim Spaßklettern in der Wolkensteiner Schweiz.
Fritz hört auf
Wer von der Kletterern in unserem Raum weiß nicht, welche Gaststätte gemeint ist, wenn vom "Fritz" die Rede ist. Jetzt ist das leider genauso Vergangenheit wie in der Sächsischen Schweiz das "Gute Bier", "Friebels Gaststätte" und die "Ottomühle" als beliebte Bergsteigergaststätten Geschichte sind. Manche kannten die "Bergschänke zum Katzenstein" in Pobershau nur unter dem Namen "Fritz". Fritz Schönherr war 21 Jahre lang Pächter und guter Geist des wegen seiner Person beliebten Lokals. Bergsteiger und Wanderer kehrten nicht nur nach ihren Touren bei ihm ein. Wenn es was zu feiern gab, dann geschah es oft bei ihm. Und wer dort einmal gefeiert hat, wird diese Stunden kaum vergessen.
Nun wird die Kneipe erst einmal für eine Zeit geschlossen sein. Sicher wird sie eines Tages wieder offen sein als modernisierte, renovierte Gaststätte. Sicher werden wir auch dort wieder einkehren, aber "Fritz" wird Geschichte sein.
Machs gut, Fritz, was immer du auch in Zukunft tun wirst!
Bergsteiger, Filmer, Schreiber
Wußten Sie schon, dass unser 66- jähriger Redakteur nicht nur fürs Fernsehen mit der Filmkamera auf die Guglia di Brenta kletterte und 14 Tage später zum ersten Mal mit der Tochter auf einen größeren Berg ging und den Großvenediger an einem wunderbaren Tag erlebte, sondern dass er auch im Jahr der Senioren 1999 Preisträger des 1. Chemnitzer Seniorenschreibwettbewerbes wurde, an dem sich 57 Autoren mit mehr als 130 Beiträgen beteiligten? In einer Prosaarbeit schildert er seinen Alleingang durch die Ostwand des
Watzmann und blickt dabei auf Stationen seines Lebens zurück.
Ein herzlicher Glückwunsch auch unserem vielseitigen Senior!
Auf dem Foto ist Wolfgang Mann mit seiner Tochter auf dem Großvenediger.
Bücher für uns
VERLAGSINFORMATION DES BERGVERLAG RUDOLF ROTHER GMBH
Henriette und Walter Klier
RUND UM STERZING
Wipptal: Vom Brenner bis Brixen
Rother Wanderführer 1. Auflage
136 Seiten mit 61 Farbfotos, 50 farbige Wanderkärtchen
mit eingezeichnetem Routenverlauf und einem
Übersichtskärtchen. Format 11,5 x 16,5 cm
ISBN 3-7633-4167-6 Preis: 19,80 DM
Das Gebiet dieses Wanderführers erstreckt sich vom Brenner bis nach Brixen und umfasst damit das Wipp- und Eisacktal samt ihrer Nebentäler Pfitschertal, Pflerschtal, Ridnauntal, Ratschingtal und Jaufental. In dieser Gegend finden sich eine Vielzahl lohnender Wanderungen auf meist gut markierten und instand gehaltenen
Wegen und Steigen. Die bewährten Autoren haben 50 der schönsten Wanderungen rund um Sterzing zusammengestellt bis hin zum Aufstieg auf die Wilde Kreuzspitze, die ein unschwieriger Dreitausender und hervorragender Aussichtsberg ist.Jede Tourenbeschreibung enthält einen kurzen Steckbrief und eine detaillierte Routenbeschreibung, ergänzt durch farbiges Wanderkärtchen im Maßstab 1 : 50 000 bzw. 75000.
SING MIT UNS DAS SEKTIONSLIED !
Die Preisaufgabe für 1999 bestand darin, zur vorgegebenen 1. Strofe (bisher Strophe) eine zweite zu schreiben und eventuell eine Melodie zu komponieren. Ganze zwei Einsendungen hat es gegeben. Nun haben alle, die am Stiftungsfest teilnehmen, die Möglichkeit zu entscheiden. Aber auch alle anderen Leser können schriftlich ihr Urteil abgeben und vielleicht doch noch einen weiteren Text schreiben. Im nächsten Heft werden die Ergebnisse bekanntgegeben.
Hier noch einmal die 1. Strofe (wegen des Versmaßes) und daneben die Einsendung A:
Wo die Chemnitz fließt im Tale, Ja, uns zieht es zu den Höhen,
da sind wir so gern zu Haus, die gebaut aus Fels und Eis.
und wir ziehen viele Male Und auf ihnen dann zu stehen,
jedes Jahr zur Stadt hinaus. ist für uns der schönste Preis.
Wir durchstreifen kühle Wälder, Wenn im Licht der Abendsonne
klettern hoch am Felsgestein, jeder Gipfel rot erglüht,
schauen über Wald und Felder fühlen wir die höchste Wonne,
weit ins schöne Land hinein. singen wir dem Berg ein Lied.
Einsendung B
kam gleich mit Noten für eine MelodieManche Sorgen sind vergessen,
ist die Stadt erst weit entfernt.
Jeder von uns ist besessen,
hat das Klettern schnell erlernt.
Wenn wir auf dem Gipfel stehen,
fühlen wir uns frei und froh.
Geht auch manche Tour daneben,
machen wir trotzdem weiter so.
Ein guter Beschluss der Hauptversammlung des DAV in Magdeburg
für unsere Sektionsmitglieder über 65 Jahre
Mit eindeutiger Mehrheit wurde ein Antrag der Sektion Magdeburg, der von allen ostdeutschen Sektionen unterstützt wurde, angenommen. Der Beschluss besagt:
Mitgliedern der Alpenvereinssektionen in den neuen Bundesländern werden nachgewiesene Zeiten von Mitgliedschaften im Deutschen Verband für Wandern und Bergsteigen des DTSB der damaligen DDR bzw. gleichgearteter Vereinigungen anerkannt. Damit können auch unsere Bergfreundinnen und Bergfreunde, die schon 65 Jahre alt und A-Mitglied sind, als B-Mitglied eingestuft werden, wenn sie mindestens 25 Jahre anerkannte Mitgliedschaft nachweisen können.
Wenn ein Antrag mit Nachweis an die Sektion gestellt wird, können also die betreffenden Mitglieder beim Erwerb der Jahresmarke für 2000 schon den geringeren Beitrag entrichten. Dass sie trotzdem die Vereinszeitschriften "Panorama" und "Mitteilungen" erhalten, ist gesichert.
Die Redaktion in eigener Sache
Von diesem Heft an arbeitet Frau Ingrid Patzsch in der Redaktion unserer "Mitteilungen" mit. Sie bearbeitet alles, was unter die Rubrik
Infos, Mitteilungen, Hinweise
gehört. Jeder, der für das nächste Heft etwas in dieser Art hat, reicht es schriftlich bei Ingrid Patzsch, Bernsdorfer Str. 181, 09126 Chemnitz (Tel.: 0371/5613542) ein. Abgabe im Geschäftszimmer ist natürlich auch möglich. Zur Erinnerung:
Alle Einsendungen mit Absender versehen und den Redaktionsschluß 15.4.2000 nicht überschreiten.
Tourenbericht zur Barthel-Gedenkfahrt
1. Bergsteiger/Kletterer
Zur Gruppe gehörten: Karsta Maul, Rita Türpe, Christoph Johne, Wolfgang Mann, Jens Schulze und bei der Jubiläumsbesteigung die Ex-Chemnitzer Barbara Alexander, Rainer Heilmann und Michael Scymczak. Auch Ulrich und Michael Meyer, unsere Zwönitzer Sektionsmitglieder, haben die Guglia während der Zeit der Gedenkfahrt bestiegen. Über die Kletter- und Hochtouren ist im obigen Bericht genügend angeführt. Insgesamt wurde die Guglia fünfmal innerhalb von drei Tagen auf zwei verschiedenen Wegen erstiegen. Darüberhinaus an der Cima Margherita und am Crozzon di Brenta Kletterwege im IV. und VI. Schwierigkeitsgrad. Für drei Klettertage ist das ein schönes Ergebnis.
2. Wanderer/Klettersteiggeher
In drei Gruppen wurden eine Vielzahl von Wegen und Steigen begangen.
Die zahlenmäßig stärkste Gruppe war die um Treua Schale, die zunächst mehrere Tag in Madonna di Campiglio Quartier genommen hatte und dann im Rifugio Casinei. In 10 Tagen gab es so gut wie keine Ruhepause, aber Tage mit 1000 Höhenmetern auf den bekannten Höhenwegen und Klettersteigen. Zur Gruppe gehörten Irmgard und Werner Steudel, Treua und Wolfgang Schale, Werner Klotz und im 2. Teil noch Dörthe Claußnitzer. Auf ihren Touren erreichten sie den Lago Nambione, Pinzolo, das Genova-Tal mit seinen schönen Wasserfällen, Malga di Boch, Rifugio Graffer, Rif. Stoppani, Passo del Grosté, Malga Fevri, Monte Spinale, Rifugio Brentei, Sentiero SOSAT, Rif. Tuckett, Bocca di Brenta, Sent. delle Bocchette Centrali bis Bocca del Armi, Rif. Alimonta, Bocca di Tuckett.
Die Gruppe Ludwig Heinrich, Peter Wagner und Roland Edelmann beging in zwei Tagen den Sentiero SOSAT zur Tuckett-Hütte und den Sentiero Gustavo Vidi zum Rifugio Graffer und war beim zweiten Teil der Fahrt in den Zillertalern und der Alten Chemnitzer Hütte dabei.
Eine dritte Gruppe bestand zeitweise aus Jörg Helbig und Reinhold Böttcher, der sieben Tage in der Brenta weilte. 1. Tag: Anreise nach Molveno, Aufstieg zur Altissimohütte 2. Tag: Sent. delle Perse, Tuckettpass, Tucketthütte, Passo del Grosté, Sent. Benini
3. Tag: Sentiero SOSAT, Brentei-Hütte, Val Brenta Alta (Gedenkfeier), Tosahütte
4. Tag: (mit J. Helbig) Tosahütte, Sent. dell’ Ideale, Zwölf-Apostel-Hütte
5. Tag: (mit J. Helbig) Sent. Castiglioni, Sent. Palmieri, Pedrottihütte.
6. Tag: Sent. d. Bocch. Centrali, Sent. Bocch. Alte, Tuckettpass, Sent.Orsi, Tosahütte.
7. Tag: Abstieg nach Molveno, Heimreise mit Hindernissen
3. Zusatz und Nachtrag
Die Besatzung des Autos von Jens Schulze hatte am Tag des Umsetzens von der Brenta in die Zillertaler Pech und einen Autounfall ohne Personenschaden. So musste er fünf Wochen später wieder in die Dolomiten. Und diese Tage mit Tino Maul wurden sehr erfolgreich.
01.09. Pala Cima de la Madonna 2732 m Schleierkante V+
03.09. Rosengarten Delagoturm 2790 m Delagokante IV+
Stabelerturm 2805 m Fehrmannweg IV+
04.09. Rosengartenspitze 2981 m Ostwand "Steger" VI-
05.09. Winklerturm 2800 m SO-Wand/Winklerriss IV
Fotos zum Bericht Barthel-Gedenkfahrt: Keiderling (1), Klotz (1), Leonardi (1), Mann (8)
berichtet wird. Und Erlebnisse hatten die Teilnehmer an den Fahrten 1999 ins Zittauer Gebirge und ins Altmühltal sicher genug.
Übernachtet wird in Selbstversorgerhütten.
Näheres ist in der Geschäftsstelle zu erfahren.
SOMMER-
SONNEN-
WENDE
2 0 0 0
diesmal am Wochenende danach wie immer auf der Anton-Günther-Höhe bei Wolkenstein.
Sicher werden wieder so viele Zelte wie im Vorjahr aufgebaut.
Die Zelte vom Feuer aus gesehen. Foto: Patzsch
Unser fröhlicher Sandersmann
freut sich schon sich schon, an der Sommersonnenwende teilnehmen zu können, aber auch auf
den letzten Teil der Erzgebirgskammtour
, der in drei Etappen vom 29. April bis 1. Maivon Schöna/Sächs. Schweiz über die Tisaer Wände nach Zinnwald führt. Danach ist die gesamte Strecke vom Vogtland bis zum Elbsandsteingebirge geschafft. Wer wird am Treffpunkt Hauptbahnhof Chemnitz am 29. April 2000, 5.45 Uhr, dabei sein und vorher die 50,--DM eingezahlt haben.
Der fröhliche Wanderer freut sich aber auch auf die nächste Himmelfahrtstour unter dem Titel
Düsseldorfer und Chemnitzer im Schwarzwald
Gemeinsame verlängerte Wanderwoche vom 01. 06. bis 12. 06 im Naturfreundehaus am Brend für jeweils 15 Teilnehmer jeder Sektion. Meldeschluß: 26. April. Letzte Absprachen am 24. April, 18.00 Uhr in der Geschäftsstelle. Anzahlung: 200,--DM bei Eintrag in die Teilnehmerliste.
Alle Veranstaltungen siehe auch Beilage!
Südamerikaexpedition 2001
Alles Wichtige auf einen Blick
Pissis Nordwestroute
Ojos del Salado Nordgrat III (Tourennachweis der Teilnehmer)
Steffen Oehme
Die "Mitteilungen" werden in den kommenden Heften vom Stand der Vorbereitungen und dann ausführlich über die Expedition berichten.
Vorschau auf das nächste Heft
Im nächsten Heft wird besonders von Hochtouren in den Alpen und Südamerika berichtet. Der Redaktion liegen schon einige interessante Aufzeichungen vor, so Steffen Oehmes Erlebnisse auf dem südamerikanischen Kontinent einschließlich einer langen Tourenliste.
Die Redaktion erinnert noch einmal an die Abgabe von Tourenberichten von 1999.
Stammtischabende mit Vorträgen
wie immer jeden letzten Dienstag im Monat in den Räumen der AWO.
Themen der Vorträge werden im Geschäftszimmer veröffentlicht. Der Vortragswart nimmt Ihre Bereitschaftserklärungen, einen Vortrag zu halten und Dias zu zeigen, gern entgegen. Die Vorträge beginnen gegen 19.30 Uhr. Vorher ist Zeit zu Absprachen, persönlichem Austausch, Getränkebestellung, Imbissverzehr; eben Stammtisch.