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DAV Chemnitz : Infoheft 2. Halbjahr 2000 (Heft 19) ![]()
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Wenn dieses 19. Heft in die Hände der Leser kommt, begehen wir den 10. Geburtstag der wieder gegründeten Sektion. Für viele Sektionsmitglieder gehören die ersten Jahre nach 1990 schon nicht mehr zur mit erlebten Geschichte. Deshalb ist es angebracht, in unserer Serie zur Geschichte der Sektion Rückschau auf diese zehn Jahre von 1990 bis 2000 zu halten.
Vier Personen hatten nach den Ereignisssen in der DDR im Herbst 1989 unabhängig von einander in München beim Hauptverein Erkundigungen eingezogen und saßen am 30. Mai 1990 zusammen, die Sektion Chemnitz wieder ins Leben zu rufen. Zu ihnen gehörten die Baufachleute Ingenieure Gottfried Eißner und Joachim Schulze, der Finanzfachmann Rudolf Hannß und der Dipl.-Sportlehrer Peter Lademann, die dann die Aufgaben eines 1. und 2. Vorsitzenden und des Schatzmeisters übernahmen. Wegen starker beruflicher Belastung mussten sich P. Lademann und nach drei Jahren auch J. Schulz aus der ehrenamtlichen Tätigkeit für die Sektion zurückziehen. Durch die Beziehungen des 1. Vorsitzenden konnte ein mehr als kleines Büro in der Fichtestraße 40 kostenfrei genutzt werden. Eine Schreibmaschine und ein gebrauchter Kopierer gehörten zur Erstausstattung. Schon nach fünf Wochen wurde der 100. Mitgliedsausweis ausgestellt. Das 500. Mitglied wurde 1993 aufgenommen und in diesem Jahr 2000 geht es auf die 1000 zu, dabei die Abgänge nicht mitgezählt. Von denen, die 1990 der Sektion beitraten, gehören ihr 10 Jahre später noch 87 Personen an. Gründungsmitglied Rudolf Hannß hatte so viele Ausweise auszustellen, dass er sich anfangs selbst vergaß und sein Ausweis die Nr. 290 trägt. Bis zur Nummer 100 sind noch heute dabei:
Im Büro war in allen Jahren an den Mittwoch Nachmittagen viel los, aber Irmgard Steudel, Treua Schale und Rudolf Hannß (Siehe Hefte 15 bis 17!) waren nicht aus der Ruhe zu bringen. Bewundernswert, wie sie unsere Mitglieder schon bald mit Namen kannten. Bessere Arbeitsbedingungen gab es mit dem Umzug 1996 in die Räume der Arbeiterwohlfahrt in der Rembrandtstraße. Die ständig wachsende Mitgliederzahl brachte mehr Arbeit, aber auch mehr Einnahmen. Diese gestatteten eine bessere Ausstattung mit Büromöbeln und moderner Technik. Hier arbeitete auch Karsta Maul weiter mit, hauptsächlich als Bücherwart. Die Bibliothek der Sektion wuchs von Null auf einige hundert Bände Belletristik, Führer- und Ausbildungsliteratur und Bildbände, hat damit aber noch nicht die Zahl 2000 von vor 1945 erreicht. Wo diese alpine Bücherei der alten Sektion Chemnitz nach dem Krieg geblieben ist, ist immer noch unbekannt. Nur ganz wenige Exemplare sind wieder aufgetaucht und in unserem Besitz.
Von Anfang an wurde klar, dass in die Sektion Chemnitz Bergfreundinnen und Bergfreunde eintreten, die z. T. sehr weit weg über die Stadtgrenzen hinaus zu Hause sind. Mit Mönchengladbach im Westen und Cottbus im Osten ist nahezu die ganze Breite Deutschlands vertreten. Um alle mit Sektionsinformationen versorgen zu können, wurde 1991 das erste Heft der "Mitteilungen" mit einem Umfang von 16 Seiten und einer Auflage von 450 Stück herausgegeben. Inzwischen hat der Redakteur in 9 Jahrgängen 19 Hefte mit zusammen über 750 Seiten bearbeitet und dabei ein Spiegelbild all dessen abgeben können, was das Leben der Sektion ausmacht:
Ohne eine genügend große Zahl von Frauen und Männern, die entsprechend ihrer Fähigkeiten und Neigungen ehrenamtlich für den Verein arbeiten, geht gar nichts. Solche Persönlichkeiten, die sich Verdienste um die Sektion erwarben, stellen wir seit 1998 in den "Mitteilungen" vor. Hier seien noch einmal die 1. Vorsitzenden genannt, die das erste Jahrzehnt der Sektion nach der Neugründung prägten:
Gottfried Eißner, der schon vor dem Mauerbau in Berlin Mitglied des DAV wurde, was sich heute leichter sagen lässt als es sich damals verwirklichen ließ, erfüllte sich mit der Wiedergründung der Sektion einen Lebenstraum und er hätte sicher noch viel länger für den Verein wirken wollen, als es das Schicksal zuließ. Zwei Tage vor seinem 66. Geburtstag ging sein Leben 1994 urplötzlich zu Ende.
Ehler Sommermeyer, ein aus dem Norden zugereister Rechtsanwalt, stellte sich in der schwierigen Situation nach Eißners Tod 1995 zur Wahl. Doch schon ein Jahr später, kurz vor der Jahreshauptversammlung, wurde er - erst 57-jährig - tot in seinem Büro aufgefunden.
Steffen Oehme, eines der ersten Mitglieder der Sektion, damals Anfang dreißig, rettete den Verein aus der Krisensituation, obwohl er sich als 2. Vorsitzender, Fachübungsleiter und Hochtourenführer schon genug Arbeit aufgebürdet hatte und er schließlich als bergsportlich Aktiver im besten Leistungsalter stand und steht. Unter seiner Führung wird auch die von der Sektion unterstützte Andenexpedition "Top of Südamerika 2001" gestartet.
Wenn es zum Schluß dieser kurzen Rückschau eine Vorschau gibt, dann wäre auch anzuführen, dass es zum Jahreswechsel 2000 zu 2001 die Millenniumsfahrt der Sektion geben wird, dass noch im Jahre 2000 das Heft 20 der "Mitteilungen" erscheint und dass dann auch das Jahr 2007 mehr und mehr ins Blickfeld gerät. Dann nämlich heißt es:
125 Jahre Sektion Chemnitz des DAV e. V.
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Fast zwei Jahre beschäftigt uns nun der Text für ein Sektionslied. Die 1. Strophe schrieb ich im Versmaß bekannter Hymnen (Z. B. "Lied der Deutschen" von H. H. v. Fallersleben). Das sollte die Aufgabe für Dichter einer zweiten Strophe erleichtern. Zwei Einsendungen gab es nur, über die die Teilnehmer am Stiftungsfest 1999 entscheiden sollten. Text A kam anonym, Text B schrieb Karsta Maul (Siehe Heft 18, Seite 24!). Sie hatte sich noch eine Melodie dazu ausgedacht. 68 Stimmen wurden abgegeben. Das Ergebnis lautete 41 zu 27 für A. Der Preis, ein DAV T-Shirt, wurde Frau Maul übergeben, da ein Anonymer nicht ausgezeichnet werden kann. Der Tenor war aber, dass es drei Strophen geben sollte und also beide Texte ins Lied kommen. Folgende Kriterien mussten bei der Beurteilung zu Grunde gelegt werden, auch wenn das nicht ausdrücklich bekanntgemacht wurde:
Im Text A wurden alle Kriterien eingehalten.
Im Text B wurden Versmaß und Reimschema nicht eingehalten. Der letzte Vers hat 8 Silben, die Reihenfolge betonter und unbetonter Silben ist damit verändert. Das Reimschema der letzten vier Verse ist c, d, e, d. Die gedankliche Fortführung des Inhalts ist gegeben, bezieht sich aber verstärkt auf die Kletterer.
Um dem Wunsch nach drei Strophen entgegen zu kommen, habe ich Text B, der nun die 2. Strophe bildet, bearbeitet, so dass er allen Kriterien entspricht und sich ein Bogen von der ersten bis zur letzten Zeile über alle drei Strophen spannt.
Somit hat unser Sektionslied Form und Inhalt gefunden. Es fehlt aber immer noch die zündende Melodie.
1. Wo die Chemnitz fließt im Tale,
da sind wir so gern zu Haus.
Und wir ziehen viele Male
jedes Jahr zur Stadt hinaus.
Wir durchstreifen kühle Wälder,
klettern hoch am Felsgestein,
schauen über Wald und Felder
weit ins schöne Land hinein.
2. Alltagssorgen sind vergessen,
ist die Stadt erst weit entfernt.
Mancher von uns ist besessen,
hat das Klettern schnell erlernt.
Geht auch manche Tour daneben,
das macht uns fast gar nichts aus.
Dass wir neues Glück erleben,
ziehen wieder wir hinaus.
3. Ja uns zieht es zu den Höhen,
die gebaut aus Fels und Eis.
Und auf ihnen dann zu stehen,
ist für uns der schönste Preis.
Wenn im Licht der Abendsonne
jeder Gipfel rings erglüht,
fühlen wir die höchste Wonne,
singen wir dem Berg ein Lied.
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Wer konnte besser geeignet sein, die Geschicke der JDAV unserer Sektion in die Hände zu nehmen. Seit 1995 ist er gewählter und geschulter Jugendreferent und als Jugendleiter regelmäßig mit der jungen Klettergruppe beim Training und bei klettersportlichen Unternehmungen zusammen.
Sollte ihn sein beruflicher Werdegang von Chemnitz entfernen, würde er uns aus vielerlei Gründen fehlen. Er gehört unbedingt zu denen, die die Entwicklung unserer Sektion in den ersten zehn Jahren nach der Wiedergründung prägten.
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Am 12. Februar fanden sich 11 Sektionsmitglier, unter ihnen unser 1. Vorsitzender, im Sportforum an der Kletterwand ein, diesmal nicht vordergründig zum Klettern. Sie trafen dort das Produktionsteam der Fernsehsendung "Einfach genial" vom MDR und sollten als Juroren mitwirken. Vorgestellt wurden drei Erfindungen, die im Zusammenhang mit der Rettung aus Schneelawinen stehen. Mit 6 : 3 : 2 Stimmen entschieden sich die "Fachleute" für den Lawinenairbag, der auch schon in den Mitteilungen des DAV vorgestellt wurde.
Nachdem in einem Raum die Erfindungen per Video angesehen worden waren und sich jeder selbständig ein Urteil bilden sollte, wurde die Szene bildwirksamer im Freien noch einmal nachgestellt. Dann hieß es warten, bis die Sonne endlich auf unsere Kletterwand fiel. In dieser Zeit übte der Moderator Oliver Nix seinen Text, hängten die Kletterer schon mal zwei Seile in die Wand, versuchten unsere Leute denen vom Fernsehen zu erklären, welche Spielarten des Bergsteigens es gibt und was eine Hochtour ist, probte der Kameramann einige Einstellungen. Dann war es so weit. Die Sonne war da. Drei Mann sicherten, drei stiegen ein Stück die Wand hinauf und suchten sich einen Platz am Haken. Die anderen postierten sich fernsehgerecht am Wandfuß. Mindestens sechs Mal mußte die ganze Szene wiederholt werden, weil einmal ein Juror zwei Stimmen abgegeben hatt, weil ein Gespräch nicht geklappt hatte, weil sich eine Wolke vor die Sonne geschoben hatte, weil sich der Moderator versprochen hatte, weil Schatten auf einen Gesprächspartner fiel, weil einer kein Satzende fand. Weit mehr als eine Stunde hockten oben die drei in ihren Sitzgurten, hielten die unten die Seile und machten die anderen gute Miene zum seltsamen Spiel. Belustigt sahen vorbeikommende Sportler anderer Sportarten dem nicht alltäglichenTreiben zu. Aufatmen bei allen, als der Regisseur endlich eingermaßen zufrieden war.
Ein Sonnabendvormittag war für unsere 11 Sektionmitglieder einmal auf ganz andere Art und Weise verlaufen. Am 22. Februar konnten sie sich als Akteure ohne Gage im Fernsehen bewundern.
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Die Skiregion Obertoggenburg wird gebildet aus den Orten St. Johann, Unterwasser und Wildhaus. Die Skiregion liegt nur ca. 1 Autostunde vom Bodensee entfernt. Wildhaus ist ein ruhiger familiärer Ort mit gemütlichem Freizeitangebot, Eislaufbahn, Tennishalle, Curlinghalle, Kutschfahrten, Sauna, Kino und gemütlichen Restaurants.
Unser Haus : ... ist eine Selbstversorgerhütte, die ca. 10 min. vom Ortszentrum von Wildhaus und direkt an einem Skihang liegt. Ein großer Parkplatz liegt ca. 50m vom Haus entfernt.
| Reiseteilnehmer an der Jahrtausendwendefahrt : max. 49 Personen | |
|---|---|
| Anmeldung : | Termin eigentlich schon verstrichen ! Anmeldungen sollten also erfolgen |
| Reisepreis : | 240,-DM bis zu einem Alter von 11 Jahren; incl. Bustransfer mit Fernreisebus 250,-DM bis zu einem Alter von 15 Jahren; incl. Bustransfer mit Fernreisebus 290,-DM bis ab einem Alter von 16 Jahren; incl. Bustransfer mit Fernreisebus zuzügl. 20,-DM pro Person für Verpflegung am Anreisetag und 1. Frühstück |
| Leistung : | 7 Nächte incl. Energie und Kurtaxe |
| Zimmer : | 1x2, 3x3, 1x9, 1x12, 2x14 Etagenbetten/Matratzenlager |
| Beachte : | Schlafsäcke sind mitzubringen ! |
| Rücktritt : | Es gelten die Veranstaltungsbedingungen von Hüttenvermiter Thomas Grether-Reisen GmbH, Blohnstr. 25, 76185 Karlsruhe |
Interessenten melden sich bitte umgehend in der
Geschäftsstelle
und erhalten dort umfangreiches Informationsmaterial.
Der Reisepreis ist mit Anmeldung zur Zahlung fällig.
| Skigebiet Infos : | |
|---|---|
| Höhe : | 900 - 2262 m |
| Lifte : | 20 Anlagen |
| Skibus : | Skibusdienst vorhanden |
| Langlauf : | 45 km gespurte Loipen, Nachtloipe, mehrere Höhenloipen |
| Pisten : | 55 km abwechslungsreiche Abfahrten, leicht bis mittelschwer, Talfahrt, Tiefschneereviere, beleuchtete Nachtpiste |
| Winterwandern : | sehr schöne und präparierte Winterwanderwege |
| Rodeln : | 2,5 km lange Naturrodelbahn |
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Nun sind wir schon Stammgäste auf der Anton-Günther-Höhe bei Wolkenstein. Wenn auch der Wettergott nicht jedes Mal hundertprozentig mitspielte, regelrecht ins Wasser fiel die Sonnwendfeier noch nicht. Von Jahr zu Jahr versammelten sich mehr Sektionsmitglieder aller Alterstufen am Feuer und niemand beklagte sich jemals darüber, dass es langweilig gewesen sei. So wird es voraussichtlich noch viele gemeinsame Mittsommernächte am Sonnwendfeuer der Sektion am traditionsreichen Ort geben. Un da ist es wohl angebracht, etwas aus der Geschichte dieser Anhöhe nahe Wolkenstein hoch über dem Flussbett der Zschopau zu erfahren. Unser Sektionsmitglied Fritz Uhlig aus Hopfgarten beschäftigt sich seit langem mit der Geschichte seiner engeren Heimat und hat Ergebnisse seiner Arbeit in der Presse veröffentlicht. Sicher kann er uns am Feuer weit mehr über die Geschichte der A.-Günther-Höhe erzählen, als wir hier aus seinem Wissensfundus kurz zusammenfassen können.
Unsere Abbildung (siehe Print-Version unserer Mitteilungen) ist die Reproduktion einer farbigen Postkarte aus der Fotosammlung von Gottfried Siegert und zeigt die Vereinshütte des Wolkensteiner Erzgebirgsvereins, die für 3228 Goldmark 1914 auf der Moltkehöhe errichtet wurde.
Die älteste Bezeichnung war "Viehtrifthöhe", was keiner weiteren Erörterung bedarf. Warum aber bekam sie 1911 den Namen "Moltkehöhe" und errichtete man den Moltkestein, auf dem 1916 ein Bronce-Relief angebracht wurde? Wollte man den preußischen Generalfeldmarschall ehren, der als der große Schweiger in die Geschichte einging? Es war keineswegs der Kriegsherr, der die Wolkensteiner dazu bewog, sondern vielmehr der Naturliebhaber, der als junger Offizier in einem Brief an seine Mutter die Schönheit dieses Platzes rühmte. Damit gehört er zu den Entdeckern der landschaftlichen Schönheit des Erzgebirges.
Wie auf der Abbildung ersichtlich, konnte man 1914 von der Vereinshütte aus unbehindert den Rundumblick genießen. Nach dem 2. Weltkrieg verschwand die Hütte wahrscheinlich in Einzelstücken in den Wolkensteiner Öfen. Als man sich zu Zeiten der DDR darauf besann, das Erzgebirge wieder für den Fremdenverkehr zu erschließen, wurde die jetzige Rasthütte errichtet, die nun vom Erzgevbirgsverein Wolkenstein betreut wird.
Mit einem preußischen Generalfeldmarschall hatte man in der DDR nicht viel am Hut. So erhielt die Anhöhe den Namen Anton Günthers, des Sängers des Erzgebirges.
Und nun nicht vergessen:
Unsere Sonnwendfeier 2000 am Samstag, dem 23. Juni
Anmeldung bis 20. Juni (aber nicht zwingend nötig)
Die Wanderung wird in Zschopau gestartet. Bus ab Chemnitz 7.45 Uhr.
Wanderleiter: Jörg Helbig
Die Kletterer treffen sich wieder am Floßplatz.
Nähere Auskünfte in der Geschäftsstelle.
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Am 18. 11. 2000 wollen wir die erste Tauschbörse unserer Sektion starten.
Ziel der Veranstaltung ist es, gut erhaltene Ausrüstungsgegenstände (Ski, Skistöcke, Schuhe etc.) an neue Nutzer zu vermitteln. Die meisten Ausrüstungsteile sind langlebig und haben nur einen Nachteil: Sie wachsen nicht mit den Kindern mit oder man möchte sich etwas Neues zulegen und weiß nicht wohin mit den vorhandenen Dingen.
Alle Interessenten treffen sich mit ihren Tausch- (Verkaufs-)objekten um 10 Uhr in der Geschäftsstelle. Bis 12 Uhr wird getauscht und gehandelt. Anschließend nimmt jeder die getauschten oder nicht getauschten Dinge wieder mit nach Hause.
Wir wollen mit dieser Aktion den Versuch starten, gute Gegenstände sinnvoll weiterzugeben und so anderen zu helfen, günstig zu einigen Ausrüstungsstücken zu kommen.
Machen Sie mit!
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"Jedes Jahr im März" könnte das Motto sein für die jährliche Rechenschaftslegung des Vorstandes über die Aktivitäten und den Haushalt des Vereins. Und wer von den im März gezählten 958 Mitgliedern nicht zu den 63 gehörte, die an der Versammlung teilnahmen, der möchte auf dem Wege über unsere "Mitteilungen" informiert werden.
Es steht außer Zweifel, dass wir mit den von den Aktivisten der Sektion entwickelten Aktivitäten - zumindest im Vergleich mit anderen Sektionen gleicher Größenordnung - ganz weit vorn stehen. Vielleicht ist das der Grund, dass die Anwesenden sich nicht gerade diskutierfreudig, aber mit dem vom Vorstand und den Referatsleitern Vorgetragenem einverstanden zeigten.
Ein Riesenzahlenspiel ist immer die Darlegung der Aufteilung von Einnahmen und Ausgaben. Mir ist es noch in keiner Hauptversammlung gelungen, da den Durchblick zu behalten und ich habe mich wie sicher die meisten der Versammlungsteilnehmer auf die Aussage der Revisionskommission verlassen, dass alles in Ordnung sei mit unserem Geld. Aber ich könnte mir vorstellen, dass zumindest auf einigen Teilgebieten Einnahmen und Ausgaben gleich zusammen aufgezeigt werden und somit ein erarbeitetes Plus oder ein natürliches Minus erkennbar wäre, z. B. bei der Durchführung von Kursen, bei denen Gebühren erhoben werden und Ausgaben für die Entschädigung der Fachübungsleiter anfallen.
Ein wichtiger Beschluss war zu fassen, der die Einführung des Familienbeitrags auch für nicht verheiratete Paare mit Kindern im Alter von 14 bis 18 Jahren betraf. Hier gab es in der Versammlung einigen Tumult, prallten unterschiedliche Meinungen aufeinander. Aber von denen, die es betraf, war offensichtlich niemand da. Nur eine Verheiratete, deren Kinder demnächst in das Alter kommen, dass für diese Familie der Familienbeitrag interessant wird, meldete sich, weil für sie dann der Beitrag nicht mehr
A (80,- DM) + B (50,-DM) + Kinder (0,- DM) gilt, sondern
A + B + Kinder (20,-DM).
Die Abstimmung fiel so aus:
für den neuen Familienbeitrag auch für nicht verheiratete Paare: 25 Stimmen
dagegen: 13 Stimmen
Stimmenthaltung: 25 Stimmen
So sind nicht verheiratete Paare den verheirateten nun gleichgestellt, denn sie zahlen ja auch : A + B = 130,-DM . Bei nur einem Kind gibt es eine Vergünstigung für sie von 34,- DM, bei zwei Kindern zwischen 14 und 18 Jahren von 58,-DM. So lange es in diesen Familien ein Kind unter 18 Jahren gibt, zählt der Familienbeitrag. Danach muss die Mutter wieder den A-Beitrag zahlen. Für die Familien mit verheirateten Eltern bedeutet die neue Regelung eine Verschlechterung gegenüber der bisherigen. Ich meine, alle, die es betrifft, sollten sich zusammentun und der Hauptversammlung 2001 einen neuen Antrag vorlegen. Und noch eine Frage: Hat schon jemand über alleinstehende Mütter oder Väter mit Kindern im betreffenden Alter nachgedacht?
Im Vorfeld der Jahresversammlung hatte Sportredakteur Mario Schmidt von der Chemnitzer "Feien Presse" mit zwei Beiträgen für Unsicherheit unter Mitgliedern unserer Sektrion gesorgt, in dem er falsche Zahlen verbreitete, Aussagen unseres Vorstandes falsch interpretierte und Aussagen des Stadtsportbundes kritiklos veröffentlichte ohne dabei den Urheber zu nennen. Für uns sind unsere Gipfel immer noch unsere Sportgeräte, wenn sie auch nicht mit einem Fußball zu vergleichen sind. Und kein Mitglied des Deutschen Alpenvereins, das einen gültigen Ausweis besitzt, braucht sich zu sorgen, das abgeschlossene Versicherungspaket wäre nicht gültig.
Beschluss der Jahreshauptversammlung 2000
Der Familienbeitrag auch für nicht verheiratete Eltern wird ab 2001 eingeführt. Nichteheliche Lebensgemeinschaften und deren Kinder werden, sofern alle Mitglieder der Sektion Chemnitz des DAV sind, als Familie eingestuft. Die betreffende Familie muss dazu jeweils bis zum 01. Oktober einen Antrag auf Einstufung als Familie für das Folgejahr (Siehe unten!) an den Vorstand der Sektion stellen. Ein fehlerhafter Antrag bzw. falsche Angaben ziehen generell eine Ablehnung des Antrags nach sich.
Der Familienbeitrag umfaßt: Beitrag A + Beitrag B + 20,- DM
So sieht ein Antrag aus:
Antrag auf Einstufung als Familie für das Jahr ....
Eltern: Name, Vorname, Mitgl. Nr., geboren am, Anschrift, Telefon
Vater
Mutter
1. Kind (Name, Vorname, Geburtstag)
2. Kind.
3. Kind
Wir versichern, dass alle Kinder ständig in unserem Haushalt leben und Mitglieder der Sektion Chemnitz des DAV sind.
Unterschrift beider Elternteile
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Der Beginn unserer Stammtischabende im September 2000 gestaltet sich in diesem Jahr etwas schwierig, da uns die Arbeiterwohlfahrt (AWO) kurzfristig die Räme in der Rembrandtstrasse gekündigt hat. Der Vorstand der Sektion ist bereits aktiv auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten - ob allerdings die Möglichkeiten für einen Diaabend und Stammtisch im September bereits wieder gegeben sein werden, kann man momentan noch nicht sagen. Eventl. erlauben uns die neuen Räume in der Zieschestrasse die Durchführung unserer Stammtischabende direkt in der neuen Geschäftsstelle.
Damit Zeit für das zur Verfügung steht, was man unter einem alpinen Stammtisch versteht, werden die Abende wie immer jeden letzten Dienstag im Monat schon 18.30 Uhr begonnen. Bis 19.30 Uhr haben Interessengruppen Gelegenheit zum Gedankenaustausch, zur Planung und Vorbereitung von Fahrten u. a.
In letzter Zeit hat sich die Zahl derer, die mit Bildvorträgen auftraten, erhöht. Das wird sicher noch andere ermuntern, ebenfalls als Vortragende aufzutreten. Meldungen gehen bitte wie immer an den Vortragswart : Dr. Thomas Frank, Tel.: 0371/ 402 95 41.
Es sind bisher (Änderungen natürlich immer vorbehalten) folgende Vorträge und Erlebnisberichte vorgesehen :
| Stammtisch-Abende 2. Halbjahr 2000 und 1. Halbjahr 2001 | |
|---|---|
| 26. September 2000 | Stefan Bengs : 14-tägige Island-Rundreise mit Rucksack und Zelt (Bemerkung : wahrscheinlich letztmalig in den Räumen der AWO) |
| 31. Oktober 2000 | Steffen Oehme : Bericht von der Fahrt der DAV-Sektion nach Patagonien |
| 28. November 2000 | Emil Feigl : Trekking-Reise durch Australien, Ayers-Rock-Besteigung, Sydney |
| 30. Januar 2001 | Kerstin + Thomas Frank : Von San Francisco bis zum Arches NP, USA, 1999 (Besteigung von Half Dome/Cabel Trail, Lassen Peak und Mt. Shasta) |
| 27. Februar 2001 | Referenten koennen sich bei mir melden : Alpentouren 2000, Teil 1 |
| 27. März 2001 | Holm Schwandtner, Thomas Frank : eventl. Touren im Hohen Dachstein |
| 24. April 2001 | Referenten koennen sich bei mir melden : Alpentouren 2000, Teil 2 |
| 29. Mai 2001 | noch vakant, Referent wird noch gesucht |
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Während der Jahreshauptversammlung wurde die Bildung dieser Ortsgruppe innerhalb der Sektion Chemnitz des DAV bekanntgegeben und dem Iniator und Leiter Eckhard Schiefer mit einem Blumenstrauß und allen guten Wünschen auch die Unterstützung der Sektionsleitung zugesagt.
Nach dem Aufruf zur Gründung einer solchen Gruppe im Heft 15 meldeten sich schon von Juli bis September 98 eine ganze Reihe von Leuten zur Mitarbeit und zum Mitmachen. Im November 98 gab es ein erstes Hüttenfest, auf dem festgelegt wurde, dass man mindestens zweimal jährlich so zusammen kommen wolle, wobei auch Vorträge gehalten und gemeinsame Fahrten geplant werden. So hielt im Nov. 99 Jens Dagoförde, Mitglied der Gruppe, einen Dia-Vortrag über Trekking im Himalaja, und im April 2000 gab es einen Vortrag zum Thema "Wetter und Wetterentwicklung im Hochgebirge". Man war auch schon gemeinsam auf Wanderschaft:
Dass man Versammlungen als Hüttenfeste bezeichnet, ist doch mal etwas Neues und drückt schon durch das Wort aus, dass Zusammenkünfte (Versammlungen) etwas Schönes sein können, auf das sich die Teilnehmer freuen. Hier in der "Alten Schule" in Niederschlag (Ortsteil von Bärenstein) trifft sich die Ortsgruppe "Oberes Erzgebirge" zweimal im Jahr.
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... Die Lampen strahlen ein weiches Licht aus. Man fühlt sich in der Ferne daheim. Meine Gedanken hängen in Cuzco, wo wir die letzten Tage verbrachten, als der Bus plötzlich zum Stillstand kommt. Die Scheiben sind beschlagen und es ist empfindlich kalt geworden, stelle ich so im Munterwerden fest. Nach kurzer Zeit erscheint der Fahrer und ruft etwas in die Menge. Einige Indios erheben sich und wanken schlaftrunken zur Tür. Aha, deshalb stoppte der Bus. Das Fahrzeug vor uns ist in 20cm Neuschnee stecken geblieben.
Am frühen Vormittag erreichen wir das in einer Oase gelegene Arequipa in 2200m Höhe. Die wüstenhafte Umgebung der Stadt liegt nur 70km vom Meer entfernt. Das verleiht dieser ein gleichmäßiges , extrem trockenes Klima. Bekannt ist Arequipa auch unter dem Namen "Weiße Stadt", weil viele alte Häuser aus dem weißen Vulkangestein Siliar errichtet wurden. Den Kontrast dazu geben die dunklen Vulkankegel des Misti (5863m) und des Chachani (6075m).Ihre markanten Formen wurden für uns eine entscheidende Orientierungshilfe.
Am Nachmittag verlassen wir die Stadt in Richtung Coropana, dem 6425m hohen, mächtigen Vulkanmassiv. Unser Weg führt uns vorbei am Canon del Colca, dem tiefsten Canon der Welt. Leider haben wir nicht das Glück, seine volle Größe zu sehen. Starke Regenfälle gehen über das Altiplano nieder. An einigen Stellen schauen wir von der Hochebene in die Schlucht, wo tiefe Wolken die Sicht auf den 3000m tiefer liegenden Rio Colca verwehren. Nun hatten wir leider nicht die gewaltigen Dimensionen dieser besonderen Landschaft ausmachen können, dafür agieren wir als Taxi, sehr zur Freude der Indios, die so nicht im Regen laufen, sondern fahren. Natürlich, wie in Peru üblich, auf der Ladefläche des Pickup. Einmal hatten wir neun Indios geladen : für europäische Verhältnisse viel, aber ein Peruaner brachte auf dem gleichen Typ von Pickup 17 Indios und ein Lama unter.
Am Morgen darauf war strahlend blauer Himmel. Vom Pass in 4560m haben wir einen phantastischen Rundblick auf Ambato, 6325m, Sabancaya, 6240m, Coropuna, 6425m und Misti, 5863m. Jetzt wissen wir, wo wir sind. Wir gelangen nach Punta Colorada (500 m) am Rio Colca gelegen. Hier ist von der Wildnis des Canon nichts mehr zu spüren. Im Talboden ziehen sich Reisplantagen hin. In Aplao ist die Teerstraße wieder mal zu Ende. Noch 50km Piste bis Chuquibamba (3600m), der letzte Ort mit Tankstelle vorm Coropuna. Nach 20km ist erst einmal Schluss. Bauarbeiter erklären : Straße weg - fin. Also Kontrolle ist besser. Da steht ein Jeep, also auch hier parken. Helm auf und hin zum Bauarbeiter. Der macht gerade Dynamit scharf. Also heute geht nichts. Morgen, Morgen,.... Die Straße liegt in der Schlucht 800m tiefer. Es wird also auch Übermorgen nichts. Die Umleitung ist wie immer "ausgeschildert".
Erst nach rechts, dann geradeaus, dann wieder links. Die Baustelle ist umfahren. Laut Karte 160km Umweg. Der Tank ist noch zu drei Vierteln voll., das reicht. Die Straße führt in den Canon Colca hinein. Wir kommen also doch noch zu unseren Einblicken. Der Rio Colca wird immer reißender. Da zwingen uns Serpentinen in die Höhe. Nach vier Stunden haben wir schon 120km zurückgelegt. Tank noch halb voll. Wir sind im Geradeausstück und haben wieder mal jemanden aufgeladen. Sie sagt, es käme noch ein Ort. Der Jeep walzt einige kleine Bäume platt, die auf der Straße wachsen. Dann streikt das Auto. Es will nicht mehr. Wir haben noch einen, oder dann noch einen Pass vor uns. So genau kann man das nicht sagen, aber die Richtung stimmt. Dem Jeep geht’s an die Einspritzung. Sein Problem. Da will er wieder. Inzwischen ist der Tank 1/3 voll und die Piste einem Pfad gewichen. Im Kriechgang geht es weiter über Steine, Felsbrocken, Büsche. Yvonne meldet : "Schau mal, Chinchillas!", "Ah, schön!". Rumms, sitzen wir auf. Irgendwann kommt eine Militärpatrouille vorbei. Es sind noch 10km bis Chuquibamba, nicht rechts abbiegen, den Spuren zurück folgen! Kein Problem. "Muy bien, sehr gut bis hierher", sagten sie und fuhren weiter. Sie mit 50cm Bodenfreiheit, wir haben 25cm. Mit dem nun gefüllten Tank in Chuquibamba sind wir bis in den späten Abend unserem Berg entgegen gefahren. Am Morgen ersteigen wir einen kleinen 4807 Meter hohen Hügel (Höhe des Mont Blanc). Der Coropuna versteckt sich in den Wolken. Dafür sehen wir die scheuen Vincunas. Am Abend stehen wir am Berg und schlagen unser Lager in 5200m Höhe auf. Mit der Dämmerung sinkt die Temperatur auf den Gefrierpunkt ab. Der neue Tag beginnt mit eisiger Kälte. Nur langsam kommen wir im Aufstieg voran. Gegen Mittag müssen wir ein steiles Gletscherfeld mit Penitentes queren und gelangen so auf die Schulter. Von hier steigen wir auf den Westgipfel (6025m) weiter. Geschafft! Höher auf den Hauptgipfel zu gehen, ist im schweren Schnee zu anstrengend. Wir begnügen uns mit unserem Gipfel. Die Sonne brennt unbarmherzig auf uns herab. Es wird Zeit für den Rückweg. Oberhalb des Lagers packen wir den Rucksack voller Schnee, unserem Trinkwasser für die nächsten Stunden. Nach vier Tagen steigen wir vom Lager wieder zum Auto ab und fahren ans Meer.
Die Füße baumeln im Pazifik und um uns herum ist die Atacamawüste. So verbringen wir die Tage schon wieder mit Gedanken an die Berge. Wenige Tage später fahren wir wieder ins Gebirge. Diesmal wollen wir in den Lauca Nationalpark in Nordchile. Er liegt in einer Höhe von 4000m an der Grenze zu Bolivien. Die Straße über den Pass, die durch den Park führt, verbindet Bolivien auf kürzestem Wege mit der Hafenstadt Arcia in Chile. Im Park leben unzählige Vicunas (Vikunjas sind kleine südamerikan. Kamelartige), Nandus und Chinchillas. In den Salaren trifft man vereinzelt auf Flamingos. Auch Kondore kreisen über den weiten Flächen.
Die Landschaft überragen die drei mächtigen Vulkankegel Parinacota, 6395 m, Pomerape, 6235 m, und der Sajama, 6520 m. Unser Interesse gilt dem Parinacota, einem formschönen Kegelberg. Diesmal rechnen wir fest mit einem Gipfelsieg. Wir parken den Jeep am Ende eines 4200 m hoch gelegenen Lavafeldes. Ein kleines Lagerfeuer wärmt uns in der kalten Nacht. Am Morgen brechen wir in Richtung Vulkan auf. Die klare Luft täuscht uns geringere Entfernungen vor. So stellen wir das Zelt in einer Senke im Aschehang in 4500 m auf. Nun liegt der Berg zum Greifen nahe. Nach einem Steilaufschwung erreichen wir einen 5400 m hoch gelegenen Felsriegel, wo wir wieder unser Zelt errichten. Der nächste Tag bringt uns in eine verzwickte Lage. Eingeschneites Penitentes lässt kein Höherkommen zu. Eine neue Aufstiegsroute muss gefunden werden. Wir queren ein steiles Eisfeld mit fast mannshohem Penitentes und finden ein windgeschütztes Plätzchen für das Zelt in 5700 m Höhe. Der Morgen bringt uns nicht das erhoffte Wetter für den Gang zum Gipfel. Es ist empfindlich kalt und sehr windig. Wir steigen langsam den Felsrücken hinauf. Nach zwei 45° steilen Passagen verschlechtert sich das Wetter noch. Hier hatte es in der letzten Nacht 10 bis 20 cm Neuschnee gegeben. Im eisigen Wind ist für Yvonne oberhalb von 6100 m das Bestmögliche erreicht. Sie tritt die Flucht nach unten an. 1 ½ Stunden später stehe ich bei -10°C und Sturm auf dem Gipfel. Ein unwirtlicher und unwirklicher Ort. Ein Blick in den großen Krater ist nur stellenweise möglich. Auf dem Rückweg sehe ich nichts mehr von meinen Aufstiegsspuren. Sie sind bereits zugeweht. Am Zelt angekommen, liegt auch hier Neuschnee.
Nach einigen Tagen brachte uns der Linienbus noch einmal in den Laucapark. Wir überquerten die Grenze und fuhren über den 4850 m hohen Pass weiter durch das Altiplano nach La Paz (3600 m). Unweit der Hauptstadt befindet sich Chacaltaya, das höchste Skigebiet der Welt. Eine bewirtschaftete Hütte und ein alter Lift liegen 5250 m hoch. Dort bekommt man Cocatee gegen Gefahren der Höhe. Aufkommender Schneefall erinnerte uns daran, dass zu Hause Winter sein müsste.
Als wir drei Tage später in Berlin landeten, lag auch hier bei -5°C Schnee.
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Sie liegen nun schon ein Weilchen zurück, aber wir erinnern uns gern der Tage im schönen Altmühltal. Wir, das sind zwei Familien vom Erzgebirge ganz oben. Da wir bisher kaum Kontakt zu den Leuten der Sektion in Chemnitz hatten und unsere jährlichen Alpentouren nur in eigener Familie unternahmen (z. B. im Wallis auf Allalinhorn und Alphubel, in den Ötztalern auf die Wildspitze), fuhren mit mit einiger Skepsis, aber auch in Erwartung neuer Bekanntschaften nach Aicha, das ja nicht direkt im Altmühltal, sondern im Urdonautal liegt.
Dort angekommen, verbreiteten wir erst einmal Verwirrung, weil unsere Familien durcheinandergewürfelt das Ziel erreichten. Am nächsten Morgen wurde aufgeklärt, wer zu wem gehört. Nach dem Frühstück schwärmten wir in alle Himmelsrichtungen aus, zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem Auto, um das Gebiet zu erkunden. Dabei stießen wir immer wieder auf kleinere und größere Kletterfelsen. Nach anfänglichem Respekt legten auch wir unsere Hände an den griffigen Kalk. Solches Klettern war für uns Neuland. Aber es hat Spaß gemacht.
Am Abend saßen alle bei herrlichem Wetter am Lagerfeuer zusammen, tauschten Erlebnisse des Tages aus und machten Pläne für den neuen Tag. Einige erzählten davon, wie sie mit Hammer und Meisel im Fossilien-Steinbruch bei Eichstädt waren, aber leider kein Saurierskelett fanden.
Für unsere Kinder waren auch die Burgruinen in der Umgebung ein interessanter Tummelplatz. Aber uns zog es immer wieder zu den Felsen gleich oberhalb der Hütte. Unser Dank gilt der Sektion Ansbach, die so ein Kleinod geschaffen hat und erhält. Von der Familie Maul konnten wir beim Klettern viel lernen. Besonders Felix bewegte sich im senkrechten Fels wie wir auf asphaltierter Straße. Es war toll, ihm zuzusehen. Nach den ersten Tagen kamen auch wir auf Routen des 3. und 4. Schwierigkeitsgrades auf einige Gipfel mit klangvollen Namen wie Madonna, Braut und Bräutigam, Hexenkessel oder Lochwand. Die Routen waren gut abgesichert.
Im Laufe der Woche hatten wir uns mit den anderen Familien angefreundet, und die Abende am Lagerfeuer wurden trotz kühler Nächte immer länger.
Am letzten Tag gingen alle noch einmal zum Dohlenfelsen. Bei mildem Wetter konnte dort jeder nach Lust und Können klettern.
Fazit: Eine Fahrt bzw. ein Urlaub mit der Familiengruppe der Sektion ist immer ein Erlebnis. Wir werden in diesem Jahr gern an der Frühlingsfahrt in tschechische Reviere teilnehmen, auch um nun alte Bekannte wieder zu treffen.
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In Heft 18 war ein Skiwochenende im Febr. 00 in der Vogtlandhütte der Sektion Plauen, die sie erst seit Neuerem besitzt, ausgeschrieben. Sie liegt mitten im Wald an der Bahnstrecke Zwickau - Klingenthal zwischen Schöneck und Muldenberg.
Man liest Vogtland, spricht von der Kammloipe und schon keimt der Gedanke auf, das ist eine schneesichere Umgebung für Liebhaber des Langlaufsports. So war es angedacht und die Hüttenbestellung aufgegeben.
Wie nun der Termin unseres Skiwochenendes näher rückte, wurde das Wetter bescheidener. Am Tag der Anreise regnete es in Chemnitz in Strömen und bei der Anfahrt zur Hütte konnte man ein Gefühl für den nahenden Frühling nicht unterdrücken, denn Wald und Wiesen zeigten sich in einem satten Grün. Ersten Kontakt mit dem für Wintersportler so dringend benötigten Weiß hatten wir beim Abstellen unserer Fahrzeuge etwa 1 km vor der Hütte. Vom Parkplatz zur Selbstversorgerunterkunft ging es zu Fuß oder versuchsweise per Ski. Erst nach 21 Uhr konnten wir auch den letzten der 15 Teilnehmer, mit Stirnlampe laufend, in der Hütte begrüßen.
Für Samstag war eine längere Skitour geplant, die zum Aschberg mit seinem neuen Aussichtsturm führen sollte. Direkt von der Hütte aus gab es eine gespurte Loipe zur Talsperre Muldenberg, dann weiter entlang des Saubaches zum technischen Denkmal Floßrutsche und bis zur bekannten Kammloipe. Dieser folgend ging es fast stetig bergan, vorbei am Schneckenstein und dem Wintersportzentrum Mühlleiten bis hoch zum Tagesziel, dem 936 m hohen Aschberg. Ein Aufstieg auf den neuen Aussichtsturm lohnte sich nicht, denn ein wolkenverhangener Himmel ließ keine Fernsicht zu. Aber für das leibliche Wohl wurde hier mit verschiedenen Imbissständen gesorgt. Frisch gestärkt führten uns die gespurten Loipen zurück nach Mühlleiten und weiter nach Schneckenstein, wo noch einmal eine längere Rast eingelegt wurde. Zur Unterkunft zurück ging es fast nur noch bergab. Am Abend saßen wir in gemütlicher Runde beisammen, bis doch die ca 35 km lange Skitour ihren Tribut forderte.
Auf den gut eingerichteten Lagern verbrachten wir eine gute Nacht und konnten den neuen Tag bei wolkenlosem Himmel mit Temperaturen unter Null froh beginnen. Es sollte eine Rundstrecke um Kottenheide werden. Dabei wäre streckenweise eine reichlichere Schneedecke nicht zu unserem Nachteil gewesen. Am Meiler bei Schöneck gingen unsere kulinarischen Erwartungen in Erfüllung. Dann trennte uns nur noch ein Katzensprung von der Hütte der Sektion Plauen. Diese wurde von uns zur Übergabe an den Hüttenwart noch auf Hochglanz gebracht. Damit endete ein Wochenende für Skifans und Freunde des Langlaufsports und alle bewegten sich zufrieden aus dem Vogtland in Richtung Heimat.
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Hätten sie mir nicht was Vernünftiges schenken können? Es gibt so viele sinnvolle Dinge, mit denen man einem guten Freund eine Freude machen kann! Aber nein, die "Bergkameraden" mußten mir einen Gutschein für eine Begehung des Falkenstein-Südrisses verehren, natürlich im Vorstieg. Mit allem, was dazu gehört, also Bier zum Einstieg schleppen, Straffseil und verbale Betreuung für die Nachsteiger...
Und jetzt klemme ich im Ausstiegs-Rißkamin in der prallen Sonne und spiele mit dem Gedanken, die Sportart zu wechseln. Das Bewußtsein, daß die letzte Schlinge auf dem großen Band schon so ziemlich 10 Meter unter mir liegt, hat mich vielleicht etwas tief in die Schlotte hineingetrieben. Natürlich kann man objektiv gesehen aus dem engen Schinder überhaupt nicht rausfliegen, aber in sächsischen Klassikern in 80 Metern Höhe erscheinen die Gesetze der Physik sehr relativ...
Zugegeben, bis hierher war es wirklich Genuß. Wir hatten uns entschlossen, die klassische Originalroute zu gehen; der Direkteinstieg wirkte arg kühn. Der Quergang vom großen Vorblock ist erst mal reine Wandkletterei und durch den 1. Ring auch gut gesichert. Mit einigen mehr oder weniger eleganten Tangoschritten erreicht man den Riß, und die ersten vertikalen Meter sind wirklich wahre Freude. Klassische Hand- und Faustrißtechnik bringt einen rasch höher. Am nächsten Band öffnet sich der Riß, aber die Ränder sind plattig, so daß man sich auch da gut hochmogeln kann. Die tschechische Seilschaft vor uns hatte am 2. Ring nachgeholt, aber ich hatte mich entschlossen, bis zum 3. durchzugehen. Durch den 2. Ring mit einer guten Sicherung im Rücken, kann man das plattige Mittelstück locker in Angriff nehmen. Eigentlich braucht man den Riß gar nicht, es ist reine Plattenkletterei, einfach ein Gedicht. Ob die Plattenschlingen halten würden, muß man ja nicht unbedingt näher überlegen. Man kann jedenfalls genug davon legen. Die letzten Meter zum 3. Ring sind recht kleingriffig, und der Seilzug machte sich nun auch unangenehm bemerkbar, so daß ich erleichtert einklinkte.
Am Ring hatte ich erst mal nur Thommy nachgeholt und mich gleich weitersichern lassen. Nach der technisch filigranen Rampe erreicht man das breite Band und damit den Einstieg in den Rißkamin. Und da stecke ich nun und versuche mich auf meine klassischen Kletterwurzeln zu besinnen. Schließlich habe ich noch das Klettern in einer Zeit gelernt, als man zunächst Kamine schrubbte und nicht am ersten Klettertag toprope eine 8 hochgehängt wurde. Dieses Bewußtsein meiner ursächsischen Abstammung macht mich jetzt unschlagbar. Außerdem weitet der Kamin sich nun zu einer angenehmen Breite, so daß ich schon bald auf dem Vorgipfel stehe und mich im Hochgefühl meines Triumphs geruhsam in die Sonne legen kann.
Das Nachsteigervolk soll sich ruhig erst mal mit sich selbst beschäftigen! So bleibt es Thommy überlassen, die Sicherung einer nicht genannt sein wollenden Bergkameradin zu garantieren, die einen Großteil des Weges "Zug um Zug" klettert. Die Sicherung im Kaminstück übernehme dann wieder ich. Das Gefluche aus den Tiefen des Felsens ist Musik in meinen Ohren! Aber irgandwann sind wir dann zu viert an der Sicherungsöse auf dem Vorgipfel versammelt.
Die Aktion "Übergang zum Hauptgipfel" bedecke ich mit dem Mantel des Schweigens, es ist jedenfalls die Hohe Schule der Abzugssicherung. Der Falkenstein ist eben doch ein alpines Stückchen Fels. Die Gipfelrast und die Einschreibezeremonie genießen wir alle bei herrlichstem Frühlingswetter im Bewußtsein, wieder mal einen der großen Klassiker absolviert zu haben.
Passend zum heroischen Charakter des Aufstiegs wählen Rico und ich die ursprüngliche Abstiegsvariante über den Turnerweg. Die mediterran angehauchte Sportkletterfraktion entscheidet sich im Angesicht des Turnersprungs für die neue Abseilpiste. Es ist eine Frage der Ehre, daß wir Absteiger schon unten warten, als das Seil durch die letzte Öse gefädelt wird.
Die weitere Erörterung der sächsischen Kletterethik erfolgt dann beim Genuß des mühsam im Rucksack herangeschleppten Biers. Der nächste Tag sieht uns dann schon wieder in Rathen am Loküberfall. Also, liebe Bergfreunde, wenn ich’s mir so richtig überlege - schenkt mir bald mal wieder einen Gutschein!
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Zwölf Wanderfreunde trafen sich am 19. Juni in Admont/Gesäuse und warfen noch vor Tourenbeginn einen Blick in die größte Klosterbücherei der Welt. Nach drei Stunden gemütlichem Aufstieg bei sonnigem Wetter erreichten wir die Oberst-Klinkel-Hütte, 1846 m. Unser Abendspaziergang auf den Lahngang war in zweierlei Hinsicht lohnend. Erstens schöner Blick auf Kaibling und Sparafeld, unsere morgigen Ziele, und zum Zweiten eine Erste Hilfe Box mit einer großen Flasche Marillenlikör.
Sonntag Aufstieg über Sparafeld, Kaibling, die Riffl und auf gesichertem Weg zum Kreuzkogel. Vier wunderschöne Gipfel über 2000 m, so dass wir auf den fünften, den Hahnstein, verzichten konnten. Nach einem Stück in diese Richtung blieben wir buchstäblich in den Krüppelkiefern stecken. Neun Stunden Gehzeit und 1125 Höhenmeter.
Unser Ziel am Montag war die Mödlinger Hütte. Nach zwei Stunden Marsch im Dauerregen waren wir dort. Dienstag: eigentlich war überhaupt kein Wetter. Nebel, Regen, auf 1500 m Schnee. So gelangten wir ins Johnbachtal. Trockener Mittagsrast folgten drei Stunden Aufstieg zur Heßhütte auf 1695 m. Die Wege über die Jägerhofalm waren mit Schnee bedeckt, aber uns hat die gute Laune nicht verlassen. Mittwoch: Vormittagstour zum Sulzkarhund. Weiterweg zur Alm wegen Lawinen zu gefährlich. Bevor wir gegen 16 Uhr zum Zinödl auf 2191 m aufstiegen, übten sich einige Bergfreunde im Klettern und Begehen von Klettersteigen. Die winterliche Besteigung des Zinödls war ein Höhepunkt unserer Tour. Wunderschöner Blick ins Gesäuse bei klarem Wetter. Am Donnerstag ging es 1000 m bergab mit uns über die Ebnesangeralm zum Wasserfallweg. Dieser führte uns auf Stufen und Leitern an Drahtseilen gesichert ins Ennstal hinab. Und weil es so gut ging, stiegen wir wieder 1000 m zur Ennstaler Hütte hinauf. Ein wunderschöner Sonnenuntergang entschädigte uns für die anstrengenden Höhenmeter ab und auf. Am letzten Tag gingen wir über den eingeschneiten Tamischbachturm. Der Abstieg dann war lang: 1500 Höhenmeter glitschiger, steiler Weg. Aber irgendwie kamen wir alle in Hieflau an, von wo uns der Zug nach Admont zurück brachte. Eine wunderschöne Wanderwoche lag nun hinter uns, an der alle viel Spaß hatten. Wir hatten mit Ingo dabei einen sehr verantwortungsbewussten Tourenleiter.
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Nun sitze ich schon fast fünf Stunden in der Montovahütte in 3500 m Höhe auf der italienischen Seite der Walliser Alpen und warte. Dichter Nebel umgibt die Hütte, seit ich heute Vormittag hier eingetroffen bin. In meiner Erinnerung lasse ich die vergangenen beiden Wochen Revue passieren:
Begonnen hatte dieser Bergurlaub mit einer abwechslungsreichen Hüttentour zwischen Lukmanier- und Oberalppass, auf der die Sonne nur selten unser Begleiter war. In Gedanken gehe ich noch einmal den Weg von der Cadagnohütte (1986 m) an unzähligen Seen vorbei zur malerisch gelegenen Cadlimohütte (2570 m) hinauf, erlebe nochmals im Klettergarten der Maighelshütte (2310 m) die Sonnenfinsternis und sehe wieder die Kühe vor mir, die unsere vor der Vermigelhütte (2047 m) aufgehängte Wäsche im wahrsten Sinne des Wortes als Leckerei ansahen. Höhepunkt dieser fünf Tage war zweifellos die Besteigung des Piz Blas (3018 m) über den frisch versc hneiten Ostgrat (Stellen 1). Völlig unerwartet wurden wir auf dem Gipfel von einer Familie Gämsen empfangen.
Langsam werde ich nervös. Der Abend rückt näher und noch immer ist von den sechs anderen unserer Gruppe nichts zu sehen, obwohl wir hier verabredet waren. Die Gedanken haben Zeit zurückzuschweifen:
Vom Lukmanierpass sind wir direkt zum Gran Paradiso Nationalpark gefahren. Nach einem Ruhetag haben wir in 8 ½ Stunden die 2000 Höhenmeter auf die Punta Rossa (3630 m), einen der höchsten Wandergipfel der Alpen, und zurück bewältigt. Beim Aufstieg konnten wir eine große Herde Steinböcke aus nächster Nähe beobachten. Am Gipfel waren wir besonders von der direkt vor uns sich auftürmenden Ostwand der Grivola (33969 m) beeindruckt. Zwei Tage später klingelte im Rifugio Emmanuel (2732 m) um 3.30 Uhr der Wecker. Zusammen mit unzähligen anderen Bergsteigern brachen wir zum Gran Paradiso auf, unserem ersten Viertausender (4061m). Obwohl wir den Weg bis zum Gletswcher bereits am Vortag erkundet hatten, verfehlten wir ihn, so dass wir im Dunkeln durch die steile Flanke einer Moräne mühsam wieder ein Stück absteigen mussten. Der Aufstieg über den Gletscher war einfach. Viele Seilschaften wiesen uns den Weg. Am Gipfel konnten wir nur kurz die Aussicht genießen, bevor Nebel und Sturm einsetzten. Wir traten den unverzüglich den Rückweg an. Doch das befürchtete Gewitter blieb aus. Nach einer letzten regnerischen Nacht im Zelt war in Gressoney im Süden des Monte Rosa für meinen Begleiter der Urlaub zu Ende, während für mich der Höhepunkt noch folgen sollte:
Durch ein einsames Tal mit vielen Wasserfällen bin ich zum Rifugio del Gabiet (2347 m) aufgestiegen. Von dort habe ich den Weg zur Montovahütte erkundet und auf unschwierigen Wegen das Hochlicht (3185 m) bestiegen, von dem sich ein eindrucksvoller Blick in die Südseite des Lyskammes (4527 m) und auf den mächtigen Lysgletscher bietet.
Als die Hüttenwirtin meinen Namen ruft, schrecke ich auf. Am Telefon ist Reinhold, einer meiner Seilpartner der nächsten Tage, der mir mitteilt, dass er soeben auf der Gnifettihütte (3647 m) eingetroffen ist und mich dort erwartet. Erleichtert nehme ich meinen Rucksack und bin eine halbe Stunde später bei ihm. Am Abend kommen noch zwei weitere Teilnehmer an unserer Tour an, während die später in Alagna Valsesia Eintreffenden die letzte Bahn verpasst haben und nach einem Biwak auf dem Parkplatz der Seilbahn am nächsten Vormittag die Hütte erreichen, fast zeitgleich mit Reinhold und Jürgen, die die Wartezeit zur Besteigung des anspruchsvollen Lyskamm-Ostgipfels genutzt haben. Nach dem Mittagessen brechen wir alle gemeinsam auf, um eine kurze Akklimatisationstour auf die flache Firnkappe der Vincentpyramide (4215 m) zu unternehmen.
Am nächsten Tag ist die Capanna Margerita (4554 m) unser Ziel. Dieser kühne Bau auf einem der ganz hohen Alpengipfel, der Signalkuppe, ist das höchstgelegene Bauwerk unseres Kontinents und eines der Traumziele vieler Bergsteiger. Bei schönem Wetter gestartet, erreichen wir auf etwa 4000 Metern Höhe die Wolken. Von nun an führt unser Weg mehrere Stunden durch dichten Nebel. Da wir über riesige Gletscher laufen, ist alles um uns herum weiß. Mit Hilfe von Karte, Kompass und Höhenmesser versuchen wir uns zu orientieren. Als plötzlich die Wolken aufreißen und direkt vor uns die Hütte sichtbar wird, sind alle erleichtert. Kurz darauf erreichen wir unser Tagesziel. Während wir in der warmen Hütte sitzen, die an diesem Tag nicht übermäßig stark belegt ist, beobachten wir fasziniert, wie sich draußen das Wetter rasch bessert und immer mehr berühmte und beeindruckende Berge, allesamt Viertausender, zwischen den abziehenden Wolken sichtbar werden: Mt. Blanc (4808 m), Grand Combin (4314 m), scheinbar zum Greifen nahe die Dufourspitze (4634 m), das Matterhorn (4477 m). Selbst der Monte Viso weit im Süden des Alpenbogens ist klar zu erkennen. Eine wunderbare Abendstimmung belohnt uns reichlich für die Aufstiegsmühen und lässt die Zeit wie im Fluge vergehen. Als krönender Tagesabschluss geht die Sonne genau hinter der unverwechselbaren Silhouette des Matterhorns unter. Als es völlig dunkel ist, sieht man im Mondlicht weit unter uns eine dünne, die gesamte Potiefebene ausfüllende Wolkendecke, die an zwei Stellen großflächig erleuchtet zu sein scheint. Dort liegen die Großstädte Mailand und Turin unter einem Smogschleier.
Der dünnen Luft zum Trotz schlafen wir alle gut und starten ausgeruht inn den neuen Tag. In der Morgensonne bieten sich aufregende Tiefblicke in die gewaltige Ostwand des Monte Rosa, die als die höchste Felswand der Alpen gilt. Für Stauenen sorgt auch der Helikopterpilot, der mit seinem Versorgungshubschrauber sicher auf dem schmalen Firngrat vor der Hütte landet und mit laufendem Rotor ein Mitglied der Hüttenbesatzung an Bord nimmt. Nach dem Frühstück brechen wir auf, um die nahegelegene Zumsteinspitze (4563 m) zu besteigen. Einige von uns verbessern auf diesem Gipfel ihren persönlichen Höhenrekord. Das Wetter könnte an diesem Tag nicht besser sein. In der klaren Luft ragt die Dufourspitze unmittelbar vor uns auf. Tatsächlich ist der höchste Gipfel der Schweiz nur 700 m Luftlinie entfernt.
Auf dem Rückweg zur Gnifettihütte lassen wir es uns nicht nehmen, drei weitere Viertausender zu besteigen. So überschreiten wir die Parrotspitze (4432) über einen makellosen Firngrat von Ost nach West. Die Ludwigshöhe (4341 m) ist schnell ohne Schwierigkeiten erstiegen. Am Fuß des Schwarzhorns (4321 m) deponieren wir unsere Rucksäcke. Über den kurzen, bis zu 50 ° steilen Gipfelhang erreichen wir den Gipfel und damit auch den letzten der sechs Viertausender unserer Tour. Nach einer weiteren Nacht in der Gnifettihütte schweben wir mit der Seilbahn 2000 m hinunter nach Alagna Valsesia, wo sich unsere Wegbe trennen. Während auf Reinhold und Jürgen noch das Matterhorn wartet, treten die meisten die lange Heimreise nach Chemnitz an.
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Sicher erlebte ich als Neuling auf Gletschern diese Tour mit stärkeren Eindrücken als sogenannte Alte Hasen. Und davon möchte ich hier einmal berichten.
Es begann am 15. September auf der Schaubachhütte oberhalb von Sulden. Etliche Teilnehmer sparten das Seilbahngeld und erreichten die Hütte zu Fuß. Beim ersten gemeinsamen Abendbrot begann unsere "Pasta-Woche". Am ersten Tag stand Ausbildung auf dem Programm. Mit leichtem Gepäck starteten wir zu den nächstgelegenen Schnee- und Eisfeldern. Ich legte wie einige andere auch zum ersten Mal die Eisausrüstung an und nach den ersten Geh- und Steigversuchen hatten wir schon weniger Respekt vor dem Eis. Pickel- und Stockeinsatz würden geübt. Krönender Abschluß war das Falltraining an einer Schneewand. Nach ersten Überwindungsängsten machte es richtig Spaß, sich kopfüber ein Schneefeld hinunterzustürzen. Wir kamen sacknass zur Hütte zurück, denn das Wetter hatte sich inzwischen gewendet.
Nun sollte die Tour am 17. Sept. richtig starten. Alles war geregelt und vorbestellt, nur die Sache mit dem Wetter nicht. Wir stiegen zur Casati-Hütte in 3264 m Höhe auf. Durch das Gehen am Seil brauchten wir schon etwas mehr Zeit, aber zu Mittag waren wir an der Hütte. Weil sich das Wetter hier freundlicher zeigte, starteten wir am Nachmittag unseren Ausflug zum Monte Cevedale (3769 m). Der relativ problemlose Aufstieg ließ es zu, noch die Zufallsspitze (3758 m) über den schmalen Grat hinüber zu versuchen. Die erste Seilschaft hatte doch einige Mühe und brauchte viel Zeit. Da das Wetter schon wieder umgeschlagen war, brachen zwei weitere Seilschaften ihren Versuch ab. Wir kehrten zur Hütte zurück, wo uns der Hüttenwirt ziemllich lange auf das qualitativ mangelhafte Abendbrot warten ließ.
Am nächsten Morgen war wegen Nieselregens und dichtem Nebel an den Aufstieg zum Palon de Mare nicht zu denken. Wir zogen in tiefere Gefilde. Nach kurzem Aufenthalt im Refugio Pezzini (2700 m) errreichten wir noch vor Mittag die Branca-Hütte (2500 m). Weil wir so durchweicht waren, nahmen wir sofort den Trockenraum in Beschlag. Die Zimmer und das Essen waren die wetterbedingte Tourenänderung wert. Die Hütte ist auf jeden Fall zu empfehlen. Am frühen Nachmittag hörte es auf zu regnen. Zeit, den Weg für den nächsten Tag zu erkunden. Eine nahe der Hütte gelegene Käserei veranlasste einige von uns, die Vorräte aufzufüllen. Am folgenden Tag waren wir nicht umsonst früh auf den Beinen: tolles Wetter. Unser Aufstieg zum Monte Vioz (3645 m) führte erstmals über Gletscherspalten, also gingen wir in Seilschaften. Die Spalten waren gar nicht so vertrauenerweckend. Etwas unsicher, aber fasziniert folgte ich meinem Vordermann. Wir kamen aber ohne Komplikationen über den Gletscher. Ein eisiger Wind pfiff, der den Aufstieg erschwerte. Dann mussten wir ein ganz schön steiles Schneestück hinauf. Zu unserem Glück war noch eine alte Spur zu erkennen. Unbeschreibliche Eindrücke boten uns der blaue Himmel, die strahlende Sonne, der glitzernde Schnee und eine grandiose Sicht bis zum Horizont. Der Weg hatte sich mehr als gelohnt. Auf einem Vorgipfel des Monte Viioz legten wir eine Pause ein. Steffen nutzte die guten Bedingungen zu einer weiteren Ausbildungsstunde im Schnee. Überall waren Reliquien aus dem 1. Weltkrieg zu sehen: verrostete Metallteile und jede Menge Stacheldraht. Gegen 15 Uhr erreichten wir den Gipfel. Ein Horde schnatternder Italiener ließ uns nur kurz am Gipfelkreuz verweilen und weiter ging’s zum Rifugio Vioz (3535 m), der höchstgelegnen Hütte auf unserer Tour. Wir stießen dort gleich auf den riesigen weißen kuscheligen Hund, der als Wahrzeichen der Hütte auch auf Postkarten abgebildet ist. Die untergehende Sonne tauchte die umliegenden Gipfel in warmes Rot. Es wurde eine unruhige Nacht. Der Sturm brachte jede Menge Schnee und zerrte an den Fenstern. Constanze sammelte Tee für Steffen, der uns am Morgen informierte, dass er krank sei und absteigen müsse. Sein Körper könnte sich in der Höhe nicht erholen. Wir forderten beim Bergrettungsdienst einen Arzt an, der aber wartete auf Wetterbesserung, um mit dem Hubschrauber landen zu können. Er riet uns am Telefon davon ab, Steffen zur nächsten Bergstation zu bringen. Mehrmals flog der Hubschrauber die Hütte an, aber eine Landung war nicht möglich. Ein Rettungsteam war inzwischen zu Fuß gestartet. Die kräftigen jungen Leute kamen verschwitzt an und nahmen Steffen mit. Da saßen wir nun, eingeschneit und ohne Führer. Am Samstag blieb uns bei dem schlechten Wetter keine ander Wahl als abzusteigen.
Am nächsten Morgen konnten wir aber einen unvergleichlichen Sonnenaufgang erleben. Die Berge schimmerten in sanftem Rot und versprachen uns die Verwirklichung unseres Planes, auf den Palon de Mare (3702 m) zu steigen. Wir kamen gut voran und hatten genügend Zeit, häufig das fantastische Bergpanorama zu genießen. Da etliche erfahrene Berggänger in unserer Gruppe waren, kamen wir auch ohne unseren Tourenführer auf den Gipfel. Von dort ging es wieder zum Monte Cevedale und zur Casati-Hütte und schließlich noch bis zur Schaubachhütte, wo wir die Tour beschlossen. Einige verabschiedeten sich noch an diesem Tag. Wir anderen genossen letztmals den Hüttenzauber und gingen am folgenden Sonntag hinunter nach Sulden.
Hinter uns lag eine schöne einprägsame Bergwoche.
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...................AUS DEM REFERAT NATURSCHUTZ.......................
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Am 11.01.2000 unterzeichneten in Dresden Vertreter von Nationalparkverwaltung, Tourismus-verband Sächs. Schweiz, Staatsforstverwaltung, Kommunen der Sächs. Schweiz, Umwelt- und Naturschutzorganisationen sowie Sächsischer Wander- u. Bergsportverbände nach langem Hin und Her (Es spukte das Gespenst weitgehender Wegsperrungen = Betretungsverbote) ein entsprechendes Positionspapier.
Als Präampel wurden der Konzeption u. a. folgende Punkte vorangestellt: das Wissen um die Einzigartigkeit des Naturerbes Sächs. Schweiz, die Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen, die Respektierung der Zielstellungen eines Nationalparks sowie die Notwendigkeit der Förderung naturnaher Erholungsformen. Verhandlungsführer für die sächsischen Wander- u. Bersportverbände war Dr. Ulrich Voigt, 1. Vorsitzendes des SBB, dem auch an dieser Stelle für sein Wirken Dank gebührt. Engagement, Sachverstand und Au sdauer waren gefragt, um unter Berücksichtigung der vielfältigen Interessen auf einen akzeptablen Nenner zu kommen. Dieses Konzept bildet nun die Grundlage für die anschließende konkrete Einordnung bestimmter Wege. Folgende Punkte sind aus bergsportlicher Sicht besonders zu erwähnen:
Die in der Kernzone genehmigten Wege (Wanderwege, Bergpfade und Kletterzugänge) sind auch im Gelände zu kennzeichnen. Was nun folgt, ist die bereits erwähnte Detailarbeit bestimmte Gebiete des Nationalparks betreffend. Als erstes Ergebnis kann hier die Konsenslösung für den Kleinen Zschand genannt werden. Die vollständigen Unterlagen dazu können in der Geschäftsstelle eingesehen werden.
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Für einen Wochenendtag im September ist im Rahmen einer Wanderung eine Besichtigung der Rauchschadenflächen im oberen Erzgebirge vorgesehen. Unterstützung gibt hier das Forstamt Marienberg mit einer naturkundlichen Führung. Da die Feinplanung bei Redaktionsschluss noch nicht abgeschlossen war, werden Interessenten gebeten, sich telefonisch beim Naturschutzreferenten (0371/5399155 bzw. 0371/2629850) zu melden.
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Herausgeber: Sektion Chemnitz im DAV e. V.,
09111 Chemnitz,
Rembrandtstr.47
Tel. 0371/6762623
Fax: 0371/6761132
Vorsitz.: Steffen Oehme,
Heinrich-Schütz-Str. 107,
09130 Chemnitz,
Tel.: priv. ab 20.00Uhr
0371/40 59 380
Bankverb.: Volksbank Chemnitz
Kto 300 433 340
BLZ 87 09 62 14
Schatzmeister: Ingo Röger,
Vetterstr. 22,
09126 Chemnitz
Tel.: 0371/5611469 (p)
0371/5359126 (d)
Redaktion: Wolfgang Mann
Uferstraße 40
09126 Chemnitz,
Tel.: 0371/561401 5
Ingrid Patzsch (Infos / Termine)
Bernsdorfer Srasse 181
09126 Chemnitz
Tel.: 0371/5613542
Redaktion der Internet-Version :
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09126 Chemnitz
Eislebener Straße 308
Tel. p.: (0371) 402 95 41
Tel. d.: (0371) 531 46 43
Email : DrTh.Frank@arcor.de
Redaktionsschluß : 15. 04. 2000
Nächster Redaktionsschluß : 15. 10. 2000
Auflage: 800 Exemplare
Herstellung: infotex///offset KDS-Graphische Betriebe GmbH, Lilienthalallee 1, 80939 München
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