Wandern, meine Lust

Berichte, Vorhaben

 

Von den Sorgen unseres Chefwanderleiters

Bitte an Wanderfreundinnen und -freunde, sich dafür zu entscheiden, für die Sektion als Wanderleiter tätig zu werden. Der DAV bietet zu Qualifizierung interessante Lehrgänge an. Interessenten erhalten Auskunft bei Heiko Müller.

 

Weiter auf dem Kamm des Erzgebirges/ 3. Teil/ 5. und 6. Etappe

18./19.9.99

Von Olbernhau nach Geising

Tagesstrecken um 30 km

Teilnahmemeldung bis 4.8.99 Geschäftsstelle Übernachtungskosten 25,-DM

Information: Claußnitzer

 

 

Das waren die ersten beiden Etappen auf dem Kamm des Erzgebirges

Auf dem Rennsteig möchte jeder deutsache Wanderfreund seine Spuren hinterlassen. Aber wie ist es mit dem Erzgebirgskamm? Den Weg über ihn hinweg wollen wir der Vergessenheit entreißen und ins Leben zurückrufen. Im Juli 1998 nahmen wir die ersten beiden Etappen unter die Wanderschuhe.

Bei ausgiebigen Schauern brachten uns öffentliche Verkehrsmittel zum Startort Muldenberg. Mit geöffneten Schirmen und Regenbekleidung begannen wir unser Vorhaben. Durch dichten Nadelwald ging es am Pfaffenstein vorbei zum Schneckenstein, einem auf der nördlichen Halbkugel einmaligen Quarzitfelsen. Hier wurden im 12. Jahrhundert gelbe Halbedelsteine sowie Topase für den sächsischen Hof und die englische Krone abgebaut.

Auf unserem Wege wurden wir Zeugen des bergmännischen Raubbaus (Binge). Die Bergsrbeitersiedlung Winselburg mit ihren Arnikawiesen passierten wir vor dem Erreichen des Wintersportzentrums Mühlleithen. Die Regenbekleidung konnten wir schon vor geraumer Zeit im Rucksack verstauen. Vereinzelt kitzelten uns Sonnenstrahlen. Wir befanden uns immer noch im dichten Nadelwald und wanderten auf dem Kammweg vorbei an den Rammelsbergen, dem Hochmoor, Großen Kranichsee nach Weitersglashütte. Dann hieß es nach Wildenthal absteigen. Eine Brotzeit sollte uns Kraft geben für die Strecke zum höchsten Punkt unserer Tour, dem 1019 m hohen Auersberg. Die hinter uns liegenden Kilometer und der steile Anstieg ließen unsere Lust auf Gespräche versiegen und alle waren froh, als wir im Berggasthaus eine flüssige Belohnung zu uns nehmen konnten. Vor uns lag noch ein Katzensprung von acht Kilometern über die Sauschwemme, den Kleinen Kranichsee und Henneberg. Dann waren wir am Tagesziel, dem Schullandheim Oberjugel. Dort gab es vor unserer Unterkunft ein Volksfest, das uns den anstrengenden Tag noch verlängerte. Für einige von uns, die man zu den Tanzwütigen zählen durfte, begann die Nachtruhe erst am Folgetag, an dem zeitiges Aufstehen und ein kräftiges Frühstück die Voraussetzung für die heutige 2. Etappe waren.

In Johanngeorgenstadt überschritten wir die Landesgrenze nach Tschechien. Bei morgendlicher Kühle ging es stetig aufwärts zum Berg Blatensky vrch (Blattenberg) mit seinem Aussichtsturm, von dem aus wir eine hervorragende Rundumsicht hatten. Ein Naturlehrpfad führte uns zur sagenumwobenen Wolfsschlucht (Eisbinge), eine durch Zinnbergbau entstandene Bodensenkung, aus der früher selbst im Hochsommer Eis nach Leipzig geliefert wurde.

Jetzt wird die Landschaft etwas offener und schöne Ausblicke auf die Orte Pernink und Abertamy ergeben sich. Die Sonne meinte es heute sehr gut mit uns und so wurde der steile Aufstieg zum Plesivec (Pleßberg) etrwas schweißtreibend, aber als Belohnung gab es böhmisches Bier und Knödel; was sonst. Der folgende Wanderweg, der im Winter eine Loipe ist, brachte uns am Spicak (Spitzberg) vorbei in das höchstgelegene Städtchen Mitteleuropas Bozi Dar (Gottesgab), den Heimatort Anton Günthers, des erzgebirgischen Heimatdichters und Sängers. Zwischen den zwei höchsten Bergen des Erzgebirges Keil- und Fichtelberg kamen wir wieder nach Sachsen, wo in Oberwiesenthal unser Tagesziel erreicht wurde, die müde gewordenen Beine Entspannung fanden und die Heimreise mit dem Bus angetreten wurde.

Eine zwar anstrengende, aber schöne, eindrucksreiche Kammwanderung lag hinter uns. Sie findet 1999 ihre Fortsetzung (Siehe vorhergehende Seite!). Jörg Helbig

 

Wir wanderten im

Pitz-und Ötztal

Wir, das waren zehn ausgereifte Bergfreundin- nen und -freunde sowie ein Ehepaar aus dem Harz. Unseren Heinz Günther mit seiner Unternehmungslust konn- ten wir ob seines Alters (87) nur bewundern. Für den ersten Teil quartierten wie uns am 14. September 1999 in der gemütlichen Pension "Santeler" ein, wo wir vorzüglich bewirtet

wurden. Hier in Plangeroß begann unser Aufstieg zur Neuen Chemnitzer Hütte in 2323 m Höhe. Leider gewannen wir den Eindruck, daß die Verbindung zu Chemnitz verblassen soll. Lag auf dem Weg nach oben schon hin und wieder etwas Schnee, so war es auf der Höhe der Hütte dann richtig winterlich.Wegen dieser Verhältnisse war es nicht möglich, den Cottbuser Höhenweg in Richtung Kaunergrathütte zu begehen. So wanderten wir anderntag bei Sonnenschein von der Taschachalm durch das lange Tal zum Taschachhaus (2433m) und konnten an dem gleichmäßig abgeschliffenen Gestein feststellen, wie rapid der Gletscher in den vergangenen 70 Jahren zurückgegangen war.

Die nächste Tour über die Taschachalm führte bei leichtem Schneefall hinauf zum Rifflsee und der gleichnamigen Hütte in 2283 m Höhe. Das alpine Skigebiet an den Hängen des beeindruckenden Massivs wird gegenwärtig bis ins Tal erweitert, was sicher nicht in unserem und des Naturschutzes Sinne ist. Einige wählten den steilen Abstieg, aber knieschonender ging es mit der Rifflseebahn. Es folgte ein gemütlicher Abend bei unserer Frau Neururer, wobei sich ein Hausgast als Mainzer Hofsänger entpuppte.

Wegen des miesen Wetters entsagten wir tags darauf einer Fahrt hinauf zum Pitztaler Gletscher, sondern fuhren ins Ötztaler Bergsteigerdorf Vent, wo wir beim Berg- und Skiführer Fimmel im Haus "Eberhard" wohnten. Als am Nachmittag die Wolken aufrissen, erkundeten wir die nähere Umgebung mit den Rofenhäusern und der Hängebrücke, die eine beachtliche Schlucht überspannt. Der nächste Morgen war herbstlich kühl, aber die weißen Gipfel erstrahlten im Sonnenlicht. Wir wanderten hinauf zur 600 m höher gelegenen Martin-Busch-Hütte, wo der Übergang beginnt für die Schafherden von der italienischen Seite. Vor genau sieben Jahren wurde hier in der Nähe der Similaunhütte am Hauslabjoch in 3200 m Höhe "Ötzi" gefunden. Einige stiegen noch zum Brizzisee (2900m) hinauf. Ein weiteres Ziel dieses Tages war das Hochjoch-Hospiz. Der Weg führte an der Kante der teilweise senkrecht zum tief eingeschnittenen Tal der Ache abfallenden Wand entlang. Nach einer teilweise ganz schön ausgesetzten Wegstrecke zur Breslauer und Vernagthütte am nächsten Tag feierten wir am Kaminfeuer Abschied und fanden einhellig, daß wir unter der bewährten Führung des Ehepaars Brodhuhn wieder einmal schöne, unvergeßliche Tage in den Bergen verlebt hatten, auch wenn uns unsere Wege ein ganzes Stück unter den Gipfelhöhen entlangführten. Ellen Claußnitzer

Weitere Informationen für unsere Wanderer

Auf dem Kamm des Erzgebirges 2. Teil (3. und 4. Etappe)

Termin: 12. und 13. Juni 99

Strecken: Zweimal ca 30 km von Kurort Oberwiesenthal über San Sebastian nach Grünthal bei Olbernhau.

Treff: 12. Juni, 6.30 Uhr, Busbahnhof Chemnitz

Organisation und Information: Jörg Helbig

 

Von Zwönitz über Bernsbach nach Aue

Termin: Sonnabend, 10. Juli 99 Streckenlänge: ca. 17 km

Treffen: 7.45 Uhr Schalterhalle Hbf. Chemnitz Rückkehr: gegen 17 Uhr

Mittagessen im Gasthof "Bretthaus"

Wanderleiter: Werner Hejl, Tel. 0371/724720

 

Von Lößnitz durch den Hartensteiner Wald ins Muldetal

Termin: Sa., 4. Sept. 99 Streckenlänge: ca. 20 km

Kosten: Wochenendticket 7,- DM pro Person

Treffen: 7.45 Uhr Schalterhalle Hbf. Chemnitz Rückkehr: gegen 18 Uhr Hbf. Chemnitz

Mittagessen: Gasthof "Am Schloßstein"

Wanderleiter: Werner Hejl, Tel.: 0371/724720

 

Sächsische Schweiz: Von Cunnersdorf nach Cunnersdorf

Termin: Sa., 16. Okt. 99 Streckenlänge: ca. 15 -20 km

Strecke: Vom Waldbad zum Taubenteich, Katzstein und zurück

Verpflegung auf der Strecke aus dem Rucksack.

Treffen: 9.30 Uhr am Waldbad Cunnersdorf

Bitte Fahrgemeinschaften bilden!

Wanderleiter: Heiko Müller, Tel.: 0371/ 5384865

 

Durch die Reviere des Carl Stülpner

Wer an einer gemeinsamen Teilnahme an dieser Großveranstaltung der Sektion interessiert ist, der findet sich am Samstag, dem 16. Okt. 99, 8.00 Uhr, am Sportplatz in Herold zwecks Festlegung einer gemeinsamen Strecke ein.

 

Von Grüna ins Limbacher Teichgebiet

Termiin. Sa., 4. Nov. 99 Streckenlänge: ca. 15 km

Kosten: Sammelfahrschein Bahn ca. 3,- DM pro Person, Rückfahrt Bus ca. 5,-DM pro Person

Treffen: 8.15 Uhr Schalterhalle Hbf. Chemnitz Rückkehr: gegen 17 Uhr in Chemnitz

Wanderleiter: Werner Hejl, Tel.: 0371/ 724720

 

Jahresendwanderung

Wie immer weiß der Wanderleiter, wohin es geht.

Termin: Sa., 11. Dezember 99

Treffen: 9.00 Uhr an der Kappler Drehe, Zwickauer/Ecke Michaelisstraße

Wanderleiter: Klaus Richter

 

Sächsisch-schwäbische Dolomitentour 1998

(Red.) Claus Eger wurde 1996 von unserer Sektion zu einem Lehrgang "Hochgebirgswandern" in die Lechtaler delegiert, wo Erich Schannall aus Biberach an der Riß das Fach Umweltschutz unterrichtete. Über dessen Beruf als Forstmeister und einen Gedankenaustausch zu Problemen der Forstwirtschaft und des Waldes kam es zu mehr als einer thematischen Debatte. Die nächsten Schritte waren Briefkontakte, eine gemeinsame Ötztaltour und schließlich der Gedanke an die Fahrt einer sächsisch- schwäbischen Hochtourengruppe. Das wurde 1998 realisiert. Claus Eger, Rita Türpe und Rainer Polster von unserer Sektion, sowie Klara Bock, Kurt Mang und Thomas Fesseler aus Biberach waren neun Tage in den Dolomiten (Geislergruppe, Puezgruppe, Gardenaccia, Sella, Langkofelgruppe) zum Teil auf Wegen, die im folgenden Beitrag von S. Bengs auch beschrieben werden. Ein ausführlicher Bericht über die Tour von C. Eger, der im Rundschreiben Nr. 56 der Sektion Biberach veröffentlicht wurde, kommt in die Sektionschronik. Am Ende seines Berichtes faßt Claus Eger zusammen:

Für mich -und ich glaube für alle Beteiligten- war auch wichtig, daß sich Deutsche aus Ost und West getroffen, miteinander gesprochen, Gedanken ausgetauscht und Verständnis füreinander gezeigt haben. Wieder wurden Kontakte geknüpft, mit denen wir mitgeholfen haben, dass zusammenwächst, was zusammen gehört. Man freut sich darüber, dass das Normale wieder normal ist. Das hätte ich mir vor 10 Jahren nicht erträumt. Chemnitz grüßt Biberach!

Sächsisch-schwäbische Fortsetzung 1999

(C. E.) Nach Absprache mit Erich Schannall (Biberach) können vier bis fünf Personen unserer Sektion an einer von ihm geführten Tour teilnehmen:

Alpine Wanderwoche im Ahrntal, Südtirol, Südseite des Zillertaler Hauptkammes

Termin: 4. bis 12. September.

Wer sich anschließen möchte, trägt sich in der Geschäftsstelle in die Liste ein.

Verantwortlicher für die Chemnitzer: Claus Eger

 

Auf den Spuren großer Sachsen in den Dolomiten

(Stefan Bengs)Der Sachse liebt das Reisen sehr, das war schon immer so. In der Langkofelgruppe kann man eine Rundtour machen, die auf besondere Weise sächsisch geprägt ist. Der Plattkofel kann auf dem Oscar-Schuster-Klettersteig bestiegen werden. Zurück geht es dann auf dem König-Friedrich- August-Weg.

Jedem sächsischen Kletterer ist der Name Oscar Schuster vertraut und vom letzten sächsischen König wissen wir, daß er sich gern unters Volk mischte. So hielt er sich als Bergsteiger und Wanderer auch oft inkognito in den Dolomiten auf.

Unsere Tour begann am Sellajoch mit der Liftfahrt zur Langkofelscharte. Dort tritt man in das Langkofelkar ein. Hier eröffnet sich eine wilde Szenerie: himmelhohe Wände, Türme und Zinnen. Es geht steil hinab durch ein gewaltiges Blockfeld. Dann sieht man einen Schotterkessel, an dessen linkem Rand die Langkofelhütte klebt. Abstieg bis hierher ca. 400 Hm. Dann geht es steil hinauf zur Plattkofelnordseite. Der Aufstieg ist erwartungsgemäß mühsam. Über Geröll und ein Schneefeld geht es zum Einstieg des Klettersteiges, den eine Schuttrinne deutlich markiert. Wir treffen dresdner, für die es eine Ehrensache ist, diesen Steig zu machen.

Es wird eine schöne Kletterei, die auch der Bergwanderer mit etwas Klettererfahrung gut bewältigen kann. Ausgesetzte Passagen sind gut gesichert. Anstrengend ist der Weg schon, aber 500 Hm Klettervergnügen entschädigen für alles. Es geht über Schrofen, kleine Risse, schmale Bänder und kurze Wandstufen, bis man Überrascht vor dem Schlußkamin mit einem großen Klemmblock steht. Der Ausstieg führt dann unschwierig über eine leichten Kamm zum Gipfel.

Der Abstieg über die Südseite, das "Platt", ist unschwierig, aber wenig freudvoll. Dazu erwischt uns auch noch ein Gewitter. Wir hasten so gut es eben geht zur Plattkofelhütte hinunter, wo wir unsere Sachen notdürftig trocknen. Gewitter kommen und gehen. Wir können an den Weiterweg auf dem König-Friedrich- August-Weg denken. Immer der Höhenlinie folgend, zieht sich dieser Wanderweg über grüne, blumenbestandene Matten am Fuße der Langkofelgruppe zum Sellajoch. Nach der anstrengenden Bergtour ein schöner Heimbringer. Links die schroffe Felsenwelt des Langkofel, rechts und vor uns wunderschöne Talblicke. Zum Schluß kommen wir zur Friedrich-August-Hütte, wo sich auch das überlebensgroße holzgeschnitzte Denkmal des Sachsenkönigs befindet.

 

Bergsteigen / Klettern 1998

(W.M.) Vom Wandern zum Bergsteigen und vom Bergsteigen zum Klettern sind die Übergänge fließend. In diesem Heft kamen die Wanderer/Bergsteiger etwas verstärkt zum Zuge. Sie sind ja im Verein auch die zahlenmäßig stärkste Gruppe. Aber auch das, was die Bergsteiger/Kletterer erlebten und "machten", kann sich sehen lassen. Ohne eine besondere Aufforderung erhielten wir eine reiche Zahl an Tourenberichten, oftmals sehr umfangreich und schön gestaltet. Jeder wird verstehen, daß nicht alles Platz in unseren "Mitteilungen" finden kann. Alle Berichte und Tourenaufstellungen kommen in unsere Sektionschronik, und sollte es der Redaktion einmal an Material mangeln, kann darauf zurückgegriffen werden. Wer jetzt erst daran erinnert wird, Tourenberichte abzugeben, kann das allemal noch tun. Redaktion und Sektionsleitung sagen allen Einsendern ein herzliches Dankeschön.

 

Jugend im DAV (Logo)

Dieses Logo taucht seit einigen Jahren regelmäßig in unseren "Mitteilungen" auf und weist darauf hin, dass auch in unserer Sektion eine Jugendgruppe besteht, der Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren angehören und die sich natürlich vorwiegend für das Klettern interessieren.

Wer sich uns anschließen möchte, der kommt am besten zu unserem wöchentlichen Treff jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr in die Turnhalle der Pestalozzischule, Ludwig-Kirsch-Straße. Dort spielen wir Ball, trainieren an der Kletterwand und bereiten gemeinsame Fahrten vor. In den Sommerferien treffen wir uns bei schönem Wetter an der Kletterwand im Sportforum

Für dieses Jahr haben wir uns einiges vorgenommen. Wenn dieses Heft erscheint, liegt das Treffen Junger Bergsteiger auf der Burg Hohnstein/Sächs. Schweiz schon hinter uns. Im nächsten Heft wird ein Teilnehmer davon berichten.

Weiterhin werden bei der Fahrt der Familiengruppe in den Herbstferien ins Altmühltal sicher ein paar Plätze für und frei sein. Im November beteiligen wir uns wieder an der Abschlussfahrt des SBB in die Saupsdorfer Hütte. Und natürlich gibt es auch wieder eine Weihnachtsfeier.

Dazwischen werden wir sicher auch wieder das eine oder andere Wochenende zum Klettern in die Sächsische Schweiz oder die nahen Greifensteine fahren.

Wir würden unsere Jugendarbeit gern ausbauen und suchen deshalb engagierte (mehr oder weniger junge) Leute, um in weiteren, vielleicht etwas differenzierteren Jugendgruppen tätig zu werden,und mehr interessante Fahrten durchführen zu können. Der Alpenverein bietet gute Ausbildung an, wozu es hervorragend eingerichtete Ausbildungsstätten in wunderschöner Landschaft gibt. Die Jugend im DAV wird auch großzügig finanziell unterstützt und arbeitet nach einem eigenen Haushaltplan.

Wenn mich meine berufliche Zukunft in eine andere Stadt verschlagen sollte, wird dann für mich Ersatz benötigt. Wer also in der Jugendarbeit verantwortlich mitmachen möchte, melde sich in der Geschäftsstelle oder bei mir. Das alpine Können spielt zunächst nicht die wichtigste Rolle. Frank Milde

 

 

TOURENBERICHTE DER BERGSTEIGER UND KLETTERER

 

Auf dem Dach Afrikas, demKilimanjaro, 5895m,

waren im Januar 1998 Günter Möckel, Helmut Röder und Frank Schmieder aus Chemnitz.

 

Das Foto vom höchsten Berg Afrikas erhielten wir von Kerstin und Karl-Heinz Drechsel, die im Dezember auf dem Uhuru Peak, dem höchsten Punkt des Kraterrandes standen. Ihren interessanten Bericht kann man in der Sektionschronik nachlesen.

 

Schweizer Alpen/ Wallis Dom , 4545 m von Domhütte über Festigletscher u. Nordflanke

Weißmies, 4023 m Normalweg über Triftgletscher

am 11. und 14. Juli Günter Möckel und Helmut Röder

Ötztaler Alpen Schalfkogel, 3540 m, N-S-Überschr. Heimo, Helmut, Elke, Stefan Jahn

Heimo Jahn: Anichspitze, 3428 m, SW-Grat, Gr. Ramolkogel, 3550 m, SO-,O-Grat

Mittl. Ramolkogel, 3518 m, NO-Grat, Firmisanschneide, 3491 m, SO-Grat

 

Berner Oberland/Schweiz Oberaarhorn, 3637 m, Aug. 98, Maximilian u. Michael Welsch

 

Sextener Dolomiten u. Monte Cristallo 9.-15.8., Heike u. Frank Thon, Marienberg

Toblinger Knoten, 2617 m, Feldkurat-Hosp-Steig

Paternkofel, 2744m, Via de Luca - Innerkofler

Paternkofel, Steig über Paßportenscharte zur Gamsscharte, Schartenweg

Cristallo-Mittelgipfel, 3154 m, Via ferrata Marino Bianchi

Fanestal, 22.10., Via ferrata Giovanni Barbara

Diesmal sind unsere drei Kinder dabei. Alle Berghütten haben längst geschlossen. Wir wollen die Kinder nicht für alle Zeiten verschrecken, deshalb suchen wir nach einem machbaren Klettersteig. Im Fanestal werden wir fündig. Der Steig führt nicht in große Höhen, sondern hinab in die steile Schlucht des Rio di Fanes. Wir parken an der Straße zwischen Schluderbach und Cortina d'Ampezzo und gehen im Fanestal etwa eine Stunde taleinwaärts (Weg 10). Kurz nach der Brücke über den Rio Travenanzes weist ein Schild zum Wasserfall. Hier ist der Einstieg in den Klettersteig, der in manchen Karten als Via ferrata Cengia Matia bezeichnet wird. Auch wenn es sich um einen kurzen, ganz einfachen Steig handelt, legen wir alle die Klettersteigausrüstung an. Unsere achtjährige Tochter kommt mit den Verschlüssen der großen Klettersteigkarabiner nicht klar und nutzt deshalb zwei einfache Schnapper. Sie wird aber zusätzlich am kurzen Seil gesichert.

Zunächst geht es auf einem erdigen Band an der Felswand entlang. Hinter einer Felsnase kommt der Wasserfall in Sicht. Wir unterqueren ihn zwischen Felswand und Wasserwand; ein außergewöhnliches, aber harmloses Abenteuer. Man wird höchstens ein bißchen naß. In einer steilen Rinne und dann über grobes Geröll geht es weiter nach unten. An einer Steilstufe gelangen wir über eine Leiter im Flußbett auf den Talgrund. Im Frühjahr, wenn der Fluß mehr Wasser führt, ist der Weg nicht begehbar. In der Zeit danach soll er mitunter starke Beschädigungen aufweisen. Auf einem schmalen Steg überqueren wir den Fluß wieder. Vor uns fällt das Wasser in zwei Sektionen jeweils 40 m donnernd in die Tiefe. Man fühlt sich ganz klein hier unten im engen Canyon. In der rechten Felswand führt der Steig nun ansteigend wieder nach oben. An sich eine leichte KLetterei, aber unsere Tochter hat mit ihren kurzen Beinen etwas Mühe. Da auch das Umhängen der Karabiner bei ihr noch nicht so flüssig geht, benötigen wir eine Stunde, bis wir wieder auf dem Weg hoch über dem Fluß sind.

Der Steig ist außer im Talgrund durchgängig mit einem Standseil gesichert. Da die Sache großen Spaß gemacht hat, gehen die Jungs mit meiner Frau die Runde noch einmal. Nach nur zwanzig Minuten kann ich sie wieder oben begrüßen. Ich bin mir sicher, daß unsere Kinder auch in Zukunft wieder mit uns das Gebirge auf Klettersteigen erleben wollen. Frank Thom

 

Regina, Falk und Frank Tröger Ehrwalder Sonnenspitze, 2477m, 26.6.,I /II,

Blaueisrunde, 25.7., Schärtenspitze 2153 m, Blaueisspitze, 2481m, Hochkalter, 2607 m, Kleinkalter, 2513 m

Julische Alpen, 10.-15.8.. 1. Aljavez dom über Kanjavec-NW-Wand-Steig zur 7-Seen-Hütte

2. 7-Seen-Hütte- V. Ticarica M. u. V. Zelnarica, vorbei an der Trzaska koca auf den Triglav, 2864 m, und zum Triglav dom

3. Abstieg über den Prager Weg zum Aljazev dom

4. Nordwand-Klettersteig zu m Prisojnik, 2547 m, über den Jubiläumsweg zum Gotischen Fenster (Weiterweg durch gewaltigen Felssturz im Fenster und dahinter unmöglich)

 

Seilschaft Walter Keiderling, Ulrich u. Michael Meyer, Zwönitz

Auf Klettertour in den Sextener Dolomiten

Aktionsgebiet Cadinspitzen / Cadini di Misurina und Drei Zinnen. Die Cadinspitzen liegen den Zinnen gegenüber und bilden ein Gewirr von Türmen, Spitzen und Schluchten. Hütte Rifugio Fratelli Fonda-Savio am Passo die Tocci. 2 Stunden Anmarsch

 

1. Klettertag

Torre Wundt, 2517 m, Südwandroute "Mazzorana", 200 Hm, IV -

ideale Tour zum Eingehen

Pianoro dei Tocci , 2675 m,

Ostverschneidung, VI, von

V. Quinz

Im sächsischen Kletterstil geht es einer steilen Rißver- schneidung folgend über 200 Hm hinauf. Als Zeitvorgabe sind im Klefü fünf Stunden vorgegeben. Der Fels ist überwiegend fest. Die losen Steine in der Führe fallen ohne-

hin ins Bodenlose. Im Gipfelbereich nehmen die Schuttbänder drastisch zu.

Abstieg im Aufstiegsweg durch mehrfaches Abseilen.

An der Hütte hatte sich fachkundiges Publikum eingefunden, das sich dann nach Schwierigkeiten und Wegverhältnissen erkundigte.

2. Klettertag

Oben bei der Forcella del Diavolo wollen wir klettern. Drei aufregend schlanke Türme mit allseits senkrechten Wänden zeigen wenig Schwachstellen.

Torre Leo, 2550 m, NO-Wand, V, von Hans Dülfer und Co

Torre del Diavolo, 2598 m, Übergangsweg von Dülfer. In der Scharte ein schwieriger Spreizschritt zu einem Fingerloch in die Südwand. Ein Riß führt dann zum Gipfel.

Als Zugabe am Nachmittag eine Kletterei im IV. Grad zum Trikolori, bei guten Sicherungsmöglichkeiten für uns Klettergenuß schlechthin.

3. Klettertag

Große Zinne, 2999 m, Westwand von Dülfer, V,

Eine gewisse Angespanntheit ist an diesem großen Gipfel auch dem langjährigen Felskletterer anzumerken. Seillänge für Seillänge spulen wir im festen Fels ab. In den Rißverschneidungen kann man gut spreizen, was uns sächsischen Rißkletterern natürlich liegt. Walter Keiderling

 

Gedanken auf der letzten Seite

Gemse, Gams, Gämse

Auch wenn man inzwischen in die Jahre gekommen ist und seit einigen Jahrzehnten glaubte, der deutschen Sprache in Wort und Schrift einigermaßen mächtig zu sein und damit bis zum seligen (seeligen) Ende hinzukommen, kommt man um die Rechtschreibreform nicht herum. Ganz gleich, wie man schreibt (alt oder neu), von einer Gruppe (entweder den jüngsten Schülern oder der älteren Generation) wird man zur Zeit immer des Nichtkönnens bezichtigt werden. So wird die Konjunktion "daß" zu "dass", weil nach kurzem Vokal nicht mehr ß, sondern immer ss geschrieben wird. (Das ist vor allem für die Jünger der deutschen Sprache, die eine andere Muttersprache sprechen, eine große Erleichterung.) In diesem Heft kommt es noch vor, dass "daß" und "dass" verwendet wurden. Das wird sich in Zukunft in Richtung der neuen Regeln ändern.

Aber mit so manchem werde ich mich wie viele andere auch nie anfreunden können. Wie oft haben mir im Hochgebirge die wilden Ziegen, die bisher Gemsen waren, Freude bereitet, besonders dann, wenn sie bei einem Abstieg in den späten Nachmittagsstunden partout nicht vom Wege gehen wollten. Nun sind das keine Gemsen mehr, sondern Gämsen. Angeblich ist das eine Ableitung von Gams und Gamsbock. Warum, so frage ich, spielt hier ein südlicher Dialekt die entscheidende Rolle? Nördlich des Weißwurstäquators hieß es doch auch Gemsbock

Welch ein Glück! Unsere Abbildung zeigt weder eine Gemse noch eine Gämse, sondern einen S t e i n b o c k. (Oder muß ich jetzt Schteinbokk schreiben?)

Viel Freude mit der neuen Rechtschreibung wünscht allen der Redakteur.

 

Der Schatzmeister informiert

Beitragssätze 1999 und ab 2000

1999 2000

DM DM

A-Mitglied ab vollendetem 27. L ebensjahr 75,-- 80,--

B-Mitglied ab vollendetem 27. L ebensjahr 50,-- 50,--

C-Mitglied 35,-- 35,--

Junior von 18 bis unter 27 Jahre 45,-- 45,--

Jugend von 14 bis unter 18 Jahre 24,-- 24,--

Kinder unter 14 Jahre beitragsfrei

Familienbeitrag beide Elternteile sind Sektionsmitglied alle Kinder bis unter

18 Jahre beitragsfrei

Aufnahmegebühren

A-, B-Mitglieder und Junioren 20,-- 20,--

Bei Wechsel von einer anderen Sektion des DAV keine Aufnahmegebühr

C-Mitglieder, Kinder und Jugendliche keine Aufnahmegebühr

 

Beitragskassierung kann erfolgen: bar in der Geschäftsstelle

mittels Banküberweisung (Bankverbdg. siehe Impressum !)

Bankeinzug bei Vorliegen einer Einzugsermächtigung

Beitragssätze in Euro ab 2002

 

Ende Heft 17

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Cadinspitzen von den Zinnen und die Zinnen von den

Cadinspitzen Fotos: Keiderling