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DAV Chemnitz : Infoheft 2. Halbjahr 1999 ![]()
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(W.M.) Im Vorfeld der Wahlveranstaltung gab es das große Problem, ob wir Sektionsmitglieder finden, die bereit sind, bisher nicht besetzte Ehrenämter zu übernehmen bzw. langjährig Tätige abzulösen. Es ging vor allem darum, dem Vorsitzenden jemanden zur Seite zu stellen, der ihm als 2. Vorsitzender einen Teil der Aufgaben abnimmt, und um einen neuen Schatzmeister, denn Rudolf Hannß wollte ja eigentlich schon bei der letzten Wahlversammlung vor vier Jahren in die zweite Reihe zurücktreten. Beide Schwerpunktaufgaben konnten gelöst werden, was die anwesenden ca. 6% der jetzt 880 Mitglieder zählenden Sektion mit 100%iger Zustimmung für die einzeln zu wählenden Vorstandsmitglieder quittierten.
Im Bericht über die vergangene Wahlperiode und das letzte Geschäftsjahr kamen sowohl die vereinstypischen Freizeitbeschäftigungen zur Sprache als auch all das Organisatorische, Geschäftliche, Kulturelle, Merkantile und Finanzielle. Gute Resonanz fanden die Ausbildungsveranstaltungen, geführten und gemeinsam organisierten Touren, die Stammtischabende mit wirklich guten Lichtbildervorträgen, bei denen leider die ganz hinten Sitzenden oft mehr in einer Stummfilmveranstaltung saßen, die Buch- und Materialausleihe, die Sommersonnenwende in der Wolkensteiner Schweiz, die Unternehmungen der Familiengruppe und die ersten Wochentagswanderungen der Oldies. Unsere Kletterwand wird fleißig genutzt und erfreut sich auch bei den Chemnitzer Schulen eines guten Rufes, sodaß nur rechtzeitige Anmeldung z. B. für den Sport- und Spieltag einen Platz an den Griffen und Tritten sichert. Erst kürzlich wurde der Geschäftsbereich mit neuen modernen, aber unbedingt nötigen Gegenständen (Schränke, Computer) ausgestattet. Trotzdem wurde so gut gewirtschaftet, daß ein Überschuß von rund 10 000,--DM vorhanden ist. Der Schatzmeister hatte im Geschäftsjahr eine Gesamteinnahmesumme von über 70 000,-- DM zu verwalten, von der natürlich die gute Hälfte als Beiträge an den Hauptverein, den Landessportbund, den Stadtsportbund, den Landesverband des DAV abzuführen war. Aufwendungen für Mieten (Geschäftszimmer, Turnhallen) und Porto erfordern ebenso einen Großteil unserer Gelder. Das ist aber nur zu verständlich, hat sich doch auch unsere Sektion deutlich zu einem Dienstleistungsbetrieb entwickelt, bei dem viel zu haben ist: Rat, Ausbildung, Material (sowohl in der Ausleihe als auch im Verkauf), geführte Urlaubstouren in den Bergen. Alles wird von einer Reihe von Leuten ehrenamtlich erledigt, die während der Versammlung mit einem Blumenstrauß geehrt wurden.
Erstmalig wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, ein Ehrenmitglied zu ernennen. Im Heft 16 stellten wir ihn schon vor: Rudolf Hannß. Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts. Wer fast ein Jahrzehnt mit Ruhe und Übersicht fachgerecht mit unseren Geldern umgegangen ist und mit half, Schaden von der Sektion abzuwenden, der hat es verdient, in Zukunft als Ehrenmitglied seine Jahresmarke kostenlos von der Sektion zu erhalten
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1999 2000
DM DM
A-Mitglied ab vollendetem 27. Lebensjahr 75,- 80,-
B-Mitglied ab vollendetem 27. Lebensjahr 50,- 50,-
C-Mitglied 35,- 35,-
Junior von 18 bis unter 27 Jahre 45,- 45,-
Jugend von 14 bis unter 18 Jahre 24,- 24,-
Kinder unter 14 Jahre beitragsfrei
Familienbeitrag& beide Elternteile sind Sektionsmitglied
alle Kinder bis unter 18 Jahre beitragsfrei
Aufnahmegebühren
A-, B-Mitglieder und Junioren 20,- 20,-
Bei Wechsel von einer anderen Sektion des DAV : keine Aufnahmegebühr
C-Mitglieder, Kinder und Jugendliche keine Aufnahmegebühr
Beitragskassierung kann erfolgen : bar in der Geschäftsstelle
mittels Banküberweisung (Bankverbdg. siehe Impressum !)
Bankeinzug bei Vorliegen einer Einzugsermächtigung
Beitragssätze in Euro ab 2002
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Seitdem ich das erste Mal dort war, habe ich diesen Kontinent regelrecht ins Herz geschlossen. Nach nun vier fahrten wäre es an der Zeit, einmal länger zu bleiben, um die Bergwelt, die Yungas in Peru, die Atacama, das Seengebiet in Chile noch intensiver kennenzulernen. Hier möchte ich nun von einer Wanderung in Peru berichten.
Bevor es losgehen kann, steht vor einer Reise immer die Frage : Wer kommt mit ? Diesmal machte mich ein Freund auf eine junge Frau aufmerksam, die auch nach Südamerika reisen wollte. Sie fand sofort Gefallen an der geplanten Reiseroute nach La Paz und den Titicacasee in Bolivien, Cuzco, Macchu Picchu in Peru sowie den Laucna-Nationalpark im Norden Chiles. Alle drei Regionen liegen im Bereich des Altiplano, einer Hochfläche in Südamerika mit einer durchschnittlichen Höhe von 4200 Metern. Zu zweit konnte es nun im November 1998 losgehen.
I. Teil
Auf Saumpfaden nach Machu Picchu
In den ersten Morgenstunden des neuen Tages kommen wir nach einer langen Fahrt vom Titicacasee in Cuzco an. Cuzco liegt im Hochland westlich der Ausläufer der Cordillera Vilcanota in 3399 m Höhe. In der Umgebung gibt es die verschiedensten archäologischen Naturdenkmäler. Die bedeutendste Kulturstätte ist das im Regenwald 100 Kilometer nördlich gelegene Machu Picchu, das zum Weltkulturerbe erklärt wurde.
Die Ruinenstadt wurde erst im Jahre ... entdeckt. Die einzige Verbindung stellt eine Eisenbahnlinie her, an welcher 25 Jahre lang gebaut wurde. Wir setzen uns zu den Indios, die in Decken gehüllt vor dem Bahnhof warten. Mit der Zeit kriecht auch die empfindliche Kälte in uns hoch. In der Ferne sehen wir im Morgenlicht die schneebedeckten Gipfel der Cordillera Vilcabamba. Mit der Sonne kommt die ersehnte Wärme zurück und die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges vergeht schneller. Langsam setzt sich der Zug in Bewegung. Doch nach kurzer Strecke kommt es erneut zum Stop. Rückwärts und vorwärts überwindet der Zug in Steilrampen das Gelände bis zum Scheitelpunkt, den er am Kilometer 12 auf 4100 m erreicht hat. Anschließend durchfährt er eine Hochebene, ehe er, vorbei an Kakteen, Agaven und Bambusbüschen, sich wieder steil in Kehren in die Tiefe windet. Unterwegs steigen auf den Haltepunkten Händlerinnen zu und bieten geröstete Maiskolben an.
Am Kilometer 88 hält der Zug für kurze Zeit. Wir steigen hier aus. Der Inkatrail nimmt hier auf 2400 m seinen Anfang. An der kleinen Station Qoriwayrachina, wo der Nationalpark beginnt, müssen wir die Eintrittsgebühren entrichten. Dafür erhalten wir eine Wegbeschreibung. Unser Ziel ist das 28 km entfernt liegende Machu Picchu. Wir müssen leider feststellen, dass der Weg weiter ist als die im Reiseführer angegebenen zwei Tagesetappen. Also eine Dreitagetour und auch noch ein Stück Nebelwald. Und dies alles ohne Zelt. Die Schwüle ist fast unerträglich, die einzige Kühlung erfahren wir auf einer Hängebrücke über den Fluß. Wir genießen den Weg, der einige Kilometer durch Eukalyptuswälder führt, welche einen aromatischen Duft ausstrahlen. In Aqomopo gehen wir an einer Ruine vorbei, die sich in vielen Terrassen den Hang hinaufzieht. Das Tal wird enger. Am Rand stehen noch vereinzelt Hütten, wo man eine Erfrischung gereicht bekommt. Die Vegetation geht zurück, der Eukalyptus weicht Bäumen mit großen roten Blüten. Je höher wir kommen, desto spärlicher werden Flora und Fauna, bis bloß noch Punagras übrig bleibt. Unsere Schritte werden schwerer, 10 km haben wir bis hierher auf 4100 m schon zurückgelegt. In einer Mulde, windgeschützt, kurz unterhalb des Passes beziehen wir unser Biwak. Wenig später haben uns der Nebel und die Dunkelheit eingeholt. Nur langsam kommen wir am Morgen aus unseren Schlafsäcken, und nach einem kleinen Frühstück stehen wir auf dem Paß in 4250 m Höhe. Unser Blick gleitet über die vielen Bergkämme bis hin zu den Schneeriesen am Horizont. Steil geht es nun hinab auf 3600 m zu einem Zeltplatz, von wo uns eine Karawane schwer bepackter Indios entgegenkommt. Sie tragen das Gepäck einer amerikanischen Trekkinggruppe. Auf einer kleinen Anhöhe befindet sich die Ruine Runkurakay, von wo man tief in das Tal blicken kann. Die Inkas errichteten ihre Anlagen meist am Grat unter Ausnutzung des Terrassenbaus. Sie führten die Saumpfade oft über die Berge. An ausgesetzten Stellen errichteten sie Stützmauern Teilweise sind auch schon Wege gepflastert worden.. Von oben kann man die Anlagen gut erkennen aber von unten sieht man nur Felsen. So erging es auch den spanischen Eroberern, denn ein Großteil der Ruinen wurde erst nach 1960 entdeckt. Steil geht es einen Hang empor. Oben auf 4000 m erreichen wir die Klimascheide des Gebirgszuges. Die Wolken des tropischen Regenwaldes kommen nicht über diesen Paß.
Ein kurzes Wegstück weiter wird die Vegetation schnell üppiger. In 3800 m Höhe entschwindet uns die Sicht. Wir haben den Nebelwald erreicht und alles überzieht ein Wasserschleier. Abseits des Weges ist kein Durchkommen mehr. Ein Blätterdach breitet sich über viele Horizonte aus. Während es so vorsichhin tröpfelt, beginnt es in der Ferne zu donnern. Langsam kommt es näher und schon gießt es. Zwei, drei Stunden vergehen. Selbst das dichteste Blätterdach hält dem Regen nicht stand. Nachdem unser Gore Tex diese Dichtheitsprüfung gut überstanden hat, beginnt der Nebel sich aufzuziehen. Von dem Paß in 3750 m Höhe haben wir Sicht auf eine sich unter uns ausbreitende Wolkenschicht. Durch Wolkenlücken können wir den 1500 m tiefer dahinfließenden gelbbraunen Urubamba erkennen. Gegenüber erkenne ich die 5600 m hohen Berge der gleichnamigen Kette. Am späten Nachmittag passieren wir die sich am Hang duckende Festung Phuyupatamarka. Ihre mit Moosen überwucherten Steinwälle heben sich nur schwer von der Umgebung ab. Steile in den Fels gehauene Treppen mit weit über 1000 Stufen bringen uns dem Fluß näher.
Die Sonne wirft schon lange Schatten, da erreichen wir eine Herberge und einen überfüllten Zeltplatz.. Die Trekker, die hier ihr Zelte aufgeschlagen haben, kommen fast alle von der nahen Station Chachabamba herauf. Von der Ruinenstadt trennen uns nur noch wenige Stunden. Wie jeden Abend ziehen sich mit der einsetzenden Kühle die Wolken zurück und wir sitzen noch eine Weile in der sternenklaren Nacht. Früh um fünf wird der Zugang geöffnet, denn die Anlagen sind streng geschützt. Nach einigen sehr ausgesetzten Wegstücken - ein, zwei Bretter liegen über einer 200 m tiefen Schlucht - erreichen wir nach einer steilen Treppe in Intipunku am Sonnentor die Hauptstadt der Inkas Machu Picchu.
Anders als erwartet, liegt auf einem Felsrücken die erst spät entdeckte Inkastadt. Durch viele Terrassen wurde Platz für Tempelanlagen geschaffen. Von den Aymera - so ist es überliefert - stammt der größte Teil der Bauten. Die Inkas herrschten nur wenige Jahrhunderte im Vergleich zu ihren Vorgängern. Sie brachten aber andere Völker hierher wie die Indios vom Titicacasee, die bekannt sind für ihre fugenlosen Bauten. Sie errichteten Häuser aus Steinen so groß wie ein PKW und so paßgenau, dass selbst ein Messer nicht in die Fuge dringt. Den Abschluß des Felsgrates bildet der Berg Waynaicchu. Mit seinen 2900 m überragt er die gsamte Anlage um mehr als 400 m. Der Tempel auf dem Berg war für den Sonnengott gedacht. Um die Mittagszeit beginnt das gleiche Spiel: Wolken ziehen auf und Donner mit Regen macht sich breit. Wir steigen hinunter in die Schlucht zu der kleinen Ansiedelung Aques Calients. Hier befindet sich die Bahnstation, um wieder nach Cuzco zu gelangen. Im Bahnhof herrscht dichtes Treiben. Überall stehen Stände bis an die Gleise heran. Es werden Mineralien, bunte Tücher, Schnitzereien und vieles mehr angeboten. Unzählige Touristen aus aller Welt säumen die Stände. Auf den Gleisen sitzen Frauen, die Maisbier aus großen Plastekanistern verkaufen. Nebenan werden Fleischspieße mit einer Kartoffel feilgeboten. Die Spieße sahen einmal appetitlicher aus und schmeckten auch sehr gut. Aus dem winzigen Bahnhofsgebäude kommt der Bahnhofsvorsteher heraus. Stolz zeigt er sich in seiner Uniform und hebt sich nun deutlich von den anderen Indios ab. Dass er das weiß, merkt man ihm deutlich an. Lautes Pfeifen kündigt die Einfahrt des Touristenzuges an. Die Fahrt ist für die Einheimischen unerschwinglich. Gegen vier zieht dann eine dunkle Rauchwolke das Tal herauf. Die Musikanten in den bunten Ponchos erheben sich vom Gleis und ihre Panflötenmusik wird vom Brummen der schweren Motoren übertönt. Der Nativo, der Zug der Einheimischen, ist da. Der Sturm auf den Zug beginnt. Unvermittelt fährt der Zug an und das Gedrängele nimmt noch zu. Am Ende des Ortes stehen etliche auf den Trittbrettern. Nun dauert es auch nicht mehr lange und schon kreisen Cocablätter in der Runde. Vorbei geht die Fahrt an den Eisriesen der Cordillera Urubamba, deren steile Eisflanken die Sonne rot erglühen läßt. Gegen Mitternacht erreicht der Zug wieder seinen Scheitelpunkt und senkt sich dem Orte zu. Cuzco wird von einem gelben Lichtermeer erhellt. Die Lampen strahlen ein warmes weiches Licht aus. Man fühlt sich in der Ferne daheim.
(Fortsetzung folgt mit Teil II:Sand, Sturm, Sonne in Altiplano)
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Auf dem Rennsteig möchte jeder deutsache Wanderfreund seine Spuren hinterlassen. Aber wie ist es mit dem Erzgebirgskamm? Den Weg über ihn hinweg wollen wir der Vergessenheit entreißen und ins Leben zurückrufen. Im Juli 1998 nahmen wir die ersten beiden Etappen unter die Wanderschuhe.
Bei ausgiebigen Schauern brachten uns öffentliche Verkehrsmittel zum Startort Muldenberg. Mit geöffneten Schirmen und Regenbekleidung begannen wir unser Vorhaben. Durch dichten Nadelwald ging es am Pfaffenstein vorbei zum Schneckenstein, einem auf der nördlichen Halbkugel einmaligen Quarzitfelsen. Hier wurden im 12. Jahrhundert gelbe Halbedelsteine sowie Topase für den sächsischen Hof und die englische Krone abgebaut.
Auf unserem Wege wurden wir Zeugen des bergmännischen Raubbaus (Binge). Die Bergsrbeitersiedlung Winselburg mit ihren Arnikawiesen passierten wir vor dem Erreichen des Wintersportzentrums Mühlleithen. Die Regenbekleidung konnten wir schon vor geraumer Zeit im Rucksack verstauen. Vereinzelt kitzelten uns Sonnenstrahlen. Wir befanden uns immer noch im dichten Nadelwald und wanderten auf dem Kammweg vorbei an den Rammelsbergen, dem Hochmoor, Großen Kranichsee nach Weitersglashütte. Dann hieß es nach Wildenthal absteigen. Eine Brotzeit sollte uns Kraft geben für die Strecke zum höchsten Punkt unserer Tour, dem 1019 m hohen Auersberg. Die hinter uns liegenden Kilometer und der steile Anstieg ließen unsere Lust auf Gespräche versiegen und alle waren froh, als wir im Berggasthaus eine flüssige Belohnung zu uns nehmen konnten. Vor uns lag noch ein Katzensprung von acht Kilometern über die Sauschwemme, den Kleinen Kranichsee und Henneberg. Dann waren wir am Tagesziel, dem Schullandheim Oberjugel. Dort gab es vor unserer Unterkunft ein Volksfest, das uns den anstrengenden Tag noch verlängerte. Für einige von uns, die man zu den Tanzwütigen zählen durfte, begann die Nachtruhe erst am Folgetag, an dem zeitiges Aufstehen und ein kräftiges Frühstück die Voraussetzung für die heutige 2. Etappe waren.
In Johanngeorgenstadt überschritten wir die Landesgrenze nach Tschechien. Bei morgendlicher Kühle ging es stetig aufwärts zum Berg Blatensky vrch (Blattenberg) mit seinem Aussichtsturm, von dem aus wir eine hervorragende Rundumsicht hatten. Ein Naturlehrpfad führte uns zur sagenumwobenen Wolfsschlucht (Eisbinge), eine durch Zinnbergbau entstandene Bodensenkung, aus der früher selbst im Hochsommer Eis nach Leipzig geliefert wurde.
Jetzt wird die Landschaft etwas offener und schöne Ausblicke auf die Orte Pernink und Abertamy ergeben sich. Die Sonne meinte es heute sehr gut mit uns und so wurde der steile Aufstieg zum Plesivec (Pleßberg) etrwas schweißtreibend, aber als Belohnung gab es böhmisches Bier und Knödel; was sonst. Der folgende Wanderweg, der im Winter eine Loipe ist, brachte uns am Spicak (Spitzberg) vorbei in das höchstgelegene Städtchen Mitteleuropas Bozi Dar (Gottesgab), den Heimatort Anton Günthers, des erzgebirgischen Heimatdichters und Sängers. Zwischen den zwei höchsten Bergen des Erzgebirges Keil- und Fichtelberg kamen wir wieder nach Sachsen, wo in Oberwiesenthal unser Tagesziel erreicht wurde, die müde gewordenen Beine Entspannung fanden und die Heimreise mit dem Bus angetreten wurde.
Eine zwar anstrengende, aber schöne, eindrucksreiche Kammwanderung lag hinter uns. Sie findet 1999 ihre Fortsetzung (Siehe vorhergehende Seite!).
von Jörg Helbig
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Wir, das waren zehn ausgereifte Bergfreundin- nen und -freunde sowie ein Ehepaar aus dem Harz. Unseren Heinz Günther mit seiner Unternehmungslust konn- ten wir ob seines Alters (87) nur bewundern. Für den ersten Teil quartierten wie uns am 14. September 1999 in der gemütlichen Pension "Santeler" ein, wo wir vorzüglich bewirtet
wurden. Hier in Plangeroß begann unser Aufstieg zur Neuen Chemnitzer Hütte in 2323 m Höhe. Leider gewannen wir den Eindruck, daß die Verbindung zu Chemnitz verblassen soll. Lag auf dem Weg nach oben schon hin und wieder etwas Schnee, so war es auf der Höhe der Hütte dann richtig winterlich.Wegen dieser Verhältnisse war es nicht möglich, den Cottbuser Höhenweg in Richtung Kaunergrathütte zu begehen. So wanderten wir anderntag bei Sonnenschein von der Taschachalm durch das lange Tal zum Taschachhaus (2433m) und konnten an dem gleichmäßig abgeschliffenen Gestein feststellen, wie rapid der Gletscher in den vergangenen 70 Jahren zurückgegangen war.
Die nächste Tour über die Taschachalm führte bei leichtem Schneefall hinauf zum Rifflsee und der gleichnamigen Hütte in 2283 m Höhe. Das alpine Skigebiet an den Hängen des beeindruckenden Massivs wird gegenwärtig bis ins Tal erweitert, was sicher nicht in unserem und des Naturschutzes Sinne ist. Einige wählten den steilen Abstieg, aber knieschonender ging es mit der Rifflseebahn. Es folgte ein gemütlicher Abend bei unserer Frau Neururer, wobei sich ein Hausgast als Mainzer Hofsänger entpuppte.
Wegen des miesen Wetters entsagten wir tags darauf einer Fahrt hinauf zum Pitztaler Gletscher, sondern fuhren ins Ötztaler Bergsteigerdorf Vent, wo wir beim Berg- und Skiführer Fimmel im Haus "Eberhard" wohnten. Als am Nachmittag die Wolken aufrissen, erkundeten wir die nähere Umgebung mit den Rofenhäusern und der Hängebrücke, die eine beachtliche Schlucht überspannt. Der nächste Morgen war herbstlich kühl, aber die weißen Gipfel erstrahlten im Sonnenlicht. Wir wanderten hinauf zur 600 m höher gelegenen Martin-Busch-Hütte, wo der Übergang beginnt für die Schafherden von der italienischen Seite. Vor genau sieben Jahren wurde hier in der Nähe der Similaunhütte am Hauslabjoch in 3200 m Höhe "Ötzi" gefunden. Einige stiegen noch zum Brizzisee (2900m) hinauf. Ein weiteres Ziel dieses Tages war das Hochjoch-Hospiz. Der Weg führte an der Kante der teilweise senkrecht zum tief eingeschnittenen Tal der Ache abfallenden Wand entlang. Nach einer teilweise ganz schön ausgesetzten Wegstrecke zur Breslauer und Vernagthütte am nächsten Tag feierten wir am Kaminfeuer Abschied und fanden einhellig, daß wir unter der bewährten Führung des Ehepaars Brodhuhn wieder einmal schöne, unvergeßliche Tage in den Bergen verlebt hatten, auch wenn uns unsere Wege ein ganzes Stück unter den Gipfelhöhen entlangführten.
von Ellen Claußnitzer
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(Red.) Claus Eger wurde 1996 von unserer Sektion zu einem Lehrgang "Hochgebirgswandern" in die Lechtaler delegiert, wo Erich Schannall aus Biberach an der Riß das Fach Umweltschutz unterrichtete. Über dessen Beruf als Forstmeister und einen Gedankenaustausch zu Problemen der Forstwirtschaft und des Waldes kam es zu mehr als einer thematischen Debatte. Die nächsten Schritte waren Briefkontakte, eine gemeinsame Ötztaltour und schließlich der Gedanke an die Fahrt einer sächsisch- schwäbischen Hochtourengruppe. Das wurde 1998 realisiert. Claus Eger, Rita Türpe und Rainer Polster von unserer Sektion, sowie Klara Bock, Kurt Mang und Thomas Fesseler aus Biberach waren neun Tage in den Dolomiten (Geislergruppe, Puezgruppe, Gardenaccia, Sella, Langkofelgruppe) zum Teil auf Wegen, die im folgenden Beitrag von S. Bengs auch beschrieben werden. Ein ausführlicher Bericht über die Tour von C. Eger, der im Rundschreiben Nr. 56 der Sektion Biberach veröffentlicht wurde, kommt in die Sektionschronik. Am Ende seines Berichtes faßt Claus Eger zusammen:
Für mich -und ich glaube für alle Beteiligten- war auch wichtig, daß sich Deutsche aus Ost und West getroffen, miteinander gesprochen, Gedanken ausgetauscht und Verständnis füreinander gezeigt haben. Wieder wurden Kontakte geknüpft, mit denen wir mitgeholfen haben, dass zusammenwächst, was zusammen gehört. Man freut sich darüber, dass das Normale wieder normal ist. Das hätte ich mir vor 10 Jahren nicht erträumt. Chemnitz grüßt Biberach!
(C. E.) Nach Absprache mit Erich Schannall (Biberach) können vier bis fünf Personen unserer Sektion an einer von ihm geführten Tour teilnehmen:
Alpine Wanderwoche im Ahrntal, Südtirol, Südseite des Zillertaler Hauptkammes
Termin: 4. bis 12. September.
Wer sich anschließen möchte, trägt sich in der Geschäftsstelle in die Liste ein.
Verantwortlicher für die Chemnitzer: Claus Eger
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(Stefan Bengs)Der Sachse liebt das Reisen sehr, das war schon immer so. In der Langkofelgruppe kann man eine Rundtour machen, die auf besondere Weise sächsisch geprägt ist. Der Plattkofel kann auf dem Oscar-Schuster-Klettersteig bestiegen werden. Zurück geht es dann auf dem König-Friedrich- August-Weg.
Jedem sächsischen Kletterer ist der Name Oscar Schuster vertraut und vom letzten sächsischen König wissen wir, daß er sich gern unters Volk mischte. So hielt er sich als Bergsteiger und Wanderer auch oft inkognito in den Dolomiten auf.
Unsere Tour begann am Sellajoch mit der Liftfahrt zur Langkofelscharte. Dort tritt man in das Langkofelkar ein. Hier eröffnet sich eine wilde Szenerie: himmelhohe Wände, Türme und Zinnen. Es geht steil hinab durch ein gewaltiges Blockfeld. Dann sieht man einen Schotterkessel, an dessen linkem Rand die Langkofelhütte klebt. Abstieg bis hierher ca. 400 Hm. Dann geht es steil hinauf zur Plattkofelnordseite. Der Aufstieg ist erwartungsgemäß mühsam. Über Geröll und ein Schneefeld geht es zum Einstieg des Klettersteiges, den eine Schuttrinne deutlich markiert. Wir treffen dresdner, für die es eine Ehrensache ist, diesen Steig zu machen.
Es wird eine schöne Kletterei, die auch der Bergwanderer mit etwas Klettererfahrung gut bewältigen kann. Ausgesetzte Passagen sind gut gesichert. Anstrengend ist der Weg schon, aber 500 Hm Klettervergnügen entschädigen für alles. Es geht über Schrofen, kleine Risse, schmale Bänder und kurze Wandstufen, bis man Überrascht vor dem Schlußkamin mit einem großen Klemmblock steht. Der Ausstieg führt dann unschwierig über eine leichten Kamm zum Gipfel.
Der Abstieg über die Südseite, das "Platt", ist unschwierig, aber wenig freudvoll. Dazu erwischt uns auch noch ein Gewitter. Wir hasten so gut es eben geht zur Plattkofelhütte hinunter, wo wir unsere Sachen notdürftig trocknen. Gewitter kommen und gehen. Wir können an den Weiterweg auf dem König-Friedrich- August-Weg denken. Immer der Höhenlinie folgend, zieht sich dieser Wanderweg über grüne, blumenbestandene Matten am Fuße der Langkofelgruppe zum Sellajoch. Nach der anstrengenden Bergtour ein schöner Heimbringer. Links die schroffe Felsenwelt des Langkofel, rechts und vor uns wunderschöne Talblicke. Zum Schluß kommen wir zur Friedrich-August-Hütte, wo sich auch das überlebensgroße holzgeschnitzte Denkmal des Sachsenkönigs befindet.
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(W.M.) Vom Wandern zum Bergsteigen und vom Bergsteigen zum Klettern sind die Übergänge fließend. In diesem Heft kamen die Wanderer/Bergsteiger etwas verstärkt zum Zuge. Sie sind ja im Verein auch die zahlenmäßig stärkste Gruppe. Aber auch das, was die Bergsteiger/Kletterer erlebten und "machten", kann sich sehen lassen. Ohne eine besondere Aufforderung erhielten wir eine reiche Zahl an Tourenberichten, oftmals sehr umfangreich und schön gestaltet. Jeder wird verstehen, daß nicht alles Platz in unseren "Mitteilungen" finden kann. Alle Berichte und Tourenaufstellungen kommen in unsere Sektionschronik, und sollte es der Redaktion einmal an Material mangeln, kann darauf zurückgegriffen werden. Wer jetzt erst daran erinnert wird, Tourenberichte abzugeben, kann das allemal noch tun. Redaktion und Sektionsleitung sagen allen Einsendern ein herzliches Dankeschön.
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JDAV - Dieses Logo taucht seit einigen Jahren regelmäßig in unseren "Mitteilungen" auf und weist darauf hin, dass auch in unserer Sektion eine Jugendgruppe besteht, der Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren angehören und die sich natürlich vorwiegend für das Klettern interessieren.
Wer sich uns anschließen möchte, der kommt am besten zu unserem wöchentlichen Treff jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr in die Turnhalle der Pestalozzischule, Ludwig-Kirsch-Straße. Dort spielen wir Ball, trainieren an der Kletterwand und bereiten gemeinsame Fahrten vor. In den Sommerferien treffen wir uns bei schönem Wetter an der Kletterwand im Sportforum
Für dieses Jahr haben wir uns einiges vorgenommen. Wenn dieses Heft erscheint, liegt das Treffen Junger Bergsteiger auf der Burg Hohnstein/Sächs. Schweiz schon hinter uns. Im nächsten Heft wird ein Teilnehmer davon berichten.
Weiterhin werden bei der Fahrt der Familiengruppe in den Herbstferien ins Altmühltal sicher ein paar Plätze für und frei sein. Im November beteiligen wir uns wieder an der Abschlussfahrt des SBB in die Saupsdorfer Hütte. Und natürlich gibt es auch wieder eine Weihnachtsfeier.
Dazwischen werden wir sicher auch wieder das eine oder andere Wochenende zum Klettern in die Sächsische Schweiz oder die nahen Greifensteine fahren.
Wir würden unsere Jugendarbeit gern ausbauen und suchen deshalb engagierte (mehr oder weniger junge) Leute, um in weiteren, vielleicht etwas differenzierteren Jugendgruppen tätig zu werden,und mehr interessante Fahrten durchführen zu können. Der Alpenverein bietet gute Ausbildung an, wozu es hervorragend eingerichtete Ausbildungsstätten in wunderschöner Landschaft gibt. Die Jugend im DAV wird auch großzügig finanziell unterstützt und arbeitet nach einem eigenen Haushaltplan.
Wenn mich meine berufliche Zukunft in eine andere Stadt verschlagen sollte, wird dann für mich Ersatz benötigt. Wer also in der Jugendarbeit verantwortlich mitmachen möchte, melde sich in der Geschäftsstelle oder bei mir. Das alpine Können spielt zunächst nicht die wichtigste Rolle.
Frank Milde
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Auf dem Dach Afrikas, demKilimanjaro, 5895m,
waren im Januar 1998 Günter Möckel, Helmut Röder und Frank Schmieder aus Chemnitz.
Das Foto vom höchsten Berg Afrikas erhielten wir von Kerstin und Karl-Heinz Drechsel, die im Dezember auf dem Uhuru Peak, dem höchsten Punkt des Kraterrandes standen. Ihren interessanten Bericht kann man in der Sektionschronik nachlesen.
Schweizer Alpen/ Wallis Dom , 4545 m von Domhütte über Festigletscher u. Nordflanke
Weißmies, 4023 m Normalweg über Triftgletscher
am 11. und 14. Juli Günter Möckel und Helmut Röder
Ötztaler Alpen Schalfkogel, 3540 m, N-S-Überschr. Heimo, Helmut, Elke, Stefan Jahn
Heimo Jahn: Anichspitze, 3428 m, SW-Grat, Gr. Ramolkogel, 3550 m, SO-,O-Grat
Mittl. Ramolkogel, 3518 m, NO-Grat, Firmisanschneide, 3491 m, SO-Grat
Berner Oberland/Schweiz Oberaarhorn, 3637 m, Aug. 98, Maximilian u. Michael Welsch
Sextener Dolomiten u. Monte Cristallo 9.-15.8., Heike u. Frank Thon, Marienberg
Toblinger Knoten, 2617 m, Feldkurat-Hosp-Steig
Paternkofel, 2744m, Via de Luca - Innerkofler
Paternkofel, Steig über Paßportenscharte zur Gamsscharte, Schartenweg
Cristallo-Mittelgipfel, 3154 m, Via ferrata Marino Bianchi
Fanestal, 22.10., Via ferrata Giovanni Barbara
Diesmal sind unsere drei Kinder dabei. Alle Berghütten haben längst geschlossen. Wir wollen die Kinder nicht für alle Zeiten verschrecken, deshalb suchen wir nach einem machbaren Klettersteig. Im Fanestal werden wir fündig. Der Steig führt nicht in große Höhen, sondern hinab in die steile Schlucht des Rio di Fanes. Wir parken an der Straße zwischen Schluderbach und Cortina d'Ampezzo und gehen im Fanestal etwa eine Stunde taleinwaärts (Weg 10). Kurz nach der Brücke über den Rio Travenanzes weist ein Schild zum Wasserfall. Hier ist der Einstieg in den Klettersteig, der in manchen Karten als Via ferrata Cengia Matia bezeichnet wird. Auch wenn es sich um einen kurzen, ganz einfachen Steig handelt, legen wir alle die Klettersteigausrüstung an. Unsere achtjährige Tochter kommt mit den Verschlüssen der großen Klettersteigkarabiner nicht klar und nutzt deshalb zwei einfache Schnapper. Sie wird aber zusätzlich am kurzen Seil gesichert.
Zunächst geht es auf einem erdigen Band an der Felswand entlang. Hinter einer Felsnase kommt der Wasserfall in Sicht. Wir unterqueren ihn zwischen Felswand und Wasserwand; ein außergewöhnliches, aber harmloses Abenteuer. Man wird höchstens ein bißchen naß. In einer steilen Rinne und dann über grobes Geröll geht es weiter nach unten. An einer Steilstufe gelangen wir über eine Leiter im Flußbett auf den Talgrund. Im Frühjahr, wenn der Fluß mehr Wasser führt, ist der Weg nicht begehbar. In der Zeit danach soll er mitunter starke Beschädigungen aufweisen. Auf einem schmalen Steg überqueren wir den Fluß wieder. Vor uns fällt das Wasser in zwei Sektionen jeweils 40 m donnernd in die Tiefe. Man fühlt sich ganz klein hier unten im engen Canyon. In der rechten Felswand führt der Steig nun ansteigend wieder nach oben. An sich eine leichte KLetterei, aber unsere Tochter hat mit ihren kurzen Beinen etwas Mühe. Da auch das Umhängen der Karabiner bei ihr noch nicht so flüssig geht, benötigen wir eine Stunde, bis wir wieder auf dem Weg hoch über dem Fluß sind.
Der Steig ist außer im Talgrund durchgängig mit einem Standseil gesichert. Da die Sache großen Spaß gemacht hat, gehen die Jungs mit meiner Frau die Runde noch einmal. Nach nur zwanzig Minuten kann ich sie wieder oben begrüßen. Ich bin mir sicher, daß unsere Kinder auch in Zukunft wieder mit uns das Gebirge auf Klettersteigen erleben wollen. Frank Thom
Regina, Falk und Frank Tröger Ehrwalder Sonnenspitze, 2477m, 26.6.,I /II,
Blaueisrunde, 25.7., Schärtenspitze 2153 m, Blaueisspitze, 2481m, Hochkalter, 2607 m, Kleinkalter, 2513 m
Julische Alpen, 10.-15.8.. 1. Aljavez dom über Kanjavec-NW-Wand-Steig zur 7-Seen-Hütte
2. 7-Seen-Hütte- V. Ticarica M. u. V. Zelnarica, vorbei an der Trzaska koca auf den Triglav, 2864 m, und zum Triglav dom
3. Abstieg über den Prager Weg zum Aljazev dom
4. Nordwand-Klettersteig zu m Prisojnik, 2547 m, über den Jubiläumsweg zum Gotischen Fenster (Weiterweg durch gewaltigen Felssturz im Fenster und dahinter unmöglich)
Seilschaft Walter Keiderling, Ulrich u. Michael Meyer, Zwönitz
Auf Klettertour in den Sextener Dolomiten
Aktionsgebiet Cadinspitzen / Cadini di Misurina und Drei Zinnen. Die Cadinspitzen liegen den Zinnen gegenüber und bilden ein Gewirr von Türmen, Spitzen und Schluchten. Hütte Rifugio Fratelli Fonda-Savio am Passo die Tocci. 2 Stunden Anmarsch
1. Klettertag
Torre Wundt, 2517 m, Südwandroute "Mazzorana", 200 Hm, IV -
ideale Tour zum Eingehen
Pianoro dei Tocci , 2675 m,
Ostverschneidung, VI, von
V. Quinz
Im sächsischen Kletterstil geht es einer steilen Rißver- schneidung folgend über 200 Hm hinauf. Als Zeitvorgabe sind im Klefü fünf Stunden vorgegeben. Der Fels ist überwiegend fest. Die losen Steine in der Führe fallen ohne-
hin ins Bodenlose. Im Gipfelbereich nehmen die Schuttbänder drastisch zu.
Abstieg im Aufstiegsweg durch mehrfaches Abseilen.
An der Hütte hatte sich fachkundiges Publikum eingefunden, das sich dann nach Schwierigkeiten und Wegverhältnissen erkundigte.
2. Klettertag
Oben bei der Forcella del Diavolo wollen wir klettern. Drei aufregend schlanke Türme mit allseits senkrechten Wänden zeigen wenig Schwachstellen.
Torre Leo, 2550 m, NO-Wand, V, von Hans Dülfer und Co
Torre del Diavolo, 2598 m, Übergangsweg von Dülfer. In der Scharte ein schwieriger Spreizschritt zu einem Fingerloch in die Südwand. Ein Riß führt dann zum Gipfel.
Als Zugabe am Nachmittag eine Kletterei im IV. Grad zum Trikolori, bei guten Sicherungsmöglichkeiten für uns Klettergenuß schlechthin.
3. Klettertag
Große Zinne, 2999 m, Westwand von Dülfer, V,
Eine gewisse Angespanntheit ist an diesem großen Gipfel auch dem langjährigen Felskletterer anzumerken. Seillänge für Seillänge spulen wir im festen Fels ab. In den Rißverschneidungen kann man gut spreizen, was uns sächsischen Rißkletterern natürlich liegt. Walter Keiderling
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Am 13. Februar dieses Jahres hat der Traktorist mit dem Schneepflug seinen Augen nicht getraut. Damit er zu Hause was Tolles zu erzählen hat, fuhr er gleich mehrmals an den eingeschneiten Gestalten vorüber, die am Floßplatz an der Zschopau an recht beträchtlichen Eiszapfen herumkletterten. Ursache dafür war, dass ein Ausbildungskurs Eisklettern ausgeschrieben war, an dem acht Eiskletterlaien teilnahmen und unter der Anleitung von Steffen Oehme erstmalig an den ausreichend dick vereisten Abbrüchen herumhantierten.
Wir bekamen eine Ahnung davon, was mit Steigeisen, Pickel und Eisschrauben im Steileis auch für uns machbar ist.
Und es war schon toll: Auf zwei Steigeisen stehend und sich am ins Eis geschlagenen Pickel festhaltend, gewann man mehr und mehr das Gefühl, sicheren Stand zu haben.
So der Winter es zuläßt, sollten solche Übungen in jeder kalten Jahreszeit stattfinden. Dann wird es auch für uns möglich sein, sich in den hohen Bergen dorthin zu begeben, wo man über einen Gletscher nicht nur wie in einer Ebene dahinlaufen kann.
Steffen Oehme, mit dessen Apparat die Aufnahme gemacht wurde, würde hier zwar keine Höchstnoten für die Haltung bekommen, aber das Foto zeigt allemal, wieviel Spaß man bei diesen Übungen haben kann.
von Frank Tröger
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Teilnehmer treffen sich am 19. Juli mittags an der Brenteihütte. Gemeinsam auf dem Sentiero Barthel zur Gedenktafel. Gedenkstunde. Weiter zur Pedrottihütte. An den nächsten 2 Tagen Klettern (Guglia di Brenta) und Wandern nach eigenen Zielstellungen. Danach zur Alten Chemnitzer Hütte: Klettern und Wandern auf den Spuren der alten Chemnitzer (Turnerkamp Südgrat, Möseler, Kellerbauerweg).
Wer sich noch anschließen möchte, findet sich einfach zum oben genannten Termin am genannten Ort ein. Die Gedenkfahrt ist eine Sektionsunternehmung, aber keine geführte Tour.
(J. Helbig) Die schon zur Tradition gewordenen Unternehmungen der Wanderfreunde aus beiden Sektionen werden auch 1999 fortgesetzt. Nach schönen Mittelgebirgs-wanderungen soll es erstmals in die Alpenregion gehen. Ausgewählt wurde das "Barmer Haus" in St. Jakob im Defreggental. Hier gibt es viele Möglichkeiten für leichte und anspruchsvolle Bergtouren je nach Interesse und Voraussetzungen der Teilnehmer. Vorbereitungstreffen zum Stammtisch im Juni, 18 Uhr
Termin: 28. 08. bis 05. 09. 1999 Teilnehmer je Sektion: 15 Meldeschluß: 30. 06. 1999 Anzahlung: 100,- DM je Person
Unter dem Motto "Ein Wochenende in der Wolkensteiner Schweiz" findet unsere Sektionssonnenwende am nun zur Tradition werdenden Platz auf der Anton-Günther-Höhe statt. Termin: Sa./So. , 19./20. Juni 1999. Die Kletterer treffen sich am Sonnabend wieder 9.00 Uhr am Floßplatz in Wolkenstein (an der B101) zu gemeinsamen Wegen von "leicht" bis "sehr schwer".
Die Wandersleute beginnen ihr Tour am 19. Juni, 7.45Uhr am Hbf Chemn. oder 9.25 Uhr am Bf Dorfchemnitz. Nach einem 25-km-Spaziergang treffen sich alle gegen 17 Uhr am Festplatz der Sektion zur Holzsammelaktion.
Wer einem Instrument Töne zu entlocken versteht und es auch mitbringt, fördert natürlich die Stimmung am nächtlichen Lagerfeuer. Kleine flüssige Stimmungshilfen bringt jeder selbst mit. Die Wanderer, die Zelte, Bierkästen, Wasserkanister nicht mit auf die 25 km nehmen möchten, melden sich zwecks Transportorganisation in der Geschäftsstelle.
Auf so schönes Wetter wie zur Sommersonnenwende 1998 hofft wie alle, Jörg Helbig
(K.M.) Wie schon im Heft 16 mitgeteilt,werden wir die Herbstferien im Altmühltal bzw. im Urdonautal verbringen. In Aicha gibt es das Kletterheim, eine schöne Hütte der DAV-Sektion Ansbach, eine Selbstversorgerhütte mit allem Drum und Dran. Einkaufsmöglichkeiten in den nahen Orten. Die Gegend bietet für jeden etwas: Wanderungen, Klettersteig, Kletterfelsen, Übungswände mit Routen in allen Schwierigkeitsgraden, herrliche Radwanderwege, Paddeln auf der Altmühl, ehemalige Steinbrüche für junge Archäologen u. a.
Falls noch freie Plätze vorhanden sind, können auch andere Vereinsmitglieder an den Familienfahrten teilnehmen.
Termin: 16. bis 24. Oktober 1999 Maximale Teilnehmerzahl: 29 Quartier: Kletterheim in Aicha Meldeschluß: 29. 09. 1999
Damit Zeit für das zur Verfügung steht, was man unter einem alpinen Stammtisch versteht, werden die Abende wie immer jeden letzten Dienstag im Monat nun schon 18.00 Uhr begonnen. Bis 19.30 Uhr haben Interessengruppen Gelegenheit zum Gedankenaustausch, zur Planung und Vorbereitung von Fahrten u. a.
In letzter Zeit hat sich die Zahl derer, die mit Bildvorträgen auftraten, erhöht. Das wird sicher noch andere ermuntern, ebenfalls als Vortragende aufzutreten. Meldungen gehen bitte wie immer an den Vortragswart : Dr. Thomas Frank, Tel.: 0371/ 402 95 41.
Es sind bisher (Änderungen natürlich immer vorbehalten) folgende Vorträge und Erlebnisberichte vorgesehen :
| Stammtisch-Abende 2. Halbjahr 1999 und 1. Halbjahr 2000 | |
|---|---|
| 28. September | Stefan Bengs : Wandern auf Grönland |
| 26. Oktober | Steffen Oehme : Report zu seinen Südamerikatouren, Teil 2 |
| 30. November | Wolfgang Mann, Jens Schulze, Rita Thürpe : Video und Bilder von der DAV-Fahrt in die Brenta |
| 25. Januar 2000 | Holm Schwandtner : "Gipfel - Menschen - Wege" Wandern und Klettern im Mittelgebirge |
| 29. Februar 2000 | Emil Feigel : "Im Angesicht des Mt. Everest - Beschreibung einer Trekking-Tour zum Everest-Base-Camp" |
| 28. März 2000 | Ingo Roeger : Mt. Rosa-Tour der Sektion, 1999 Thomas Frank : Tour im Gebiet des Großvenedigers, 1999 |
| 25. April 2000 | Mike Glänzel : "Equador - Straße der Vulkane" (mit Bildern von den Besteigungen von Cotopaxi, Chimborazo, u.a.) |
| 30. Mai 2000 | n.n. : Thema steht noch nicht fest |
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Herausgeber: Sektion Chemnitz im DAV e. V., 09111 Chemnitz, Rembrandtstr.47 Tel. 0371/6762623 Fax: Vorsitz.: Steffen Oehme, Heinrich-Schütz-Str. 107, 09130 Chemnitz, Tel.: priv. ab 20.00Uhr 0371/40 59 380 Bankverb.: Volksbank Chemnitz Kto 300 433 340 BLZ 87 09 62 14 Schatzmeister: Ingo Röger, Vetterstr. 22, 09126 Chemnitz Tel.: 0371/5611469 (p) 0371/5359126 (d) Redaktion: Wolfgang Mann Uferstraße 40 09126 Chemnitz, Tel.: 0371/ 56 14 01 5 Redaktion der Internet-Version : Thomas Frank 09126 Chemnitz Eislebener Straße 308 Tel. d.: (0371) 531 46 43 Email : DrTh.Frank@arcor.de Redaktionsschluß : 14. 04. 99 Nächster Redaktionsschluß : 15. 10. 99 Auflage: 750 Exemplare Herstellung: infotex///offset KDS-Graphische Betriebe GmbH, Lilienthalallee 1, 80939 München Internet (WWW): http://www.dav-chemnitz.de Email : info@dav-chemnitz.de
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