Alexander

 

 

Am 29-12-2004 erfuhr ich, dass ich Schwanger war. Im ersten Moment
 ist für mich eine Welt zusammen gebrochen.
Da ich mich  kurze Zeit davor von dem Erzeuger getrennt hatte.
Die Schwangerschaft war nicht gerade das was man sich vorstellt´.
Es fing schon bei der ersten Untersuchung an, 6 Woche und man konnte noch
keine Fruchtblase erkennen. Mein Frauenarzt meinte es könnte eine Eileiter-
Schwangerschaft sein. Eine Woche später musste ich wieder zum Frauenarzt,
zum Glück keine Eileiterschwangerschaft er konnte erstmal Entwarnung geben.
Da viel mir ein Stein vom Herzen.
Na ja die ersten 3 Monate wurde ich mehr mal´s täglich von Übelkeit geplagt,
dazukam dann noch die Müdigkeit. Ich glaub so viel wie in der Schwanger-
schaft habe ich noch nie geschlafen.
In der 18 Woche musste ich zum Sonderultraschall, wegen Angeborener Schäden.
Da war zum Glück nichts auffällig.
In der 25 Woche hab ich mir eine Harnwegsinfektion geholt, natürlich am
Samstag. Ich bin dann ins Krankenhaus in die Notaufnahme und anschließend
musste ich noch zum dienst habenden Frauenarzt, der untersuchte mich und sagte es
sei alles OK. Am Dienstag hatte ich einen Termin bei meinem Frauenarzt, heute denke
ich das es gut war den Termin zu haben, denn er sagte als er mich untersucht hat,
ich muss morgen sofort ins Krankenhaus.
Diagnose: Andrehende Frühgeburt!
das war der nächste Schock.

Ich lang eine Woche im Krankenhaus, bekam Infusionen. Und nachts
plagten mich Schmerzen im
Unterleib. Jede Nacht wurde es schlimmer, jedes mal musste ich
an den Wehenschreiber, aber es waren keine Wehen.
 Mein Frauenarzt überwies mich dann in eine Frauenklinik.
Dort untersuchten sie mich und ich musste den
ganzen Tag am Wehenschreiber bleiben, aber die haben auch nichts gefunden.
Schließlich haben sie mich weiter in eine Chirgoische Klinik
überwiesen, da sollte ich auch erstmal bleiben. Ich hatte Hunger und
Durst hab den ganzen Tag
nichts zu Essen bekommen, nur Infusionen.
Da bin ich auf eigene Verantwortungen nach Hause
gegangen. Am nächsten Morgen hab ich mit meinem Frauenarzt t
elefoniert und der hat mich wieder
bei sich auf der Station aufgenommen.
2 Tage später sagte er er macht eine Cirglage ( Einen Faden um den Muttermund).
danach musste ich noch 4 Tage im Krankenhaus bleiben, nach insgesamt 16 Tagen
durfte ich dann endlich raus.

Am 09-08-2005 hatte ich wieder einen Termin beim Frauenarzt
und er machte die Cirglage wieder auf.
Es hat etwas geblutet und er sagte wenn es bis morgen nicht vorbei ist soll ich ins
Krankenhaus gehen.
Am nächsten Tag war die Blutung immer noch nicht weg und so bin ich am Abend ins Krankenhaus gegangen,
hatte es ja  nicht weit. Dort untersuchte mich die Hebamme und sagte gut
das sie gekommen sind,der Muttermund ist schon 3 cm weit offen.
Am nächsten Tag gegen 14 Uhr fingen die Wehen an,
und da mein Kreislauf nicht der beste ist,
ist der erst mal in Keller gefallen.
Um 17 Uhr bin ich dann in den Kreissaal gekommen da die
Wehen immer stärker wurden.
Kurze Zeit später kamen dann die Ärzte wegen einer PDA.
Die hat gut 3 Stunden angedauert, zwischenzeitlich war
auch mein Frauenarzt da und hat
nach dem rechten gesehen. Er musste die Fruchtblase öffnen da
sich der Muttermund nicht öffnete.
Die Hebamme hatte mit dann noch so Globulis gegeben die helfen damit sich
der Muttermund öffnet. Um 21 Uhr hat mich die Hebamme noch mal untersucht,
der Muttermund war nun ganz offen, so langsam hörte nun auch die PDA auf zu wirken.
und die Wehen wurden immer stärker.
Die Hebamme wollte gerade meinen Frauenarzt anrufen,
da stand er schon im Kreissaal.
Um 21.41 Uhr war der Kleine Alexander dann auf der Welt.
Die Erstuntersuchung ergab auch keine Auffälligkeiten,
 das einzige was war, war das er sich bei der Geburt verdreht
 hatte und einen leichten Blutstau im Gesicht hatte.
  In den nächsten Tagen fing die Gelbsucht bei ihm an,
da er 17 Tage zu früh war.
Diese verschlimmerte sich von Tag zu Tag. Er musste ständig
unter die Phototherapielampe.
Die Kinderschwestern und Ärzte konnten erstmal keine Entwarnung geben.
Das schlimmer an einer Gelbsucht ist das wenn Bilirobinwert bis zum 6Tag nicht
um einiges gesunken ist das es dann Schädigungen im Gehirn geben kann, die Werte
wurden besser und so konnten wir dann 2 Tage später nachhause ,
mussten allerdings noch 2 mal ins Krankenhaus zur Kontrolle.

Als wir dann zu Hause waren, ging der Stress erst richtig los,
Alex war jede Nacht jede Stunde wach und wollte gestillt werden.
Nach 3 Wochen hab ich dann so starke Magenkrämpfe bekommen
das ich in die Notaufnahme bin. Doch die konnten mir nicht
helfen das einzige was sie sagten war das
ich da bleiben müsste und in Quarantäne bis se wissen was ich hab.
Doch das machte ich nicht.
Meine Freundin Gabi hat mir den kleinen 2 Nächte abgenommen und
dann ging es mir schon deutlich
besser. Im Juli 2006 bin ich dann wieder nach Bayern zu meinen
Eltern gezogen. Alex war wärend des
Umzugs schon bei meinen Eltern war, da bekam er zum ersten
Mal einen Asthmaanfall, leider ich konnte nicht
bei ihm sein. Als ich das erfahren hab, hab ich gleich den
zuständigen Arzt angerufen der mir erklärt hat
das es ihm schon besser geht und wieder nachhause durfte.
Als ich dann endlich umgezogen bin war ich echt
froh den kleinen wieder in meine Arme nehmen zu können und
auch er hat sich sichtlich gefreut
seine Mama wieder zuhaben.
Doch bald kam der nächste Asthmaanfall und wir sind zum
Hausarzt der hat ihn erstmal untersucht und ihm
Mucosulvan Spassmo auf geschrieben und zusätzlich
noch Cortisonzäpfchen.
Damit ging es ihm gleich wieder viel besser.
Im Dezember bekam er noch mal einen Anfall, wir sind
zum Kinderarzt gefahren,
der hat Alex Gleich in die Kinderklinik überwiesen.
Dort bekam er Asthmaspray und zahlreiche Untersuchungen.
In der zeit als er im Krankenhaus war
fingen meine Magenkrämpfe wieder an, die ich zwar zwischenzeitlich
auch hatte aber nicht so stark.
 Ich bin in die Notaufnahme, dort wurde ich erst mal gründlich Untersucht.
Am nächsten Tag bekam ich eine Magenspieglung bei der, der Arzt
feststelle das meine Magenschleimhaut entzündet war
und ich einen Helicobakter hatte der diese Magen-
krämpfe aus gelöst hat. Nach einer Woche durften wir wieder heim.
Da ging es Alex von Tag zu Tag wieder schlechter er wollte nichts mehr Essen,
Trinken und Spielen
wollte er auch nicht. Er was Bleich und Müde. Da bin ich mit ihm zum Arzt.
Er hat ihn Untersucht
und Blut abgenommen. Als ich am nächsten Tag den Arzt angerufen habe,
Sagte der ich soll sofort
vorbeikommen und Die blutwerte holen und ins  Krankenhaus fahren.
Diagnose: Leukämie

Es mir schossen sofort die Tränen in die Augen als ich das hörte.
So hat mich mein Papa mit Alex ins Krankenhaus gefahren. Dort haben sie
Alex untersucht undnochmals Blut abgenommen.
Am Abend hab ich mit dem Stationsarzt gesprochen und der
sagte mir das seine Blutwerte vor einer Woche als er wegen d
em Asthmaanfall behandelt worden
ist schon nicht OK waren.
Darauf hin hab ich unseren Hausarzt angerufen und ihn gefragt
ob in dem Befund von Alex irgendwas
stand das seine Blutwerte nicht OK waren, der Arzt verneinte.
So hab ich am 24.12.06 das Kranken-
haus gewechselt. Dort untersuchten sie Alex auch noch mal und s
agten das er Eisenmangel hat, da
war ich sehr erleichtert. Am nächsten tag durften wir dann
wieder nachhause.
er musst 4 Wochen lang Eisentropfen nehmen, und es ging ihm
rasch wieder besser.
Seit Februar wohnen wir in Sulz und seitdem hatte Alex keine
Asthmaanfälle mehr.
Am 23.06.07 wurde er getauft, ein besonderes Ereignis da
wir an dem Tag unseren
Hochzeitstag haben.


Alexander und Vivian