|
Vivian
Saskia Madlen
Kurz nach unserer
Hochzeit machte ich einen Schwangerschaftstest,
der positiv war, Wiggy und ich freuten uns
riesig darüber.
Am nächsten Tag rief ich bei der Frauenärztin an und bekam auch
ziemlich schnell einen Termin. Die Ärztin bestättigte das
ich Schwanger bin. Alle 3 Wochen sollte ich zur Kontrolle
kommen. Doch in der 8. Woche bekam ich am Abend
Zwischenblutungen. Am nächsten Morgen rief ich meine Frauen-
ärztin an und bekam auch gleich einen Termin.
Die Ärztin verordnete mir dann bis zur 12. Woche Bettruhe,
die ich auch einhielt.
Ich wechselte dann die Ärztin, da mir die andere Ärztin zu
unpersönlich war.
Die neue Ärztin war Nichtraucher, und da ich Raucherin
bin, versuchte sie mir immer wieder ein schlechtes
Gewissen zumachen. Die Durchblutung sei unterste Grenze,
das Kind sei zu ruhig beim CTG und ich soll doch bitte
am nächsten Tag noch mal vorbei kommen zum CTG.
Darauf hin entschloss ich mich eine andere Meinung
einzuholen bei einem anderen Arzt.
Der Arzt sagte mir das, das Baby einen Schlaf-Wach-
rythmus von ca. 40 Minuten hat. Des Weiteren war die
Durchblutung, für eine Raucherin, so weit ganz in Ordnung,
also kein Grund jemanden Panik zu machen.
In der 34. Woche
hatte ich wieder einen Termin beim Arzt,
auch dieses mal war der Doppler und das CTG ohne Befund.
Allerdings hatte ich immer wieder einen Druck nach unten
verspürt. Darauf hin untersuchte er dann den Muttermund.
der Befund war:
Das sich der Muttermund geöffnet hatte.
Der Arzt stellte mir eine Überweißung ins Krankenhaus aus,
damit dort eine Lungenreifung des Kindes gemacht wird.
wir entschlossen uns nach Freudenstadt zu fahren.
Dort angekommen wurde ich erst mal an das CTG gelegt,
nach einiger Zeit Kam dann die Ärtzin und machte nochmal
einen Ultraschall. Dann bekam ich eine Infusion mit Wehen-
hemmenden Mittel und die Lungenreifung. Nach einer
guten Stunde wurde ich dann auf Station gebracht.
Die Schwester kam dann und fragte warum ich denn so zittern
würde. Ich gab zur Antwort erstens hab ich seit Ankunft im
Krankenhaus keine mehr geraucht und zweitens ist das auch mit der
Wehenhemmer. Als Antwort von ihr bekam ich dann nur zu hören
ob ich denn ein Drogen- oder Alkholproblem hätte.
Am nächsten Morgen musste ich dann noch mal zum
Ultraschall, das Baby hatte sich gedreht und lag mit dem Kopf
auf der Seite, dennoch wurde es nicht für nötig gehalten,
das erneut der Muttermund untersucht wird. Am 2. Tag schrieb Wiggy
eine Beschwerde an das Krankenhaus. Nachmittags kam dann eine
Frau vom Service vorbei und fragte nach meinem Befinden. Das war
nicht gerade das beste, denn man zwang mich mehr oder weniger
das rauchen radikal zu reduzieren.( von gut 25 Zigaretten auf
6 am Tag)
Am Abend des 3. Tages hab ich mich dann auf Tabletten umstellen
lassen, damit ich am nächsten Tag, wenn sich der Muttermund nicht
weiter geöffnet hat, nach Hause gehen konnte.
Am Nachmittag kam dann Wiggy und holte mich. An diesem Tag
war die Schwester vom ersten Abend wieder da. Sie machte
mir die Kanüle raus und sagte dabei nur sie zittern ja schon wieder.
Zuhause hatte ich dann Bettruhe, die ich ebenfalls wieder einhielt,
denn jede Anstrengung hätte zu einer Frühgeburt geführt.
Beim nächsten Arzttermin war der Arzt ziemlich erstaunt, da sich
Muttermund wieder ein Stück geschlossen hat. Und so hielt ich das
Baby noch 4 Wochen im Bauch.
Am 08.03 hab ich Abends unregelmäßige Wehen bekommen,
im Abstand von 15 min bis zu einer Stunde. Die Nacht hab ich
kaum geschlafen, weil ich von den Wehen immer wieder Aufwachte.
Um 5.30 Uhr kam dann die Wehen alle 7 Minuten. Erstmal bin ich
hoch zu Wiggy gegangen, der noch gar nicht im Bett gewesen war,
und sagte ihm das die Wehen alle 7 Minuten kommen. Dann rief ich
meine Hebamme an, die gerade auf dem Nachhause weg von einer
Entbindung war, und teilte ihr mit das die Wehen nun alle 7 Minuten
kommen und wir uns auf den Weg nach Freudenstadt machen. Sie
stimmte zu und meinte aber das sie gerne noch 1-2 Stunden schlafen
würde und ich sie dann anrufen lassen soll wenn die Geburtswehen einsetzten.
In Freudenstadt angekommen wurde ich erst mal an das CTG angeschlossen
und die Hebamme dort untersuchte auch noch den Muttermund der
schon 3-4 cm offen war. Dann sagten wir ihr das sie bitte meine
Hebamme anrufen soll wenn die Geburt voran geht. Diese fing damit
dann an das sie das nicht macht wegen verwaltungstechnischen Sachen,
als ob uns das interessiert hätte.
Wir ging dann erstmal frühstücken und beschlossen dabei das wir erstmal
wieder nachhause fahren. Nach dem Frühstück sind wir wieder in den Kreis
saal und haben der Hebamme mitgeteilt das wir erstmal wieder nachhause
gehen, diese informierte die diensthabende Ärztin. Nach 15 Minütiger
Wartezeit kam diese dann auch. sie besprach mit uns die Risiken die
passieren könnten wenn ich das Krankenhaus nun verlasse. Für mich hörten
sich die Risiken an als wenn sie mir Angst machen wollte, zu diesen
gehörte dazu, das die Nabelschnur vorfallen könnte, was nicht sein kann
da die Fruchtblase noch geschlossen war. Also wieder reine
Schikane von der Ärztin.
Zuhause angekommen wollten wir uns noch etwas hinlegen, da
wir kaum bzw. gar nicht geschlafen haben.
Doch dazu kam es nicht da um 11.06 die Geburtswehen einsetzten.
Wiggy rief während ich mich anzog meine Hebamme an und teilte
ihr mit das die Geburtswehen eingesetzt haben.
Wir gingen dann zum Auto und fuhren zur Hebamme, weil wir
sie mitnehmen mussten ins Krankenhaus da sie ihr Auto ihrem
Mann gegeben hat. Auf dem weg zur Hebamme kamen die Wehen
nun schon alle 2-3 Minuten. Ich war sehr froh als die Hebamme bei uns
im Auto war. Die Fahrt zum Krankenhaus schein für mich wie eine
Ewigkeit.
Um 12 Uhr kam wir im Krankenhaus an. Im Kreissaal schloss mich
die Hebamme an das CTG an und ging sich dann umziehen. Als
sie wieder in den Kreissaal kam richtete sie die Sachen her.
Diese Zeit kam mir auch wie eine Ewigkeit vor.
Dann machte sie die Fruchtblase auf und 2 Wehen später
war das Baby da und die Hebamme legt es mir auf den Bauch.
Bis zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht was
es war. Die Hebamme sagte es ist ein Mädchen. Den Namen für die
Kleine hatten wir ein paar Tage vor der Geburt bestimmt.
Und so bekam sie den Namen Vivian Saskia Madlen.
Nach einiger Zeit kam dann die Kinderärztin und der Chefarzt
die Ärztin schaute sich die Kleine an und in der Zeit gratulierte mir der
Chefarzt und meinte ich bin froh das sie nicht in Freudenstadt
entbunden haben und zu uns gekommen sind.
Die Kleine ist zwar sehr klein aber gesund sagte die
Ärztin. Die Hebamme wiegte und nahm Maß von der Kleinen.
Sie wog 2050 Gramm, 47 cm Klein und hatte einen Kopfumfang
von 31 cm und wurde um 12.37 geboren.
Wiggy und ich waren über Glücklich.
Ich bekam dann was zu Essen wobei ich eigentlich gar keinen
Hunger hatte aber es war sehr lecker.
Nach dem Essen fuhr Wiggy erstmal nachhause um sich auszuschlafen.
Auch ich schlief mit der kleinem im Arm erstmal etwas.
Nachmittags kam ich dann auf Station, dann musste ich erstmal eine
rauchen gehen*grins da die Kleine erstmal im Kinderzimmer bleiben musste.
Am Abend kam dann eine Schwester vom Kinderzimmer und teile mir
mit, das das Blut von der kleinen zu Dick ist und der Kinderarzt
sagte wenn es sich nicht verdünnt sie dann in eine Kinder-
klinik verlegt werden muss. Eine gute Stunde Später kam aber
Entwarnung. Und so konnten wir in Herrenberg bleiben.
Am 2. Tag war dann die U2, bei der Untersuchung war
alles in Ordnung und der Kinderarzt sagte wenn sie gut
zunimmt können wir Donnerstag nachhause.
Die Kleine trank fleißig und nahm auch gut zu, am Donnerstag
wog sie 2040 Gramm und so konnten wir am Nachmittag nachhause.
Am Abend rief ich dann die Hebamme an und machte einen Termin
für den nächsten Tag aus.
Sie war sehr zufrieden mit der Kleinen.
Ja nun ist Vivian schon über 3 Wochen alt und wiegt 2730 Gramm.

Vivi nach der Geburt

Mittlerweile sind 2,5 Jahre vergangen.
Sie ist ein sehr aufgewecktes junges Mädchen geworden.
Sie lacht sehr gerne, macht auch sehr gern Unfug
so wie alle Kinder in ihrem Alter.
|