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Die Bauteile setzt man am besten auf eine Lochrasterplatine. Da der AT Tiny22L leider nur noch in der SMD Ausführeung zu bekommen ist, habe ich ihn diesmal auf eine normale 8polige IC Fassung gelötet. Dazu habe ich die Beinchen mit einer Zange flach gebogen un so ausgerichtet das sie sich an die Buchsen löten lassen. Jetzt lässt sich das Ding wie ein normales IC handhaben. Die LED dient nur zur Besätigung ob der Befehl gelernt wurde. Man kann sie aber auch an ein Kabel löten und hat so die Möglichkeit einer Empfangskontrolle. Da man im Normalfall nicht alle paar Minuten eine neuen Befehl anlernen möchte reicht es für JP1 zwei Pfostenstecker zu nehmen, es geht aber auch mit einem Schalter oder Taster. Zu beachten ist, dass im Schaltbild die Anschlüsse am IC nicht Reihenfolge sind. Also schön aufpassen welches Teil an welches Bein kommt. Für den TOSP kann man auch andere Empfängermodule nehmen, es sollten Module mit 36 kHz sein. Wenn man den TOSP an ein längeres Kabel anschließen möchte, sollte man dafür abgeschirmtes Kabel benutzen.
Im unteren Schaltbild ist der Zusatz für die Relaisvariante zu sehen. Der 100 Ohm Widerstand wird dann nicht benötigt. Das Relais sollte eine Freilaufdiode haben. Reedrelais gibt es mit eingebauter Diode. Wenn die Schaltung nicht für den VDR genutzt wird oder man hat einen AT Rechner, kann man ein Stromstoßrelais einsetzen. Dabei ist zu beachten, dass der Rechner dann sofort ausgeschaltet wird. Deshalb hier besonders nachlesen
Programmierung
Für die Programmierung des Tiny mit dem oben beschriebenen Programmiergerät braucht man das Programm AT-Prog. Ich habe es auf dieser Website gefunden dort gibt es auch ein Tool um den Programmieradapter zu testen und noch weitere Programmiergeräte. Leute die sich zutrauen alles richtig zu löten können sich ja mal die Sache mit dem Parallelport ansehen. Vorteil es werden nur zwei Widerstände und zwei Kondensatoren gebraucht. Nachteil der Parallelport geht schnell in Rauch auf wenn man was falsch macht. Es gibt ja noch USB-Drucker ;-)
So nun aber rein mit dem Programm in den Tiny ! Es handelt sich um einen umgebautes Hexfile von der Zeitschrift Elektor. Das Hex findet man hier
- Das Programmiergerät mit einem PC verbinden auf dem Windows läuft (es gibt sicher auch Progs für Linux nur hab ich das damit nicht ausprobiert)
- AT Tiny mit dem Programmieradapter verbinden. Darauf achten das Pin1 auch in Buchse1 kommt usw.
- Versorungspannung anlegen. Der Tiny braucht 5 Volt , diese kann man aus dem PC von einem freien Laufwerksstecker abnehmen rot ist + 5V schwarz ist GND .
- AT-Prog aufrufen. Alle Einstellungen so belassen.
- unter Port den Com-Port wählen wo euer Adapter steckt. Jetzt sollte rechts unten im Aktivity sercon2 auftauchen wenn nicht ist der Adapter nicht in Ordnung > Schaltung nochmal genau kontrollieren!!!!!!!
- Wenn soweit alles OK ist File>open>Pfad zu der entzippten Datei suchen und das HEX auswählen.
- das sollte dann so ausehen
- Write klicken und warten bis wieder OK kommt
Wenn man alles genau in dieser Reihenfolge gemacht hat, besonders Punkt 1 zu Punkt 2, sollte sich jetzt das Programm im Controller befinden. Stromversorgung wieder abnehmen. Dann den Tiny vom Programmieradapter trennen.
Testen
Den Tiny in die Schaltung stecken. Versorgungsspannug anlegen geht auch erstmal mit 5V von einem freien Laufwerksstecker. Als nächstes den Jumper aufstecken oder Schalter einschalten. Wenn nun ein Befehl gesendet wird blinkt die LED kurz auf. Der Befehl ist nun erlernt und der Jumper kann abgezogen werden oder Schalter aus. Jedes weitere Senden läßt nun die LED kurz aufleuchten
Anschluß an das Motherboard
Achtung Netzstecker abziehen!!! Für die Stromversorgung sind erstmal zwei Kabel vom ATX Stecker des Netzteils abzuzweigen. Entweder man zieht die benötigten Buchsen aus dem Stecker und lötet die Kabel direkt daran fest oder man besorgt sich Abzeigklemmen wie sie im Auto verwendet werden. Der Standbyanschluß ist Kabel 9 und GND kommt an eins der schwarzen zB. 7. Diese Kabel jetzt mit der Schaltung verbinden. 5V kommt an Standby und GND an das schwarze Kabel. Da hier viel falsch gemachen werden kann, sollte man in das Handbuch seines Mainboards sehen um die Anschlüsse zu finden. Nun gilt es für die Variante ohne Relais den Poweranschluß auf dem Board zu finden. Wenn im Handbuch nicht nur “Power” steht sonder auch angegeben wird welcher der beiden Pins GND ist hat man Glück. Wenn nicht ausmessen oder ausprobieren. Den nichtGND Pin mit dem Anschluß “Powertaster” auf der Schaltung verbinden. Bei der Relaisvariante braucht man nur die beiden Anschlüsse des Relais mit den beiden Kabeln des Powertasters zu verbinden. Da das Relais nichts anderes macht als der Powertaster, ist es egal welcher Anschluß an welches Kabel kommt. So nun nochmal alles genau kontrolliert und Netzstecker wieder eingesteckt. Wenn alles OK ist sollte sich der Rechner nun per Fernsteuerung einschalten lassen Der Impuls, der erzeugt wird ist kürzer als 4 Sekunden. Wenn man also im Bios das 4 Sekunden Delay für das Ausschalten setzt, kann man im Fall, dass man den VDR damit anschalten möchte, die Powertaste benutzen. Power drücken > Rechner fährt hoch. im VDR Betrieb Power drücken > Shutdownfrage kommt.
Für AT Netzteile muß man anders vorgehen. Es ist zwar etwas einfacher dafür muß man aber an 230 Volt~ ran. Diese Arbeiten sollten nur Leute ausführen die dazu in der Lage sind oder die Ausbildung dafür haben. 230 Volt ~ sind lebensgefährlich!!!!! Da AT Netzteile einen normalen Ein/Aus Schalter haben trennt das Stromstoßrelais ganz einfach den Rechner von der Steckdose. Es ist natürlich auch keine Standbyversorgung vorhanden ist. Deshalb braucht man ein zusätzliches kleines Netzteil, welches stabile 5V bringt. Es gibt kleine Gehäuse mit angebautem Netzstecker und Steckdose. Darin ist genug Platz um das Netzteilchen und die Schaltung aufzunehmen. Wie hoch das Netzteil belastet wird hängt stark vom verwendeten Relais ab und ist darauf anzupassen. Für die Taste sollte man in diesem Fall nicht die Powertaste des VDR benutzen. Ein schwer zu erreichende Taste bietet sich an. Bei Universalfernbedienungen sollte man eine Unterebene wählen die man nicht benötigt. Wie oben schon gesagt schaltet sich der Rechner sofort aus wenn man die Taste drückt und das Betriebsystem hat keine Zeit anständig runter zu fahren.
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