Umgebautes PC-Netzteil im Shack des
Funkamateurs
Bitte beachten:
Vorsicht beim Berühren der Hochspannungselkos, sie
könnten noch geladen sein!
Einige lehnen es
ab, andere sind begeistert. Alte PC-Netzteile vom Schrott
sind kostenlos zu haben, gefordert ist
nur etwas Mühe und Verstand für den Umbau. Angeregt
durch den Artikel in der Zeitschrift cq-DL von 2/2006
Seite
119, habe ich ein AT-Netzteil mit Erfolg umgebaut. Es
liefert jetzt 13 Volt bei ca. 12 - 14 Ampere
Strombelastung.
Dabei regelt es so gut, dass zwischen Leerlauf und
Volllast nur etwa 100 mV Spannungsabfall an den Klemmen
zu
messen ist!
.........
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Sie auf ein Bild, um es in höherer Auflösung herunter
zu laden!
Grundsätzlich
gibt es zwei Möglichkeiten des Umbaus:
1. Einbau eines Belastungswiderstandes von ca. 5 Ohm /
mindestens 5 Watt an der 5 Volt- Leitung, das ist/sind
grundsätzlich die rote/n Leitungen. Ohne einen solchen
Belastungswiderstand niemals ein Netzteil in Betrieb
nehmen! Manche bauen eine Autolampe (Bremslicht,
Blinker??) als Belastung ins Gehäuse ein. Nachteil: man
erziehlt so fast niemals die vollen 12 Volt, und ein Poti
zur Spannungseinstellung fehlt beinahe immer.
Geregelt wird grundsätzlich die 5 V-Leitung, 12 Volt
hängt sozusagen als "Slave" mit dran. Also
können die 12 Volt
bei dieser Methode des Umbaus nicht so stabil sein.
An einem ATX-Netzteil habe ich einmal ein Poti zur
Spannungseinstellung gefunden - nur, wenn ich über 12,7
Volt
kam, schaltete eine Spannungsüberwachung das komplette
Netzteil ab. Das kann es nicht sein.
Benötigt man aber nur ca. 11,7 - 12 Volt Spannung,
reicht diese Methode des Umbaus aus.
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2.
Einbau eines Belastungswiderstandes als Spannungsteiler
und Umklemmen der Regelung von der 5 Volt- auf die
12 Volt-Leitung.
Hierzu lötet man zunächst alle roten Leitungen aus der
Platine aus, dazu die gelben und schwarzen Leitungen
ebenso, bis auf jeweils 3 oder 4 Stück. Sie werden noch
benötigt.
Dann schaut man sich einmal genau die Platine an der
Stelle an, wo die roten Leitungen eingelötet waren.
Dreierlei sollte man genau identifizieren können: die
Stelle, wo eine dicke Drossel bzw. eine Leitung vom Ring-
kern kommt, der Ladeelko und eine Leiterbahn, die zur
Regelschaltung (IC) führt. Nun trennt man mit einem
Mini-Fräser den Teil der Ätzinsel ab, der zum Ringkern
führt.
Der Ladeelko sollte auf der Seite bleiben, die zur
Regelschaltung führt. Evtl. ebenfalls abtrennen und mit
einer
Brücke neu anlöten.
Zwei kräftige Polklemmen für Plus und Minus 12 V in das
Gehäuse einbauen, gegebenfalls auch den Netzschalter.
Zwei schwarze und zwei gelbe Leitungen mit den Polklemmen
verbinden. Es muss jeweils noch eine Leitung
übrig bleiben, die an die Widerstände auf der kleinen
Lochrasterplatine mit dem Spannungsteiler führen.
Die Platine wird, wenn alles funktioniert, mit einer
langen M3-Schraube am Ventilator befestigt, wie im Bild
zu
sehen ist. Kabelbinder geben zusätzlichen Halt. Da die
Widerstände warm werden, ist es ganz gut, dass sie
etwas im Luftstrom des Lüfters gekühlt werden.
 Zurück
zum Aufbau des Spannungsteilers: aus mehreren 2
Watt-Widerständen wird eine Kombination aufgebaut,
wie im Schaltbild ersichtlich. Kleine Korrekturen der
Ausgangsspannung können später durch Parallelschalten
oder Weglassen von Widerständen vorgenommen werden, je
nach gewünschter Spannung (zwichen 12 und
13,8 V). Fußpunkt des Spannungsteilers mit einer
schwarzen Leitung verbinden, Hochpunkt mit gelb, und
Anzapf
mit der Leiterbahn, die auf die Regelschaltung führt.
Dazu am besten eine rote ausgelötete Leitung verwenden.
So, wenn alles nochmal sorgfältig kontrolliert wurde,
kann man vorsichtig einschalten - hoffentlich ohne
erkennt-
liche Rauchzeichen.
Ganz wichtig zum Schluss: Um HF-Störungen im MW- und
LW-Bereich zu minimieren, + 13 Volt-Leitung mit etwa
680 nF an der roten Spannungsklemme zum Gehäuse hin
abblocken. Siehe rechtes Bild, gelber Kondensator.
Wir können keine Garantie für Schäden übernehmen, die
bei unsachgemäßem Umbau entstehen könnten.
Viel Erfolg!
DF6VB 02/2006 Zurück zur Startseite
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