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Wer mehr von meinen Geschichten lesen möchte, kann das in folgendem Buch tun

Erhältlich direkt beim Verlag, im Buchhandel, bei Amazon, Weltbild und anderen Internetanbietern 

Hier noch mal alles Infos, die ihr braucht ,um das Buch zu bestellen.

TITEL: Die blaue Geschichtenhummel erzählt

VERLAG: Persimplex- Verlag Wismar

ISBN: 978-3-940528-32-2 

 

Ich freue mich schon auf Eure Rückmeldungen!!

Also stürmt die Buchläden! Ich verlass mich auf euch !

Mittlerweile ist mein zweites Buch als Manuskript fertig .

 

Es trägt den Titel 

"Herzenswege mit IHM"

(M)EINE PERSÖNLICHE GESCHICHTE MIT GOTT

 Co- Produktion für  Chaoshummeln und Bruchpiloten in Glaubensfragen

 und für alle Neugierigen hier ein Kapitelchen zum Anlesen

 

Kapitel 16 

 Wundermittel und Flötentöne 

Hallo meine lieben Dabeigebliebenen. Wie der Titel des Kapitels schon vermuten lässt, geht es hier und heute NICHT um Superschlankheitspillen diverser Art. Sondern um Gott, eine Flöte und mich. Wir schreiben das Jahr 2003. Die erste Lektion dieses Jahres sollte nicht lange auf sich warten lassen. Genau am 01.01. war es soweit. Ich war, wie in den Jahren zuvor, auf meinem Neujahresspaziergang durch meinen heiligen Ort. Ich wollte meinen Geschwistern alles Gute zu wünschen und ein bisschen Zeit mit ihnen verbringen. Nur in diesem Jahr lag, im Gegensatz zu den Vorjahren,  Schnee, so das der Ort noch viel verzauberter aussah, als je vorher. Die Bäume waren weiß überpudert. In den Schneeflocken auf den Wegen brach sich das Sonnenlicht und sie schienen funkelnd meinen Gruß zu erwidern.  

Nach einigen Minuten hatte ich meinen Gebetsplatz erreicht. Ich stellte die Räucherschale, mit Kräutern und Kohle auf den schneebedeckten Boden. Dann kramte ich aus der Tiefe meiner Hosentasche die Streichhölzer hervor, um die Kohle zu entzünden. Aber es gelang mir nicht, ein Hölzchen am Brennen zu halten. Es sah fast aus, als ob der Wind mit mir spielen wollte. Drehte ich mich nach Osten, der Wind war schneller. Ein Hauch von ihm und das Flämmchen verlosch. Ich drehte mich mit dem Rücken in die Richtung, aus welcher er gerade noch kam. Entzündete ein Holz. Ich freute mich, das es brannte, da spürte ich den Anflug des Windatems in meinem Gesicht. Nun was mit der kleinen Flamme geschah, brauche ich nicht näher ausführen. Das dritte Streichholz brannte. Ich näherte mich, so vorsichtig ich konnte, der Kohle. Das Zeug fängt normalerweise so schnell wie trockenes Gras Feuer. Aber Pustekuchen... dieses Mal nicht. Nach ein paar weitern fruchtlosen Versuchen gab auf. Leicht angesäuert entschlüpfte mir ein: “Dann sag mir doch, was ich falsch mache!“ 

Eigentlich wollte ich darauf gar keine Antwort. Aber diese kam postwendend:„Lass es doch einfach! Es ist nicht wichtig, was du mitbringst. Es ist viel wichtiger, das du kommst!! Wir alle möchten unser Wissen mit dir teilen“ flüsterte ein leises Stimmchen meinem Herzen zu. Ich war verblüfft. Da legte doch tatsächlich jemand Wert auf mich. AUF MICH und nicht auf das, was ich den Taschen hatte.  Ein krasser Widerspruch zur, sonst herrschenden,: „Haste was, dann biste was, haste nix dann biste nix.“ Mentalität, in unserer menschlichen Gesellschaft. Ja, Gott verschenkt seine Gaben großzügig. So wie der es Schöpfer tut, so tut es auch seine Schöpfung. Keiner meiner, grün belaubten oder benadelten, Freunde hat mir je einen Ast entgegengestreckt und Eintritt verlangt. Natürlich bitte ich, bevor ich eintrete, um die Erlaubnis. Den heiligen Ort betreten, ohne um Einlass zu bitten, kommt für mich nicht in Frage. Denn an diesem Ort leben Wesen, die dort Heimrecht haben. Ich glaube, keiner von uns fände es lustig, wenn sich jemand ungefragt in unseren Betten breit machen oder unsere Badewannen belegen würde! Ihr etwa???  

Einige Tage später kehrte ich noch einmal an diesen Platz zurück. Als ich beim Flötespielen meine Gedanken schweifen ließ, bekam ich eine Geschichte geschenkt und in dieser war die folgende Botschaft zu finden.

Wenn du in der Dunkelheit verloren zu sein scheinst, gibt es zwei Wege:

„Der erste “Kämpfe gegen die Dunkelheit.“ ist schmerzvoll und voller Gefahren. 

„Aber. das macht die Dunkelheit stärker. Sie wird sich wehren, wenn du sie angreifst. Du kämpfst und wirst verletzt werden. Dein Herz und deine Seele behalten Narben zurück, die oft noch lange schmerzen. Die Schritte werden schwer und unendlich mühsam sein.“

  Die andere Möglichkeit ist:

„Nähre das Licht! Nähre das Licht, mache es hell und stark.„Denn wo das Licht strahlt, kann die Dunkelheit nicht zur gleichen Zeit sein.“

 Ich glaube, auch wir alle haben lichtvolle und dunkle Seiten in uns. Es liegt einzig und allein an uns selbst, mit welche wir uns der Welt präsentieren. Ständiges Paddeln im See der Glücksseligkeit wird doch, ohne Herausforderungen, sehr schnell öd und langweilig. Manches Mal entpuppt sich das, was wir Dunkel nennen, als taugliche Startrampe in eine lichte Zukunft. Das kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Gott hält uns die Waagschalen hin, aber wir entscheiden in jeder Minute unseres Lebens, in welche wir unsere Kraft investieren wollen.

  Also, ich finde es immer wieder sehr spannend zu entdecken, wo und wie Gott mir seine Botschaften hinterlegt. So, das ich mir schon ein bisschen Mühe geben muss, sie zu finden. Aber ich glaube, kein Mensch der seinen Weg sucht, wird ganz ohne Mühe zurück nach Hause finden. Doch wird er losgehen, wenn er spürt, das die Zeit reif ist, zurück zu kehren. Er wird über Höhen der Freude und Liebe gehen, auf Wolke 7 schweben. Manchmal wird er zitternd und zagend Täler tiefster Verzweiflung durchqueren. Der Weg nach Hause ist manches Mal lang, steinig und nicht immer hell erleuchtet.  Wohl dem, der einen Wegweiser hat, der immer wieder kleine Lichter anzündet, für die nächsten Meter Weg. Für mich ist mein himmlischer Vater dieser Wegweiser. Er ist mir Licht, Wegweiser, Wanderstab, Tröster, und noch so vieles mehr. Er führt mich auch, immer wieder, mit vielen, verschiedenen Menschen zusammen, von denen ich lernen kann. Vom Jahr 2004 ist mir besonders Maraya in Erinnerung geblieben. Sie ist eine Frau mittleren Alters mit einem reichen Erfahrungsschatz eines turbulenten Lebens. Sie erzählte und oft konnte ich nur, ganz leise, aber von Herzen, ein „Danke“ in den Raum stellen. In dieser Gesprächsrunde entdeckte ich wieder einmal, wie viele Geschenke mir Gott in den Jahren gemacht hat.

Eine Geschichte, die Maraya erzählte, ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben. Sie berichtete von den Elefantenomis, welche die Herde schützen. Die den jüngeren Kühen all das beibringen, was sie brauchen, um später eine Herde führen zu können. Jeder Futterplatz, jeder Pfad, Wanderzeiten und jedes Wasserlöcher auf ihren langen Wanderungen ist in im Gehirn der alten Elefantenladys gespeichert und unverzichtbar für die Herde. Maraya erzählte auch davon, was geschieht, wenn die Großmütter Wilderern zum Opfer fallen. Die Herde ist zum Sterben verurteilt, wenn es keine Großmutter mehr in der Gruppe gibt. Ja, Großmütter, aber auch Großväter sind wichtig, nicht nur bei den Elefanten. Auch für die Menschen sind sie ein unendlicher Quell der Liebe und Weisheit. Doch die Familien, in denen sie noch im Altenteil ihren festen Platz hatten, kleine Arbeiten tun konnten und sich um die Enkel kümmerten, sie sind längst zerstört und zerfallen. Ihr Potential als weise Berater und erfahrene Lehrer dämmert, ungeachtet und nicht geehrt, hinter den Zimmertüren eines Heimes oder Krankenhauses dahin. Solange, bis das Wissen und die Weisheit mit ihrem Besitzer irgendwann entgültig begraben wird. Ich musste an unsere Altenheime denken. An die vielen Alten, die Weisen, die sich in sich selbst zurückziehen, weil sie nicht ertragen können, nicht mehr gebraucht zu werden. Ich glaube in Medizinerkreisen nennt man das Demenz. 

Mögen mir alle Ärzte, Psychiater und Priester vergeben, Ihr tut euer Möglichstes. Aber eure Arbeitsteilung funktioniert nicht wirklich. Manchmal steckt mehr Schmerz in einer alten vernarbten Seele, einer Seele, die Gottes Licht in den Wirren der Zeit verloren hat, als in dem alten, gebeugten Körper. Doch gehören Körper, Geist und Seele zu einem Menschen mit seiner persönlichen Geschichte. Noch eine Frage: Wissen die Alten plötzlich wirklich nichts mehr?? Ich glaube es nicht, denn auch wenn der Körper nicht mehr mag, die Seele lebt. Ich habe selbst schon erlebt, das alte Volkslieder, bei denen ich glaubte, alle Strophen zu kennen, plötzlich um viele Verse länger waren, wenn eine 85- jährige sie sang. Sorgt für die Seelen, all ihr, die ihr die Tore der Hölle berührt habt und zurückgekehrt seid. Ihr wisst das es einen Weg ins Licht gibt, auch in der tiefsten Dunkelheit. Es gibt kein Medikament, welches Euch ersetzen kann. Manches mal genügt schon eine Umarmung, um einen, „der kriegt doch nix mehr mit Irrtum“ zum Leben zu erwecken. Glaubt mir, die Sehnsucht nach Berührung ist größer als ihr glaubt.  Selbst bei Menschen, die scheinbar nichts mehr weiter mitbekommen, haben geduldige Begleiter schon kleine Wunder erlebt. Manche der alten Weisen machen auch noch einmal Zwischenstation auf dem Weg zum Schöpfer, um das eine oder andere für sich zu klären. Wir können nicht in alle Welten blicken!!!  Doch es gibt viele Zaubermittelchen, die manchmal Wunder wirken können.  Die Wundermittel heißen Zuneigung, Wertschätzung, Dasein und Zeit.

 Oder auch: Der Klang einer Ladenglocke, der Pfeifkessel, Hufgetrappel, der Duft von Heu, der Geruch von Leder, selbstgekochte Beerenmarmelade, eine alte Apfelsorte... Diese Liste könnte ich noch beliebig erweitern.  Aber da das, was sich „Wundermittel und Flötentöne“ nennt nur ein Kapitel und nicht ein ganzes Buch werden soll, fasse ich mich doch etwas kürzer. Aber eine Geschichte möchte ich euch doch noch erzählen. Sie handelt vom Zauber der Musik, wie wir ihn erlangen können und seine Folgen. Davon, wie mir der Schöpfer die Flötentöne beibrachte. Ihr habt ja, in einem der letzten Kapitel, von Rainer erfahren. Dem, der mir ein Jahr nach meiner Frankfurter Zeit als Pfingstinsulaner eine Flöte in die Hand legte. Nun es war nicht gerade Liebe auf den ersten Blick, denn ich hatte, wie so oft, mal wieder keine Ahnung. Diesmal vom Flötespielen. Noten konnte ich auch nicht und spürte auch nicht das mindeste Verlangen an diesem Zustand etwas zu ändern. So lag mein Flötchen erst mal wochenlang tonlos und stumm auf meinem Schreibtisch. Eingehüllt in ein rotes Tuch. Und so wäre sie dort sicher auch eingestaubt, wenn der Schöpfer nicht wieder einmal tief, diesmal seeehhhrrr tief, in seine Trickkiste gegriffen hätte. 

Er schickte mir nach ein paar Tagen. einen Mann. Ja da staunt ihr, was. Aber keinen so aus Fleisch und Blut, das kam erst 1 Jahr später. Ich traf ihn unter dem schönen Namen “Ambros“ in einem Indianerforum. Indianerforum deshalb, weil meine Flöte eine indianische Flöte ist. Ich suchte in dem Forum, nach jemandem der mir die Geheimnisse des Instrumentes erklären könnte. Fand Ambros. Und nach ein paar Mails und einen fast 2-stündigen Telefonat, gab mir Ambros den weisesten Rat, den ein Lehrer einem Flötenschulanfänger geben kann. Nein, er erklärte mir nicht die Knotenvermeidungsstrategie für meine Finger. Auch nicht den Ort, an dem sich die Speichelstoptaste befand oder die Friedensverhandlungsstrategien mit genervten Nachbarn. Nein sein umwerfender, weiser Ratschlag lautete“ „Zuerst musst du sie mal auspacken“.  Wie recht er doch hatte. Denn als ich sie öfter sah, nahm ich sie auch öfter in die Hand. Was aber, scheinbar sehr zum Missfallen des Schöpfers, nicht gleichbedeutend mit Üben war. Denn einige Tage später geschah etwas Unfassbares. Ich bekam Post. Post von Gott. Ein Päckchen, das ich ehrlich gesagt nicht bestellt hatte und das ich eigentlich auch überhaupt nicht haben wollte. Oder wollte ich es doch??? Ja, ich hatte gebetet: „Gib mir Gelegenheit und die Kraft, Flöte spielen zu lernen.“ Aber doch nicht so!  Wie war das?? “Achte darauf, worum du bittest, es könnte wahr werden“ Ich bekam die Gelegenheit!!!  Mit 40°C Fieber in den ersten Tagen. Mit Antibiotika( ehrlich gesagt -- hasse ich das Zeug, doch ich hab es brav geschluckt) und Zugsalbe. Dieses Gottesgeschenk nannte sich Rose.  Aber nicht Heiderose oder Annerose, auch nicht Heckenrose, sondern WUNDROSE! Diese schmerzhafte Pflanze war an meinem rechten Unterschenkel gewachsen und schmeichelte den Nervenenden nicht gerade mit Zärtlichkeit. Mit Röschen durfte ich geschlagene 6 Wochen mein Leben und mein Lager teilen. Da hatte ich keine Wahl. Die einzige Wahl, die ich hatte war die zwischen Schmerztabletten und Flöte spielen. Unter sanftem Zwang (Schmerz lass nach!!!) entschied ich mich, auch wegen der geringeren Nebenwirkungen, fürs Flötespielen. Gott sei Dank hatte mir Rainer kein Klavier in die Hand gedrückt. Nach cirka 6 Wochen hatte sich Röschen wieder zur Ruhe begeben.  Doch der Arzt teilte mir freudestrahlend mit, das sie mich immer mal wieder besuchen kommen könnte. Was sie seither auch noch zweimal tat. Einmal als ich etwas nicht tun wollte, was ich nach Gottes Überzeugung tun sollte und einmal weil ich nicht tun sollte, was ich meiner Meinung nach aber tun wollte. Also mein „geliebtes“ Röslein steht für „ bockige „ Zeiten parat. Deshalb übe ich jetzt auch immer ganz fleißig. Ehrenwort !!! Fazit: Ich konnte nach 6 Wochen zumindest so gut spielen, das mir ein Passant, bei einer meiner „Waldübungsstunden, fern ab aller Zivilisation, sagte:  „Na so schlecht spielen sie ja auch nicht, das sie sich im Wald verkriechen müssten.“  Wenn der wüsste das ich mich nicht verkrochen habe. Die Bäume sind ein tolles Publikum!!! Sie werfen, selbst beim ärgsten Missgriff nicht mit Tomaten und pfeifen mich nicht aus. Und ihr rauschender Blätterbeifall klingt wundervoll. Außerdem habe ich dann öfter mal Mitflöter oder Mitsänger an meiner Seite. Seht ihr, so hab ich die Flötentöne doch noch gelernt. Heute bin ich dankbar, das ich es kann. Denn meine Flötentöne waren schon Schlafmittel für quengelige kleine Erdenbürger (Die Frage genervter Eltern: Kann man sie mieten??). Manchen Kummer haben sie gestillt, manche lange gebunkerte Träne hervorgelockt, manche Seele begleitet durch das Tor in die Ewigkeit. Miene Flöten helfen mir, wenn mir mal die Kraft oder die Worte für ein Gebet fehlen. Wenn mir Tränen den Hals zuschnüren oder ich vor Freude überwältigt bin, dann leihen mir sie mir ihre Stimme und tragen meine Gebete zum Schöpfer. Wir sind inzwischen unzertrennlich. Wundervolle Begegnungen finden statt, wenn ich spiele. Mit Alten und Jungen. Ich habe mit dem Wind, den Bäumen, mit Bach und Bussard gemeinsam gebetet und tue es auch heute noch. Ich spiele gern in Kirchen! Habt ihr ne schöne in eurer Nähe??? Selbst in einem Kloster habe ich mittlerweile eine Spielerlaubnis. Hört ihr die Klänge?? Dann folgt ihnen und wir treffen uns in einem der nächsten Kapitel wieder......

 

und summe jetzt erst mal eine Blüte weiter

Eure  Geschichtenhummel Ramona

 

 

 

 

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